Mit den von mir eingebrachten Fehlern und Lücken gelingt es mir zumindest, etwas dazu zu lernen, wovon vielleicht auch der mitlesende Teil der KKB-Community profitiert.
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https://youtu.be/OYL9CQKGhKU?si=P8PS-lyS9CHnyMsS
Gerade der Infight war bei Larry Hartsell halt nicht nur auf Grappling reduziert, es ging um Boxing und Tritte genau so wie im Balance brechen, werfen und Grappling.
Danke. Nett, dass Du Eure Session mit uns teilst! :halbyeaha
Möchtest Du auch mit uns teilen, was Larry von BL als Martial Artist, Kämpfer und Lehrer hielt (auch wenn es nicht direkt zu diesem Topic passt, aber zu dem, was die letzten Tage auf diesem Board geschrieben wurde)?
Naja, ist ein Ausschnitt aus einem Lehrvideo ... :)
Das sollte Larry selber sagen:Zitat:
Möchtest Du auch mit uns teilen, was Larry von BL als Martial Artist, Kämpfer und Lehrer hielt (auch wenn es nicht direkt zu diesem Topic passt, aber zu dem, was die letzten Tage auf diesem Board geschrieben wurde)?
https://www.facebook.com/reel/1656405735262655
Interessant.
Ist bekannt, ab wann BL seine Lektionen so personalisiert hat?
Mir leider nicht. Tim Tacket hatte auch schon mal häufiger was dazu geschrieben, dass zum Beispiel ein Bob Bremer ganz andere Dinge unterrichtet bekam wie z.B. die leichteren Schüler ... Hat mich halt später immer so an das "game building" im BJJ erinnert. Es gibt Basics & Fundamentals und von da aus muss man sein eigenes Spiel entwickeln.
Das ist vollkommen korrekt Andreas.
Angreifen von Öffnungen, anstatt geschlossene Linien frei zu machen. Spart Zeit und nimmt dem Gegner Reaktionszeit.
Wechseln von hoch nach tief, tief zu hoch, recht nach links oder links nach rechts. Fechten mit Händen und Füßen.
Genau das zeigte Bruce zu Jesse, bei einer Geburtstagsfeier in den 70ern und er sagte, ich fechte jetzt mit Händen und Füssen.
Persönliche Methoden Bruce Lees - "Fechten mit Händen und Füßen" - und auf das jeweilige Individuum (Attribute, Körperbau/-größe, Bewegungsstil, Temperament, usw.) zurechtgeschnittene Methoden - ist doch bis jetzt für jeden etwas dabei.
"Game Building" entspricht hierbei dem, was Jessie als "Entwicklung eines persönlichen Mini-Systems" bezeichnete.
Beim disengaging hatte ich vom Begriff her erstmal mehr an Distanz gedacht, scheint aber auch er um den Handkampf zu gehen. Das kann man halt machen, wie Adam Chan schon meinte, wenn man schneller ist als der andere, ggf. noch wenn man eine größere/große Reichweite hat, und sicher auch wenn man viel stärker ist, weil man sich ggf. erlauben kann, Treffer zu fressen. Aber es ist schon ein Risiko und man hat weniger Kontrolle über den anderen, das bringt halt "Trapping" und Grappling.
Zu BL als Lehrer fällt mir noch ein was mir über Jesse herangetragen wurde, das BL ihm beigebrachthat sich im Chisao immer ordentlich reinzulehnen (was er was ich in Videos gesehen habe scheinbar bis zum Schluss nie komplett ablegen konnte) - der einzige Sinn den ich daran erkennen kann, ist das BL gut trainieren konnte, mit nem kräftigen Typen der sich auch noch reinlehnt damit er lernen kann mehr Kraft zu generieren...
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Will jetzt keine Diskussion ala "reinlehnen oder nicht" eröffnen , aber das "Rollen" mit moderater Kraft , als festen Bestandteil (nicht als alleinigen) halte ich auch für sinnvoll. Aus mehreren Gründen.
A) Die ankommenden Vektoren sind deutllicher wahrnehmbar und zwar in der Form wie sie einem real auch begegnen , wenn beide mit Wucht aufeinander prallen .
B) lerne ich dadurch besser mit der nicht zu vermeidenden Gefangennahme der eigenen Bewegungen im Moment der Spannungserhöhung , im Moment eines Impakts , eines festen Griffes usw. klarzukommen und die des Gegners zu erkennen.
C) der für mich wichtigste Punkt
Lernt mein Körper trotz höherem oder hohen Kraftaufwand , der in einer Auseinandersetzung immer passiert , wenn man es genau nimmt unvermeidbar ist , mehr und mehr eine flexible , elastische Organisation der beteiligten Muskulatur TROTZ der Tonuserhöhung , zu entwickeln.
Wenn man immer nur mit sehr wenig Widerstand arbeitet , so wegen Fliege auf dem Arm und so , aber auch generell , weil man ja leicht und schnell agieren möchte , quasi reibungsfrei . Dem anderen kein Input geben möchte . Dann impft man sich mehr und mehr einfach nur feste Bewegungsabläufe ein die dann schnelll abgerufen werden . Hat auch seine Berechtigung und ist ein wertvoller Part des Trainings , aber ,..... sobald die Distanzen sich schnell verändern , und das werden sie ! Fällt vieles schnell wie ein Kartenhaus zusammen .
Entweder der andere ist ausserhalb eines sinnvollen Impakts oder ,...er ist zu nah . Blockiert nun die Wege oder Greift , klammert , hält .
Genau hier , an dem Punkt wo es zu dicht wird , oder wo man sie zu fassen bekam , hatten die leute die es gewohnt waren schnell und locker mit wenig Kraftaufwand zu arbeiten dann ihre Probleme . denn sobald es in die blockade , in Clinchnähe , in Griffarbeit , ging , kam es unweigerlich zu einem Bruch in ihren bewegungen , teilweise sogar in der gesamten Struktur . der Tonus erhöhte sich , was völlig normal ist , aber ,... sie brauchten länger und wenn es nur Bruchteile an sekunden waren , um bei einem Lösen IHRE handlung abrufen zu können , da ihr Körper , ihre Muskulatur bei höheren Tonus nicht flexibel ,nicht reaktionsfähig genug war .
Das passierte immer wieder bei , (ich schreib mal vorsichtigerweise nur ing ung allgemein-leuten ), die viel wert auf kraftminimales Arbeiten Wert legten , aber auch bei Taichiler bzw generell bei Leuten die sich ein Entspanntes arbeiten auf die Fahnen schrieben. Sie waren als erstes FEST und brauchten wertvolle Zeit länger um da raus zu kommen.
jetzt kommts . Ringer dagegen konnten auch bei sehr hohen eigenen Spannungen verdammt gut reagieren , sehr dynamisch , sehr schnell arbeiten und vor allem !!! Fühlen .
das nur als Idee , weshalb es in meinen Augen mehr als nur den einen Punkt gibt der dafür spricht.
@Cam: Wie Du weißt bin ich ja aus der WSL-Linie, wir haben immer Schlagfokus und damit verbundenen Vorwärtsdruck (schreibe das weil er deutlich anders und meistens auch stärker ist als im WT), aber Jesse sollte sich richtig reinlehnen damit BL trainieren konnte, der ist also andernfalls einfach umgefallen bzw. deutlich reingefallen, sieht man auch auf Videos, der Hauptinhalt im VT/WC ist ja kraftgenerieung ohne sich reinzulehnen, also aufrecht zu bleiben....
Da fällt mir ein was ich noch sagen wollte: Die hier im Borad und ich denke auch im deutschsprachigen Bereich steht VT für die WSL-Linie, weil die es immer so in Anlehnung an YM so benutzt haben, die Leung Ting/KRK Line als WT, die Schriebweise hatte sich LT ja in Abgrenzung zu den anderen beiden Schreibweisen ausgedacht, inzwischen gibt es allerdings zwei Ex-EWTO Ableger die auch eine VT-Transkription nutzen. Persönlich nehme ich WC als die erste, englische Transkription wenn ich allgemein über Wing Chun rede. Viele im WC_Forum reden von *ing*un, finde ich aber zu umständlich, nur mal als Hinweis, die VT Transkription kann auf jeden Fall zu Missverständnissen führen.
PS: Verstehe auch Deinen Punkt allgemein, der Druck im Ringen ist mAn der dem WT ähnlicher (aber im Normalfall höher), ich persönlich tausche allerdings nur mit der Tan/FookHand als SChlag Kraft aus und die andere wird nur mitgeführt und versuche sonst entpannt zu arbeiten, damit ich das lösen und den Schlagfokus allgemein nicht verliere im Gegensatz zu rumdrücken, aber klar, der Punkt den Du ansprichst wäre im Zweifel dahingehend eine Schwäche und im Gerangel/Clinch würden wir dann evtl. auch wieder früher steif machen,w eil wir das nicht so geübt haben. Ok, genug dazu, ist ja eigentlich nen WC Thema, da hätte ich es aber mglw. nicht geschrieben. :p
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