+1!
Auch habe ich sehr oft erlebt, dass sich diese Personen dann im Alltag ständig auf andere Personen verlassen oder um Hilfe bitten, anstatt selbst ein Problem anzugehen oder zu lösen - insbesondere, wenn es schwer und anstrengend wird. Bzw. wird in Diskussionen und Streitereien lieber, dem Frieden halber und um Reibung zu vermeiden, nachgegeben als zu seinem Standpunkt zu stehen und diesen darzulegen - und damit meine ich nicht einmal die Personen, die ständig enttäuscht wurden, sondern die, die grundsätzlich Hilfe erhalten haben. Ein Kind und ein Jugendlicher muss auch lernen, sich selbst zu behaupten und zu erkennen, in welchem Maß das angemessen ist.
(Wobei es mMn - insbesondere bei den Eltern - allerdings sehr wichtig ist, dass die Person, die um Hilfe bittet und nach ihr fragt, sie auch erhält. Da kann man dann auch aufpassen, dass sie nicht direkt angerannt kommt, sondern erst einmal selbstständig agiert.)
(Es soll auch durchaus Menschen geben, die gerne schwimmen und trotzdem keinen Spaß empfinden, wenn sie auf einmal mitten ins Meer geworfen werden und zur Küste zurückschwimmen sollen...)
Naja, das ist wie beim Geschlechtsverkehr. Wenn ich mich darauf einlasse, der Partnerin vertraue und mich ans Bett fesseln lasse, kann es Spaß machen. Wenn mich nachts im Hotelzimmer jemand (ungefragt und ohne meine Zustimmung) ans Bett fesselt und beginnt an mir herumzuspielen, gehen da ganz andere Emotionen und Gedanken durch den Kopf als "Spaß"... Auch wenn es mir Spaß macht, mit meiner Partnerin intim zu werden und ich beispielsweise im Café daran denke, reiße ich ihr nicht ungefragt und gegen ihren Willen die Kleider vom Leib und zwinge mich ihr auf. Generell haben die meisten Menschen sich so gut im Griff, dass sie nicht alles, was ihnen Spaß macht, auf Kosten anderer Menschen ausleben und nur weil mir etwas unter bestimmten Umständen Spaß macht, muss es mir nicht auch unter anderen Umständen Spaß machen - so ist es auch nicht jedermanns Sache, sich in aller Öffentlichkeit in einem verschmutzten und dreckigen Brunnen Intimitäten mit einem nicht einmal als attraktiv und anziehend empfundenen Partner hinzugeben. Sogar der böse Kampfsportler, der Spaß daran hat, anderen ins Gesicht zu kicken, sucht sich ein Gegenüber, das ebenfalls daran Spaß hat und zumindest kein Problem damit bzw. sogar Spaß empfindet, ins Gesicht getreten zu werden. Bei mir geht es sogar soweit, dass ich keinerlei Spaß daran empfinde, in Notwehrsituationen verwickelt zu werden - komisch, oder - und bei den (zum Glück sehr wenigen) Situationen, die ich nicht verbal oder durch einen 400m Sprint lösen konnte, (egal, wie sie ausgingen) vieles empfunden habe, aber keinen Spaß und insbesondere keinen Spaß daran, die Person zu schlagen. Genauso könntest Du auch behaupten, dass es mir Spaß machen müsste/muss, kleine Kinder auf dem Spielplatz mit Frontkicks von der Schaukel zu kicken, weil mir das Kicken von Frontkicks im Ring und im Training Spaß macht...
(Abgesehen davon - was Du sehr gerne ignorierst - gehören im Kampfsport immer zwei Seiten dazu ;). Keiner teilt die ganze Zeit aus und möchte den Gegner (oder besser noch seinen Trainingspartner) totprügeln... Im Kampfsport begegnet man selten "Opfern", sondern eher ebenbürtigen Gegnern oder zumindest teilt man nicht nur aus, sondern steckt auch ein... Es liegt ein gewaltiger Unterschied dazwischen, ob ich mich freiwillig auf eine Situation einlasse und dasselbe von der anderen Person weiß oder ob ich jegliche Kontrolle verliere und „gezwungen“ werde, mich in einer Situation zurechtzufinden.)
Im Prinzip ist der einzige Unterschied, dass Du die physische Auseinandersetzung verteufelst und so Deine Angriffe auf die Psyche und Deine moralische Überlegenheit rechtfertigst und gutheißt. Egal, ob Du mal wieder erklärst, was für schlechte, miserable und minderwertige (oder zumindest unter Minderwertigkeitskomplexen leidende) Menschen Kampfsportler doch sind, was für Probleme dieses kranke Pack hat oder besonders beeindruckend, wie ein Mensch zu trauern oder sein Mitleid zu bekunden hat und was für kranke Menschen doch die anderen Personen sind. Im Prinzip sehe ich wenige Unterschiede zwischen den Personen, die Du in einem anderen Thema als „Egomanen und Narzissten“ oder „Selbstdarsteller“ bezeichnest und Deinem Auftreten im Forum. Niemand zwingt Dich hier zu sein und wenn sich Deiner Meinung nach Kampfsportler nur schwer verletzen oder töten wollen, lass uns das doch machen und uns in den Tod rennen, Du musst ja nicht mitmachen und wir rotten uns selbstständig aus; win-win.
Die „Bösen“ üben die Gewalt physisch aus, Du als „Guter“ psychisch und bist dabei selbstverständlich auch moralisch total überlegen ;). Was versuchst Du eigentlich mit dieser Doppelmoral zu bezwecken? Ebenso, wenn Du mal wieder alle „Erfahrungen“ und Argumente ausblendest, die Deiner Ideologie nicht entsprechen. Bei Deinen Posts frage ich mich immer wieder, wieso ausschließlich Du die „richtigen“ und authentischen Arten und Beweggründe der Menschen kennst und weißt, wie sich alles abgespielt hat - Du weißt über ziemlich viele Umstände allgemeingültig Bescheid; Erfahrung oder einfach eine krude Vorstellung? (Woher weißt Du beispielsweise so genau, wie man sich fühlt, wenn man „einen Menschen getötet [hat]“ - ihn in Deinem Beispiel eigenhändig im Ring totgeschlagen - und was man dabei empfindet oder wie man reagiert bzw. nicht reagiert, wenn man wirklich um ihn trauert?)
Jetzt zum eigentlichen Punkt: Wehren muss sich nicht immer auf Prügeleien oder physische Auseinandersetzungen beziehen. Ich kann mich auch auf andere Arten wehren und sei es nur der Gang zu Autoritäten. Dafür muss ich mich jedoch auch nicht immer selbst in die Opferrolle zwängen (und wie Du es in Deinen „Strategien“ machst, gleichzeitig auch noch „subtil“ Deine moralisch Überlegenheit demonstrieren).
Auch kann ich selbst bestätigen, dass teilweise das „Bekanntwerden“ des Ausübens eines Kampfsports erst die Abschussfreigabe ausstellt oder Dich für manche Personen interessant macht. Insbesondere, wenn Lehrkräfte Bescheid wissen und allen Seiten klar ist, dass es nur auf die eigenen Lasten ausgehen kann. Wehre ich mich körperlich, bin ich der Kampfsportler und Schläger - bei ein paar Judoka erlebt - und wehre ich mich körperlich nicht, wird das Spiel auf die Spitze getrieben - zum Glück kann man sich nicht nur körperlich wehren ;).
Ich sehe eine große Gefahr - auch aufgrund der dahingehenden Erlebnisse - in einem anderen Punkt als dem „Wehren“. Das Problem ist mMn nicht, dass man Kindern erklärt, dass sie sich wehren dürfen, sondern, dass häufig im Nachhinein die rosarote Brille aufgesetzt wird und das Verhalten - obwohl man nichts mitbekommen hat, aber das eigene Kind muss ja Recht gehabt haben - glorifiziert oder legitimiert wird, egal was tatsächlich vorgefallen ist und häufig auch noch dem Lehrer, der Betreuerin etc. widersprechend, die sich angemaßt hat, das arme Kind dafür auch noch zu bestrafen oder zumindest auf ein Fehlverhalten hinzuweisen (und vielleicht sogar die Situation miterlebt hat). Kinder können häufig noch nicht ausreichend differenzieren und das Problem sind dann die Eltern, die das Kind pauschal in seinem Handeln bestätigen; insbesondere, wenn die Handlung vom Rest nicht gutgeheißen wird. Aus einem ähnlichen Grund hat ein damaliger Nachbarsjunge einem anderen auf dem Spielplatz den Kiefer gebrochen, denn der Rest hat zwar gesagt, dass man niemandem mit einem Schäufelchen und den Eimer ins Gesicht schlagen darf, nur weil er auch mal in den Sandkasten will, aber Papa hat dann immer gesagt, er habe alles richtig gemacht und müsse für das kämpfen, was er haben will und sich wehren, wenn es ihm jemand wegnehmen will - war dann halt leider irgendwann keine Plastikschaufel mehr, sondern eine aus Metall und der Junge war der festen Überzeugung alles richtig gemacht zu haben und meinte sogar noch, dass ihm egal ist, was der Rest sagt, weil die immer geschimpft haben, aber Papa hat gesagt, dass er es richtig gemacht hat und er stolz auf ihn ist... Deshalb ist für mich auch wichtig zu klären, dass „Wehren“ sich nicht immer auf physisches Wehren bezieht. Gleichzeitig ist es für mich auch wichtig, dass das Kind bereits lernt, für sich einzustehen und ein dahingehendes Selbstvertrauen aufbaut - von den wiederholt erlebten Enttäuschungen beim „Hilfesuchen“ wurde bereits berichtet. Auch müssen klare Grenzen gesetzt werden bzw. erklärt werden, dass es sich bei manchen Dingen nicht um „Wehren“ handelt und man darf nicht alles schönreden (insbesondere den Blödsinn mit der „Ehre“) - ich muss niemandem ins Gesicht schlagen, weil er sich meine Buntstifte nimmt, ohne mich zu fragen (und sie unbeschädigt zurückgibt). (Siehe auch meine Posts im anderen Thema; die verdeutlichen es teilweise mehr.)
Leider hat Kelte dahingehend Recht, dass man wirklich aufpassen muss, dass keine Vorwände gesucht werden, um sich körperlich „wehren“ zu „dürfen“; insbesondere, wenn das immer so gut funktioniert hat. Wobei ich da keine Unterschiede zwischen verbaler und nonverbaler Gewalt mache. Mittlerweile hat sich die Gewalt meiner Erfahrung nach lediglich verlagert, die körperliche Gewalt ist „primitiv“ und geächtet, während verbale Gewalt regelrecht verharmlost oder sogar noch belohnt wird. Besonders schön zu erleben, wenn verbale mit körperlicher Gewalt beantwortet wird, weil sie die Person beispielsweise nicht anders zu helfen weiß und die verbale Gewalt Wirkung zeigt.
Ich selbst habe keine eigenen Kinder und kann daher auch nicht sagen, was ich ihnen mit auf den Weg geben würde. Vermutlich würde ich gar keinen festen Rahmen ziehen, sondern sie ihre Grenzen (und die Konsequenzen) austesten lassen und sie je nach Erlebnis in eine bestimmte Richtung lenken. Beispielsweise erwarte ich nicht, dass man sich zusammenschlagen oder drangsalieren lässt, andererseits erwarte ich auch nicht, dass man Kleinigkeiten oder Meinungsverschiedenheiten mit Schlägen beantwortet. Deshalb wird es vermutlich von mir nie den Satz zuhören geben, dass man sich wehren muss und auch nicht, dass man unter keinen Umständen jemanden schlagen darf. Noch weniger gibt es pauschal ein Lob oder einen Tadel, wenn ich über Situationen informiert werde und nur eine Seite kenne - insbesondere nicht pauschal, weil ja schon alles richtig sein wird und es so ein gutes Kind ist. (Ich weiß von mir selbst, dass nicht alles ist, wie es zu sein scheint und es immer zwei Seiten einer Geschichte gibt; generell bin ich kein Freund von blinder Unterstützung und häufig „zu ehrlich“.) So handhabe ich es zumindest bei „anderen“ Kindern und bin damit bis jetzt gut gefahren. Ich habe auch zu oft erlebt, wie das Thema regelrecht kaputtgeredet wurde und was beide Seiten bezwecken können („Du musst Dich wehren, lass Dir bloß nichts gefallen.“ und „Auf keinen Fall und unter garkeinen Umständen, darfst Du jemanden schlagen oder ihn körperlich angehen.“)...
Auch noch eine kleine Anekdote für unseren lieben Kelte:
Ich glaube jeder kennt Mobbing in einer mehr oder minder ausgeprägten Form. Man muss kein Außenseiter sein, um Probleme mit Mitschülern zu bekommen. Als bei mir irgendwann kurz vor dem Abitur bekannt wurde, dass ich mich bereits seit ein paar Jahren dem Thaiboxen widme und die blauen Flecken an den Schienbeinen nicht vom Fußball kommen, haben es viele regelrecht darauf angelegt, mich in eine Schlägerei zu verwickeln - ich sehe und sah auch nie wirklich gefährlich aus und habe nie jemanden angefasst oder mich physisch gewehrt :D. Was Dir jetzt wahrscheinlich völlig unklar sein dürfte, ich war alles andere als ein Außenseiter, hatte einen riesen Bekannten und „Freundes“-Kreis und ausschlaggebend war wohl schlicht, dass mich dummes Geschwätz und Egospielchen nie wirklich interessiert haben, während ich Dinge gemacht habe, die andere nicht nachvollziehen konnten, so habe ich beispielsweise sehr gerne Hohlstunden und Mittagspausen mit meinem Saxophon verbracht und mich dem Jazz gewidmet - wir hatten auch sowohl in BigBands als auch Combos mehr "Gewalttäter" - insbesondere nach Gigs im Ausland bzw. nicht ganz so erfolgreichen Wettbewerben bzw. Wertungsspielen und unter Alkoholeinfluss - und nach Arbeitsphasen mehr Gewaltfantasien als ich sie im Kampfsport kennenlernen durfte :D. Minderwertigkeitskomplexe und Gewaltfantasien hatte ich auch nie wirklich oder zumindest nicht mehr oder weniger als bei pubertierenden Jugendlichen normal, auch wurde ich nie von meinen Eltern missbraucht oder zum Gewalttäter erzogen :D. Ich habe mich auf eine Art behauptet, der Du Dich hier teilweise zu bedienen versuchst und die Du interessanterweise auch nicht verurteilst - oder zumindest in Deinen Posts gutheißt. Die „Schläger“ waren immer die Dummen, sobald die andere Person verletzt war, egal, wer angefangen hat und wie verdient es war. Manche wurden sogar gezielt provoziert, um sie zum Ausrasten zu bringen und dann das Opfer zu mimen, während man schadenfroh die Bestrafung des „Angreifers“ genossen hat. Meistens habe ich es auch lediglich ignoriert, wenn es um mich ging und wenn ich mich für andere eingesetzt habe, auch mal ein zwei Aktionen eingesteckt, ohne mich zu wehren und da ich nie „gefährlich“ wirkte, hat das auch nie jemanden interessiert, gleichzeitig habe ich mich allerdings auch nicht selbst in die Opferrolle gesteckt - wobei hier auch wieder die Gefahr besteht, wie es einem Klassenkammeraden ging, der so eine Angst vor Gewalt und körperlichem Wehren und der Reaktion seiner Eltern hatte, dass er sich lieber bespucken, zusammentreten und nackt durchs Hotel jagen lies als sich zu wehren; nachdem er sich einmal gewehrt hatte - als Mitschüler nach dem Schwimmen die Kleidung mitgenommen und versteckt haben - und von den Eltern für das Wehren, um seine Kleidung zurückzubekommen und nicht bei Schnee in einer Badehose herumlaufen zu müssen, auch noch zusätzlich bestraft wurde. War es wirklich notwendig sich zu „wehren“, habe ich mich deshalb gerne der Methode bedient, die auch Kelte offensichtlich gerne verwendet. Ich habe mich moralisch erhöht, das Selbstvertrauen und -bewusstsein gebrochen und mit einzelnen verbalen Phrasen - bevorzugt nur von der betroffenen Person zu vernehmen - gewehrt und während ein blaues Auge immer für Probleme gesorgt hat, hat die Bloßstellung des „Mobbers/Aggressors“ nie negative Auswirkungen gehabt - im Prinzip erinnert es mich an die Misshandlung an nicht sichtbaren Stellen, nur dass nicht einmal Prellungen zurückbleiben. Im extremsten Fall wurde meine damalige Partnerin (11. Klasse) von einem anderen Mädchen und ihrer „Clique“ gemobbt und auch ich dachte, dass sich das schon legen werde und sie es einfach ignorieren solle, bis sie dann irgendwann eine Treppe herunter gestoßen wurde - was natürlich alles ganz ohne die Beteiligung der guten und beliebten Schülerin geschah, die sowas natürlich nie machen würde und man solle aufpassen, was man Mitschülerinnen unterstellt. Als sie dann im Krankenzimmer aufgetaucht sind, um ihr zu erklären, wie sehr ihnen dieser Unfall leidtun würde und dass ihr niemand glauben werde, bestand mein „Wehren“ weder aus einer Strafanzeige, dem Herbeiholen von Lehrern, was bereits mehrfach gescheitert war und ich habe sie auch nicht krankenhausreif geschlagen. Lediglich ein paar nette Sätze zur „Hauptperson“ geflüstert, einen Nerv getroffen und sie an ein paar Erlebnisse erinnert, von denen sie dachte, niemand hätte davon je etwas mitbekommen. Das endete dann in einem Heulkrampf ihrerseits, sie hat sich in die Hosen gemacht und musste so durchs Schulhaus rennen und das in einer Stufe, die beinahe krankhaft auf Optik und das äußere Auftreten bedacht war. Weißt Du was? Ohne die Vorgeschichte und sogar mit, hätte ich es ihr nicht einmal übel genommen, wenn sie auf mich losgegangen wäre. Im Prinzip habe ich in diesem Moment lediglich die „subtilere“ Gewalt angewendet und zumindest für mich kann ich sagen, dass ich Verletzungen und Schläge der „Mobber“ sehr gut wegstecken und vergessen konnte, während Angriffe auf die Psyche ganz andere Wirkungen hatten und ich mich auch nur einmal (auf einer Feier) mit körperlicher Gewalt gegen einen Mobber aus der Schule gewehrt habe und die „körperlichen“ Angriffe zu diesem Zeitpunkt habe ich lediglich als Einstieg genommen und sogar auf sie gehofft, da ich mir nicht anders zu helfen wusste...
Die Welt ist nicht so Schwarz-Weiß, wie Du sie gerne darstellst und noch weniger sind Menschen, ihre Empfindungen und Handlungen so eindeutig, wie Du es gerne hättest. Jeder Mensch ist sowohl „gut“ als auch „böse“ - sogar Kampfsportler - und es gibt keine Entschuldigungen für nonverbale und verbale Gewalt, lediglich Gründe. Auch gibt es unterschiedliche Arten sich zu wehren und auch Deine "Strategien" stelle eine Form des Wehrens dar - und wenn es nur das intrinsische Bewusstsein ist, der anderen Person überlegen zu sein und sich nicht auf ihre Stufe begeben zu haben. Andererseits kann man nicht immer fliehen, es über sich ergehen lassen oder Hilfe suchen, auch wenn Du es gerne so hättest. In diesen Situationen muss dann jeder für sich entscheiden, ob und wie er sich wehrt, ich habe mich immer für die "gesellschaftlich akzeptierte" Variante entschieden - wobei wahrscheinlich die körperliche Gewalt sogar "harmloser" gewesen wäre und finde diese Trennung erbärmlich. Bevor man also etwas pauschal be- und verurteilt, sollte man sich mit dem konkreten Sachverhalt auseinandersetzen und das gilt auch fürs MMA. Die schlimmsten Verletzungen und Gewalttaten kamen, während meiner Schulzeit, übrigens nicht von den bösen Kampfsportlern, sondern Menschen, die in der Schule eine Maske trugen oder am Wochenende eskaliert sind oder von den hinterhältigen Menschen, die sich hinter Autoritäten versteckt haben und - ähnlich wie Du es im Forum machst - sich im Schutz dieser und in Sicherheit der verbalen Gewalt hingegeben haben. Bei Deinem Auftreten im Forum ist mir persönlich sogar jede Person lieber, die sich der körperlichen Gewalt bedient, denn diese ist wenigstens offen, ehrlich und bereit sich von den Konsequenzen zu überzeugen und diese zu akzeptieren; denn während man Argumente ignorieren kann, ist ein harter Faustschlag ins Gesicht ein harter Faustschlag ins Gesicht und diesen interessiert es nicht, ob Du versuchst ihn zu ignorieren.
(/e: Ich spreche von Mobbing, keinen einmaligen Geschichten, die sofort wieder vergessen sind und egal, wie viele Freunde man hat und wie sehr die Eltern hinter einem stehen: Sie sind nicht immer in der Nähe, häufig wird die Situation dadurch nicht verbessert, sondern verschlechtert und insbesondere das verbale Mobbing über Jahre hinterlässt Spuren und ich kann jede Person verstehen, die irgendwann ihren letzten Ausweg in körperlicher Gewalt sieht. Die „Alternative“ „durfte“ ich auch mehrfach kennenlernen und in diesen Fällen würde ich immer die nach außen gerichtete Gewalt bevorzugen...)
LG
Vom Tablet gesendet.

