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kanken
Ob es einen zweiten Lockdown gibt und wie hart der dann werden wird, wird davon abhängen wie sich die Zahlen danach weiter entwickeln werden. Es sollte aber eigentlich jedem klar sein dass sie wieder steigen werden wenn wir wieder eng miteinander feiern und uns privat in großen Gruppen treffen.
Der jetzige Lockdown ist halt die Folge der egozentrierten Spaßgesellschaft und weitere werden folgen wenn bei denjenigen kein Umdenken einsetzen wird. Dazu kann man aber keinen zwingen und mit den Folgen müssen alle leben.
Was hältst Du eigentlich von den Empfehlungen im Positionspapier der KBV, Streeck und Schmidt-Chanasit?
Das ist ja IMO nicht einfach auf "Lockdown ist Scheiße" zu reduzieren, sondern enthält konstruktive Vorschläge, insbesondere auch zur Kommunikation mit der Bevölkerung.
In der Pressekonferenz wurde das ja genauer ausgeführt, in Form von entsprechenden zielgruppengerechten Aufklärungskampagnen, mit denen dann auch die Leute mitgenommen werden, die über die Stränge schlagen oder das ganze nicht Ernst nehmen.
Ich schaue TV nur on demand, daher weiß ich nicht, was für Spots da laufen, aber findest Du, dass die Bevölkerung ausreichend über die Zusammenhänge und Strategie informiert wurde/wird?
Das Strategiepapier wurde doch auch nur geleakt, oder war das Absicht?
Dieser Punkt im Positionspapier spricht etwas an, das ich mir schon lange denke:
FÖRDERUNG UND EVALUIERUNG VON HYGIENEKONZEPTEN [...]
Wir wissen derzeit nicht, unter welchen Bedingungen Veranstaltungen stattfinden, ohne dass dadurch ein
erhöhtes Infektionsrisiko oder Infektionsgeschehen entsteht. Dies muss aber definiert werden, um im
Frühjahr bestimmte Veranstaltungen wieder zulassen zu können. Daher sollten Veranstaltungen mit
Hygienekonzepten und Teststrategien unter wissenschaftlicher oder gesundheitsamtlicher Begleitung
durchgeführt werden, um herauszufinden, ob das Risiko einer Virusübertragung überhaupt in relevantem
Umfang besteht.
Gesellschaftlich und infektionsepidemiologisch ist es besser, wenn Menschen sich in öffentlichen Räumen
mit Hygienekonzepten unter optimalen Bedingungen treffen, als dass sich die sozialen Begegnungen in
vergleichsweise weniger sichere private Innenräume verlagern. Daher unterstützen die Unterzeichner
Initiativen, die unter klar definierten Hygienekonzepten und Teststrategien Veranstaltungen zulassen.
Oder hat jemand mehr als eine Vermutung, was nun die Treiber des aktuellen Anstiegs sind?