Zitat von
MCFly
So ist es. Und wer gut in mehreren sportbetonten Disziplinen ist, kann i.d.R. auch eine gute Schulsportnote erlangen. Sportlichkeit bedeuten zwei Dinge, zum einen gibt es Menschen, die eine gute Grundbegabung mitbringen, andere haben die notwendigen Attribute wie Kraft, Ausdauer und eine bestimmte Motorik eben durch regelmäßiges Training neben dem Schulsport erlangt (und wer richtig gut ist, beherrscht halt beides).
Ich fand da den Schulsport eigentlich recht aussagekräftig, es war definitiv so, dass bei uns die Tendenzen zur persönlichen Stärke/Veranlagung auch in der Notengebung zu finden waren. Dass man genau "zwei, drei" verlangte Disziplinen beherrschen musste, davon habe ich nie etwas mitbekommen. Welche wären dass denn bitte? Also, wir hatten in Unter- und Mittelstufe eigentlich alles querbeet, von Leichtathletik über Turnübungen bishin zu Schwimmunterricht. Und in der Oberstufe konntest du dir aussuchen, welche Disziplin (bei mir wars Basketball) du entsprechend deiner Vorliebe wählst oder aber du konntest Sport abwählen ;)
Wer im Sport schlechte Noten hatte, war also im Grunde eben genau und schlichtweg unsportlich. War dann allerdings auch so, dass du auch als unsportliche Person immer noch ne 3 mitnehmen konntest (galt schon als schlechte Note). Gab natürlich auch die Jammerlappen und Verweigerer. Da ist dann aber auch eine schlechtere Note gerecht...
Im Verein ist das doch nicht anders: bei uns im JJ geht das noch, weil es sehr viele Bewegungsabläufe gibt, die man mit entsprechender Disziplin auch als relativ unsportlicher Mensch erlernen kann und man kann sich bestimmten "Auseinandersetzungen" durch beharrliches Verweigern entziehen. Das verzerrt dann schon ein bisschen, ist aber auch vollkommen ok. Insbesondere im Turnier-Kampfsport oder Leistungsbereich finden sich dann wirklich nur noch erfolgreiche Leute, die auch eine gewisse Grundsportlichkeit besitzen. Ist eben so.
Kenne theoretisch sehr gute Dan-Träger aus dem JJ, die machen das 20 Jahre und länger, haben aber ansonsten mit Sport wenig am Hut, das sieht man auch. Die beherrschen die Bewegungen, die Technik, alles ok. Aber gibt eben dann auch Orangegurtler, die zwei Jahre dabei sind und wo man erkennt: schon im Sparring würden die so manchen Dan-Träger einfach platt machen.
Bei den meisten Menschen sieht man schon recht schnell, ob die sportlich sind oder eher Bewegungslegastheniker.
Btw. was bedeutet denn "Sportskanone"? Ne gute Sportnote kann man auch als normaler Mensch mit zwei Armen und Beinen und zumindest einer Grundaffinität zu Bewegungstätigkeiten erreichen. Oder lebe ich schon wieder in einer Ausnahmewelt? :rolleyes: