Du hast aber doch noch eine gehörige Portion Gottvertrauen :)
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kann man auch andersherum sehen, da ich ja ein zweifler bin (deshalb "fast") :)
dass mit scharfen messern auf einem seminar trainiert wurde (FMA und nur für sehr hoch graduierte), habe ich nur einmal erlebt - und selbst da wurde es vom rest des seminars abgesondert und in einem separaten raum angeboten. es ging dabei um so etwas, wie "realitätssinn", der sich einstellt, wenn das schöne, bei entsprechend fortgeschrittenen auch rasante "gefuchtel" der drills und festgelegten kombos auf einmal mit echten klingen umgesetzt werden soll: plötzlich waren vorher als super krass und gut geltende leute gaaaanz unsicher und langsam. lehrreich, weil allzu oft trainingsverhalten und fähigkeiten, für "echte" kampffähigkeiten gehalten werden, und nun funktionieren nicht mal die normalen drills so, wie man das dachte. was das für echte auseinandersetzungen oder auch nur fürs training ohne festgelegte muster bedeutet, war dann schnell allen nicht nur theoretisch klar, sondern sehr praktisch :biglaugh: ... und trotz aller vorsicht und aufsicht, hat sich jemand selbst ins bein geschnitten (minimal, aber immerhin... kleiner Verband und später pflaster musste drauf und hose war kaputt).
eit:
die lehre daraus: "in echt" ist man um einiges zurückhaltender und vorsichtiger und hat die panik angesichts der scharfen klinge zu unterdrücken - selbst bei standard flow drills kam das auf und zwar heftiger, als bei sparrings mit wenig schutzausrüstung aber mit übungsmessern. sogar die "sparring-könige" auf dem seminar hatten das problem.
Wenn es keine echten Messer wären, wäre es fast noch alberner. Aber so oder so, in einem Anfänger-Seminar hat das nichts verloren. Gegen Überraschngsangriffe mit einem Verdeckt getragenen Messer kann man sowieso su gut wie nichts machen.
Wenn man sowas tatsächlich als SV-Tool empfielt, fehlen aber vorher noch ein paar wichtige Hinweise.
Es hörte sich aber auch nicht so an, als wäre das irgendwie Thema des Seminars gewesen, eher waren das wohl nur rudimentäre Grundlagen.
Mir so ner Hose da auzutauchen, egal ob man da nun echte Messer, stumpfe oder Gummimeseer drin versteckt hat, ist doch ein Zeichen das da jemand am falschen Platz war.
Ich bin ja bzgl. Anfängerkurs grundsätzlich bei Euch, auf der anderen Seite finde ich es aber durchaus sehr sinnvoll zu zeigen wie schnell (plötzlich und unerwartet) so ein Messer ins Spiel kommen kann und wie wenig Chancen man dann noch hat. Gerade wenn auch Messerabwehr thematisiert wurde.
Guck mal hier:
https://www.nein-pfullingen.de/aktuelles-2/
Anhang 48129
Ich kann Peter wärmstens empfehlen!
Ich habe tatsächlich wenig von dem Kurs erwartet. Ihr habt mir hier ja Tipps gegeben. Ich dachte an einen kleinen Abriss zur Selbstverteidigung mit ein paar Übungen.
Am Ende habe ich die Teilnehmerinnen gesehen und gehört. Die dachten halt, die wären jetzt gewappnet. Ich fand es war Selbstüberschätzung. Ich finde das negativ.
Mir hat es eine falsche Sicherheit vermittelt und meiner Bekannten auch.
Danke, genau das meinte ich. Es hieß halt kommt in Sportklamotten Alltagszeug, Turnschuhe.
Und dann kommt jemand als wäre er direkt aus einem Training von der GSG9 zu uns in die Halle gekommen.
Ich habe halt keine 20 Taschen an meinen Hosen und bin auch nicht bei der GSG9
Klar kann man sagen, zieh dich daran nicht auf. Abernes ist halt der Haupttrainer und ganz ehrlich. Es hat angeberisch auf mich gewirkt. Meine Freundin meinte dann auch, dass auf den Seminaren auf denen sie war, die Trainer ganz normale Sportklamotten oder ne Jeans an hatten.
Mit mir waren halt lauter Hausfrauen und Mädels dort.
Die haben dann beim Umziehen auch sowas gesagt wie: boah, der war bestimmt in einer Spezialeinheit. Voll gut.
Und ich dachte mir halt, hat den Kurs aber nicht besser gemacht. Sorry.
Den Eindruck machst Du mir jetzt aber gerade nicht mit deiner recht kritischen Würdigung. ;) :p Wenn das alle so empfunden haben, hat da evtl die Klarstellung des Rahmens nicht optimal funktioniert. Ich denke, keine Minute, die man in das Thema investiert ist sinnlos. Es sollte aber klar sein, was in dieser Minute gelernt werden kann und was eben nicht. einschränkend muss man sagen, dass das auch aus Sicht des Trainers nicht immer ganz einfach ist.
Der Lehrgang hat mir falsche Sicherheit vermittelt. Dass ich das kritisch hinterfragen ist auch meiner Bekannten und diesem Forum geschuldet. Wie meine ich das konkret?
https://www.instagram.com/reel/C2aZV...Y3d2k1MjFqaw==
Das ist das Niveau derjenigen, die mitmachen und dann: Selbstverteidigung, Schlagen, Blocken, Titte, Boden, Messer und am Ende auf einen Gegner hauen. Und das alles in drei Stunden. Am Ende wird dir gesagt wie toll du bist und dass du nun beruhigt auf die Straße gehen kannst, weil du jetzt viel gelernt hast.
Das hat mir falsche Sicherheit vermittelt. Ich weiß aber damit umzugehen. Viele andere dort nicht. Und darauf mache ich aufmerksam.
Es geht ja um meinen Eindruck.
Und noch eine Ergänzung. Es stimmt, dass ich die Sicht als Trainer nicht kenne.
Katamaus du hast erwähnt, dass du den Teilnehmern gerne zeigst, dass sie wirken können. Sieht das für dich so aus als ob da jemand wirkt und falls ja, wie?
Also selbst ich als Anfängerin kann da nur fragen: was wirkt da?
Meine Bekannte hat das noch stärker kritisiert, weil wir die Arme.immer so komisch hochnehmen sollten. Dazu kann ich aber nichts sagen. Habe es einfach gemacht. Es gehört angeblich zu dem System, dass der Trainer mit der GSG9-Hose erfunden hat.
Ich kann nur sagen wie ich das empfunden habe.
Nicht viel. Wobei auch das ein Anfang sein kann. Ich denke zwar, dass man da auch in kurzer Zeit noch ein wenig mehr rausholen könnte, aber ich kenne die Teilnehmerin nicht und müsste es daher auch erstmal versuchen. Letztlich ist aber auch klar: sich zu wehren ist immer besser als sich zu ergeben. Von daher ist es auch nicht so schlimm, wenn die Leute denken, sie hätten eine Chance. Denn wenn sie wirklich eine haben, dann nutzen sie sie und wenn nicht, dann ist es eh egal. Problematisch wird es erst, wenn Leute Situationen nicht mehr aus dem Weg gehen, weil sie falsche Illusionen bzgl. ihrer Lösungsmöglichkeiten haben. Das sollte auf jeden Fall vermieden werden.
Der Lehrgang hat mir und den Teilnehmern vermittelt: ihr seid jetzt sicherer nach diesen drei Stunden.
Meine Freundin und ich haben aber gesehen wie dort geschlagen und getreten und eben aus unserer Sicht nicht wirklich "gewirkt" wurde. Daher haben wir interpretiert: Ich bin jetzt nicht sicherer als vorher. Auch wenn das behauptet würde.
Viele andere Teilnehmerinnen fühlen sich jetzt sicher, haben aber so "gewirkt" wie auf dem Video.
Daher meine ich "falsche Sicherheit".
Vielleicht hast du Recht. Und wenn es einfach nur das Ziel ist den Teilnehmern vorzugaukeln, ihr seid jetzt sicherer. Mit dem Hintergedanken, dass sie dann sicher sind. Kann es wohl ok sein.
Wobei mein Bauchgefühl mir sagt, dass ich persönlich und meine Freundin damit unzufrieden waren.
Kann ja auch an uns gelegen haben.
Nee, das meine ich nicht. Wobei „sicherer“ ja komplett relativ ist. Was ich sage ist: es ist immer besser sich zu wehren, wenn man keine Chance mehr hat zu entkommen. Und dann ist auch zartes Schlagen besser als gar kein Schlagen. Wobei, wie es, glaube ich, Geschwister @amasbaal schon richtig anmerkte, es auch nur bedeuten kann, dass sich die „Überlebenswahrscheinlichkeit“ von 0,1% auf 0,2% steigert. Immerhin verdoppelt. (Bei der Corona-Impfung reichte eine Senkung der Letalitätsrate von super niedrig auf noch niedriger den meisten ja auch bereits dazu, sich impfen zu lassen (Sterblichkeit von 0,1% auf 0,01% o.ä.))
Ich meine, in den Combatives-Büchern von S. Reinisch wird so eine Statistik zitiert, dass 35% der sexuellen Übergriffe auf Frauen von alleine abgebrochen werden, 60% hingegen bereits bei leichter Gegenwehr und 85% bei heftiger Gegenwehr (oder so ähnlich, jedenfalls in der Größenordnung, habe das Buch gerade nicht zur Hand)
Was bedeutet, dass man Euch keine Sicherheit vermitteln konnte. Was auch nicht schlimm ist.Zitat:
Wobei mein Bauchgefühl mir sagt, dass ich persönlich und meine Freundin damit unzufrieden waren.
ich hab jetzt nicht mehr hochgescrollt und geguckt, aber hieß es nicht, dass da ein zusammenhang mit Krav Maga Defcon besteht?
wenn ja, dann hast du es mit einer recht kommerziellen organisation zu tun gehabt. wer da instructor ist, hat viel geld investiert und befindet sich innerhalb eines systems, indem er selbst recht viel geld generieren muss, um auch weiterhin "seinen job" machen zu können oder zu dürfen.
das ziel vieler sv-kurse, ist es vor allem, leute zu beeindrucken, damit die (zahlendes) mitglied werden. die illusion, mit einem kurs leute "wehrfähig" zu machen, haben die sicher nicht. das geht ohnehin nicht auf die art.
sv ist ein großes geschäft geworden. angst einjagen, bedürfnis an kursen wecken, sich selbst als Ninja-Special Forces-kampfsportweltmeister in szene setzen und äußerlich "beeindrucken", in die oraganisation/den verein hineinführen... so läuft das (nicht immer! ... aber leider sehr oft).
die ganz normalen kurse, hinter denen einzelne trainer und keine organisationen stecken, halte ich noch für die besten. wehrhaft wird man da aber auch nicht. man bekommt da eher verhaltenstipps und GRUNSÄTZLICHE vorgehensweisen gezeigt, die dann allerdings anschließend auch des öfteren trainiert werden sollten.
Hi Lea,
erstmal: cool, dass du uns ne Rückmeldung gegeben hast. Viele holen sich hier Tipps und sind dann auf, auf und davon :)
Du hast ja hier schon ein paar gute Ratschläge erhalten und wenn ich es richtig gelesen habe schaust du dich um.
Ich möchte meinen Vorrednern teilweise Recht geben. Es ist schonmal gut sich mit dem Thema zu befassen. Ich glaube fast jeder hier hat auch schonmal Seminare oder Veranstaltungen besucht, die ihm nicht so gefallen haben. Da muss man irgendwie durch :)
Einige hier hatten sich die Homepage von diesem Anbieter ja damals angeschaut und dir versucht durch die Blume schonmal ein paar Infos zu geben.
Der Shaolin-Mönch, die Nebelkerzen, erinnerst du dich?
Sei es drum. Nicht entmutigen lassen, weiter machen :halbyeaha
Ich finde die Hompage schrottig mit lauter Fehlern (Inhalt) und habe mir auch den Instagram Account angeschaut.
Ich finde es schlecht. Punkt. Typisches ich hab was Neues erfunden schau her. Und dann ist es möglicherweise ne schlechte Kopie oder ein wilder Mix ohne erkennbaren Leitfaden.
Zu mir sagte mal jemand: wenn in der Kampfkunst Vita nix steht, dann ist da auch nix.
Und so wie es auf der Hompage steht ist da kein Background in Ziviler SV dem ich trauen würde.
Du hast das mit den Händen zur Deckung hoch halten gesagt. Das sieht aus wie Karate-Kid und Mr Myagi in den 80ern. Die Kranichstellung. Der hat euch die Kranichstellung beigebracht :biglaugh:
Bin nicht so zurückhaltend wie viele Andere hier.
Es ist halt mal wieder 5 Millionen Themen in drei Stunden für 50 Euro mit nem super tacticool gekleideten Typen der ne Figur von jemandem hat, der äußerlich noch maximal drei Liegestütz schafft gibt SV-Kurse für Oma Erna und ihre Enkelin. So sieht das für mich aus.
Ist etwas überspitzt gesagt trifft es aber.
Mir sagt es nicht zu.
Die Arme muss man immer hoch halten wenn man mit den Füßen irgendwo gegen tritt.
Damit ist sichergestellt, dass man keine Deckung hat, und von unten direkt eine rein kriegt.
Und die GSG 9 Hose ist irgendoso ne tactical-pant aus nem Internetshop für 20 €, muss man sich nicht von beeindrucken lassen.
Ne GSG 9 Hose kannst du übrigens auch im Internet bestellen, sieht aber gar nicht so beeindruckend aus.
Aber, dass du in 3 Stunden nichts lernst was dich sofort wehrhafter nacht, sollte doch jetzt klar sein.
Sagen wir mal so, ne echte GSG9 Hose macht schon Eindruck auf die Leute, die sie erkennen. Weil im Clip war definitv keine.
Ich zitiere von der Homepage:
" Mein Name ist...
Von Beruf bin ich Polizeibeamter und als Einsatztrainer tätig.
Vor meiner Polizeizeit war ich 12 Jahre bei der Bundeswehr als Ausbilder und Zugführer.
Ich habe im Alter von 12 Jahren mit verschiedenen Kampfsportarten begonnen.
Taekwondo, Judo und Boxen waren zunächst meine liebsten Kampfsportarten.
Im Laufe der Zeit habe ich aus verschiedenen Kampfsportarten Techniken herausgenommen, eigene entwickelt und dadurch meine spezielle Selbstverteidigungsstrategie entwickelt.
Seit mehr als 20 Jahren gebe ich privat Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungs-kurse für Erwachsene, Jugendliche und Kinder, Verhaltenstrainings sowie Deeskalations-unterrichte."
Und ja, einige von euch haben mir ja ihre Einschätzung gegeben @Hemd
Manchmal ist es aber so zurückhaltend, dass ich es nicht gleich verstehe :hammer:
Also von Krav Maga oder diesem Defcon oder so lese ich da nichts @Amasbaal
Wo seht ihr da Mönche oder Schwerter?
Ein falsches Selbstvertrauen zu erwecken und das Gefühl jetzt jeder Gefahr gewachsen zu sein ist natürlich gefährlich.
Mein persönlicher Eindruck ist aber, dass viele KK/KSler unterschätzten wie wertvoll es sein kann, wenn Menschen die noch nie in irgendeiner Form mit körperlichen Auseinandersetzungen konfrontiert waren, gezeigt wird, dass man sich wehren kann und mit welchen Mitteln. Ein Tageskurs in dem dies gut vermittelt wird kann durchaus hilfreich sein und das Risiko zum Opfer zu werden reduzieren (ich denke da primär an Übergriffe auf Frauen). Sicher nicht für alle, aber doch für viele. Die Hemmschwelle sich zu wehren wird reduziert.
Bei Männern ist es schon bedenklicher. Meiner Meinung nach stimmt nämlich die Aussage „das man sich immer wehren sollte und sei es nur um seine Chancen von „0,1“ auf 0,2% zu erhöhen“ gerade bei „sozialer Gewalt“ oder auch dosierte krimineller Gewalt durch erfahrenen Gewalttäter nicht. Das mag keiner hören aber für die meisten, gewaltunerfahrenen, männlichen Opfer ist es oftmals besser (im Sinne von halbwegs heil heraus zu kommen) sich nicht zu wehren.
Das KKB ist super um sich Infos zu holen. Nicht nur für Mitglieder sondern auch für Externe.
Der betroffene Trainer liest hier sicher mit. Die Gelegenheit um kostenlos und ehrlich Feedback zu erhalten.
Mit den Mönchen und Schwertern ist es schon losgegangen.
Insofern profitiert man auch, wenn man mal kritisiert wird.
Das ist ja alles auch teilweise richtig. Aber machen wir uns nix vor: everyone has a plan until they get punched in the mouth (Mike Tyson)
Du kannst 10 Stunden darüber referieren wie wichtig es ist sich zu wehren und wenn Tag X kommt, freezen die Teilnehmer, die vor zwei Jahren in nem Kurs bei dir waren möglicherweise einfach.
Daher ist hier ja aus meiner Sicht richtigerweise gesagt worden. Kontinuierliches Training. Aber ihr wisst: trotzdem gibt es viele Unterschiede, methodisch, didaktisch, inhaltlich.
Und ich bleibe dabei: die Videos sind eindeutig. Dieses Streicheln von Kickpads unter Aufsicht von Trainern mit UFPro Striker XT 2.0 Combat Pants für mittlerweile fast 200 Euro pro Hose und 10 Messern in den Hosentaschen, vielleicht auch im Lowa Tactical Schuh, macht doch den Kontext nicht besser. Auch wenn man als Trainer zeigen will, wie beispielsweise MesserClips aus der Hose als Signal wahrgenommen werden können.
Das geht doch in ganz normalen Klamotten. Es ist ein Signal, das dort gesendet wird. Schaut her, ich bin ein krasser tacticool Man / Behördenmitglied. Und es ist ja eben kein Seminar für Berufswaffenträger, sondern für Oma Erna.
Daher ist diese Kritik aus meiner Sicht angebracht. Nebelkerzen.
Wenn der Trainer jetzt nicht nur die Ninjas, Mönche und Samuraischwerter von der Homepage genommen hat, sondern in den nächsten Seminaren ganz normale Klamotten trägt, wissen wir, dass wir hier im Forum erfolgreiche Aufklärungsarbeit betrieben haben :D
Sollte ich jemals an einem Seminar für Berufswaffenträger teilnehmen, würde mir der Trainer vielleicht einfallen. Oder wenigstens seine Hose.
Aber wieso stehen keine Qualifikationen für zivile SV in seinem Profil?
Wir können die Antwort erahnen.
Ich brauch doch keine formalen qualifikationen... nur praktische: ist er gut oder nicht - das ist die einzige wichtig frage. da spielt es überhaupt keine rolle, welche urkunden jemand gesammelt hat.
ich kenne da so einige, die die wände vollgepflastert haben mit irgendwelchen papieren, und trotzdem waren die als trainer und manchmal auch als ausübende ihrer handwerkskunst nicht gerade überzeugend.
wir wissen doch alle, wie man an so manche "qualifikationen" und graduierungen in der kk/SV welt kommt. die meisten sagen was aus, aber nicht unbedingt über qualität, nur, dass man das eine oder andere eine zeit lang betrieben hat und irgendwas, irgendwie "bestanden" hat. in vielen fällen ist die urkunden-verteilung ja auch eher geschäft, als tatsächliche anerkennung realer, hochrangiger leistung.
Ich gebe dir insofern Recht, Trainer ohne formale Qualifikationen können gutes Training anbieten und solche mit Qualies schlechtes Training. Das ist theoretisch möglich aber ich halte das in der Masse für eher unwahrscheinlich. Wenn da nichts steht, ist da in der Regel auch nichts.
Komm mir aber bitte nicht mit dem bescheidenen Kämpfer/Trainer, der es nicht nötig hat seine Qualifikationen zu erwähnen.
Wenn ich wie angegeben: über 20 Jahre Selbstverteidigungskurse anbiete, aber von dem teilweise sehr guten Angebot wenigstens in Deutschland, nie irgendwas genutzt habe. Dann finde ich das komisch.
Und wieso erwähnt er denn seine Basiskenntnis in Judo, Boxen, etc.? Aus genau diesem Grund. Um etwas zu zeigen: ich habe es ja gemacht! Ich habe Erfahrung. Schau her.
Wenn ich von Qualifikationen spreche, meine ich nicht 20 Zertifikate von Prinz Dschero Khan.
Aber es kann nicht Schaden in 20 Jahren mal von einem seriösen Verband mit nachvollziehbarer Prüfungsordnung irgendwas erworben zu haben.
Mal den Horizont erweitern und strukturell von der Pieke auf etwas bis zum einem vernünftigen Niveau lernen. Und zwar im Bereich Kampfsport oder optimalerweise Selbstverteidigung.
Ich zweifle an, dass es sich hierbei um diesen Typus handelt. Siehe Homepage, Videos und eigene Beschreibung. Ich behalte mir vor mich zu irren, sollte das Training doch DAS geile Zeug sein und Homepage sowie Videos völlig unglücklich gewählt sein.
Ich lasse mich gerne eines Besseren belehren.
PS
Bei der Erwähnung, dass er Einsatztrainer bei einer Polizei (also kein "normaler Polizist") und 12 Jahre bei der Bundeswehr und auch ZUGFÜHRER (Anspielung auf Offizierrang) war und eben kein "normaler Soldat" oder gar Mannschaftsdienstgrad/Unteroffizier, hebt man diese "Qualifikation" dann natürlich ganz uneigennützig hervor? Die zivilen Qualis lässt man weg? Komm schon! :)