Das Video wurde vor dem Seminar "Magic Hands for MMA" aufgenommen.
Nachfolgend das Feedback und Fazit der Teilnehmer:
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Der Seminartitel alleine ist für Manche schon eine Provokation.
Wie kann eine, zu großen Teilen auf einem Tai Chi -Stil beruhende Kampfkunst irgendeinen Nutzen fürs MMA haben ?
MMA ist nun mal DIE Vollkontakt-Sportart, die alles adaptiert was nützlich ist und alles über Bord wirft was nicht taugt.
Und Tai Chi hat sich seit der Einführung und mit der Evolution von MMA in den westlichen Sport vor 30 Jahren nicht gerade einen Ruf als vollkontaktfähige Kampfkunst erworben..
So stehen viele MMA-Praktizierende solch einem Seminar skeptisch oder ablehnend gegenüber.
Gleiches gilt für meine alte Wing Chun-Community.
Viele halten Magic Hands für einen Marketing-Gag, der altbekanntes und ewig praktiziertes mit einem neuen Namen versehen hat.
Quasi alter Wein in neuen Schläuchen.
Oder es wird trotz fehlender persönlicher Erfahrung als Bullshit abgetan.
Der Witz daran ist, daß ich Magic Hands bis vor 2 Jahren ja selbst noch für Kasperletheater gehalten habe.
Am Wochenende luden wir alle Zweifler, Unschlüssigen und Neugierigen zum ersten
Magic Hands for MMA-Seminar des Planeten in die Mad Monkey Academy.
Und sie kamen - zumindest die Sportler mit Open Mindset.
Die anderen blieben auf der Couch.
Wie kam es überhaupt zu dieser Schnapsidee ?
Ich fragte EWTO-Gründer und Großmeister K.R. Kernspecht im September letzten Jahres, ob man nicht mal ein Magic Hands for MMA-Seminar veranstalten solle.
Der meinte :
Hab ich noch nie gemacht - lass machen !
Soviel zur Seminar- Vorbesprechung.
Wir setzten das Seminar für Februar 2o25 an und freuten uns drauf.
Wir machten die Rechnung ohne den argen Schnitter - GM Kernspecht verstarb unerwartet im November vergangenen Jahres.
Die Idee zum Seminar hatte ich trotz dieses Verlustes immer noch im Kopf und so kam es, daß wir am Wochenende Natalie Kernspecht und GM Thomas Schrön zu Gast in der Academy hatten, unterstützt durch die WT-Meister Backhaus und Fiege.
Durch diese geballte Kompetenz in Sachen WT und Magic Hands kamen alle Teilnehmer in den Genuß, die Andersartigkeit des Magic Hands in Clinchdistanz zu "erfühlen".
Natalie Kernspecht erläuterte die Grundlagen der Bewegungsmuster -
Thomas Schrön lieferte die praktische Anwendung zu der jeweiligen Aufgabe.
Magic Hands im Ringerclinch, Magic Hands am Cage, am Boden und direkt nach Kontaktaufnahme standen auf dem Programm.
Alles gut strukturiert, ans MMA angepasst und professionell vermittelt.
Ich habe mir in den vergangenen Tagen von vielen Teilnehmern ein Feedback geben lassen.
Die MMA People haben jetzt gesehen und gespürt, daß da etwas ist.
Etwas, daß in verschiedenen Situationen -auch im Vollkontakt- gewinnbringend sein könnte.
Die Mehrzahl hält es für anwendbar, andere sind weiterhin skeptisch.
Die Wing Chun Leute haben -so das Feedback- anerkannt, daß Magic Hands tatsächlich ein sinnvolles Upgrade zum WT/WC/VT ist.
Die Open-Mind- Herangehensweise an dieses Thema wurde also auch hier mit Erkenntnisgewinn honoriert.
Fazit des Feedbacks:
Magic Hands kann ab Long-Range-Clinch auch im Vollkontakt Vorteile bringen.
In Kick- und Schlagdistanz sahen die MMA´ler wenig Möglichkeiten einer potentiellen Anwendung von Magic Hands Techniken.
Tenor war -
sobald Geschwindigkeit und generelle Dynamik aus dem Spiel genommen sind -
also direkt nach Überbrückung der Boxdistanz-
kann Magic Hands in mittlerer und enger Clinchdistanz sowie an der Cagewall/am Käfig sein Potential entfalten.
Zum Thema Luta Livre Distanz kann ich nichts fundiertes sagen, da die beiden ausgeführten Techniken nur einen kurzen Einblick gaben.
Alles in Allem ein schöner und solider Einblick ins Magic Hands Konzept für Nicht-WTler.
Danke an Natalie Kernspecht und Thomas Schrön für diesen interessanten Einblick in ein völlig neues Themenfeld.
Danke an Lutz Backhaus und Stefan Fiege für den klugen Support + Danke an Saskia Matthes für die fotografische Begleitung.
to be continued...
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Quelle: https://www.facebook.com/stefan.diete.1