:cry:
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@wusau - vielen Dank fuer Deine ausfuehrliche Antwort!!! Ich stimme Dir zu 100% zu und hoffe, das meine Posts, arroganzfrei, verstanden werden. Denn das war ja mein Grundgedanke - jede KK/KS/SV hat Ihre Berechtigung. "Darsteller/Poser/Blender" - die sind das Problem.
Mich ueberrascht, dass das WT und anscheinend viele WT-ler, so wie Ihr es hier beschreibt, sich derartig verändert haben...auch bez dem großspurigen Auftreten. Ich selbst wohne und trainiere in Polen. Und solch eine Meinung ueber das WT, hier, kenne ich halt nicht. Artikel, Buecher....auf die Frage an unseren GM Norbert Maday, im Seminar, wann denn endlich ein Buch von ihm kommt, antwortete er: "Nie...das haltet ihr in euren Händen" - ich hoffe er behält das bei.
Natuerlich gibt es positive & negative Meinungen, aber keine "Welle". Ich kenne es hier auch nicht, dass sich die WT-ler die Krone aufsetzen. Im Gegenteil, viele meiner Trainingspartner sind interessiert am Sparring und am Austausch mit anderen Stilen...um zu pruefen, lernen auszutauschen....nicht um anderen eins reinzudruecken oder bloss zu stellen...btw...WT ist hier nich gar nicht sooo bekannt und wird eher belächelt, wenn man auch noch Kung-Fu hört ;)
Kurz zu mir: Ich habe 8 Jahre TKD in Köln (Meister Kim) trainiert (1.Dan), Kurz WC in Köln bei Meister Yie (verbandsunabhängig), mal Krav Maga mittrainiert, mit Freunden die Boxer und Karateka waren gesparrt. Aufgewachsen unter Hools, wo es weniger ums Spiel ging. Neuerdings Kontakt mit Aikido. Mich interessiert sehr BJJ, MMA, Boxen um zu lernen, aber auch um teilhaben zu lassen an meinen Lösungswegen. Und ja, in WT hab ich meinen Part gefunden.
@ wusau : prima Beitrag :yeaha::yeaha:
@ awi2911
Du bist in Polen.
Da stehen wohl ( noch nicht ) unzählige EWTO-Schulen im Wettbewerb
um ein paar Schüler und müssen JEDEN nehmen den sie kriegen können - so
nämlich in D/A/CH wo die "Luschen" die totale Mehrheit bilden - da KANN man
nix draus machen !
Wenn man WT als Herausforderung an harte Jungs anbietet - dann kommen genau
die und wenn das Training entsprechend aus sieht ( was absolut möglich ist !! )
kommt auch genau das raus !
Bietet man WT als Freizeit-Sport für Hausfrauen und Kontakt-Fürchtende an,
kommen auch da genau die angesprochenen Leute - - - Ergebnis ist bekannt !
Mit WT wird man kein harter Kämpfer - das muss man schon mitbringen und
die Bereitschaft hart zu arbeiten.
Dann funktionieren auch die oft angezweifelten WT-Techniken.
In JEDEM ernsthaften KS/KK wird körperliche Fitness gefordert und trainiert.
In der EWTO gibt's die fast geniale Ausrede: "das machen wir außerhalb des
regulären Trainings - dafür ist dort die Zeit zu schade".
Und ganz klar: ALLE machen das mit Ernst und Energie zusätzlich zu einem
Training das denen sichtlich schon zu anstrengend ist :D:D:D
Grüße
BUJUN
Es war einmal: Großlehrgang auf Schloß, 4 - 5 Tage ( Ostern / Pfingsten / Sommer z.T. mit LT / Herbst )
2 Trainingseinheiten je 3 Stunden ( 09.00 - 12.00 und 15.00 bis 18.00 )
dazwischen mal schnell nach Hause und Waldlauf ( querfeldein ) Ausnahme: wenn Escrima in der "Mittagspause" war
abends noch mit den Gewichten gespielt
und sao-wohl gefühlt :)
@Bujun
EEWTO bitte...so viel Zeit muss sein :D
Das mit den Schulen stimmt...hier gibt es auch nicht viele Ableger.
Unsere Camps & Seminare, sehen genauso aus, wie Du es beschrieben hast.
2x à 2,5 - 3 Std Training pro Tag.
Und ich stimme Dir zu und hab das auch vorher geschrieben, es liegt an einem selbst und dem Trainer, wie er trainiert. Mein Trainer ist nicht der Softi und das gefällt mir sehr. Technik, Effizienz und ein Maß an Härte wird abverlangt, so wie das Abhärten an sich.
Polen ist vielleicht auch deshalb etwas anders, da die Kämpfermentalität eine Andere ist...obwohl es auch in einigen Städten etwas lascher zugeht als bei uns.
Aber da wären wir wieder beim Trainer, der Einstellung und den Prioritäten.
Toller Beitrag wusau!
Ich hab mal ganz kurz in die EWTO Welt rein geschnuppert. Vor Jahren wurde mal ein kostenloses mehrwöchiges BlitzDefence Seminar angeboten.
Im Gegensatz zu BUJUN's Kritik gab es jedoch ein sehr anstrengendes Konditionstraining vor dem eigentlich Training. Hausfrauentraining war es keines.
Dennoch wurde von der ersten Stunde extrem viel Wert darauf gelegt, WT als die heilbringende Wunderwaffe zu erklären, was hier so oft kritisiert wird.
Den Teilnehmern wurde mehr oder weniger deutlich dargelegt, dass sie sich durch das BlitzDefence Seminar in nahezu allen Lebenslagen perfekt verteidigen können.
Und es wurde auch zu keiner Zeit vermieden das gelehrte WT über alle anderen Kampfkünste zu stellen. Dazu gab es etliche Vergleiche warum dies und jenes alles Scheiße ist und man eigentlich nichts weiter als WT benötigt. Wenn der Trainer dann noch seine Kettenfauststöße vorführen konnte, war die Welt für Ihn in Ordnung.
Ich habe damals relativ schnell die Lust daran verloren und bin weitergezogen. Seither bin ich aber extrem mißtrauisch sobald ein Trainer anfängt seine Kampfkunst über eine andere zu heben. Das geht mir aber auch in anderen Lebenslagen so. Ich benötige auch keinen Autohändler, kein Hausbauunternehmen oder ähnliches, die Ihre Produkte "besser" darstellen wollen, indem sie Konkurrenzprodukte klein reden. Man darf überzeugt von seiner Sache sein - man sollte seinen Horizont aber doch auch nach rechts und links nicht komplett verschließen.
Lange Rede kurzer Sinn, ich kann die Kritik, speziell an der Organisation von Herrn K. vollkommen nachvollziehen.
Einen Takedown mit in die Augen Popeln aufhalten, halte ich tatsächlich für absoluten Murks. Natürlich ist ein Finger im Auge effektiv. Es geht hier aber um prinzipielle Verhaltensweisen, Erfolgswahrscheinlichkeiten und den gewünschten Effekt. Wenn du in einer schlechten Position bist, bringt dir das auch nicht viel. Wenn du in einer guten bist, brauchst du es nicht. Warum die Erfolgsaussichten schlecht stehen hatte ich bereits aufgeführt.
Es gibt im Internet zig Videos der Gracie Challenges wo all das erlaubt war. Auch gibt es zig Videos alter Vale Tudo Kämpfe wo ebenfalls beißen, griff in die Augen, Schläge in Genitalbereich etc. erlaubt waren.
@antikörper:
+1
hier einige beispiele:
einfach, um mal zu zeigen, daß es sehr schwer ist, einen takedown abzuwehren, wenn man das nicht trainiert. und es gibt nun mal nur eine handvoll abwehrstrategien gegen solche angriffe - und die meisten beruhen auf dem sprawl, wie hier bereits erklärt wurde.
ich finde KEINE kämpfe, in denen ein chunner solche takedowns erfolgreich abgewehrt hätte.
vieleicht hab ich nicht gründlich genug gesucht ...
ich bitte aber darum, NUR beispiele aus KÄMPFEN zu posten, nicht aus trainings-sessions mit willigem partner, der "jetzt mal den ringer macht" ...
;)
mir geht's nicht ums lästern.
:)
ich finde im netz immer nur solche videos:
auch hier wieder NUR theorie mit den eigenen schülern. KEIN einziges beispiel (video), daß DAS mal in einem kampf gegen einen wrestler / bjj-ler / judoka / sambokämpfer funktioniert hätte.
nur theoretisches herumgehampel.
WENN diese dinge praktikabel wären - warum haben die MMA-jungs das nicht längst geklaut, in ihr training integriert ... und warum sieht man diese tollen konzepte nicht in MMA-kämpfen?
In einem anderen Themenstrang hat der User "Ganz Braver" ja auch erklärt mit seinem SV System seien Takedowns kein Problem - die würde er quasi im Schlaf abwehren.
Da ich ja nun mal ein von Natur aus neugieriger Mensch bin (und solche Takedown Abwehren auch gern drauf hätte) habe ich ihn gefragt was genau er denn trainiert. Aber darauf habe ich bislang leider noch keine Nachricht erhalten.
und auch in diesem video sehe ich NUR typen, die sich gegenseitig erzählen, wie sie grappling-takedowns abwehren WÜRDEN, wenn ...
ich sehe KEIN einziges beispiel dafür, daß so etwas jemals in einem MMA-kampf funktioniert hätte.
was mich immer wieder wundert: die gehen ganz selbstverständlich davon aus, daß der single leg takedown /double leg takedown der EINZIGE angriff ist, den ein grappler zur verfügung hat ...
ich sehe auf der tube immer nur sowas:
der titel des videos lautet: wrestling vs wing chun.
wo ist denn da bitte das wrestling? außer viel gelaber und theoretischen erwägungen ("würde ... hätte ... könnte ...") kommt da NICHTS.
in den weiter oben verlinkte videos sieht man, was passiert, wenn diese theorie auf die realität trifft. dann kommt der takedown nämlich durch, und dann gehts in den boden, und da ist dann schluß.
ist ja nicht schlimm - die jungs vom muay thai behaupten ja auch nicht, sie würden im clinch mit ringern mithalten können doer am boden die großen cracks sein.
hat eben jede kk ihr ureigenes gebiet ... aber dann sollte man auch nicht meinen, außerhalb der eigenen kompetenzen mitreden zu müssen.
;)
Beim WT damals wurde immer bei der TakeDown Abwehr als erstes versucht, aus der Bahn raus zu laufen.
Die Variante mit dem Ellenbogen auf Rücken gabs auch, aber man merkte beim Training recht schnell, wenn einer richtig reinprescht, gings nicht gut aus und man traf sich auf dem Boden. Da denke ich, Rambat hat schon recht.
ich hab überhaupt nix gegen chunner.
nur - wenn man einen takedown abwehren können will, sollte man sich nicht in theoretischen überlegungen ergehen, sondern vielleicht mal diejenigen fragen, die das in jedem training machen.
also mit wrestlern trainieren.
würde ich sehr viel besser finden als dieses ganze "und wenn dann ein wrestler kommt - ach, siggi, tu doch mal so, als wärest du ein ringer - dann machen wir dieses und jenes ..."
na ja, wenn das funktionieren WÜRDE, dann würden das die jungs im MMA und beim ringen ja auch machen, oder?Zitat:
Beim WT damals wurde immer bei der TakeDown Abwehr als erstes versucht, aus der Bahn raus zu laufen.
es hat sich doch gezeigt, daß der ganze kram nicht funktioniert.
warum also nicht die takedown-abwehren trainieren, die tatsächlich wirksam sind?
Das ist, denke ich , eines der Hauptprobleme. Man merkt es doch schon im allgemeinem. Wenn langsam trainiert wird klappen Dinge, die niemals unter Druck und Tempo passen. Wenn man bei dem TakeDown Beispiel bleibt, wenn ich nicht das reale Tempo und den Druck, der da auf mich zukommt bekomme, wie soll ich damit lernen ,umzugehen? Man wundert sich , wie viel sich relativiert.
Und ja, man sollte bei den Leuten vorbeischauen und gucken, wie die das machen, wenn man solche Dinge üben will.