Was deutsche Soldaten also in WK II europaweit getrieben haben war "im Interesse ihres Heimatlandes"? Waren ja keine Söldner, waren ja Soldaten, nicht?
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Wovon sprichst du konkret? SS-Totenkopfdivisionen, die ethnische säuberungen durchgeführt haben weil das ganze von oben angeordnet wurde? (Wenn auch nicht unbedingt im sinne der bevölkerung was man heute schlecht prüfen kann)
Meines kenntnisstandes nach hat die wehrmacht sich sogar noch relativ human verhalten. War von oben so angeordnet. Wenn da einer irgendwo vergewaltigt gabs gefängnis oder einen kopfschuss vom vorgesetzten.
Insofern sage ich: im sinne des heimatlandes ja (was nicht heißt dass es im sinne der bevölkerung war. )
Im übrigen die winkinger haben aus heutiger sicht auch kriegsverbrechen begangen. Winkinger sind als die prototyp-krieger bekannt.
Leg mir aber nicht irgendwelche worte in den mund um mich dann mit virtue-signaling zu diffamieren.
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ja genau. Und was waren sie? Piraten, Plünderer und Marodeure:D
Die haben sich vor den wehrlosen Mönchen in Lindisfarne nicht beschämt abgewandt.
die waren froh, dass es so leicht war, denen alles wegzunehmen.
Der gute und gerechte Krieger... ist doch ein recht stark romantisiertes Konzept, meinst du nicht?;)
Grüße
Münsterländer
Etwa 55 Millionen Tote. Was sagt dir da dein "Kenntnisstand"?
Immerhin hast du diesen Unterschied schon mal erkannt. In wessen Sinne dann?Zitat:
Insofern sage ich: im sinne des heimatlandes ja (was nicht heißt dass es im sinne der bevölkerung war. )
Im übrigen .... ist hier 1.) Politik nicht erlaubt und
2.) , das muß ich noch mal ausdrücklich betonen, wird hier leider übersehen, dass die "Krieger", um die es hier ging, andernorts mit "friedvolle Krieger" beschrieben werden. Dies wiederum läuft hier im Forum unter "Budo-Romantik" und ist verpönt.
@münsterländer Ja. Sowohl in der nordischen, slawischen als auch fernöstlichen mythologie wurde viel romantisiert. Aber man darf den historischen kontext nicht aus den augen verlieren. Nicht jeder der gekämpft hat war damals ein krieger. Nicht jeder kämpfer japans war ein krieger (eher nur die samurai, und auch da gab es größtenteils nur schwarze schafe)
Bei den wikingern war es wie bei den feudalen japanern so dass ausländer nichts wert waren. Es war ok deren schiffe zu plündern und sie wie ware zu behandeln. Durch die globalisierung ist so eine denkweise heute eher befremdlich. Aber es war deren kultur was man verstehen muss bevor man deren verhalten als widersprüchlich betitelt. Zusammenhalt innerhalb des stammes war sicher gegeben.
Sehr interessantes thema auf jeden fall. Würde da viel zu schreiben aber ich merke gerade dass ich mir da selber noch nicht ganz im klaren drüber bin. Also danke für die denkanstöße leute!
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Der weg des kriegers? Bushi-do?
Hier mal von wikipedia:
"Dojokun:
Treue
Treue gegenüber deinem Herrscher und Heimatliebe
Treue und Achtung vor den Eltern
Treue zu dir selbst, Fleiß
Höflichkeit
Liebe
Bescheidenheit
Etikette
Tapferkeit
Härte und Kaltblütigkeit
Geduld und Ausdauer
Schlagfertigkeit
Offenheit und Aufrichtigkeit
Ehrgefühl
Gerechtigkeit
Einfachheit
Reinheit"
Man muss klar abgrenzen wer mein feind ist und dann diesen entsprechend kosequent behandeln. Zu seinen eigenen freunden friedfertig sein finde ich nicht gerade besonders. Ist in allen kulturen so. Die entsprechende konsequenz feinden gegenüber finde ich aber bemerkenswert.
55 millionen tote? Überleg dir mal wie die zu stande kamen. Was Vernichtungslager angeht stimme ich zubdas ist alles andere als human aber die wehrmacht hatte da kein mitspracherecht. Genauso wenig bei den befehlen die sie ausführen mussten. Kriegstote sind somit zu vernachlässigen.
Bist du pazifist wenn ich fragen darf?
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wenn man schon auf Wikipedia verweist, sollte man es aber auch lesen, gell?;)
Das Bushidō im gegenwärtigen Verständnis ist eine im historischen Rückblick entwickelte idealisierende Konstruktion. Die historische Realität zeigt auch beim japanischen Kriegerstand alle guten und schlechten Züge des Menschen, also neben Rechtlichkeit, Loyalität, Ehrbewusstsein auch Verrat, Hinterhältigkeit, Bestechung, Meuchelmord, Parteiwechsel u. a. m.
Bushidō wurde so auch nie schriftlich oder religiös als Manifest für die Samurai vorgelegt, sondern summierte sich aus der japanischen Kultur, beeinflusst von verschiedenen Religionen und Philosophien sowie den jeweiligen Zeitumständen. Es war mehr eine den Alltag beeinflussende Denkweise, die sich besonders während der Edo-Zeit, also während des langen Friedens unter dem Tokugawa-Shōgunat ausbreitete.
und so war es anderswo auch.
die Vorstellung vom "edlen Krieger" entwickelt sich immer erst in Nachhinein, und zwar zu Friedenszeiten.
Die historische Wirklichkeit sah meist ganz anders aus. Oder anders gesprochen: Den Krieger, den du dir vorstellst, gab es vielleicht einmal auf 100.000 oder so.;)
Das ist mir bewusst. Habe ich weiter oben ja auch geschrieben dass bei den samurai größtenteils schwarze schafe waren. Die hatten auch alle geld im kopf. Und bei japanischen karate- shihans merkt man heute auch bei vielen dass diese sehr abgehoben wirken
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Na wenn sie dem ehrenkodex und dem kriegsfürst dem sie sich bis in den tod verpflichtet haben keine treue entgegenbringen... Absehbar aber ist nunmal so
Ich finde man kann potenzial aber ausschöpfen indem man seinem volk durch religion etc alles schön eintrichtert. Wo wir wieder beim thema überwachungsstaat wären. Für ein gut funktionierendes volk eine angemessene lösung.
Freiwillig dazu verpflichtet sich sicher kaum einer hier.
Aber jeder hat die möglichkeit sich selbst die treue zu schwören.
Wirklich an sich glauben tun heute nur wenige menschen
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Hallo,
Hervorhebung von mir.
1.) Der Mythos der "sauberen Wehrmacht" ist schon lange widerlegt. Man lese sich bitte einfach mal die Briefe von der Front durch. Es war natürlich einfacher, alles auf die Einsatzgruppen und die SS zu schieben. Für Leute die nicht so gerne lesen: es gibt da eine 10-Stunden Podcast von Dan Carlin "Ghosts of the Ostfront".
2.) Man angenommen, und wirklich nur mal als Diskussionsthese, die Wehrmacht hätten sich nicht an den Verbrechen beteiligt, so hat sie sie jedoch ermöglicht.
3.) Zu der Hervorhebung: 14 Millionen tote sowjetische Zivilisten sehen das sicherlich etwas anders.
Grüße
SVen
Söldner die ihre Fähigkeiten auf dem Weltmarkt an den meistbietenden verhökern sind eher die Ausnahme als die Regel.
Wenn ich mir dagegen beispielsweise das russische Sicherheitsunternehmen Wagner anschaue, Wagner ist derart eng mit der russischen Regierung verwoben dass man Wagner als verlängerten Arm des GRU betrachten kann. Personal von Wagner ist niemals ohne Rückendeckung der russischen Regierung irgendwo im Einsatz, einen moralischen Unterschied zu russischen Soldaten kann ich hier nicht feststellen (anders sieht es natürlich bei der juristischen Betrachtung aus).
Ähnlich sah es bei Blackwater aus den Staaten aus oder diversen amerikanischen Unternehmen die für die Golfmonarchien arbeiten. Auch hier geschieht nichts ohne grünes Licht aus Washington.
Bei den Wikingern war es vor allem "ok" als Söldner in den Diensten fremder Herrscher zu stehen. Sei es die Warägergarde der Byzanthiner oder Fürst Rollo der mit seinen Kriegern von den Franken angeheuert wurde um Paris vor anderen Wikingern (!) zu schützen.
Die Wikinger waren vor allem Opportunisten. Je nachdem was grade opportun war sind sie als Piraten, Söldner, Eroberer, Siedler oder Händler aufgetreten.
Wenn man sich mit derartigen Themen befasst sollte man tunlichst vermeiden das moderne Verständnis von Dingen wie Staaten, Nationen, Völkern oder Ethnien auf damalige Verhätnisse zu übertragen.
Weiterhin sollte man die modernen Mythen von historischen Erkenntnissen trennen. Das populärkulturelle Wikingerbild (alleine schon der Begriff "Wikinger" ist hier so ein Thema) ist nun einmal mit Masse von moderner Romantisierung geprägt. Mit historischen Realitäten hat das wenig zu tun, und oftmals wird hier der populäre Mythos noch weiter verklärt.
Ich könnte mich jedesmal kaputt lachen wenn ich irgendwelche Memes über "Ehre" und "Treue" sehe die dann mit Bildchen aus der Serie Vikings unterlegt sind, einer Serie wo in bester Game of Thrones-Manier jeder ständig jeden hintergeht, betrügt und belügt.
Wikinger waren nicht eine nation es gab unterschiedliche stämme, die sich unterschiedlich identifizierten und auch untereinander krieg führten.
Desweiteren vermische nicht meine eigene auffassung was ehrhaft ist und was nicht (söldner) mit irgendwelchen historischen völkern. Ich bin kein wikinger und auch kein feudaler japaner.
Das beispiel wikinger habe ich auf die diskussion "ob ein krieger friedfertig ist oder kriegsverbrechen begehen darf/kann" losgelassen. Für die wikinger waren das vielleicht nichteinmal verbrechen. Das bild was andere von ihnen hatten widersprach sich stark von ihrem selbstbild.
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Außerdem: als soldat hat man keine wahl ob man kämpfen muss oder wo. Und wenn dir befohlen wird zivilisten zu töten und ein dorf niederzubrennen dann machst du das wenn du am leben bleiben willst. Wer da zuerst an andere denkt, der ist sein eigenes leben auch nicht wert
Ein söldner oder freischärler hat sehr wohl eine wahl. Und ist dementsprechend voll verantwortlich für sein handeln.
Wem geht es denn schon darum ob andere ihn für ehrenvoll oder für einen krieger halten? Das ist komplett unwichtig mMn. Als Krieger sollte man selber wissen was richtig ist und was nicht und seinen eigenen weg gehen. Irgendwo gibt es immer jemanden der etwas verurteilt was man sagt. Allen recht machen kann man es so nicht.
Halte ich einfach für den falschen denkansatz.
Aber das ist nunmal (m)eine meinung, ihr könnt gerne versuchen mir etwas anderes einzureden, lesen werde ich es wohl aber nicht. Eigentlich habe ich keine lust auf eine solche diskussion gerade. Komme in einer woche wieder vielleicht siehts dann anders aus
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Hallo Nite,
sollte ich Deinen Gedanken beistimmen oder widersprechen?
Ich widerspreche Dir.
Da ich gerade einige Romane über die römischen Legionen gelesen habe, fallen mir spontan die Auxillartruppen der römischen Kaiserzeit ein.
In diesen Hilfstruppen dienten nur Männer, die kein Römisches Bürgerrecht besaßen - daher keine Römer waren.
Diese Truppen wurden von römischen Offizieren befehligt und von den Römern bezahlt.
Aber warum in der Vergangenheit suchen.
Denken wir an die Französische Fremdenlegion dort gibt es neben den Offizieren nur Soldaten aus anderen Staaten.
Was gerne vergessen wird.
60 000 Elitekämpfer starben schon für King und Queen.
Die Elitekämpfer aus Nepal die Gurkhas ziehen seit 200 Jahren für Großbritannien in den Krieg.
Wenn ich dem Artikel auf den ich mich beziehe glauben schenken darf, kämpften 250 000 Gurkhas auf den Schlachtfeldern der Zweiten Weltkriegs.
In kleineren Kriegen wie auf den Falklands, in Afghanistan, im Irak, Kosovo.
Die Sicherheitsunternehmen die Du oben ansprichst, da habe ich einige Artikel im Netz gefunden.
Daher stellt sich für mich die Frage noch immer: Gibt es den Weg des Kriegers?
Wobei der Soldat nur Befehle ausführt, siehe unsere Bundeswehr...und vom " Krieg " nicht gerne gesprochen wird.
Politiker entscheiden ... die sehr selten eine Ahnung davon haben, was da im Einsatz geschieht.
Ich vermute stark das ist überall so.
Hallo Wltlk93
da muß ich Dir einfach schreiben.
Natürlich kann ich Dir nur einige gesetzliche Grundlagen für die Bundeswehr vorstellen.
Zuerst ist ein Soldat der Bundeswehr an Gesetze gebunden, das ist einer der Unterschiede zwischen einem Soldaten und einer Terror- Truppe etwa der Al -Kaida.
Möchtest Du Dich wirklich informieren, dann kaufe Dir " Der Reibert - das Handbuch für den deutschen Soldaten " gibt es im Buchhandel.
Jeder Soldat hat Unterricht in innerer Führung, Staatsbürgerkunde, Humanitäres Völkerrecht in bewaffneten Konflikten, usw.
Dann wird unterschieden Rechte und Pflichten des Soldaten nach dem Grundgesetz
Pflichten und Rechte des Soldaten nach dem Soldatengesetz... nach beiden kann ein Soldat bestraft werden - daher doppelt!
Nach dem SG( Soldatengesetz )
§ 11 Gehorsam
(2) Ein Befehl darf nicht befolgt werden, wenn dadurch eine Straftat begangen würde. Befolgt ein Untergebener den Befehl trotzdem, so trifft ihn eine Schuld nur, wenn er erkennt oder wenn es nach den ihm bekannten Umständen offensichtlich ist, daß dadurch eine Straftat begangen wird.
Gäbe es noch die allgemeine Wehrpflicht, könntest Du aus der Erfahrung etwas schreiben.
Ich würde Dir empfehlen lies einfach :
" Der Reibert - das Handbuch für den deutschen Soldaten "
Da findest Du wirklich alles, was wichtig ist.
Leider wird sich nach 2 Wochen nichts geändert haben.
Informiere dich doch erstmal bevor du spekulierst. https://www.zeit.de/1995/12/Als_Soldaten_Moerder_wurdenZitat:
Meines kenntnisstandes nach
hat die wehrmacht sich sogar noch relativ human verhalten. War von oben so angeordnet. Wenn da einer irgendwo vergewaltigt gabs gefängnis oder einen kopfschuss vom vorgesetzten.
Mut gehörte im 3.Reich sicher dazu, aber dennoch: https://www.welt.de/kultur/kino/arti...mitmachen.htmlZitat:
Außerdem: als soldat hat man keine wahl ob man kämpfen muss oder wo. Und wenn dir befohlen wird zivilisten zu töten und ein dorf niederzubrennen dann machst du das wenn du am leben bleiben willst. Wer da zuerst an andere denkt, der ist sein eigenes leben auch nicht wert
Ich habe durch Morihei Ueshiba und Hatsumi Maasaki gelernt, was denn Budo ist, Ohne jetz Aikido oder Ninjutsu zu praktizieren.
Hatsumi Maasaki sagt, dass es den Weg des Kriegers wirklich gibt, und dass dieser Weg nichts mit Fantasie zu tun hat.
Und Morihei Ueshiba sagt auch dass dieser Weg, ein Weg des Friedens ist.Das hat was mit der inneren Einstellung zu tun und mit der Lebensweise.
Der Weg des Kriegers ist ein Weg des Frieden?
Wie der Verlauf des Threads bewiesen hat, halte ich es für völlig unangemessen, "Budo" 武道 wörtlich mit Weg des Kriege(r)s zu übersetzen. Die Budo-Künste ("Weg des Schwertes und des Pinsels") haben sich ja in einer Zeit des relativen Friedens seit dem 17. Jh. in Japan entwickelt.
Auch nach 4+x Jahren Aikido-Praxis würde ich sagen, dass ich nichts aus den Schriften von Morihei Ueshiba verstanden und damit gelernt habe. Es ist leicht, als Friedensbewegter passende Zitate von Ueshiba zu finden und zu verwenden, aber höchst fraglich, ob er das aus dem Kontext gerissene je auch nur annähernd so gemeint hat. Allein schon die Worte/Begriffe "Liebe"* oder "Frieden" hatten sicher eine andere Bedeutung als man unbefangen so meinen könnte. Aber dazu gab es ja schon einige Threads.
____________
*) Ueshiba nannte Aikido auch "das Budo der Liebe/budo of love", siehe z.B. Aikido Sangenkai: The Secret of Aikido is love?
@ Threadsteller: Interessante Frage!
@ Cam67: Sehr gute Beiträge von Dir! Also meiner Meinung nach.
Es muss so ca. 36 / 37 Jahre her sein - geschätzt (ich hatte noch keinen Autoführerschein) - als ich an einem Lehrgang für koreanische Kampfkunst teilnahm. Der erste Teil des Lehrgangs war sehr "Taekwondo-lastig" und ich überlegte mir sogar den Lehrgang vorzeitig zu verlassen … In der Ausschreibung (es gab noch keine YouTube-Viedeos, usw.) war die Rede von uralter koreanischer Kampfkunst und darunter stellte ich mir irgendwie was anderes vor. Nur der Hinweis des Referenten (ein relativ alter koreanischer Kampfkunstmeister, dessen Namen ich leider vergessen habe), dass es im zweiten Teil um koreanischen Schwerkampf ginge, stimmte mich um und ich blieb.
Diesen zweiten Teil leitete der Referent mit einem ausführlichen Vortag zum "Weg des Kriegers" ein. Und dieser Vortrag war tatsächlich für mich und mein weiteres Leben prägend …
Das - aus meiner Sicht - Wichtigste daraus für diesen Thread hier:
Dieser Kampfkunstmeister machte einen Unterschied zwischen einem "Soldaten" und einem "Krieger". Nach ihm war der Soldat jemand der den Kampf im "Außen" sucht, während der Krieger den Kampf in seinem "Inneren" sucht, der Soldat befolge Befehle, während der Krieger das tue, was "richtig" bzw. was er für "richtig" hält, der Soldat müsse tun, was ihm sein Vorgesetzter befiehlt, während der Krieger den "Befehlen" seines Herzens (vielleicht auch seiner innere Stimme .. ) folge, während der Soldat den anderen Soldaten als Feind sähe, sähe der Krieger den wahren Feind in sich selbst, in seinen - wie er es nannte - "niederen Gefühlen" (Wut, Hass, Neid, usw.), der Soldat würde trainieren um in den Krieg zu ziehen, während der Krieger trainiere, um den Frieden und die Kontrolle über sich selbst in sich zu kultivieren, während der Soldat einer vorgegebenen Richtlinie folge, würde der Krieger seinen ganz individuellen eigenen (Lebens-) Weg suchen. Der Soldat sähe sich als Diener seines Volkes, der Krieger sähe sich als Diener der Menschheit. Für den Soldaten wäre Gewalt immer ein legitimes Mittel, während für den Krieger Gewalt immer nur das absolut letzte Mittel sein könne. Das Bestreben des Soldaten wäre es, ein möglichst guter Kämpfer zu werden, das Bestreben des Kriegers wäre es, ein möglichst guter Mensch zu werden. Der Soldat ziehe in jeden Krieg, in den man ihn schicken würde, der Krieger dagegen stelle sich dem "einzig wahren Krieg", dem Krieg in seinem Inneren. Deshalb dürfe - so der Referent - auch nur der Krieger sich als "Krieger" bezeichnen, während der Soldat einfach "nur" ein Soldat wäre.
Mit dieser Definition konnte ich mich identifizieren und ich folge ihr seither oder besser gesagt, ich versuche es zumindest - mit mehr oder weniger Erfolg … Von daher gibt es - zumindest für mich - diesen hier beschriebenen Weg des Kriegers.
Gruß
Klaus
Hallo @Variable
genau davon rede ich die ganze Zeit, nur keiner hat es verstanden. Du hast es sehr gut ausgedrückt hätte ich nie besser machen können.
Das Problem an der Geschichte ist halt die Definition von "Krieger" und "Soldat" in variables Geschichte.
Beide Begriffe könnte man so definieren, allgemein gültig sind diese Definitionen jedoch nicht. Im Kaiserreich wurden die Begriffe Krieger und Soldat synonym benutzt (man denke an die vielen Kriegerdenkmäler in Deutschland). Anderswo gilt militärische Organisation als das Kriterium was den Soldaten vom Krieger unterscheidet (auch eine nicht ganz unproblematische Situation). Wieder andere definieren den Soldaten als einen Beruf während der Krieger eine soziale Schicht darstellt.
All diese Definitionen stoßen allerdings schnell an ihre Grenzen und bringen so ihre Probleme mit sich.
War man nicht erst Krieger, wenn man tot war?
Kriegerwitwe...
wie meinen?
https://www.youtube.com/watch?v=PrMoLwKT1Es
"Soldat" kommt ja von "Sold", also der Kohle. So wie "Söldner".
In Europa gab es ja auch eine Kriegerkaste, bis die Entwicklung von Langbogen, Armbrust die Ritter obsolet machte...
Die Kriege werden seitdem eher von Massenheeren aus Leuten aus niedrigeren Schichten geführt.
Das ist eine schöne Vorstellung, nur entspricht sie nicht der Realität. Wie kann man im Krieg ein besserer Mensch werden?
Was du beschreibst ist ein spiritueller Weg, den gehen aber auch Mönche. Sind die deswegen Krieger? Wie geht man damit um wenn man im Krieg Menschen tötet oder in der Gefahr ist getötet zu werden, das ist doch die Frage die sich ein "Krieger" stellen muss. Wenn er nicht in echten Kriegen kämpft sondern nur in seinem Inneren, findet er darauf keine Antwort. Die Verbindung entsteht aus den Fragen die man sich stellt wenn es um Leben und Tod geht, und die sind natürlich oft recht eng mit religiösen Ideen verknüpft.
Im Budô oder im Kriegertum geht es immer um töten oder getötet werden, bzw. um die Möglichkeit dies zu tun oder es zu vermeiden. Soldaten stellen sich diese Fragen sicher auch, nur ob sie die richtige Ausbildung oder Anleitung bekommen, ist die Frage. Was kann ein Krieger besser als ein Soldat, das reine Handwerk ist das eine, aber psychische Stabilität eine andere.
diese ganze "feinsinnige" unterscheidung zwischen krieger und soldat ist romantischer unfug.
das "kriegshandwerk", wie es verschiedentlich bezeichnet wurde / wird, ist nichts weiter als genau das: man tötet menschen.
welche motivation diesem töten zugrundeliegt, ist nebensächlich, denn es ändert nicht das geringste am ergebnis.
ich bezweifle, dass es jemals wirklich "edle" kriegshandlungen gegeben hat.
die vorstellung vom "edlen weg des kriegers", so wie das hier in europa verstanden wird, ist eine alberne deutung unverstandener sehr alter chinesischer (und teilweise japanischer) texte.
es wurde ja schon darauf hingewiesen, dass dort begrifflichkeiten verwendet werden, die inhaltlich hierzulande völlig anders besetzt sind.
wenn man dann noch, wie das eigentlich dauernd geschieht, solche texte aus ihrem historischen und soziokulturellen / militärgeschichtloichen kontext reißt, kommt eben nur unsinn heraus, sobald man sich an interpretationen versucht.
das töten von menschen ist niemals "edel", und dieses (kriegs)handwerk zu erlernen ist es auch nicht.
die nüchterne tatsache, dass krieg bedeutet, bestimmte politische oder religiöse ideen mit gewalt durchzusetzen, was wiederum zum gewaltsamen tod einer erheblichen anzahl von menschen führt, lässt sich nicht mit irgendwelchen blumigen parolen schönreden.
ich kann dieses alberne, pseudo-philosophische geschwurbel nicht mehr hören.Zitat:
Dieser Kampfkunstmeister machte einen Unterschied zwischen einem "Soldaten" und einem "Krieger". Nach ihm war der Soldat jemand der den Kampf im "Außen" sucht, während der Krieger den Kampf in seinem "Inneren" sucht, der Soldat befolge Befehle, während der Krieger das tue, was "richtig" bzw. was er für "richtig" hält, der Soldat müsse tun, was ihm sein Vorgesetzter befiehlt, während der Krieger den "Befehlen" seines Herzens (vielleicht auch seiner innere Stimme .. ) folge, während der Soldat den anderen Soldaten als Feind sähe, sähe der Krieger den wahren Feind in sich selbst, in seinen - wie er es nannte - "niederen Gefühlen" (Wut, Hass, Neid, usw.), der Soldat würde trainieren um in den Krieg zu ziehen, während der Krieger trainiere, um den Frieden und die Kontrolle über sich selbst in sich zu kultivieren, während der Soldat einer vorgegebenen Richtlinie folge, würde der Krieger seinen ganz individuellen eigenen (Lebens-) Weg suchen. Der Soldat sähe sich als Diener seines Volkes, der Krieger sähe sich als Diener der Menschheit. Für den Soldaten wäre Gewalt immer ein legitimes Mittel, während für den Krieger Gewalt immer nur das absolut letzte Mittel sein könne. Das Bestreben des Soldaten wäre es, ein möglichst guter Kämpfer zu werden, das Bestreben des Kriegers wäre es, ein möglichst guter Mensch zu werden. Der Soldat ziehe in jeden Krieg, in den man ihn schicken würde, der Krieger dagegen stelle sich dem "einzig wahren Krieg", dem Krieg in seinem Inneren. Deshalb dürfe - so der Referent - auch nur der Krieger sich als "Krieger" bezeichnen, während der Soldat einfach "nur" ein Soldat wäre.
es ist und bleibt inhaltsloses, mit "buzzwords" gespicktes gschwafel, das nicht das geringste mit der realität zu tun hat.
die unterscheidung zwischen "krieger" und "soldat" wird ulkigerweise immer nur von denen vorgenommen, die entweder in einer realitätsabgewandten traumwelt leben - oder die einem zahlenden publikum genau das vorschwafeln, was es hören will.
bullsh*t.
:rolleyes:
Warum sollte das Unsinn sein?
Variable hat es finde ich sehr gut beschrieben.Ein Krieger ist ein Kämpfer mit Seele!!!!!!!!!!
Eine Kleinigkeit von mir:
Takamatsu Toshitsugu hat einmal gesagt: "der Weg des Kriegers ist der Weg zum vollkommen werden des Menschen"
Und daran habe ich eigentlich immer geglaubt, seit ich ein Kind bin,ich hatte in meinem Leben immer ein Urvertrauen in die Kampfkünste.Ich wusste dass mich der kampfsport im Leben voranbringt, dass ich mich dadurch weiterentwickle, dass ich dadurch stärker werde, nicht nur körperlich sondern und geistig stärker werde.
Nur irgendwann habe ich angefangen daran zu zweifeln, und deswegen ist auch dieser Thread endstanden.
Jedenfalls habe ich wieder mit Krav Maga angefangen, und es ist dieser Weg des kriegers, an dem ich halt suche und an dem ich immer noch glaube.
Jeder hat eine Seele.
Falls es so etwas gibt.