Hallo Bücherwurm
ich antworte Dir einmal.
Zitat:
=Bücherwurm;
es hapert bei dir, so meine ich, schon an den Definitionen. Wer eine Form „läuft“, der macht sie ja schon falsch. Im Anfänger-Bereich ok, dann nicht mehr. Eine Form wird geübt, ausgeführt, gekämpft, demonstriert – nur nicht „gelaufen“. Wenn sie „gelaufen“ wird, sieht es eben so aus wie in dem Beispiel.
Dann machen die Karate-ka der Richtung Shotokan - das habe ich geübt - aber alles falsch.
Ob Wolf-Dieter Wichmann 9.Dan Shotokan, Hans-Dieter Rauscher, 8. Dan DAKO , bei allen bin ich Bahnen gelaufen.
Zitat:
Was ist der Unterschied zwischen Kampfkunst und Kampfsport? Auch dort halte ich deinen Gebrauch der Begriffe für nicht sachgerecht. Das klingt so, als hätte „Kampfkunst“ nichts mit kämpfen zu tun.
Der Unterschied zwischen Kampfsport und Kampfkunst liegt m.E. vor allem in der Zielstellung.
Du müßtest den Begriff Kriegshandwerk nehmen. Das wird in keinem Dojo in Deutschland geübt, sondern nur das was die JKA im Shotokan verbreitet hat.
Zitat:
Ziel von Kampfkunst ist Fitness, SV-Fähigkeit, Selbstkultivierung. Ziel von Kampfsport ist normalerweise, einen sportlichen Gegner im Rahmen eines bestimmten Regelkataloges zu besiegen. Aus diesen unterschiedlichen Zielen ergeben sich unterschiedliche Herangehensweisen im Training Selbstverständlich gibt es zwischen beiden Gebieten Berührungspunkte, und genau darum geht es hier: Inwieweit gelingt es, mit dem sportlichen, reglementierten Zweikampf einen „echten“ Kampf nachzubilden, bzw. welche Kompromisse werden dabei gemacht.
Nur eine Frage, in welchem Dojo übst Du das?
Im DKV das sollte Dir auch geläufig sein gibt es schon länger das Modul: Selbstverteidigung!
Zitat:
Und da ergeht es mir nun so, dass ich keinesfalls das sportliche Karate als „best case“ sehe. Im Gegenteil, ich habe dazu eine äußerst kritische Haltung, die auch hier im Forum sicher schon öfter anklang. Wenn ich das dann aber vergleiche mit dem, was ich aus der TKD-Ecke geboten bekomme, dann wird offensichtlich, dass sich TKD noch weiter von den Ursprüngen entfernt hat als das Wettkampf-Karate.
Wieder ein seltsamer Vergleich.
Gibt es im Karate nur das Shotokan?
Im Taekwondo solltest Du einfach unterscheiden: traditionelles Taekwondo ( Richtung Kwon etwa) Taekwondo der ITF oder WTF.
Zwei völlig verschiedene Wettkampf-Spiel-Arten.
Das Taekwondo der WTF ist bei den Olympischen Spielen dabei, daher an die Spielregeln angepaßt.
Zitat:
Nimm dieses Beispiel, das der User „step-by“ als Beleg seiner merkwürdigen Auffassung (ich meine sogar, er hat gar keine) herausgesucht hat. Dort findest du alles belegt, was ich oben geschrieben habe.
Der User step-by hat Taekwondo, Karate der Richtung Shotokan einige Jahre geübt.
Daher vermute ich, habe ich persönlich beides kennengelernt. Warst Du auch Taekwondo unterwegs? Oder nur darüber gelesen?
:o
Zitat:
Die Mädels sind wahrscheinlich, (ohne dass ich das recherchiere), im Bereich 2. Dan. Was sagen die anderen, die sich etwas im Kyudan-System auskennen? Ist das ein 2. Dan? Auf jeden Fall.
Die Mädels aus meinem Beispiel gehören zur Elite der Kata- Frauen.
Da geht es nicht um Kampffähigkeit sondern darum die Kampfrichter zu beeindrucken.
Zitat:
Sie demonstrieren eine „Unsu“, also keineswegs eine „selbstgestrickte“ Form, sondern eine hochentwickelte Kata, deren Entwicklung bis nach China zurückverfolgen läßt.
Kann jeder sich im Kata Buch von Pflüger auf Seite 79 ansehen und üben. Nur ist das die original Kata aus China?
Die Bunkai oder Technikanwendungen aus dem Film sollen keine Wirksamkeit zeigen sondern sind Show.
Zitat:
Sie zeigen außerdem Oyo. Anwendungen, über die man streiten kann, die aber zumindest oberflächlich einen Bezug von der Kata zur Anwendung herstellen. Auch dies konnte ich bei dem Herren vom TKD nicht erkennen.
Was Du alles erkennst, was ist bei dem Taekwondo-in anders?
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Schließlich Geschwindigkeit (und damit Energie) und Präzision. Du mußt mir nicht erklären, dass im „echten Kampf“ alles nicht so glatt läuft, wie dort dargestellt. Aber mal als Gedankenspiel. Eine vergleichbare Notwehr-Situation: Wem würdest du eher zutrauen, da sauber herauszukommen, einem dieser Mädels, oder dem Herrn vom TKD mit 8. Dan?
Wenn Du mich fragst!
Ich würde keinem von beiden einer große Chance geben.
Da die Grundregeln der Selbstverteidigung sich damit beschäftigen, die Gefahr zu erkennen, zu vermeiden.
Wenn der Gegner schon zugeschlagen hat, möchte ich gerne wissen, was dann noch kommen soll.
Nur als Hinweis der DKV hat extra das Modul Selbstverteidigung eingeführt.
Zitat:
Zusammengefasst: Das heutige Wettkampf-Karate ist, bei allen Unzulänglichkeiten, noch näher an der ursprünglichen Kampfkunst, als das heutige TKD. Sollten Vids auftauchen, die etwas anderes nahelegen, werd ich das würdigen.
Kommt mir als Zusammenfassung ähnlich glaubhaft vor, wie die Anmerkung wir können bei der Übung Flughafen Frankfurt am Main, Großeinsatz Bericht in der Zeitung,
uns auf einen Terroranschlag vorbereiten.
Wünsche Dir einen wunderschönen Sonntag.