Zitat:
Glückskind
Relevant war die Frage, ob in einem Worst case Szenario mit plündernden Horden zu rechnen sei.
Mit Plünderungen sicher, die Frage war aber inwiefern dies den Einzelnen (konkret ging es um jemand in einer Stadtwohnung) betrifft.
Zitat:
Glückskind
Weil Du mich nach meinem Worst Case Szenario fragst, erlaube ich mir erst mal noch ein paar Gegenfragen:
Es ist zwar unhöflich eine Rückfrage zu stellen ohne selbst auf die Frage im Detail einzugehen, aber ich bin mal nicht so.
Zitat:
Glückskind
- Hättest Du vor sagen wir mal 10 Jahren gedacht, dass etliche Länder weltweit und auch in Europa eine mehrwöchige, teilweise ziemlich strikte Ausgangssperre verhängen?
Dass die nächste Pandemie überfällig ist und dass dann solche Maßnahmen getroffen werden könnten war mir bewusst. Wie lange weiß ich nicht, aber größer 20 Jahre. So richtig bewusst wurde es mir, als die ersten Meldungen bzgl. Schweingrippe kamen (die maßlos übertrieben waren).
Meine eigenen Vorräte habe ich bereits Wochen vor dem ersten Lockdown nochmal aufgefüllt (nein, kein Scheißhauspapier) und damit auch nicht zu irgendwelchen leeren Regalen beigetragen. Hat sich auch sehr bewährt, so musste sich niemand um mich / uns kümmern, als wir in Quarantäne waren.
Zitat:
Glückskind
- Hättest Du vor sagen wir mal 5 Jahren gedacht, dass am Rande Europas ein richtiger Krieg - oh, sorry, militärische Spezialoperation - ausbricht?
Auch das halte ich schon viel länger (wieder) für möglich. Wie kann man vor 5 Jahren noch etwas anderes gedacht haben, angesichts der der vielen Kriege die auch in unserem Umfeld begonnen bzw. geführt wurden und angesichts der sich ändernden Machtverhältnisse (insbesondere auch den zunehmenden Spannung in den „Nordmeeren“, die ebenfalls schon länger bestehen). Ein Krieg am Rande Europas ist aber immer noch kein Krieg in unserem Land!
Zitat:
Glückskind
- Hättest Du vor ein paar Jahren geglaubt - sagen wir vor Trumps 1. Amtszeit ^^, dass ein US Präsident laut und leider ernstzunehmend darüber nachdenkt, Grönland zu annekt... kaufen...?
Nein
Alle Fragen gehen aber komplett an meiner Rückfrage vorbei. Lassen wir mal die individuellen, lokalen Vorkommnisse (die am wahrscheinlichsten sind) außen vor.
Es gibt gewissen Szenarien, die mit unterschiedlicher Wahrscheinlichkeit auftreten können und (!) einen sehr großen Personenbereich und ein großes Gebiet betreffen würden:
-Pandemien
- Wirtschaftskrisen
-Naturkatastrophen
-Unterbrechung der Versorgungsketten (Wasser, Nahrung, Treibstoff, medizinische Güter etc…)
- Regionen übergreifende Ausfälle des Internets (längerfristig)
-Regionen übergreifende Ausfälle der Stromversorgung (längerfristig)
- Unruhen bis hin zu Bürgerkrieg
-Atomare Unfälle
- Kriege (Angriffe auf das eigene Heimatland)
-etc.
Manches ist wahrscheinlicher, manches weniger. Was genau davon eintritt, wann es eintritt und in welche Ausmaße, ist natürlich nicht langfristig vorhersagbar. Das Gute ist aber, die individuelle Vorbereitung dafür, die sich mit der oben genannten Vorbereitung auf eher „persönliche“ Notlagen in vielen Punkten überschneidet, ist in vielen Punkten identisch. Darüber hinaus ist schon viel erreicht, wenn man sich auf die möglichen Auswirkungen einer Krise vorbereit, und weniger auf ein konkretes Szenario mit Fokus darauf, was man zu Leben wirklich benötigt. Und hierfür gibt eben genug Fallbeispiel
Zitat:
Glückskind
Es vertraut doch hoffentlich niemand wirklich darauf, das ausgerechnet dann der Staat als glänzend vorbereiteter Retter in der Not parat steht?
Ich jedenfalls nicht, wie könnte er überhaupt.
Zitat:
Teetrinker
Solidarität? Sah ich während der Pandemie, als im Supermarkt Nudeln, Reis und Dosenfraß leergekauft war. Sogar das unwichtige Schei!hauspapier war vergriffen.
Also ich sah unter anderem: Nachbarn, Freunde und Verwandte die sich gegenseitig Nahrung / Medikamente besorgten, wenn jemand nicht aus dem Haus konnte oder wollte.
Richtig ist aber, man sollte jetzt im hier und heute dafür sorgen, dass es später Solidarität gibt (Aufbau und Stärken von Verbindungen im eigenen Umfeld).
@Willi: 1+ Geht mir genauso.