Fast genau mein Gedanke.
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Das ist wahrscheinlich ein Missverständnis. Die vorherrschende Übungsform, die vom Begründer in Iwama unterrichtet wurde, war nach der Aussage Morihiro Saitos Go no geiko.
Bis zum 3. Dan soll dort fast ausschließlich diese Übungsform trainiert worden sein.
Ki no nagare ist schon eine recht fortgeschrittene Bewegungsform, es ist eben nicht einfach: "wir spielen jetzt mal alle mit und leisten keinen Widerstand".
es sollte doch auch nach drei Jahren eben klar geworden sein dass aikido mehr ist als das übliche piep piep piep wir haben uns alle lieb und Ausgleich vom Büroalltag. Gegen "Sport" ist ja gar nichts einzuwenden, aber die Perspektive sollte doch auch mal darüber hinaus gehen, gerade wenn man sich so intensiv mit der Literatur und den Hintergründen beschäftigt
Ein Stück Holz verfügt zumeist nicht über funktionsfähige Nervenzellen, also beschränken sich neurologische Vorgänge auf den Organismus, der das Stück Holz in der Hand hält.
Ein Stück Holz hat auch keine Muskeln. Die wesentliche Möglichkeit auf dieses Einfluss zu nehmen, ist also, mechanischen Impuls zu übertragen und zwar an der Berührungsstelle.
Ich gehe mal davon aus, dass auf der von Dir berichteten Tagung zwischen dem Gehirn und den zu bewegenden Gegenständen ein entsprechendes Gerät geschaltet war, das Gehirnzustände in Steuerimpulse umwandelt, die per Funk an die Drohne übertragen werden und von dieser mittels eines Motors in Bewegungen umgesetzt.
Da sehe ich keinen prinzipiellen Unterschied dazu, dass Gehirnzustände in Steuerimpulse resultieren, die per Nerven an Gliedmaßen übertragen werden und von denen mittels Muskeln in Bewegungen umgesetzt.
findest Du?
Dann kannst Du wohl auch erklären, wie dieses, von Aiki50+ gepostete Zitat gemeint ist:
Bezieht sich das von mir hervorgehobene "Es" auf Ki no nagare oder auf "das was gemeint ist"?
Mir scheint, Aiki50+ hat das "es" so verstanden, als dass "Es" für das "Ki no nagare" steht und daher eben das, was im Gegensatz zu Ki no nagare gemeint ist, etwas sei, "worüber man in mythischen Metaphern reden würde und das einen in Kampfkunstkreisen zu etwas besonderem machen würde.
Durch die Diskussion der letzten Zeit, auch ein wenig durch die Beschäftigung mit Literatur und Hintergründen, ist mir Aikido so fremd und unverständlich geworden, dass ich mir nicht vorstellen kann, es als "Weg" fortzusetzen. Jedenfalls erkenne ich ein so verstandenes oder zu verstehendes Aikido in meinem Dojo nicht wieder. Bevor ich das Üben als sportlichen Ausgleich auch noch verliere, mache ich hier Schluss. Jedenfalls als jemand, der sich mit Aikido identifiziert, wofür ja mein Username stand.
Aikido ist nicht "dein Weg", oder "mein Weg".
Es ist das Budo des Begründers Morihei Ueshiba, und ist eben nicht beliebig interpretierbar.
Es ging nicht darun das man durch Aikido zu etwas besonderem werden soll, sondern um die Person Ueshiba.
Dieser hatte ein besonderes können, das aus einem speziellen, auf taoistischen Prinzipien beruhendem Training resultierte. Dieses Können bestand nicht darin, was du als Widerstandslosigkeit bei der Trainungsform Ki no nagare ansiehst, sondern aus einer recht komplexen Fähigkeit, Kräfte im eigenen Körper zu absorbieren, aufzulösen, etc.
Das ist doch nun recht ausführlich diskutiert worden.
Man kann die äußeren Formen nehmen, und als "Ausgleichssport zum Büroalltag" nachturnen.
Das ist aber nicht dss Aikido Ueshibas.
Das vielleicht nochmal zur Klarstellung.
Naja, das ist ein bisschen so, wie wenn man eine Geige kauft, und benutzt sie dann als Trommel, weil es dem eigenen Verständnis von Geige Spielen entspricht, und dann sagt, das klassische Geige Spielen sei nicht der eigene Weg.
Natürlich kann das jeder machen wie er will...
-
Hi
Du wirst mir nicht antworten, wie Deine anderen Mitstreiter auch nicht.
Trotzdem ein Widerspruch.
Warum nicht anerkennen, das Aikido wurde vom Sohn von Ueshiba und Kochi Tohei geordnet, neu vorgestellt.Zitat:
E=Inryoku;3670274]Aikido ist nicht "dein Weg", oder "mein Weg".
Es ist das Budo des Begründers Morihei Ueshiba, und ist eben nicht beliebig interpretierbar.
Es ging nicht darun das man durch Aikido zu etwas besonderem werden soll, sondern um die Person Ueshiba.
Dann haben viele Aikido- ka ihren eigenen Stil entwickelt. Gibt genug Verbände und auch Bücher....
In vielen Aikdio- Dojos ist der geistige Hintergrund der Kampfkunst von Ueshiba kein Gesprächsthema.
Warum sollte ich mich mit japanischen Religionen beschäftigen, wenn ich eine japanische Kampfsport-Art lernen will.
Vielleicht in einer ruhigen Minute überdenken, warum der Aikido 50 ausgestiegen ist.
Wenn Ihr Euch allein unterhalten wollt, dann ist das der einzige und richtige Weg.
Ja. Damit hast du ganz sicher Recht.
Aber in der Diskussion hier - und auch in anderen Gesprächen mit Aik50+ - ging es doch fast immer um Basics: Die Einordnung des aikidô als budô. Der Stellenwert von atemi. Das Üben von innerer Struktur durch kamae. Die Bedeutung des statischen Übens. (Ist bei dem shihan und Schüler von Ueshiba unter dem wir üben, bis hin zum yondan die maßgebliche Übungsform.) Die Aspekte, über die wir diskutiert haben, liegen doch dem "Eins werden mit dem Instrument" noch weit voraus, wie das nach etwa drei Jahren doch auch passend ist.
Ich meine zudem immer wieder persönliche Entscheidungen gehört zu haben: So zum Beispiel die Entscheidung, atemi nicht üben zu wollen. Oder die Entscheidung, aikidô vor allem wegen des athletischen/gymnastischen/gesundheitlichen Aspektes zu üben. Auch die Entscheidung, nicht einen Weg gehen zu wollen, der zu einem tieferen Verständnis (der "mystischen oder mythischen Metaphern") führt.
Ich habe tatsächlich schon Musiker erlebt, die ihre Geige als Schlagwerk benutzt haben. Aaaaaber. Sie konnten das tun, weil sie sich zuvor entschieden hatten, ihr Instrument ganz und gar zu entdecken und zu erkunden. Sie haben nicht damit begonnen, auf der Geige zu trommeln. Sondern ihr umfassendes Studium des Instrumentes hat sie irgendwann dort hin geführt, es ihnen schließlich ermöglicht.
Ich machen bei allen japanischen budô, die ich bisher geübt habe, die immer selbe Erfahrung, daß es zunächst darum geht, sich auf sie einzulassen. Sich mit dem eigenen Üben so gut und ganz in sie hinein zu begeben, wie es einem möglich ist. Ein shihan hat mir einmal gesagt: "Du mußt der Form vetrauen." Das gilt m.E. für die jeweilige Kunst insgesamt. Wenn ich mich nicht einlasse, werde ich in meinem Üben immer nur finden können, was ich selber mitbringe und hineinlege. Dann aber begegne ich in meinem Üben immer nur mir selbst. Und nicht dem jeweiligen budô oder der jeweiligen Kunst in all ihren Facetten. Die eigenen Grenzen zu überschreiten, über die Horizonte der eigenen Perpektive hinaus zu gehen, ist aus meiner Sicht ein wesentlicher Aspekt des Übens.
Aber ganz unberührt von alledem:
Es geht ja im Leben überhaupt nicht darum, daß ein jeder Mensch aikidô übe.
Es geht aber aus meiner Sicht sehr wohl darum, daß jeder Mensch seinen oder ihren eigenen guten Weg durch das Leben findet. Und wenn jemand einen Übungsweg für sich findet, der hilft und nützt, der Körper und Seele gut tut, dann ist das ein wunderbares Geschenk!
Und dann ist es gut und wichtig, sich dabei nicht irre machen zu lassen und diesem eigenen Weg zu folgen.
@Aiki50+:
がんばって下さい。
Sehe ich ganz anders. Letztendlich finde ich in einem Forum wie diesen gerade die Beiträge interessant, die über meine eigene Praxis hinausgehen und diese vielleicht auch in Frage stellen. Wenn man vermeiden will, das dass, was man tut, in Frage gestellt wird, hilft es tatsächlich nur, sich abzumelden und nur noch in der eigenen Welt zu leben.
Und was man mit den Informationen macht, die man hier und anderswo bekommt, bleibt ja doch jedem selbst überlassen. Gerade mit "50+" sollte das eigentlich kein Problem sein...
Bei mir selbst hat sich übrigens - initiiert durch Beiträge in Internetforen, dann natürlich durch persönlich Kontakte - meine (Karate)praxis, die damals auch schon knapp 20 Jahre betrug, deutlich geändert....
Gruß
Gunk
Das ist eigentlich mal eine vernünftige Frage, die ja auch zum Thema gehört.
Diese "japanische Religion" ist in diesem Falle der Schlüssel zum Verständnis.
Etwa so wie man eine bestimmte Sprache erlernen muss, wenn man ein ganz bestimmtes Buch lesen will, das in dieser Sprache geschrieben wurde, und die Sprache eben der einzige Schlüssel zum Verständnis ist.
Die Metaphern, die vom Begründer dieser Kampfkunst verwendet wurden, und zum Verständnis dieser Kampfkunst eben auch verstanden werden müssen, erschließen sich nicht, wenn man sich nicht der Zusammenhänge bewusst wird, was gemeint ist, und was sie konkret auf der Ebene der körperlichen Übung bedeuten.
Es ist also unerlässlich, sich damit zu befassen, in diesem Fall sind es eben shintoistische und buddhistische Kami, und Geschichten aus der japanischen Ursprungsmythologie, mit denen man sich auseinandersetzen muss.
Es bedeutet sicher nicht, dass man selbst diese Religion annehmen muss, aber um zu verstehen was man da tut, muss man eben die Zusammenhänge verstehen.
Sicher kann man es auch auf andere Weise interpretieren, aber man hat ja nun mal die Möglichkeit verschiedene Quellen zu vergleichen, und kommt dann zu einer Schlussfolgerung.
Wenn man überhaupt keinen Schimmer hat wovon die Rede ist, keine Möglichkeit der direkten Erfahrung, wird es kompliziert, das ist der Grund der viele davon abhält sich damit zu beschäftigen.
Es ist viel einfacher seine eigenen Vorstellungen zu verfolgen und Dinge aus der eigenen Erfahrung heraus zu interpretieren, aber wie Carsten das sehr treffend ausdrückt, man begegnet dann immer nur sich selbst.
Hallo Gunk,
vielen Dank für Deine freundliche Antwort.
Ich sehe es etwas anders.
Ich lese in diesem Forum einige Beiträge, die wirklich nichts mit meiner Kampfsport-Art zu tun haben.
Einfach wenn ich die Zeit habe und etwas Neues erfahren möchte.
In meiner kurzen Zeit im Aikido. Nur auf die kann ich mich berufen, wenn ich Dir schreiben.
War es den Ausbildern nie wichtig, uns den Schülern die verschiedenen japanischen Religionen zu erklären.
O- Sensei Morihei Ueshiba hatte sich, wenn ich mich richtig erinnere, auch einer neuen Religion verschrieben, die sehr umstritten war und ist.
Bücher zum Nachlesen habe ich nicht mehr. Daher kann ich es nicht genau belegen.
Dann habe ich mit einem Aikido -Stil angefangen, da stand das Foto eines anderen Aikido-ka erhöht am Mattenrand.
Das war der Stil-Gründer.
Im Kickboxen wollte ich auch nicht wissen, welcher Religion oder an was die Ausbilder glauben.
Es war mir wichtig die Grundlagen zu lernen. Welche Kampfstellung, welche Beinarbeit, welche Grundtechniken setzen ich wo ein.
Dann bin ich christlich erzogen, halte mich überwiegend daran.
Trotzdem werde ich versuchen, wenn ich angegriffen werde, dem Angreifer viel Schaden zu zufügen.
Wie es ein Peter Habrecht Weltmeister der WAKO 1978 in Berlin getan hat, das gelingt mir sicher nicht.
Ich muß versuchen aus dem System die Techniken für mich zu finden, die mir liegen.
Mit denen ich einen Gegner gut und wirkungsvoll treffen kann.
Das ist das mein Ziel in meiner Kampfsport- Art.
Sich auf einen Wettkampf oder Streß im privaten Bereich einzustellen, das ist eine Baustelle außerhalb des Technik- Trainings.
Da ziehe ich das Mentale Training, das Autogene Training, dem ZEN oder anderen philosophischen Strömungen vor.
Einfach da benötige ich keine Übersetzung - von der ungewiß ist - was alles vergessen wurde.
Im Autogenen Training finde ich für mich alles, in deutscher Sprache, von J.H. Schutz entwickelt.
Der Aikido-ka50 war mit seinem Aikido doch zufrieden.
Macht Ihr Wettkampfsport: Wo es wichtig ist sich an neue Regeln anzupassen?
Dann wäre es doch möglich gewesen, er hat sein Aikido gefunden.
:winke:
Hallo step-by,
Ich glaube wir reden ein wenig einander vorbei: Mir ging es hauptsächlich um deinen Satz, der andeutete, dass sich carstenm und Inryoku lieber privat unterhalten sollten, weil ja Aiki50+ deswegen das Forum verlassen hat. Hier bin ich einfach anderer Meinung, da ich finde, dass gerade diese Beiträge sehr interessant sind und es gerade das interessante an Foren ist, Denkanstöße/Hinweise zu finden, die über die eigene Praxis hinausgehen.
Was man mit solchen Hinweisen macht bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Es hat ja niemand Aiki50+ verboten, sein Training weiter zu machen wie bisher, und es gut zu finden. Genausowenig wie jemand verlangt, dass Du dich mit der Religion der Kickbox-Ausbilder befassen sollst (wobei die Bemerkung insofern am Thema vorbeigeht, als dass mir kein Kickbox-Gründer bekannt wäre, der für seine Lehre religionsspezifische Terminologie verwendet hätte). Es sind einfach Hinweise, dass hinter manchen Übungen mehr/etwas anderes stecken könnte als verbreitet geübt. Und ich finde gerade solche Threads interessant und bin für solche Beiträge dankbar. Wen sie nicht interessieren, der muss sie ja nicht mal lesen...
So, und jetzt bin ich gespannt auf weitere Beiträge zur Sache. Hier kann ich insofern nicht so viel aktiv beitragen als dass meine Aikido-Praxis leider kurz war (3 Jahre), und dort von Inhalten wie den hier dikutierten nie die Rede war und ich auch nicht glaube, dass sie in diesem Verband (DAB) wirklich gelehrt werden.
Gruß
Gunk
Was Aiki50 zeigt ist halt das klassische Verhalten wenn einem gesagt wird dass es evtl. dtl. mehr in einer KK gibt als gemeinhin bekannt ist oder angenommen wird.
Kann nicht sein, kenne ich nicht, will ich nicht hören, ist mir egal....
Hallo Gunk,
ich bedanke mich für die freundliche Antwort.
Reden wir aneinander vorbei?
Etwas schon. In meiner Antwort habe ich die beiden " Aikido-ka " die hier hauptsächlich schreiben nicht angegriffen.
Die haben ein großes Wissen über Aikido der Richtung Ueshiba.
Das erkenne ich neidlos an.
.Zitat:
Ich glaube wir reden ein wenig einander vorbei: Mir ging es hauptsächlich um deinen Satz, der andeutete, dass sich carstenm und Inryoku lieber privat unterhalten sollten, weil ja Aiki50+ deswegen das Forum verlassen hat. Hier bin ich einfach anderer Meinung, da ich finde, dass gerade diese Beiträge sehr interessant sind und es gerade das interessante an Foren ist, Denkanstöße/Hinweise zu finden, die über die eigene Praxis hinausgehen
Wie ich dann weiter geschrieben habe, geht es mir teilweise wie Aikido50+
in meiner Aikido Richtung die ich zuerst besucht habe, stand ein Foto eines anderer Aikido- Meister am Ehrenplatz.
Dann war ich für ca. 1 Jahr in einem Aikido- Verein des DAB, dort fand ich das Foto von O - Sensei.
Was ich hervorgehoben habe:
... keinem meiner Ausbilder - einer hat inzwischen den 6. Dan Aikido - war es wichtig uns etwas über die Religionen in Japan zu erzählen.
Was wir lernten waren die Techniken des Aikido.
Das habe ich hervorgehoben. Im Kickboxen da hast Du recht, ist das kein Thema.
tZitat:
Was man mit solchen Hinweisen macht bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Es hat ja niemand Aiki50+ verboten, sein Training weiter zu machen wie bisher, und es gut zu finden. Genausowenig wie jemand verlangt, dass Du dich mit der Religion der Kickbox-Ausbilder befassen sollst (wobei die Bemerkung insofern am Thema vorbeigeht, als dass mir kein Kickbox-Gründer bekannt wäre, der für seine Lehre religionsspezifische Terminologie verwendet hätte). Es sind einfach Hinweise, dass hinter manchen Übungen mehr/etwas anderes stecken könnte als verbreitet geübt. Und ich finde gerade solche Threads interessant und bin für solche Beiträge dankbar. Wen sie nicht interessieren, der muss sie ja nicht mal lesen...
So, und jetzt bin ich gespann
Worauf?
Diese Diskussion wäre für mich interessanter, wenn sich nicht nur zwei Aikido- Meister einer Aikido- Stilrichtung beteiligen würden.
Einfach nachsehen, wie viele verschiedene Richtung des Aikido es inzwischen gibt.
Dann berufen sich alle auf O - Sensei Ueshiba.
In einem Link - stelle den nicht mehr vor - wird erläutert, wie viele Richtungen von Aikido- Großmeistern verbreitet werden.
Dann ist unbestritten, warte noch auf eine Gegendarstellung.
Das Aikido wurde vom Sohn des Gründers und Koichi Tohei ( Chef- Ausbilder zu dieser Zeit ) geordnet, in Technikgruppen zusammengestellt.
O- Sensei war nur sehr selten in Tokio verbrachte auch viel Zeit bei seinem Schüler Morihiro Saito, usw.
Wer hat also das moderne Aikido in Buchform vorgestellt? Ist dieses Aikido noch das Aikido von O- Sensei?
Wenn Aikido50 daher mit seinem Aikido zufrieden war, dann sollte das einfach anerkannt werden.
Nur kurz zur Antwort von Kanken
Warum ich jetzt in einer Kampfkunst mehr erwarten sollte? Ich lerne eine Kampfsport-Art für den Wettkampf, die Selbstverteidigung.
Wer sich mit der Philosophie einer Religion in Japan, Indien,China usw. beschäftigen will, der sollte es tun.
:winke:
Man könnte in den Metaphern aus Religion und Philosophie, wenn man sie denn dank einer Beschäftigung mit der Thematik richtig verstehen kann, praktische Anweisungen für das tatsächliche Üben entdecken, und so in dem, was man lernen will, noch besser werden.
Muss man sich aber drauf einlassen (wollen).
Grüße
Münsterländer
Hallo Münsterländer,
wäre das nicht ein Umweg?
Ich beschäftige mich mit einer Philosophie aus dem Osten um dort - praktische Anweisungen für das tatsächliche Üben - zu suchen?
Was sollte ich dort finden, was nicht inzwischen als mentales Training im Sportprogramm für Spitzensportler enthalten ist.
Wenn ich mir dann diese Spitzensportler ansehe, lese was sie über ihren Sport schreiben.
Dann bin und war ich nur ein Hobby- Sportler.
Vieles würde ich als " Budo - Romantik " ansehen. Ist meine - betone - nur meine Erfahrung.
:winke:
Frage ist doch, was ich will?
Lerne ich eine KK "ganz", oder nehm ich mir nur Teilaspekte raus und versuche die ggf. mit ganz anderen Denkansetzen aufzufüllen und kompatibel zu machen?
Kann man beides versuchen.
Wenn man einen guten Lehrer hat, ist der erste Weg aber meiner Meinung nach der bessere.
Grüße
Münsterländer
Hallo Münsterländer,
Wie soll ein Anfänger in einer Kampfsport-Art erkennen, was und in welchem Umfang ein Trainer unterrichtet?Zitat:
=Münsterländer;3670472]Frage ist doch, was ich will:
Lerne ich eine KK "ganz", oder nehm ich mir nur Teilaspekte raus und versuche die mit ggf. ganz anderen Denkansetzen aufzufüllen und kompatibel zu machen?
Kann man beides versuchen.
Wie erkenne ich einen guten Lehrer?
Hätte ich das gewußt, was hätte ich mir an sinnfreiem Training sparen können.
Nur ein Hinweis, in den bekannten Kampfsport-Arten- Verbänden werden Nachwuchskämpfer nicht nur in Techniken sondern auch im mentalem Training unterrichtet
Grüße
"sinnfrei" hast du gesagt, würde ich so nie formulieren.
Z.B. auch mein durchaus recht rudimentärer Judounterricht in Kindertagen hatte seinen "Sinn" (und wenns nur der Spaß war).
Aber dass der erste Lehrer nicht gleich unbedingt auch der beste ist, dürfte doch so gut wie jeder irgendwann feststellen.
und dann muss man halt überlegen, wie es weitergeht.
Und wenn ich eine authentische Kampfkunst komplett lernen will, muss ich eben einen Lehrer finden, der das auch komplett vermittelt. Wenn das Ausflüge in asiatische Denkweise (Philosophie/Religion) erfordert, weil ich bestimmte Lehrsätze sonst nicht einordnen kann, ist dass dann eben so.
Aber vielleicht will ich das gar nicht. Dann gehe ich halt einen anderen Weg. Auch schön
So What?:)
Grüße
Münsterländer
Hallo step-by,
kannst Du dass vielleicht näher erläutern? Ich kenne diese Form des mentalen Trainings nur, um mit Stress, Angst,... im Wettkampf umzugehen, aber nie um das eigene System besser kennen zu lernen.
Zum Weggang von Aiki (wenn ich seine Motivation richtig verstanden habe):
Ich persönlich bin absoluter Fan davon, andere Sichten auf meine Kunst zu haben, d.h. mich mit anderen Dojos und auch Vertretern anderer Systeme zu treffen, zu trainieren und besonders ihre Sicht auf "Kampfkunst" kennenzulernen.
Das kann auch gerne der religiöse Ansatz sein, warum nicht? Deswegen muss ich doch meinen Lehrer nicht verlassen, nur weil ich das von ihm nicht bekomme. Von ihm bekomme ich die Basis, und bzgl. anderer Dinge muss ich halt selber den Hintern hochbekommen wenn ich das Gefühl habe, dass es mich weiterbringt.
Zum Glück unterstützt mein Lehrer dieses und freut sich über neue Einflüsse. So gesehen "win-win".
Viele Grüße
Stefan
Sollten diese Sätze zusammen gehören, dann gib das bitte durch korrekte Satzzeichen und korrekte Grammatik zu Erkennen. Ansonsten ergibt der erste Satzkrüppel irgendwie keinen Sinn.
Der zweite Satz enthält eine Annahme, die von verschiedentlich in Frage gestellt wurde, u.a. von Ellis Amdur. Auch ich bin der Meinung, dass dies so nicht stimmen kann.
Du bist ja selbst jemand, der immer die große Vielzahl der "Stilrichtungen" des Aikido betont.
Schaut man sich mal an, welche Techniken in den einzelnen Richtungen so geübt werden, dann ergibt sich ein erstaunlich hoher Deckungsgrad, bis auf ein paar Abweichungen, die dann evtl. als Besonderheiten dieser "Stilrichtungen" angesehen werden.
Davon abgesehen wird eigentlich überall das Gleiche Grundgerüst an Techniken geübt, was stark darauf hindeutet, dass diese Auswahl vom Begründer selbst, und mit voller Absicht vorgenommen wurde.
Da dies nicht von heute auf morgen geschah, und einige Schüler noch Techniken aus dem alten Programm im Repertoire hatten, haben sich diese natürlich erhalten, haben aber nie mehr den Stellenwert gehabt, den das Grundgerüst aus 8 oder Techniken, eben die klassischen 4 Osae- und 5 Nage Waza, die dann aus 16 verschiedenen Angriffsformen und dann aus vielen dieser Angriffsformen in jeweils 4 (oder mehr) Ura- und 4 Omote Formen ausgeführt werden können. So in etwa stellt sich das fast überall dar, wobei bei der Kenntnis Varianten ein unterschiedliches Wissen vorhanden zu sein scheint, so wind mir z.B. Leute aus bestimmten Richtungen begegnet, denen die Vielfalt der Varianten gar nicht bekannt war.
Dann gibt es viele Techniken die nicht namentlich genannt werden, und einige weniger bedeutsame die hier und da mal unterschiedlich benannt sein können, darunter welche die oft als lost-techniques bezeichnet werden, weil sie halt in sehr vielen Dojos nicht mehr geübt werden.
Die vielen, vielen "pretzel-techniques" des daito ryu sind vom Begründer aussortiert worden, weil sie nicht die Prinzipien repräsentiert haben, die er im Aikido verwirklicht sah. Dass einige Lehrer ein paar von diesen Dingern noch im Programm haben, ist eben kein Zufall, sondern historisch bedingt.
Na du hast schon recht, lesen alleine hilft nicht.
Ok, Du sagst also, in dem Buch ist beschrieben, wie bei der Judo-Kämpferin das mentale Training dazu hilf, Ihr Judo besser zu verstehen und technisch zu verbessern, richtig?
Es geht hier also nicht darum, sie für den Wettkampf vorzubereiten (Umgang mit Versagens-Angst, Wille zum Sieg,...), richtig?
Dann wäre das Buch durchaus spannend.
Schade. Ich bin auch nur ein Hobbysportler, halte aber sehr viel von mentalem Training.
Mich bereichert es in meiner "Kunst". Ob ich dadurch besser geworden bin, als wenn ich nur stumpfes körperliches Training absolviert hätte, lässt sich ja leider nicht nachvollziehen.
Das denke ich auch.
Viele Grüße
Stefan
Dazu äußert sich Aiki50+ doch:Ich habe - wenn ich Aiki50+ denn richtig verstehe - ganz ähnliche Erfahrungen gemacht. Ich bin daraufhin zu Seminaren [Ikeda Hiroshi sensei und dann vor allem Dan Harden] gefahren, um die im Internet erhobenen Behauptungen am eigenen Körper zu erleben. Und ich habe mich mit Ellis Amdur und Chris Lee ausgetauscht, um etwas über die theoretischen Aspekte zu erfahren.
Ich habe aufgrund meiner Erfahrungen mein Üben verändert.
Und auch meine Lektüre.
Nein, er hat das schon richtig verstanden, dass "Es" sich auf die in "Settings" vermittelten Prinzipien, hier eben das genannte "Prinzip der Widerstandslosigkeit" bezieht.
Was gemeint war, dass in Kampfkunstkreisen jemand wie Ueshiba etwas besonderes war, dann bezog sich das auf seine Fähigkeit, einen Angreifer, eben nicht nur im Rahmen eines Übungssettings wie Ki no nagare, tatsächlich das Gefühl von totalem Kraftverlust bzw. dem Verlust jeglicher Kontrolle über den eigenen Körper geben, was etwas fundamental anderes ist, als mit eine kooperativen Übungspartner eine Bewegung machen, die bestimmten Vorstellungen eines harmonisierten Bewegungsablaufes entspricht, bei dem Prinzipien eher labormäßig gestellt geübt werden.
Mit anderen Worten, Ueshiba war in Kampfkunstkreisen nicht wegen schönen und runden Bewegungen oder einem nur theoretisch anwendbaren Prinzip einer Friedensbotschaft oder seiner spirituellen Haltung hoch angesehen, sondern wegen real anwendbaren sehr hoch entwickelten Fähigkeiten, die nichts mir dem zu tun haben, was in den Dojos als "ki no nagare" geübt wird, und meist dem Nachahmen einer Bewegungsform entspricht, die Ueshiba tatsächlich sehr wirkungsvoll hervorbringen konnte, eben weil er diese Fähigkeiten hatte.
Dann lass uns doch mal daran teilhaben was du da rauszulesen glaubst, und wie es thematisch hier rein passt.
Du solltest lernen auszudrücken was du sagen willst.
Aber das habe ich dir schon öfter gesagt, und andere auch...
Mal abgesehen davon, daß der link bei mir nicht funktioniert ...
- (Obacht, es folgt eine narzistische Selbstdarstellung. Sensibelbescheidene Menschen sollten die folgenden egomanen Zeilen überspringen und ...) -
... ich habe immer wieder bei Schülern von Saito sensei in Deutschland geübt. Mein Lehrer hat in seiner Zeit in Japan bei Saito sensei in Iwama geübt. Freunde haben bei ihren Japan-Aufenthalten bei Saito sensei in Iwama geübt. Bei mir hat eine Zeitlang ein Angehöriger der Iwama ryû geübt. Das sind in etwa meine praktischen, handfesten Erfahrungen bzw. Bezüge zu dem aikidô der Iwama ryû (die im Übrigen auch eine Linie des aikikai ist).
Und die Bücher von Saito sensei (Traditional aikidô, Takemusu aikidô, jeweils alle Bände, Commentary on budo und aikidô, Heart and Appearance) und stehen bei mir im Regal und werden von mir immer wieder als Referenz benutzt.
- (.. erst ab hier weiterlesen: ) -
Trotzalledem ist mir nicht deutlich, was nun du durch deine Verweise auf die Interviews mit Saito sensei in Bezug auf das Thema denn hier ausdrücken möchtest?
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