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shohei
Hallo lieber Aruna,
verzeihe mir, wenn ich diese Frage nicht richtig einordnen kann.
einordnen?
Du sprachst davon, dass vieles einfacher werden könnte, wenn "die Regeln der Kommunikation" beachtet werden.
Da ist doch eine Frage danach, welche Regeln denn gemeint sind, naheliegend.
Z.B. finden manche die Regel gut, dass man in einem Forum keine Beiträge ändert, die schon zitiert wurden.
Das könnte ja nach Meinung einiger einiges verbessern.
Du scheinst da anderer Meinung zu sein.
Entsprechend gibt es unterschiedliche Herangehensweise an Kommunikation, die sich teilweise widersprechen.
Den Carnegie-Regeln oder auch anderen Ansätzen der "Beeinflussungskunst" könnte man z.b. den schon erwähnten Ansatz der GFK gegenüberstellen.
Jemand hat da z.B. ein Buch mit folgendem Titel geschrieben:
das klingt irgendwie nicht ganz wie "immer nur lächeln", und könnte bezüglich Deiner im Eingangsbeitrag ausgedrückten Kritik:
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shohei
Aber wo bleiben meine Ansichten?
Auf diese Ratschläge kann ich keine Diskussion aufbauen. Denn ich versuche den anderen Menschen nur zu loben und zu schmeicheln.
ein zielführender Ansatz zum Miteinander sein.
Wenn auch IMO ungleich schwieriger, da keine klaren 1...2.... etc-Regeln.
Und natürlich auch leicht misszuverstehen.
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shohei
Kommunikation
Ein Lehrgang Rhetorik oder Kommunikation, ähnlich wie ein Buch darüber,
richtet sich an alle Menschen, die eine gute Sprechkultur schätzen und ihre eigene rhetorische Kompetenz perfektionieren möchten.
Dann geht es einfach darum sich einmal Gedanken zu machen, wie bereite ich mich optimal vor.
a) Informationen über Zuhörer und wo spreche ich,
[....]
Ich weiß jetzt nicht genau, was diese Ausführung über Kommunikation mit meiner Frage nach dem Regelwerk, auf das Du Dich beziehst, zu tun hat?
Zu den "Regeln":
Wie ich schon weiter vorne andeutete gibt es sehe ich grundsätzlich zwei Arten (incl. Mischformen) Regeln zu benutzen:
1.) Ich halte mich selbst daran, weil die mir als Wegweiser für ein gelingenderes Verhalten dienen und dadurch mein Leben vereinfacht wird.
Dann muss ich nicht jede Situation einzeln abwägen, z.B. ob es noch reicht, über die Straße zu gehen, bevor das Auto kommt, sondern ich gucke einfach ob rot ist.
2.) Ich fordere von anderen die Einhaltung der Regeln, da ich mir durch die Einschränkung der Freiheit der anderen eine Erleichterung meines Lebens erhoffe.
Beim Ampelbeispiel muss ich natürlich auch drauf vertrauen, dass die anderen bei Rot anhalten, sonst schränke ich mich nur selbst ein und die anderen haben immerhin bei Grün mit einem Fußgänger weniger zu rechnen.
Wenn ich für mich allerdings z.b. die Regel "Hara Hatchi Bu" entdecke, dann habe ich einen Nutzen, ohne die anderen zu der Einhaltung dieser Regel zu bekehren.
Besuche ich einen Kommunikationskurs oder lese ein entsprechende Buch, dann erhoffe ich mir ja Informationen, die nicht allgemein bekannt sind und auch nicht allgemein eingehalten werden.
Gerade wenn es um Beeinflussungskunst geht, ist so ein Wissensvorsprung ja vielleicht sogar erwünscht.
Wenn die in dem Kommunikationskurs gelehrten Ratschläge nur funktionieren, wenn sich alle an bestimmte Regeln halten, dann ist das natürlich irgendwie doof.
Das ist dann wie wenn einer im SV-Kurs falsch angreift....
Wie soll ich dann in RL die anderen durch mein Beispiel überzeugen, dass es mit diesen Regeln besser wäre, wenn die Lehre des Kurses ja erst funktionier, wenn sich alle an die Regeln halten (und z.B. korrekt angreifen).
Eine auf ersten Blick schöne Regel zumindest für XY wäre: "Den Beiträgen von XY darf nicht widersprochen werden."
Das erleichtert eventuell das Leben von XY vordergründig.
Mittel- bis langfristig würde er sich IMO allerdings schaden, so wie diese Menschen, die sich nur noch von Ja-Sagern umgeben und irgendwann der wirklichen Welt entfremdet sind.
Daher sind Feinde gar nicht so schlecht, denn die sagen einem vielleicht unangenehme Wahrheiten, die einem Freunde nicht mitteilen.
Gibt's diesbezüglich nicht auch was von Sun Tzu?
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shohei
Wobei, wie können diese meine Emotion zeigen?
Da möchte ich auch auf Paul Watzlawick, der am Mental Research Institut in Palo Alto und als Professor für Psychotherapie... hinweisen.
Der auf die Macht der Gefühle hingewiesen hat, wobei er angemerkt hat, daß die Emotion die Sache bestimmt.
Aus meinem neuen Buch über Rhetorik.
Emotionen und Körpersprache scheinen ein wichtiges Thema für Dich zu sein?
Nun, wie gesagt, kann man im Internet Emotionen mit Emoticons zeigen.
Wenn man die natürlich inflationär benutzt, können die sich abnutzen.
Oder man schreibt seine Emotion einfach hin:
"Ich bin wütend!"; "Ich bin traurig".
oder Du fragst das Gegenüber:
"Oh, bist Du wütend?" "bist Du traurig"...
Natürlich nur, wenn Du wirklich ehrlich an den Emotionen Deines Gegenübers interessiert bist. Einer derartige Frage kann natürlich leicht als Angriff aufgefast werden, daher sollte man vorsichtig sein.:p