Zitat von
Aruna
Wenn jemand nicht kommunizieren kann, z.B. weil er in ein schwarzes Loch gefallen ist, dann kann er nicht kommunizieren.
Dann kann er freilich auch niemanden mitteilen, dass er nicht kommunizieren kann.
Der Empfänger, der vom Sender kein Signal erhält, kann dann nur vermuten, dass der andere kein Signal sendet, weil er in ein schwarzes Loch gefallen ist.
Genauso könnte er vermuten, dass der andere schmollt oder auf dem Sofa eingeschlafen ist.
Der Satz: "Man kann nicht nicht kommunizieren" bezieht sich IMO eher auf eine menschliche Interaktion, in der Kommunikation möglich ist.
Dann ist auch das Schweigen auf eine Ansprache eine Botschaft, die richtig oder falsch verstanden werden kann.
Auch wenn man Kochrezepte oder Wanderwege in einer Internetdiskussion, in der ganz anderes gefragt war, postet, will man da wohl eine Botschaft übertragen, die eventuell richtig oder falsch beim Empfänger ankommt.
Ist man aber tot, oder im Koma, dann kann man IMO durchaus 'nicht kommunizieren."
Außer, man betrachtet auch das Fehlen einer Botschaft als eine Botschaft.
Dann würde aber jeder Stein kommunizieren und würde in dem Falle richtig verstanden, wenn der Empfänger der nicht gesendeten Nachricht, versteht, dass keine Nachricht übertragen wurde.
Also, mit der IMO impliziten Annahme explizit ausgeschrieben: "Man kann nicht nicht kommunizieren, sofern Kommunikation grundsätzlich möglich ist"
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Natürlich kann man, wenn nur ein Übertragungsweg ausgefallen ist, auf einem anderen mitteilen, dass die Kommunikation über diesen Weg nicht möglich ist.
Z.b. per Telefon mitteilen, dass man keine Mails empfangen kann, oder umgekehrt.
Die Frage: "Hörst Du mich" kann man, falls man Lippenlesen kann, durchaus wahrheitsgemäß mit "nein" beantworten.
Bei der Frage: "Bist Du noch am Leben" ist das nach Mehrheits-Meinung der Schulmedizin etwas schwer.