Ich glaube, das Training einer Kata kann, wenn alleine praktiziert, auch eine Art Meditation sein.
Was sagt ihr dazu?
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Ich glaube, das Training einer Kata kann, wenn alleine praktiziert, auch eine Art Meditation sein.
Was sagt ihr dazu?
Absolut. Das ist sogar so gedacht. Wo stand es denn geschrieben?
Für mich nicht.eher Gehirnjogging.
Es stand nirgends geschrieben. Da bin ich beim Üben selber draufgekommen. Wong F. Das mit dem Buch sollte keine Attacke gegen jemanden sein.
Da geb ich dir recht, kann was meditatives haben. Hängt für mich immer davon ab wie gut ich die Kata schon kann. :D
Also im Taiji ist das IMHO ganz sicher so - da wird ja mittlerweile sogar mit diesen Attributen ("Meditation in Bewegung") geworben.
Und von daher kann ich mir das auch gut für andere KKs vorstellen.
Gelöscht
Ich bin doch sachlich. Wieviel Kata kennst du und kannst du zeigen?
Ohne zu sagen, was man unter Meditation versteht, macht das eigentlich wenig Sinn "Ja" oder "Nein" zu sagen. Ist das faszinierende Phänomen, dass bei dem Wort "Meditation" häufig irgendwie vorausgesetzt wird, alle würden damit so ziemlich das Gleiche meinen.
Ja stimmt. Das kann aber auch jeder andere rythmische oder stilisiert, oder einfach mehrmals wiederholte Bewegungsablauf sein.
Wie beispielsweise die Tee-Zeremonie.
Ich hatte mal ein Job, wo ich den ganzen Tag Ware verpackte und versandfertig machte. Eigentlich ein schrecklich anspruchsloser Job. Da machte ich aus dem Verpacken eine Art Zen-Ritual wobei ich anstrebte jede Bewegung jedes Mal möglichst gleich und perfekt zu machen. Das wurde auch zu Meditation ähnlich wie Kata üben.
Man kann die Kata langsam wie im Tai Chi ausführen, dann kann auch die Technik sehr viel perfekter sein.
Gut geeignet am Arbeitsplatz, da ohne Kiai. ;)
Du bist vielleicht aber auch der Einzig(st)e, dessen Ironie-Modul gerade ein bisschen klemmt?
Zum Glück halten wir beide uns an Funakoshis zweite Regel.
Katas sind doch eher für Selbstbewusstsein training. Um so öfters du den Ablauf trainierst um so selbst sicherer bewegst dich. Dabei ist es egal ob es eine harte oder weiche ist.
Beim Meditieren ist es auch nicht großartig anders. Dort werden Denkprozesse und bewegungsritualle so oft wiederholt bis eine Art von selbstsichere rutine entsteht.
Dieses Selbstsicher sein kann sich so stark manifestieren. Das sich manche einbilden das diese über glühende Kohlen laufen können.
Oder diese Zen Meditationen dabei werden viele so dermaßen vom "richtigen Weg" überzeugt das selbst die härtesten Typen zu Veganer werden.
Bei diesem Mittagsgebet wird es auch nicht anders sein.
Bei Soloformen (z.B. Kata) kann man manches besser üben als in Partnerformen (Kumite) oder Freikampf/Sparring.
Man übt z.B., sich auf den ganzen Bewegungsablauf zu konzentrieren, ohne mit den Gedanken bei ganz anderen Dingen zu sein. Man lernt, auf seinen Körper, die Ausrichtung der Gelenke, die Muskelanspannung usw. zu achten. Man visualisiert vielleicht einen imaginären Gegner, dessen Angriffe man abwehrt und den man selbst angreift.
Das alles sind meditative Aspekte. Insofern kann man eine Soloform als Meditation in Bewegung betrachten. Prinzipiell kann man diese Aspekte (Achtsamkeit, Aufmerksamkeit, Konzentration) aber in allen Alltagstätigkeiten üben, wenn man will. Insofern ist an Soloformen nichts Besonderes. Ich finde aber, sie erleichtern es, abzuschalten und zur (geistigen) Ruhe zu kommen.
Die WT-Formen wurden mir ebenfalls als "Bewegungsmeditation" vorgestellt. nicht mittlerweile, sondern seit immer.
Die haben auch einen sehr wörtlichen Aspekt von "Meditation", was ja ungefähr übersetzt werden kann wie "sich der Mitte bewusst werden, in die Mitte gehen" - viele Bewegungen in den Form sind darauf angelegt, dass man lernt, die eigene Mitte konkret (also physisch, körperlich - wo ist *rechts* und wo *links* und wo genau die Mitte?) zu finden.
Ich finde auch das es sehr medikativ sein kann
Made my day :klatsch: - Danke.