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Bücherwurm
Ahh, sorry. Aber du kannst mir auch keine Zielstellung nennen,
die Zielstellung ist doch klar vorgegeben:
Die Teilnahme an einem: "Vollkontakt-Wettkampf-System [...] (mit allen Distanzen, also ähnlich MMA), welches als Bedingungen hat, dass die Kampfzeit nur 60 (oder vielleicht sogar nur 45 oder sogar 30) Sekunden beträgt, und nur KO und Aufgabe als Sieg zählen (Und wenn keines in der Zeit erfolgt ist, gibt es keine Verlängerung und keinen Sieger.)"
Die Frage war, wie man sich auf so was vorbereitet, bzw. mit welchen Techniken man in so was erfolgreich wäre oder welcher Typ Athlet da wohl Vorteile hätte.
Die Frage war nicht, ob das viele Leute sehen wollen, so dass man damit Geld verdienen kann.
Die Frage war auch nicht, wie nahe das an der Realität ist und ob man durch das Training auf so was einen Benefit/Übertrag auf andere Bereiche (SV, "Straße", "Realität") hat.
Du und Kelte erinnern mich an Klaus, der, vor das modifizierte Trolley-Problem gestellt, behauptet, dass so etwas unrealistisch sei, man doch bessere Bremsen hätte, etc..
Es geht hier doch ausdrücklich um ein Gedankenspiel und um Sport. Das zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht unbedingt einen Realitätsbezug oder "Sinn" haben muss.
Aber im KKB sind halt viele krasse Krieger, denen diese Begriffe "Spiel" und "Sport" wohl nix sagen, weil die tagtäglich mit ihrer KampfKunst um das Überleben kämpfen oder sich auf den nächsten Krieg vorbereiten.
Unter dem Begriff Sport werden verschiedene Bewegungs-, Spiel- und Wettkampfformen zusammengefasst, die meist im Zusammenhang mit körperlichen Aktivitäten des Menschen stehen, ohne in erster Linie der Warenproduktion, kriegerischen Kampfhandlungen, dem Transport von Waren bzw. Gepäck oder der alleinigen Ortsveränderung zu dienen.
[...]
Für die Geschichte des Sports ist bedeutend, dass er ursprünglich als Spiel ohne Kommerz dem Ernst einer Erwerbstätigkeit oder einer kriegerischen Auseinandersetzung gegenübergestellt wurde.
Das ist eventuell auch eine kulturelle Geschichte.
Mir scheint, z.B. die Briten haben eher dazu tendiert, unsinnige Dinge zu tun, z.B. Berge in fremden Ländern zu besteigen ("weil er da ist") oder an den Südpol zu latschen, einem Lederball hinterherzurennen oder mit Stöcken auf Bälle einzuschlagen, während in Deutschland die Turnerbewegung entstand, "die mit der frühen Nationalbewegung verknüpft war, um die deutsche Jugend auf den Kampf gegen die napoleonische Besetzung vorzubereiten".
Da gibt es ja Parallelen zu der Verwendung japanischer Kampfkünste, um den japanischen Volkskörper zu stärken.
Die Jing Wu Athletic Association in China hatte eventuell ähnliche Zielsetzungen.
Als sich Sport als neues Phänomen im deutschen Sprachraum seit Ende des 19. Jahrhunderts mehr und mehr verbreitete, stieß er auf das Phänomen Turnen. Damit standen sich zwei sehr unterschiedliche Konzepte von Körper- und Bewegungskultur antithetisch gegenüber. Gerade der Begriff Sport stand für die stärkere Betonung des Wettbewerbsgedanken und für die Austragung standardisierter, messbarer und oft auch inszenierter Wettbewerbssituationen
und darum geht es nach meinem Eindruck hier:
Ohne Businessplan um eine inszenierte Wettbewerbssituation und die theoretische Überlegung, wie die sich daraus ergebenden Kämpfe bzw. in solchen Kämpfen erfolgreiche Kämpfer aussehen würden.
In der Inszenierung kann man dann auch die Regeln festlegen und sagen, ob gegenseitiges Verkrüppeln, wie hier wohl von Kampfkünstlern vorgeschlagen, erlaubt wäre.
Es liegt nahe, dass sich Leute mit K.O.-Power und entsprechender Aggressivität wie der junge Mike Tyson (der auch schwer zu treffen war) Vorteile hätten.
Es gibt ein Interview, wo er die Einschränkung durch die Boxregeln authentisch bedauert....wenn der Gegner bei Anklingeln/Niederschlag keine Erholungspause bekommt geht es schneller.
Grappling würde IMO hauptsächlich dazu benutzt, den Gegner festzuhalten oder zu Boden bringen, um besser auf ihn einschlagen zu können, es sei denn, es besteht ein entsprechender Leistungsunterschied, so dass eine schnelle Submission drin ist.
Bezüglich Bodenkampf könnte man zum Sportjudo schauen. Dort sind zwar keine Schläge erlaubt, aber es besteht schon heute ein entsprechender Zeitdruck, schnell und deutlich auf eine erfolgreiche Technik hinzuarbeiten und natürlich auch die Strategie, sich eine begrenzte Zeit gegen solche Angriffe zu verteidigen / einzuigeln.
https://www.youtube.com/watch?v=JDr7sa6yo8I