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Thema: Bücher über Taijiquan

  1. #31
    nagual Gast

    Standard

    Das ist schön. Du kennst ihn nicht und sein Buch auch nicht, aber du gehst davon aus, dass er die Perspektive des Gongfu-SV-Kampf-Praktikers eher aus der theoretischen Distanz siehst.

    Und du weißt nur was über ihn, wie er vor 10 Jahren war, weißt aber trotzdem, dass "er in dieser Welt eben nicht wirklich persönlich drin ist."

    Hm.
    Wenn ich darüber nachdenke, muss ich dir recht geben, es kann gut sein, dass mich der Eindruck, den ich bei der einen Gelegenheit (eine Vorführung von ihm und seinen SchülerInnen) gewonnen habe, falsch ist, und er z.B. auch Vollkontakt macht, oder ein Meister schwieriger Waffen wie Hellebarde o.ä. ist. Woran soll man das auch erkennen können? An einer Vorführung, die nur Qigong-Elemente enthält? Oder an der scheinbaren Fitness, die nicht zu einem Vollkontaktkämpfer passt?
    Da täuscht man sich soo leicht, dass jemand, der ein Buch über Taiji geschrieben hat, mit größerer Wahrscheinlichkeit auch unglaubliches Gongfu plus Vollkontakt drauf hat, zumindest ist es genauso wahrscheinlich wie alles andere, oder?

  2. #32
    Registrierungsdatum
    09.05.2008
    Beiträge
    655

    Standard

    Wenn man nach den Fakten geht, ist es sogar eher wahrscheinlich dass ein Taiji Quan Lehrer (egal ob in D, oder anderswo) seine Kunst im Kampf nicht anwenden kann und also auch keine Anwendungen lehren kann.

    Im Normallfall muss man leider davon ausgehen,
    dass kein gong fu vorhanden ist.

    Als Kriterium für das Gegenteil müsste sein,
    ob Anwendungen (Tui Shu zähle ich da nicht dazu)
    und Freikampf unterichtet wird.Was dann noch lange nicht heisst,
    das das auf Taiji Quan Art geschieht, oder auf herkömmliche Techniken basiert

  3. #33
    nagual Gast

    Standard

    Yürgen Oster gibt seit Jahren oder beinahe Jahrzehnten Qigong-Unterricht und leitet mehrjährige Qigong-Lehrer-Ausbildungen. Also gehe ich davon aus, dass er viel Ahnung davon hat, und das vermutlich auch gut macht. Sein Qigong fand ich bei der genannten Vorführung auch gut und tiefgehend, dementsprechend halte ich ihn in dem Bereich für einen Fachmann.

    Weil ich aber nichts sehen konnte, was auf Gongfu und Kampf/SV-Kunst im sportlicheren oder "härteren" Sinne hinweist, erlaube ich mir zu unterstellen, dass ich da nichts Verstecktes übersehen habe.

    Falls jemand Yürgen Oster besser kennt, bitte ich um Berichtigung der Angelegenheit (aus diesem Grund habe ich auch geschrieben, dass ich ihn nicht wirklich kenne!).

  4. #34
    Hilla Gast

    Standard

    Zitat Zitat von nagual Beitrag anzeigen
    Yürgen Oster gibt seit Jahren oder beinahe Jahrzehnten Qigong-Unterricht und leitet mehrjährige Qigong-Lehrer-Ausbildungen. Also gehe ich davon aus, dass er viel Ahnung davon hat, und das vermutlich auch gut macht. Sein Qigong fand ich bei der genannten Vorführung auch gut und tiefgehend, dementsprechend halte ich ihn in dem Bereich für einen Fachmann.

    Weil ich aber nichts sehen konnte, was auf Gongfu und Kampf/SV-Kunst im sportlicheren oder "härteren" Sinne hinweist, erlaube ich mir zu unterstellen, dass ich da nichts Verstecktes übersehen habe.

    Falls jemand Yürgen Oster besser kennt, bitte ich um Berichtigung der Angelegenheit (aus diesem Grund habe ich auch geschrieben, dass ich ihn nicht wirklich kenne!).
    Du schreibst schon wieder, dass du es nicht weißt und dass du ihn nicht kennst, aber dass du unterstellst, dass er keine Ahnung von Kampf/SV-Kunst hat. Warum?

  5. #35
    bluemonkey Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Hilla Beitrag anzeigen
    Du schreibst schon wieder, dass du es nicht weißt und dass du ihn nicht kennst, aber dass du unterstellst, dass er keine Ahnung von Kampf/SV-Kunst hat. Warum?
    Du kennst Ihn offensichtlich besser und willst Naguals Aussage berichtigen?

  6. #36
    nagual Gast

    Standard

    Du schreibst schon wieder, dass du es nicht weißt und dass du ihn nicht kennst, aber dass du unterstellst, dass er keine Ahnung von Kampf/SV-Kunst hat. Warum?
    Ich unterstelle, dass er keine bzw. wenig Ahnung von Kampfkunst im Sinne von Gongfu hat. Ob er z.B. einen Haufen SV-Techniken wie sagen wir bei Aikido-Leuten (die ja zumindest in De bzw. Europa/westl. Welt keine Gongfu-Übungen wie tiefe oder sonstwie krasse Stehübungen oder harte Drills o.ä. praktizieren) weiß ich nicht, aber Gongfu basiert nun mal auf krassen Steh-, Geh-, oder sonstigen Drillübungen.
    Ich behaupte, dass ich das sehen konnte, als ich ihn mit meinen Augen sah und mit meinem Kenntnisstand über solche Dinge bewertet habe.

    Ich erlaube mir diese Unterstellung mit einer weiteren Unterstellung, nämlich dass 90-99% der Taiji- und Qigong-Lehrer ebenfalls kein bzw. nur minimales Gongfu haben, d.h. vom im eigentlichen Sinne auch keine Gongfu-Methoden unterrichten, sondern lediglich Qigong-Methoden.

    Taijiquan ist aber ursprünglich eine Gongfu-Methode und die Kampf-SV-Fähigkeit erlangt man über Gongfu und nicht über das Erlernen von SV-Techniken ala Aikido, oder über eher softe Qigong-Übungen.

    Ich finde, dass ich nicht jedem, der Qigong-Vorführungen gibt, automatisch unterstellen muss, dann sicherlich auch ein super Gongfu entwickelt zu haben, wenn ich es nicht sehen kann. Ich muss auch nicht jedem, den ich mal ein bisschen amateurhaft mit einem Basketball dribbeln sehe, zugute halten, er könnte in der Basketballbundesliga spielen, nur weil ich es nicht defintiv nachgeprüft habe.

    Damit sich jeder seine eigene Meinung bilden kann, schreibe ich hier, aufgrund welcher Eindrücke ich meine Meinung gebildet habe.
    Dementsprechend bitte ich Hilla und Sascha zuerst Y.O.s Gongfu anhand konkreterer Quellen zu belegen und erst danach wieder die Steine in die Hand zu nehmen, um mich dann damit zu bewerfen, und dann aber richtig. Danke.

    --
    Weiter: Es ging hier um Buchempfehlungen, und hier geht es bei der Bewertung von Literaturempfehlungen nun eben auch um die Autoren und den mutmaßlichen Horizont, der beim Schreiben der Bücher zugrunde lag.
    Ich finde, dass man in dem Bereich, den man nicht definitiv kennt oder nachgeprüft hat, durchaus auch ein bisschen spekulieren darf, wenn es dafür Anhaltspunkte gibt, insbesondere wenn man dies explizit so benennt.

    Ich finde, dass es nichts bringt, wenn man 1000 Bücher auflistet, und so tut, also wäre sicherlich jedes Buch gleich gut und der Inhalt stets gleich richtig, wichtig und korrekt, nur weil man nur 1-10 dieser Bücher tatsächlich kennt.
    Bücher, bei denen ich den begründeten Eindruck habe, dass sie nichts besonderes sind, lese ich erst gar nicht, und schon gar nicht, nur um dann mit Sicherheit zu wissen, dass sich das Lesen nicht lohnt.

    Bei welcher Buchempfehlung war denn mal eine Begründung dabei, WARUM man welches Buch lesen sollte und welches vielleicht eher nicht? (Abgesehen vom angeblichen Renommee des jeweiligen Autors)
    Geändert von nagual (24-09-2009 um 10:32 Uhr)

  7. #37
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    Ich fange gleich mal an und detailliere,
    warum man meine Empfehlung lesen sollte :
    "Von Adam Hsu "Lone sword against the cold cold sky."

    – Es werden grundlegende Prinzipien der chinesischen Kampfkünste erklärt, die oft vernachlässigt werden, wie die Ganzkörperbewegung, Seidenspultechniken (nicht nur für TJQ auch für alle anderen gong fu Stile!) und andere den chinesischen Stilen eigene Methoden.

    – Es werden die Basispositionen und wichtige Punkte dazu erklärt.

    – Es gibt einen Teil, der die "Taichi Klinik" genannt wird, indem über gängige
    Probleme beim TJQ geschrieben wird. z.B. Relaxation, Atmungstechniken, Sinken, Die Vernachlässigung der Bewegungen, die zwischen den einzelnen Posturen stattfinden und vieles andere.

    – die Kapitel sind übersichtlich und lassen sich leicht lesen. Quer lesen ist kein Problem, da sie eher wie Essays geschrieben sind.

    – Weitere Stile die neben dem TJQ behandelt werden sind, traditionelles Chang Quan, Mizong Quan, Nördliche Mantis Stile, Baji Quan, Pigua Zhang und Paqua Zhang.

    – ein weiteres Kapitel widmet sich dem Waffensparring und im besonderen dem Schwert. Erwähnen möchte ich den Teil "Warum die modernen Hiebschütze bei chinesischen Schwertern in die falsche Richtung zeigen und warum das gefährlich ist." (Achtung Polemik-Alarm )


    Was es nicht darin gibt:

    – Es gibt KEINE esoterischen Konzepte darin, selbst das Qi wird relativ rationell behandelt

    – es wird nur am Rande auf die Geschichte des TJQ eingegangen,
    es gibt allerdings einige Episoden, in denen er sich auf die Suche der Wurzeln seiner erlernten Künste begibt. Chenjiagou, Zhaobao.
    Interessant ist ebenfalls ein Kapitel über den sehr seltenen Huleija Stil, eine Variante des Chen aus einem Nachbardorf von Chenjiagou.

  8. #38
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    Zitat Zitat von Fei Long Beitrag anzeigen

    Ich finde auch "Die Kraft der inneren Kampfkünste und des Chi: Kampf- und Energietechniken im Ba Gua, Tai Chi und Hsing-I" von Bruce Frantzis auch gar nicht so schlecht (auch wenn die Meinungen da glaube ich etwas auseinander gehen) als relativ umfangreiches "Nachschlagewerk" über die inneren Stile insgesamt - auch wenn ich es erst kürzlich geschenkt bekommen haben und noch gar nicht komplett durch bin sondern immer nur mal einzelne Kapitel zu bestimmten Sachen die mich gerade interessierten.
    Ja, meine Meinung geht da zB mit Deiner sehr auseinander
    Ich habs nicht geeschafft, das ganz durchzulesen, obwohl ich mich als WuStylist angesprochen fühlen sollte: Die permanente Selbstbeweihräucherung und die sonstige Inhaltsleere waren für mich unterträglich. Aber jedem das Seine ....

  9. #39
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    Zitat Zitat von Odysseus22 Beitrag anzeigen
    Wäre vielleicht nicht schlecht, wenn jemand den Thread sticky machen würde.
    Kennt ihr gute Bücher über Yangstil und Pushhands? Danke!
    Da der Wu Stil ja auch eine Art Yang Stil ist...

    Ma Yuehliang's Buch über PH (ich glaub nur auf Englisch) ist super. Bringt aber letztlich nur was wenn man die Übungen schon mal gemacht hat, genau wie Formbücher als Erinnerungsstütze

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