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Thema: Taijiquan oder Tai Chi Kampfkunst oder nur Meditation?

  1. #46
    Muy fa Gast

    Post

    Zitat Zitat von *Wushu* Beitrag anzeigen
    Tai Chi dient nicht nur der Kampfkunst.

    Mfg

    *Wushu*
    Wie Shenming bereits sagte:
    Tai Chi IST eine Kampfkunst. Irgendwie seltsam, wie so eine KK im Westen ihren Ruf als äusserst effektive Kampfkunst so verlieren konnte. Entweder liegts an dem ganzen Wischi-waschi "Wellness-Spiritualität" Getue oder einfach an der verschiedenheit unserer und der chinesischen Kultur...

  2. #47
    *Wushu* Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Muy fa Beitrag anzeigen
    Wie Shenming bereits sagte:
    Tai Chi IST eine Kampfkunst. Irgendwie seltsam, wie so eine KK im Westen ihren Ruf als äusserst effektive Kampfkunst so verlieren konnte. Entweder liegts an dem ganzen Wischi-waschi "Wellness-Spiritualität" Getue oder einfach an der verschiedenheit unserer und der chinesischen Kultur...
    Tai Chi wurde ursprünglich als Kampfkunst entwickelt. Heute steht der gesundheitliche Aspekt der Heilgymnastik, die die Persönlichkeitsentwicklung fördert an erster Stelle.
    Tai chi ist immer noch eine kampfkunst aber nicht NUR eine kampfkunst
    Jetzt zum 5. Mal

    Mfg

    *Wushu*

  3. #48
    Muy fa Gast

    Post

    Zitat Zitat von *Wushu* Beitrag anzeigen
    Tai Chi wurde ursprünglich als Kampfkunst entwickelt. Heute steht der gesundheitliche Aspekt der Heilgymnastik, die die Persönlichkeitsentwicklung fördert an erster Stelle.
    Tai chi ist immer noch eine kampfkunst aber nicht NUR eine kampfkunst
    Jetzt zum 5. Mal

    Mfg

    *Wushu*
    Du hast ja recht. Absolut sogar.
    Leider steht die Gymnastik an erster Stelle.
    Das macht, dass die Kampfkunst, die "nur" an zweiter Stelle steht, ziemlich verwässert wird.
    ...falls Dir nicht klar war, was ich sagen wollte vorhin.

  4. #49
    *Wushu* Gast

    Talking

    Zitat Zitat von Muy fa Beitrag anzeigen
    Du hast ja recht. Absolut sogar.
    Leider steht die Gymnastik an erster Stelle.
    Das macht, dass die Kampfkunst, die "nur" an zweiter Stelle steht, ziemlich verwässert wird.
    ...falls Dir nicht klar war, was ich sagen wollte vorhin.

    Endlich einer der mich versteht
    Danke Muy fa

  5. #50
    Muy fa Gast

    Post

    Ich bin mir nicht sicher, ob wir uns so gut verstehen würden.
    Ich würde nie Tai chi machen mit so stark reduzierten kämpferischen Aspekten.
    Das ist einfach nicht die ursprüngliche Art dieses Stils. Durch solche Veränderungen schadet man halt einfach auch ganz allgemein einer Kampfkunst.

    auf die anfängliche Frage des TE hin nochmal: Tai chi IST Kampfkunst.

  6. #51
    *Wushu* Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Muy fa Beitrag anzeigen
    Ich bin mir nicht sicher, ob wir uns so gut verstehen würden.
    Ich würde nie Tai chi machen mit so stark reduzierten kämpferischen Aspekten.
    Das ist einfach nicht die ursprüngliche Art dieses Stils. Durch solche Veränderungen schadet man halt einfach auch ganz allgemein einer Kampfkunst.

    auf die anfängliche Frage des TE hin nochmal: Tai chi IST Kampfkunst.
    Ich mach tai chi nicht wegen der kampfkunst sondern weil es mir spass macht
    Die langsamen bewussten übungen des tai chi haben mich fasziniert
    Sonst mach ich ja auch noch shaolin kung fu

  7. #52
    Registrierungsdatum
    09.05.2008
    Beiträge
    655

    Standard

    Zitat Zitat von Muy fa Beitrag anzeigen
    Wie Shenming bereits sagte:
    Tai Chi IST eine Kampfkunst. Irgendwie seltsam, wie so eine KK im Westen ihren Ruf als äusserst effektive Kampfkunst so verlieren konnte. Entweder liegts an dem ganzen Wischi-waschi "Wellness-Spiritualität" Getue oder einfach an der verschiedenheit unserer und der chinesischen Kultur...
    Wäre ja schön wenn das nur so im Westen wäre, aber der Zustand des TJQ im Mutterland China ist fast ebenso erbärmlich wie im Rest der Welt.
    Nur ruhen sich da viele darauf aus, dass sie ja Chinesen sind und es deswegen quasi im Blut haben

  8. #53
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    Ich habe vor einiger Zeit für den Theorieteil meiner Duanprüfungen (und evt weiterer Schreiberei) ein paar Leute befragt, die schon ziemlich lange Taiji machen, und den Anfang der Taiji-Entwicklung in Deutschland und Europa noch (bewußt) miterlebt haben.

    Einer dieser Herren, den ich nicht namentlich nennen möchte, den aber sicherlich einige Leute hier kennen würden, berichtete mir, man habe schnell festgestellt, daß die Leute hier an Taiji als KK weniger Interesse hatten, als an Gesundheitssport, weshalb man Taiji hier bei uns deshalb vorwiegend mit Gesundheitsbetonung vorstellte und publik machte.

    Das bedeutet aber zugleich, daß es letztendlich doch an der falschen Idee des Publikums und mangelndem Interesse, Taiji als Ganzes kennenzulernen, lag, daß Taiji bei uns vor allem wegen seiner gesundheitlichen Vorzüge bekannt wurde.
    Auch wenn diese natürlich nicht abzustreiten sind.
    In China betreiben die meisten Menschen zwar uch Taiji für die Gesundheit, aber das Gesamtverständnis ist anders und Taiji wurde auch nicht so stark mit anderen spirituellen Ideen gekreuzt, wie bei uns.

    D.h., den extrem meditativen Aspekt, den wir hier oftmals wie einen roten Faden durch sämtliche Stunden zelebrieren, habe ich so in China nicht gefunden. Da wird ordentlich trainiert, die Leute müssen hellwach und geistig klar sein, bekommen deutliche Korrekturen von wegen korrekter, breiter, tiefer, mal ein bißchen anstrengen, bitte.... Gewicht deutlich verlagern uswusw. Das Ganze erinnert dort- trotz zwischenzeitlicher meditativer Zhan-Zhuang-Phasen- doch wesentlich mehr an Sport, als bei uns.
    Was nicht ausschließt, daß auch dort Formen erst mal langsam und achtsam, sehr bewußt also, eintrainiert werden, allerdings je nach Form immer wieder durchmischt auch von schnellen Durchläufen, denn auch Kraft und Schnelligkeit sind in einer Kampfkunst wichtig!

  9. #54
    Muy fa Gast

    Post

    Zitat Zitat von fei li Beitrag anzeigen
    Wäre ja schön wenn das nur so im Westen wäre, aber der Zustand des TJQ im Mutterland China ist fast ebenso erbärmlich wie im Rest der Welt.
    Nur ruhen sich da viele darauf aus, dass sie ja Chinesen sind und es deswegen quasi im Blut haben
    Warum und woher kommt mir das nur so verdammt bekannt vor, was Du sagst?

  10. #55
    Ronny Wolf Gast

    Standard

    Jetzt kauen wir das Thema Taiji und Kampfkunst zum wievielten Mal durch? Und, kommt dabei etwas Neues heraus? Nein.
    Wer mehr dazu wissen will, soll sich die gefühlten 1000000 Threads zu diesem Thema durchlesen.
    Und irgendwie warte ich noch auf den Hinweis von Hongmen, dass man Taiji als Kampfkunst (nur) bei ihm lernen kann.
    Geändert von Ronny Wolf (21-09-2011 um 11:26 Uhr)

  11. #56
    chudek Gast

    Standard

    .
    Geändert von chudek (06-11-2011 um 13:42 Uhr)

  12. #57
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    Beiträge
    19.151

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    Mir persönlich macht es überhaupt nichts aus, Taijiquan als Gesundheitsübung zu sehen. Wer möchte kann den Rest auch noch lernen, als Freizeitsport, Tradition, Freude am Ringen, aber muss man jemanden dazu zwingen ?
    "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

  13. #58
    pilger Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Mir persönlich macht es überhaupt nichts aus, Taijiquan als Gesundheitsübung zu sehen. Wer möchte kann den Rest auch noch lernen, als Freizeitsport, Tradition, Freude am Ringen, aber muss man jemanden dazu zwingen ?
    YEP!!

    Ich persönlich habe bereits seit Kindheit Kampfsport gemocht
    Na klar liegt mir da auch gerade im Tai Chi dieser (sicherlich mit ursprüngliche) Aspket sehr am Herzen.

    ABER, ..., warum nicht denen, die eben nur ein anderes Stück des Kuchens wollen (Gesundheit, Entspannung, Meditation...), weil es IHREM persönlichen Weg gerade dienlich ist, eben GENAU dieses Stück vermitteln!?
    So mach ich das in meiner kleinen privaten Gruppe auch.

    Wenn bei dem ein oder anderen dann irgendwann doch mehr Interesse besteht, WUNDERBAR.

    Wenn nicht, dann halt nicht

    Abba stimmt, diese Diskussion ist schon gefühlt mindestens EINMAL geführt worden

    Es lebe die Vielfalt, und es ist trotzdem schön, wenn man sich trotz der ganzen "Nebennutzen" dem ursprünglichen Zweck bewusst ist. Und noch besser, ihn vielleicht sogar "ein wenig" vermitteln kann

    Grüße
    Pilger

  14. #59
    Renner Gast

    Standard

    Hallo zusammen,

    letztlich wurde schon von allem etwas gesagt...
    deshalb nur ein paar Gedanken, die mir zu den unterschiedlichen Meinungen einfallen...

    Als ich vor Jahren Tai Chi, neben Wushu, zu entdecken begann war ich immer auf der Suche nach dem "richtigen" Tai Chi dem "ursprünglichen", "authentischen"...womit ich "Superkräfte" erlange
    Und alles was irgendwie anders aussah als die Großmeister gemacht haben, oder wie ich es gelernt habe, war für mich nicht richtig...
    Wichtig war aber erstmal überhaupt anzufangen.
    Wenn bei 10 Lehrer lernt, die nicht beim gleichen Lehrer oder auch Meister gelernt haben, so wird man Tai Chi aus 10 verschiedenen Blickwinkeln kennenlernen und von jedem kann man etwas lernen...von jedem Schüler kann man etwas lernen...

    Will man Tai Chi als ursprüngliche Kampfkunst erlernen so bedeutet dies richtig hartes Training (Yang) und erst später kommt mehr der Aspekt der Meditation hinzu (Yin), da Yin und Yang sich jedoch ständig wandeln und nach der Harmonie gestrebt wird, dürfte es egal sein auf welcher Seite man anfängt bloß irgendwo muss man erstmal anfangen...

    Was bringt es mir heutzutage, wenn ich den ganzen Tag unter Stress stehe mich abends nur auszupowern und abzureagieren? Sicher, für den Moment ist das Toll Adrenalin und Endorphine fließen... aber am nächsten Morgen geht alles von vorn los. In meinen Augen ist es sinniger mehr Micromanagement zu betreiben und dies beginnt immer in der Auseinandersetzung mit sich selbst und nicht mit anderen... morgens mal bewusst aufwachen und atmen, im Körper ankommen, ihn spüren und dankbar für den neuen Tag zu sein, neugierig was man heute wieder lernen darf und Gedanken sollten anfangen mit ich will nicht mit ich muss...

    Ergo, die Zeiten haben sich gewandelt, Tai Chi hat sich gewandelt, alles ist ständig in Wandlung. wenn nicht jemand Tai Chi anderen Personen auch außerhalb der "Familie" zugänglich gemacht und den Bedürfnissen angepasst hätte (z.B. Yang Chengfu) dann würde es hier keine Diskussion geben, denn niemand von uns würde auch nur etwas von Tai Chi gehört haben

    Unsere "Gegner" heute sind andere als noch vor 100 oder mehr Jahren.
    Und deshalb ist es nur logisch, dass sich Tai Chi gewandelt hat und weiterhin wandelt.

    Wie pilger schon sagte, ein Hoch auf die Vielfalt!
    Ich bin mir sicher, dass Tai Chi heute in manchen Bereichen/Aspekten sogar "effektiver" unterrichtet wird, als es damals der Fall war.

    Aber hey jedem seinen Blickwinkel und seine Meinung

    Ist Tai Chi (eigentlich ja Taijiquan)
    Kampfkunst ja
    Meditation ja
    Gesundheitsübung ja

    Alles zusammen ja!
    Je nach Blickwinkel des Lehrers und des Schülers wird eben einer dieser Aspekte hervorgehoben.

    Wie gesagt ich war früher auch ganz anderer Meinung.
    Was auffällt ist, soweit man es erkennen kann, die unterschiedlichen Meinungen scheinen oft mit dem Alter zusammenzuhängen.

    Viele Grüße
    René
    Geändert von Renner (22-09-2011 um 21:07 Uhr)

  15. #60
    fiden Gast

    Standard

    Hey,
    danke nochmal an alle und an René an diesen ausführlichen Beitrag. Mitlerweile kann ich das Probetraining kaum abwarten.
    Mir ist klar, dass ich am anfang in der 1. Stunde kaum etwas von dem "Endprodukt" sehen werde. Allerdings habe ich dort ja auch die Möglichkeit mit dem Trainer bzw. Meister zu reden und mich über seine Sichtweise bzw. Methode zu informieren.

    Also mal sehen wie Lo Man Kam Wing Chun und Wu-Stil Tai Chi und die Trainer der jeweiligen KK so sind

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