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Thema: Wettkämpfe

  1. #16
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    Zitat Zitat von Indariel Beitrag anzeigen
    Ich dachte immer im WC wird auch geschlagen und getreten? Zumindest um daran zu arbeiten und besser zu werde sind Sparring und WK mMn immer förderlich. Warum sollte etwas also durch eine Erweiterung der Möglichkeiten kastriert werden? Du kannst deine tödlichen Techniken immer noch trainieren und dich trotzdem im fairen Vergleich mit anderen messen, schließt sich gegeseitig ja nicht aus. Finde dein Argument von daher sehr Paradox.
    Solange der eigentlich Fokus des Systems nicht verloren geht, ja sicher warum nicht. Wenns die Leute interessiert.
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  2. #17
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    Zitat Zitat von ironpalm Beitrag anzeigen
    wing chun ist doch darauf ausgelegt anatomische schwachpunkte des menschlichen körpers anzugreifen,was in einem sportlichen wettstreit absolut nicht möglich ist. meiner meinung nach bleibt so die effektivität der wing chun techniken auf der strecke. wing chun wurde der legende nach von einer frau entwickelt. wie soll sich ein körperlich unterlegener mensch gegen eine überlegene person wehren ohne diese schwachstellen anzugreifen?
    Warum sollte das in einem WK nicht möglich sein? Gut du kannst niemandem in den Unterleib kicken, die Augen ausstechen oder den Kehlkopf zertrümmern, aber du kannst ihm z.B. auf den Solarplexus, den Magen, die Kinnspitze, die Schläfe, usw hauen alles Schwachpunkte des Körpers und legitime Ziele. Boxer z.B. machen das ständig

    Folglich du wirst besser im Treffen dieser Schwachpunkte und allgemein beim Treffen bei einem sich bewegenden und wehrenden Ziel und du und dein WC werden im Bereich des Kicken und Schlagens dadurch definitiv effektiver, dh. dein Auge wird besser, deine Reaktion wird besser, deine Nehmerqualitäten steigen an, usw.

    WC Techniken schließen ja auch normale Kicks und Schläge mit ein die durchaus auch so angewendet werden können. Folglich verbessere ich mich durch deren Anwendung auch wenn ich vll. den anderen nicht mit Eierkicks niederstrecke, was ich so im regulären Training ja aber auch nicht tue. Gleiches gilt für Stiche in die Augen usw.

    Zitat Zitat von Maddin.G Beitrag anzeigen
    Solange der eigentlich Fokus des Systems nicht verloren geht, ja sicher warum nicht. Wenns die Leute interessiert.
    Schaden tut es definitiv nicht, wenn ich dann halt nur für die SV oder ähnliches trainiere muss ich mir das halt auch bewusst machen.
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  3. #18
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    Zitat Zitat von Indariel Beitrag anzeigen
    Schaden tut es definitiv nicht, wenn ich dann halt nur für die SV oder ähnliches trainiere muss ich mir das halt auch bewusst machen.
    Oh es kann sehr wohl Schaden wenn durch WK ein Stil immer weiter beschnitten wird um ihn immer massentauglicher zu machen. Deswegen finde ich das was die DogBrothers machen auch um einiges attraktiver.
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  4. #19
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    Zitat Zitat von Maddin.G Beitrag anzeigen
    Oh es kann sehr wohl Schaden wenn durch WK ein Stil immer weiter beschnitten wird um ihn immer massentauglicher zu machen. Deswegen finde ich das was die DogBrothers machen auch um einiges attraktiver.
    Ich sprach ja auch nicht vom beschneiden eines Stiles um ihn irgendwie anzupassen sondern von einem Nebenherlaufen, was definitiv möglich sein sollte und was im Endeffekt niemanden schadet.

    Was sich daraus entwickelt und ob eine Verschiebung des Fokus stattfindet liegt dann in den Händen der Trainer, der Ausübenden, des Verbandes, usw. und ob das dann als Schaden angesehen werden kann ist dann ja wohl noch immer abhängig von der Zielsetzung und dem Standpunkt des Einzelnen oder der Gruppe.

    Es gibt genug Kung Fu Stile die an WKs teilnehmen ohne sich irgendwie zu beschneiden oder komplett darauf auszurichten, nur weil es WK gibt ist eine spezifische Entwicklung noch lange nicht anzunehmen.

    Es gibt hier mMn keine Richtig oder Falsch, nur unterschiedliche Erwartungen und Zielsetzungen die zu unteschiedlichen Entwicklungen führen können. Solange diese nicht auch durch eine Mehrheit in Form verschiedener pressure groups durchgesetzt werden, wird auch keine Entwicklung stattfinden und sollte diese doch stattfinden wird sie vermutlich die Mehrheit im Rücken haben. Dh. sich dorthin entwickeln wo die Meisten oder die mit dem größten Einfluss hinwollen.

    Ich habe bisher noch kein Argument gehört dass eine kategorische Ablehnung von WK sinnhaft erscheinen lässt, persönliches Interesse mal aussen vor gelassen.
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  5. #20
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    Zitat Zitat von ironpalm Beitrag anzeigen
    wing chun ist eine selbstverteidigung mit durchaus tödlichen techniken wettkämpfe würden diesen wundervollen kampstil kastrieren
    Also ich hab Wing Chun damals nicht als absoute Killerselbstverteidigung sondern einfach aus Spass trainiert. Da gehörte herzhaftes Sparring mit Mundschutz, Tiefschutz und Handschuhen (wohlgemerkt ohne Augenpieken, Knie zertrümmern etc.) für mich und viele andere einfach dazu (hatten ohnehin einige Boxer, Kickboxer etc.im Verein, denen hätte ohne Sparring wohl auch einfach was gefehlt).

    Abgesehen davon gibts *ing-*ung ja nun nicht nur Krasstechniken (die haben da bei uns im Training auch eher ne untergeordnete Rolle gespielt), sondern auch die ganze andere Palette an Techiken (Tritte, Schläge, Ellbogen, Würfe, Hebel, Feger), mit denen man sich spitzenmäßig amüsieren kann.

    Zitat Zitat von Indariel Beitrag anzeigen
    Ich dachte immer im WC wird auch geschlagen und getreten? Zumindest um daran zu arbeiten und besser zu werde sind Sparring und WK mMn immer förderlich. Warum sollte etwas also durch eine Erweiterung der Möglichkeiten kastriert werden? Du kannst deine tödlichen Techniken immer noch trainieren und dich trotzdem im fairen Vergleich mit anderen messen, schließt sich gegeseitig ja nicht aus. Finde dein Argument von daher sehr Paradox.
    Sehe ich ähnlich. Wenn ich jemandem mit nem gezielten Punch auf die Nase auszuknocken kann, wäre es sicherlich auch kein Problem, ihm im im Bedarfsfall stattdessen den Finger ins Auge zu Popeln.
    Und nen Tritt in die Familienjuwelen klappt im "Ernstfall" wohl auch nicht schlechter, nur weil der Partner im Sparring bzw. Gegner im Wettkampf eben dabei nen Tiefschutz anhat...

    Grüße, der Henne

  6. #21
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    Ich finde schon, dass es Unterschiede macht ob man SV od. WK macht.
    Im Muay Thai z.B. darf ein Amateur, der Muay Boran erlernt hat nicht an Wettkämpfen als Profi teilnehmen.
    Wenn ein Profi Thaiboxer jedoch MuayBoaran erlernen will ist dies schon gestattet. Er kann danach jedoch nicht nehr zurück in den Ring.
    Der Grund ist durchaus nachvollziehbar.

  7. #22
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    Zitat Zitat von BlackFist Beitrag anzeigen
    Ich finde schon, dass es Unterschiede macht ob man SV od. WK macht.
    Im Muay Thai z.B. darf ein Amateur, der Muay Boran erlernt hat nicht an Wettkämpfen als Profi teilnehmen.
    Wenn ein Profi Thaiboxer jedoch MuayBoaran erlernen will ist dies schon gestattet. Er kann danach jedoch nicht nehr zurück in den Ring.
    Der Grund ist durchaus nachvollziehbar.
    Hab ich ehrlich gesagt so noch nie gehört, weitergehend ist ein Amateur kein Profi und da du keine Begründung genannt hast finde ich das Ganze auch nicht nachvollziehbar.

    Natürlich macht es einen Unterschied wie ich mein Training ausrichte, jedoch schließt das eine das andere mMn nicht aus. Warum sollte es nur die reine SV und den reinen WK geben? Warum nur Schwarz und Weiß, wenn doch so viele wundervolle Graustufen möglich sind?
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  8. #23
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    Zitat Zitat von Indariel Beitrag anzeigen
    Ich sprach ja auch nicht vom beschneiden eines Stiles um ihn irgendwie anzupassen sondern von einem Nebenherlaufen, was definitiv möglich sein sollte und was im Endeffekt niemanden schadet.
    Das Risiko besteht halt, dass WK immer populärer wird und sich Wing Chun vl. immer mehr in diese Richtung entwickelt. Wohin sich das entwickeln kann sieht man im TKD, im Judo, im Shotokan. Auch wenns immer Ausnahmen geben wird.
    MMn. muss man das nicht mal riskieren weil man weiß wie man sich vergleicht ohne WKformat. Die Dog Brothers habens ja vorgemacht und ich finde diese Idee sehr gut und dem SVgedanken zuträglicher. Aber jedem das seine und WKe gibt es im Wing Chun schon, heißt IP Man Cup. Auch wenn das Niveau nicht so besonders ist.
    Was sich daraus entwickelt und ob eine Verschiebung des Fokus stattfindet liegt dann in den Händen der Trainer, der Ausübenden, des Verbandes, usw. und ob das dann als Schaden angesehen werden kann ist dann ja wohl noch immer abhängig von der Zielsetzung und dem Standpunkt des Einzelnen oder der Gruppe.
    Ich habe bisher noch kein Argument gehört dass eine kategorische Ablehnung von WK sinnhaft erscheinen lässt, persönliches Interesse mal aussen vor gelassen.
    Das es bessere Formate gibt vl?? Ich finds halt sinnlos unbedingt WK einzuführen wenn es einen ganz einfachen Weg gibt der noch besser auf den Stil zugeschnitten ist.
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  9. #24
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    Zitat Zitat von Maddin.G Beitrag anzeigen
    Das Risiko besteht halt, dass WK immer populärer wird und sich Wing Chun vl. immer mehr in diese Richtung entwickelt. Wohin sich das entwickeln kann sieht man im TKD, im Judo, im Shotokan. Auch wenns immer Ausnahmen geben wird.
    MMn. muss man das nicht mal riskieren weil man weiß wie man sich vergleicht ohne WKformat. Die Dog Brothers habens ja vorgemacht und ich finde diese Idee sehr gut und dem SVgedanken zuträglicher. Aber jedem das seine und WKe gibt es im Wing Chun schon, heißt IP Man Cup. Auch wenn das Niveau nicht so besonders ist.
    Wenn theoretisch ein großer Teil der Ausübenden dahingehend Trainieren wollten, wer bist du ihnen das abzusprechen?

    Selbst wenn die Entwicklung z.B. im TKD durch Olympia mMn immer weiter weg geht von dem wie echter Kampf aussieht, ist es für viele Leute immer noch ein tolles Hobby und hätte sich vermutlich auch nie so verbreitet und Anklang gefunden ohne den WK. Vermutlich würden wir ohne diese Verbreitung garnicht so darüber diskutieren können.

    Du kannst den Leuten nur zeigen wie etwas geht und wie du die Dinge siehst. Die eigentliche Entwicklung wird aber von der Masse und den Mächtigen getragen und wohin diese geht und wie sie zu bewerten ist kannst du nur für dich aber nicht für andere.

    Allein das du das Ganze schon als Risiko titulierst drängt mir den Gedanken einer Antipathie/Phobie vor dem WK von deiner Seite geradezu auf und lässt ganz klar darauf schließen was du von deinem Stil erwartest. Jedoch ist deine Meinung im Bezug darauf sicher nicht allgemeingültig für jedes Mitglied deiner Schule/Verbands/Stil/usw.

    Zitat Zitat von Maddin.G Beitrag anzeigen
    Das es bessere Formate gibt vl?? Ich finds halt sinnlos unbedingt WK einzuführen wenn es einen ganz einfachen Weg gibt der noch besser auf den Stil zugeschnitten ist.
    Bessere Formate für was? Für die SV? Wir reden hier von eienr KK und keinem reinem SV System. Eine KK kann viele Aspekte abdecken, die SV kann bei einigen davon am Ende auch nur ein Brauchteil sein.

    Wenn ich jetzt z.B. Kung Fu Stil XY trainiere mit Formen, Waffen, Löwentanz, usw. ist das eben kein reines SV System von demher wird die Emphase auf mehr oder weniger SV im Stil von oben Vorgegeben und von den Trainern mehr oder weniger ausgelebt. Warum sollten hier also WK unangebracht sein?

    Selbst in einem reinen SV System spricht nichts dagegen, wenn du dort vernünftiges Zeug unterichtest und Interesse und Möglichkeit bestehen, deine Jungs mal nach K-1 Regeln oder Unified Rules kämpfen zu lassen. Gegen das Angebot spricht nichts, jeder kann keiner muss und es bringt den Leuten nur Erfahrung ein. Wenn du dann immernoch den Fokus auf die reine SV im Training hast ist doch alles in Ordnung und jeder hat gewonnen. Wenn dann eben der Wunsch nach mehr WK aufkommen oder besser darauf ausgerichtetem Training aufkommen sollte musst du entweder deine Position klarmachen oder dich anpassen.

    Es gibt wie schon mehrmals erwähnt einen Haufen kleinerer Kung Fu Veranstaltungen, z.B. der von dir erwähnte IpMan Cup, der Delta Cup, der WanFu Cup und und und...

    Ein gewisses Interesse scheint also zu bestehen und das mit dem Niveau ist ja mMn verständlich da es ja keine reine WK Sache für die Stile ist sondern nebenher läuft also neben den Waffen, den Formen und was weiß ich was noch alles nicht unbedingt zielführend für einen WKler ist und trotzdem trainiert wird. Erfahrungsgewinn und das Überprüfen der eigenen Fertigkeiten und Fähigkeiten ist mMn sehr viel Wert.
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  10. #25
    Primo Gast

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    Zitat Zitat von BlackFist Beitrag anzeigen
    Im Muay Thai z.B. darf ein Amateur, der Muay Boran erlernt hat nicht an Wettkämpfen als Profi teilnehmen.
    Wenn ein Profi Thaiboxer jedoch MuayBoaran erlernen will ist dies schon gestattet. Er kann danach jedoch nicht nehr zurück in den Ring.
    Der Grund ist durchaus nachvollziehbar.

    Das ist ja interessant !



    Gruss

  11. #26
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    Zitat Zitat von Indariel Beitrag anzeigen
    Wenn theoretisch ein großer Teil der Ausübenden dahingehend Trainieren wollten, wer bist du ihnen das abzusprechen?

    Selbst wenn die Entwicklung z.B. im TKD durch Olympia mMn immer weiter weg geht von dem wie echter Kampf aussieht, ist es für viele Leute immer noch ein tolles Hobby und hätte sich vermutlich auch nie so verbreitet und Anklang gefunden ohne den WK. Vermutlich würden wir ohne diese Verbreitung garnicht so darüber diskutieren können.

    Du kannst den Leuten nur zeigen wie etwas geht und wie du die Dinge siehst. Die eigentliche Entwicklung wird aber von der Masse und den Mächtigen getragen und wohin diese geht und wie sie zu bewerten ist kannst du nur für dich aber nicht für andere.
    Da hast du recht. Ich kanns niemanden verbieten und werde ich auch nicht. Unterstützen muss ich es aber auch nicht oder mich der Massen bzw.den "Mächtigen", wer das auch immer sein soll sobald ich keinem Verband angehöre, unterordnen. Genau so kann ich meinen Weg bewerben solange ich dies tue ohne die andere Seite schlecht zu machen.
    Ich schlage sogar Kompromisse vor die mMn. beide Seiten gleich gut zufriedenstellen können.
    Ich stelle mir halt die Frage ob man noch von KK reden kann wenn man eigentlich nur noch in der eigenen Blase "kämpfen" kann und ob es noch was mit KK zu tun hat wenn man Effektivität der Massentauglichkeit opfert. Ob es in Ordnung ist um für Popularität Elemente einfach zu opfern. Solche Fragen sollten legitim sein.
    Und Ja TKD ist für viele ein schönes Hobby aber ist es in einigen Vereinen eigentlich noch KK oder eigentlich schon Bewegungskunst.
    Allein das du das Ganze schon als Risiko titulierst drängt mir den Gedanken einer Antipathie/Phobie vor dem WK von deiner Seite geradezu auf und lässt ganz klar darauf schließen was du von deinem Stil erwartest. Jedoch ist deine Meinung im Bezug darauf sicher nicht allgemeingültig für jedes Mitglied deiner Schule/Verbands/Stil/usw.
    Ich habe keine Phobie, finde WK sogar cool, schaue mir gern und MMA an. Aber den Verlust von Elementen in einem Stil sehe ich als Risiko, ja.
    Bessere Formate für was? Für die SV? Wir reden hier von eienr KK und keinem reinem SV System. Eine KK kann viele Aspekte abdecken, die SV kann bei einigen davon am Ende auch nur ein Brauchteil sein.
    Bessere Formate für den fast regellosen Vergleich und die Form die manche Linien haben.
    Wenn ich jetzt z.B. Kung Fu Stil XY trainiere mit Formen, Waffen, Löwentanz, usw. ist das eben kein reines SV System von demher wird die Emphase auf mehr oder weniger SV im Stil von oben Vorgegeben und von den Trainern mehr oder weniger ausgelebt. Warum sollten hier also WK unangebracht sein?

    Selbst in einem reinen SV System spricht nichts dagegen, wenn du dort vernünftiges Zeug unterichtest und Interesse und Möglichkeit bestehen, deine Jungs mal nach K-1 Regeln oder Unified Rules kämpfen zu lassen. Gegen das Angebot spricht nichts, jeder kann keiner muss und es bringt den Leuten nur Erfahrung ein. Wenn du dann immernoch den Fokus auf die reine SV im Training hast ist doch alles in Ordnung und jeder hat gewonnen. Wenn dann eben der Wunsch nach mehr WK aufkommen oder besser darauf ausgerichtetem Training aufkommen sollte musst du entweder deine Position klarmachen oder dich anpassen.

    Es gibt wie schon mehrmals erwähnt einen Haufen kleinerer Kung Fu Veranstaltungen, z.B. der von dir erwähnte IpMan Cup, der Delta Cup, der WanFu Cup und und und...

    Ein gewisses Interesse scheint also zu bestehen und das mit dem Niveau ist ja mMn verständlich da es ja keine reine WK Sache für die Stile ist sondern nebenher läuft also neben den Waffen, den Formen und was weiß ich was noch alles nicht unbedingt zielführend für einen WKler ist und trotzdem trainiert wird. Erfahrungsgewinn und das Überprüfen der eigenen Fertigkeiten und Fähigkeiten ist mMn sehr viel Wert.
    Ich lehne sie ja nicht kategorisch ab sondern will nur aufmerksam machen, dass der Schuss auch nach hinten losgehen kann. Das ist alles. Eine ausgeglichene Coexistenz wäre natürlich das beste nur sollte man manche Dinge nicht ignorieren und zumindest besprechen.

    Edit: Der Unterschied zu TKD und Wing Chun ist wohl noch der. TKD rückt verstärkt WK in den Vordergrund und z.B. SV wird oft vernachlässigt. Es wird aber noch damit geworben.
    Wing Chun wirbt aber weitesgehend nicht mit WK.
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  12. #27
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    Zitat Zitat von ironpalm Beitrag anzeigen
    mich interessiert wie das aussieht , ob mann noch techniken erkennt oder in einem wilden rumgekloppe ausartet
    Nun es braucht sehr viel Erfahrung bis man sich im Wettkampf erfolgreich messen kann. Wer sich streng an die eigenen Prinzipien hält und nicht aufgrund der eigenen technsichen Defizite "fremd" geht kriegt das schön hin.

    Je nach Reglement kann es ein sehr hohes Tempo entwickeln an solchen Wettkämpfen. Da könnte man schon den Eindruck von Wild haben

    Dazum kommt natürlich noch die Frage, welchen anspruch man an das "wie soll Yong Chun" aussehen in der Kampfsituation
    Da gehen die Meinungen und vorallem die Erwartungen stark auseinander...

  13. #28
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    Zitat Zitat von Yeah! Beitrag anzeigen
    Finden dann nur Wing Chun vs Wing Chun kämpfe statt?
    Oder unterrichtet ihr bei euch auch andere Kampfkünste?
    Bei uns werden keine anderen Kampfkünste unterrichtet, wir beschäftigen uns ausschliesslich mit Yong Chun.

    Bei uns "intern" sind demzufolge technsich gesehen nur Yong Chun vs. Yong Chun möglich. Da aber jeder Kämpfer" einen anderen Hintergrund mit sich bringt und wir weniger auf ein System als auf die individuellen Fähigkeiten setzen ist für uns das eher unwichtig.
    ...

  14. #29
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    Standard Veränderungen

    Na, Veränderungen sind doch notwendig und das krampfhafte Halten an Techniken oder Trainingsmethoden, die sich nicht mehr als zeitgemäß erweisen, mag für den einen oder anderen mit dem Begriff Tradition erklärbar sein...

    Ich denke, dass siche eigentlich jegliche Form der Kampfkunst und des Kampfsportes verändert hat. Egal wie es heißt, aus welchem Land es kommt und wer der Oberguru sein mag. So wie es sich heute zeigt, wird es zur "Gründungszeit" sicherlich nicht ausgesehen haben.

    Der Trainierende muss sich im Vorfeld halt im Klaren sein, wo er was bei wem trainiert.

    Ich kann Wing Chun traditionell trainieren oder eben modern mit Verteidigungskreisen, Kontakt und Schutz. Ich kann Shotokan ohne Kontakt mit Abstoppen trainieren oder eben mit Kontakt.. Oder ich wechsele zum Kyokushinkai oder mache was ganz anderes.

    Wichtig sollte doch nur sein, dass man überhaupt was macht.

    Ich kann mich noch gut an ein Seminar im TKD mit einem Großmeister erinnern, der irre viel Wert auf Tradition gelegt hat, die einfach nicht in die westliche Welt passte. Entweder mag man das oder lässt es bleiben.

    Wer modern machen will geht zu den "neuen Systemen" wie Krav Maga, BJJ oder entschließt sich für Kickboxern etc.

    Der traditionelle Typ geht dann eben zu den alten Karate oder Kung Fu Stilen..

    Die Selbstversteidigungsaspekte werden nach meiner Erfahrung insb. in den Kampfsportarten gelinde gesagt überbewertet, Legenden aufgebaut und ein Geschäft daraus gemacht.

    Was nutzt dir der Blaugurt im Shotokan oder Wing Chun wenn dir ein Typ wie der Guvner oder Kimbo Slice vor dir steht... und davon gibts da draussen einige..

    Sinniger wäre es, den Interessierten ehrlich zu informieren.. Das KK Spaß machen soll, Gemeinsinn fördern und Selbstvertrauen stärken soll. Nebenbei wird Fett verbrannt, der Körper in Bezug auf Schnelligkeit, Kondition und Koordination trainiert. Alles nur positiv zu werten, wie auch das Abbauen von Agressionen eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt.

    Aber sowas, wie in einigen Bereichen proklamiert wird. irgendwelche "Le"e"rgänge" oder Kurse, die einen in die Lage versetzen Ruck Zuck zum Tyson für die Straße zu mutieren, machen den Ruf der KK kaputt.

    Kann mich auch an ein Seminar mit C. Hauch erinnern, hörte sich recht nett aber auch etwas theoretisch an. in der Demonstration wirkte es etwas gewöhnungsbedürftig. Mag an den mir eher fremden Wing Chun Techniken gelegen haben. Etwas komisch fand ich, dass der Gute mit einem Klappmesser an der Gürtelschnalle zu einem Seminar und Prüfung auflief.

    Weiß aber auch von einem Ju Jutsu Trainer, der ganz klar sagte, dass nur durch realistisches und kontakt Training ein gewisser Effekt für die Straße mitgegeben wird. Einfaches Techniktraining ist halt Bestandteil, aber für den Ernstfall nicht ausreichend.. Hier muss mit Rollenspielen und Simulationen auch im Bereich wo es mal wehtut, gearbeitet werden.. Von hunderten Techniken die man so lerne, würde man im Ernstfall ohnehin nur eine Handvoll anwenden können und die dann noch nicht mal so, dass man eine Prüfung bestehe. Die Straße habe nichts mit eine Demonstration zu tun...

    In meiner Kampfsportzeit habe ich unterschiedlich trainiert. Am meisten Spaß hatte ich bei den formen, dann beim Leichtkontaktkämpfen und am Ende dann bei der reinen Selbstverteidigung. Im Wing Chun selber wurde mir zu viel auf die Gefährlichkeit hingwiesen.. "und das üben wir so nicht, weil wir dann ja den soundso töten würden" Klar, ich napfe im Training niemanden die Augen aus.. Trainieren der KFS mit Handschuhen beim Sparring nur auf die Brust ist aber auch keine Lösung. Denn gerade die eher "leichten" KFS können beim Gegner im Gesicht einige Verwirrung anrichten und beschädigen vielleicht nicht die Handknöchel. Anders als bei einer richtig hart geschlagenen Faust.. Ist noch so ne Sache.. Volle Lotte die Faust ins Gesicht zu prügeln.. macht dann sinn, wenn ich jahrelang als Karateka auf meine Makiwara geprügelt habe und richtig abgehärtet bin.

    Die heutigen VK Leute oder auch Boxer würden sich vermutlich die Knöchel ordentlich verletzen. Je nachdem wo sie auftreffen.. Der geflissenlichte Hobbykampfkünstler, der nen Tick zu lahm war und Mr. Glatze voll auf derselben erwischt hat, kann sich im Regelfall erst die Hand und dann den Rest eingipsen lassen :-) Da wo das migränestäbchen massiert hat.

    ich denke, Modern oder Traditionell ist einfach ne Frage des Geschmackes..

    Einen Gruß

  15. #30
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    Zitat Zitat von BlackFist Beitrag anzeigen
    Ich finde schon, dass es Unterschiede macht ob man SV od. WK macht.
    Im Muay Thai z.B. darf ein Amateur, der Muay Boran erlernt hat nicht an Wettkämpfen als Profi teilnehmen.
    Wenn ein Profi Thaiboxer jedoch MuayBoaran erlernen will ist dies schon gestattet. Er kann danach jedoch nicht nehr zurück in den Ring.
    Der Grund ist durchaus nachvollziehbar.
    Über welchen Verband reden wir den? Deine Definition von Profi? Wie soll ein Deutscher Muay Boran erlernen? Und warum zum Teufel sollte man einem Menschen der angeblich Muay Boran trainiert verbieten gegen einen Profi anzutreten?!

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