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Thema: Statistiken über Straßenkämpfe/-schlägereien etc.

  1. #46
    Joergus Gast

    Standard

    Dem kann ich allergrößtenteils zustimmen! Bravo, Herbie! :-)

    Obwohl ich dazusagen muss, dass weiter oben der sportliche Duellkampf gemeint sein muss (wäre super das zu erwähnen) und dass nach deiner obigen Definition der auch Raub zum Ritualkampf gezählt wird weil "in sozialer Interaktion beginnt oder durch Kommunikation einschließlich Habitus, Mimik und Gestik angeregt, initiiert ist." und nicht separat zu behandeln ist.

    Weil Raub ist ja auch nach einem Ritual, wie kann da Teil Ritualkampf teil Raub sein? Korrekt wäre wohl eher, dass der Raub aus einem (Gruppen)affentanz entsteht wobei beide Handlungen (Raub & AT) zum Ritualkampf bei dir und zum 3Sekundenkampf bei mri gezählt werden! ^^

  2. #47
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    @ Herbie
    Ein netter Ansatz, aber eben nur ein Ansatz der nicht einmal die Vorraussetzungen für ein Postulat erfüllt.
    Ich kann nur empfehlen darüber hinauszugehen Vermutungen über Vermutungen anzustellen von denen jemand einfach mal so ausgeht, der nicht genügend naturwissenschaftlichen Sachverstand besitzt einfachste Kausalketten zu überdenken.
    Die Würde, die in der Bewegung eines Eisberges liegt, beruht darauf, dass nur ein Achtel von ihm über dem Wasser ist.

  3. #48
    Zongeda Gast

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    Zitat Zitat von Trinculo Beitrag anzeigen
    Die Umdeutung hat längst stattgefunden, die Bedeutung von Duell hat sich längst auf bewusstes Messen im Zweikampf erweitert. Wenn man sagt, zwei Kontrahenten lieferten sich ein Duell, dann kann es sich auch um eine rhetorische Auseinandersetzung oder einen Leichtathletikwettkampf handeln. Die Bedeutung von Wörtern ändert sich eben, dafür war "fechten" früher auch waffenlos
    Das da eine Umdeutung stattgefunden hat bezweifel ich aber. Der Begriff ist immer noch in Gebrauch und wenn ich Google bemühe um mir einen flüchtigen Eindruck dieses Begriffs zu machen, komme ich zu Ergebnissen.
    Googelt man hingegen Duellkampf ... erscheint ein Link der auf das KKB verweist. Der Begriff taucht sonst nicht weiter in den anderen Suchergebnissen auf.
    Der Rest der Welt hat scheinbar noch nicht mitbekommen, dass der Begriff gerade im Begriff ist umgedeutet zu werden. ^^

    Ich schätze deine Postings, aber in diesem Fall kann ich dir leider nicht beipflichten.

    @ WT-Herb

    Schönes Posting. Auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin würde ich sagen man kann es zum näheren Eingrenzen schon so stehen lassen.
    Also wenn Herr Prof. h.c. Prof. h.c. Dr. h.c. Kernspecht wissenschaftlich an etwas arbeiten sollte, würde ich ihm empfehlen sich diesem Thema genauer zu widmen. Damit würde ihm evtl. sogar ein Durchbruch gelingen. ^^

    @Joergus

    Raub verläuft nach einem Ritual? Höre ich zum ersten mal.
    "Abziehen" würde ich als Ritual verstehen, das macht meist eine Gruppe gegenüber einzelnen um den eigenen Zusammenhalt zu stärken in dem man Stärke oder andere gewünschte Attribute in der Gruppe demonstriert.
    Die Polizei sieht das aber nicht so genau, und deswegen wird sich diesbezüglich keine Statistik finden.

    Die Fragestellung ist nicht mit den bisherigen Daten erfassbar. Dazu müsste man sich ja erst mal auf das Material einlassen das da ist.

    Und da eh davon auszugehen das man dann auch nicht weiterkommt müsste man selber eine Studie verfassen. Evtl. könnte jemand seinen Dr. in Kampfkunst in der Akademie Sofia oder in England machen. Das wäre ein wissenschaftlicher Meilenstein.

  4. #49
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    Zitat Zitat von Harpo Beitrag anzeigen
    glotzen muss nicht unbedingt stress bringen....kann auch richtig spaß machen!

  5. #50
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    Zitat von Trinculo
    Die Umdeutung hat längst stattgefunden, die Bedeutung von Duell hat sich längst auf bewusstes Messen im Zweikampf erweitert. Wenn man sagt, zwei Kontrahenten lieferten sich ein Duell, dann kann es sich auch um eine rhetorische Auseinandersetzung oder einen Leichtathletikwettkampf handeln. Die Bedeutung von Wörtern ändert sich eben, dafür war "fechten" früher auch waffenlos
    Zu den Quellen kommt später noch was (im Laufe der Woche).
    Dieser Aussage von Trinculo kann ich aber nur bei pflichten. Wobei ich mir nicht mal sicher bin ob es eine Umdeutung ist, oder auch schon immer so verwendet wurde.

  6. #51
    Zongeda Gast

    Standard

    Also den angesprochenen Punkt würde ich eher in die Stilmittel einordnen. Ein Wort im übertragenen Sinn zu nutzen ist nicht gleich eine Umdeutung.

    Natürlich kann sich das auf einen sportlichen Wettkampf beziehen wo man die Waffen mit den Techniken (sprachlich gesehen) vergleicht bzw. in einem "Rededuell" werden die Argumente sprachlich wie Waffen genutzt. Das würde aber immer noch weit von dem entfernt sein, was ich darunter verstehe wenn mir jemand eine aufs Maul hauen will. Diesen Wortsinn habe ich noch nie gehört.

  7. #52
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    Die Statistiken auf denen Aussagen bezüglich der Häufigkeit bestimmter SV Situationen (insbesondere Ritualkampf) beruhen versuche ich auch schon länger zu bekommen, bisher leider ohne Erfolg (die in div. SV Veröffentlichungen angeführte Zahl korreliert nämlich nicht mit eigenen Beobachtungen bzw. ist meines Erachtens nach zu hoch angesetzt). Aus dem gleichen Grund suche ich auch die Quelle für Aussagen nach denen die meisten Auseinandersetzungen zum Bodenkampf führen. Auch hier werden häufig Zahlen genannt die mir zu hoch erscheinen.
    In beiden Fällen kommt es mir so vor als würden subjektive Eindrücke (die durchaus auf intensiver Beobachtung basieren können) einfach in konkrete Zahlen umgewandelt, wobei die Zahlen dann noch (bewusst oder sogar unbewusst) gemäß dessen was man beweisen möchte "geschönt" werden. D.h. aus "...nach meiner Beobachtung laufen SV Situationen sehr oft so und so ab..." wird dann einfach "...in 90% der Fälle laufen SV Situationen so und so ab...".
    Generell sind solche Zahlenangaben immer dann sehr kritisch zu betrachten, wenn keinen Aussagen erfolgen auf welcher Datenbasis diese beruhen. Dies ist zumindest eine unsaubere Vorgehensweise (in einer schriftlichen Veröffentlichung), schlimmstenfalls aber sogar eine bewusste Irreführung. Grund dafür ist, dass die Aussagefähigkeit mit der Datenbasis steht und fällt. Die Datenbasis kann aber bei zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen immer nur unvollständig sein, da viele Auseinandersetzungen gar nicht erst zur Anzeige kommen und damit auch keine Erfassung stattfindet (alternativ könnten die Zahlen zwar über Umfragen gewonnen werden, dies führt aber wieder zu ganz anderen Ungenauigkeiten).
    D.h. alleine deshalb schon ist eine exakte Zahlenangabe ohne Angabe der zugrundeliegenden Datenbasis fragwürdig.

    Darüber hinaus besteht das Problem der Auswertung. Hierzu ist eine große Anzahl von Fällen basierend auf den Schilderungen der Beteiligten systematisch auszuwerten. Dabei müssen aber alle Kriterien die für eine bestimmte Einstufung (z.B. Ritualkampf) wirklich in allen Fällen zuverlässig erfasst worden sein.
    Zusätzlich stellt sich das Problem der Glaubwürdigkeit (hat der "Angreifer" z.B. wirklich provoziert oder ist dies nur eine Schutzbehauptung), sowie das klassische Zeugenproblem (jeder Zeuge beobachtet / berichtet etwas anderes).

    Statistiken die für unseren Themenbereich relevant sind, finden sie sich vor allem in der kriminologischen und forensischen Literatur und basieren i.d.R. auf Fallanalysen über einen definierten Zeitraum. Zum Thema Ritualkampf konnte ich dort aber noch nichts finden, ich bin aber auch Laie und kenne sicher nicht alle relevanten Werke. Empfehlenswert sind auf alle Fälle die Veröffentlichungen von Füllgrabe (u.a. "Psychologie der Eigensicherung", "Menschenkenntnis",Kriminalpsychologie: Täter und Opfer im Spiel des Lebens ), die einiges an interessanten Informationen für SV Lehrer liefern.

    Zum Thema scharfe Gewalt gibt es auch einige, recht aussagefähige, forensische Statistiken in "Kalter Stahl" von H. Röber (und nein, ich bekomme keine Provision). Diese dürften z.B. einige Mythen zum Thema "Messerabwehr" ziemlich schnell widerlegen.

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