Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 1 bis 15 von 84

Thema: Sportschule Prass?

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    Registrierungsdatum
    27.05.2002
    Ort
    Mönchengladbach
    Beiträge
    9.233
    Blog-Einträge
    1

    Standard Sportschule Prass?

    Hi,

    angeregt durch die Diskussionen um die Geschichte des JJ in Deutschland habe ich mich an meine JJ-Zeit erinnert. Was habe ich denn damals eigentlich trainiert: DER WEG IST DAS ZIEL - P R A S S • S C H U L E • F Ü R • F E R N Ö S T L I C H E • K A M P F K U N S T • U N D • B E W E G U N G S K U L T U R

    Kann da jemand was zu den historischen Hintergründen sagen?

    Grüße
    Christian

  2. #2
    Registrierungsdatum
    27.05.2002
    Ort
    Mönchengladbach
    Beiträge
    9.233
    Blog-Einträge
    1

    Standard

    Niemand...? Schade würde da wirklich gerne etwas drüber erfahren.

  3. #3
    Bero Gast

    Standard

    Worüber würdest du denn mehr Wissen, den inzwischen verstorbenen Herrn Prass oder über die Jiu-Jitsu das dort unterrichtet wird?

  4. #4
    Registrierungsdatum
    27.05.2002
    Ort
    Mönchengladbach
    Beiträge
    9.233
    Blog-Einträge
    1

    Standard

    Über Ludwig W. Prass, erfährt man außer aus dem einen Text so gut wie nichts - das würde mich auch interessieren. Die ein oder andere interessante Geschichte haben wir damals beim Training erzählt bekommen. Was davon Legende und was Wahrheit war...

    Ich habe von 6 - 16 in der Sportschule Prass trainiert und Herr Prass war damals immer eine beeindruckende/interessante Persönlichkeit. Ich habe dort einen großen Teil meiner Kindheit und Jugend verbracht.

    Mich würde aber vor allen Dingen interessieren "welches" Jiu Jitsu also in welcher Tradition stehendes JJ dort unterrichtet wurde/wird - kann man das von der Person des Herrn Prass überhaupt trennen?

    Grüße
    Christian

  5. #5
    Bero Gast

    Standard

    Jetzt mal völlig Wertfrei, leider lassen sich über Herrn Prass kaum valide Informationen finden.

    Vor allem wo/bei wem hat er Judo und später JiuJitsu gelernt und wer hat ihn gerade in letzterem Graduierte?

    Fehlen solche essentiellen Angaben, so sorgt das natürlich immer für ein gewisses "Geschmäkle".

    Ich bin allerdings auch zu wenig "Budo-Historiker" um da erhellend etwas beitragen zu können.

  6. #6
    Registrierungsdatum
    27.05.2002
    Ort
    Mönchengladbach
    Beiträge
    9.233
    Blog-Einträge
    1

    Standard

    Ja, wertfrei sehe ich das auch - das ist mir auch wichtig. Das ist einfach nur reines Interesse.

    Die Söhne waren früher so alle paar Jahre immer mal für lange Zeit in Japan und haben wohl am Kodokan (?) Judo trainiert. Wo sie zum Karatetraining immer waren ist mir jetzt entfallen. Nur über das JJ bzw. dessen Wurzeln erfährt man so gut wie nichts.

  7. #7
    Registrierungsdatum
    27.05.2002
    Ort
    Mönchengladbach
    Beiträge
    9.233
    Blog-Einträge
    1

    Standard

    Zitat Zitat von Bero Beitrag anzeigen
    Ich bin allerdings auch zu wenig "Budo-Historiker" um da erhellend etwas beitragen zu können.
    Ich hoffe ja auf Tom

  8. #8
    Registrierungsdatum
    27.05.2002
    Ort
    Mönchengladbach
    Beiträge
    9.233
    Blog-Einträge
    1

    Standard

    Soweit ich das beurteilen kann (ich kenne ja nur das Judo von Prass) war das Niveau sehr hoch.
    Es hat mir in meiner Jugend oft geholfen und rettet mir heute noch den ***** wenn ich mit dem Rad stürze.
    Mir geht es - wie gesagt - um reine Information.

    Gesendet von meinem moto g(6) play mit Tapatalk

  9. #9
    Registrierungsdatum
    04.01.2007
    Beiträge
    130

    Standard

    H. Klinger-Klingerstorff: Judo und Judo-Do - Die Hohe Schule des Kampfes, Wien 1951.

    Auf Seite 90 finden sich alle Registrierten Dan-Träger (mit Datum 16. Juli 1950):

    Es sind drei deutsche Danträger mit dem 1. Dan Judo-Do gelistet... einer davon ist Ludwig Prass.

    Ps. Pat O‘Neill hatte nach japanischen Unterlagen 1941 den 4. Dan. Es gab damals nur zwei Nichtjapaner mit solch einer Graduierung.

  10. #10
    Registrierungsdatum
    03.05.2016
    Ort
    NRW
    Beiträge
    2.651

    Standard

    Judo-Do ist eine Österreichische Erfindung, und eben nicht Judo.
    War H. Klinger-Klingerstorff nicht ein Schüler von Erich Rahn?

  11. #11
    Gast Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Sukoshi Beitrag anzeigen
    H. Klinger-Klingerstorff: Judo und Judo-Do - Die Hohe Schule des Kampfes, Wien 1951.

    Auf Seite 90 finden sich alle Registrierten Dan-Träger (mit Datum 16. Juli 1950):

    Es sind drei deutsche Danträger mit dem 1. Dan Judo-Do gelistet... einer davon ist Ludwig Prass.

    Ps. Pat O‘Neill hatte nach japanischen Unterlagen 1941 den 4. Dan. Es gab damals nur zwei Nichtjapaner mit solch einer Graduierung.
    ich darf darauf hinweisen, dass "judo-do" NICHT identisch ist mit "judo" ...?

    ich darf darauf hinweisen, dass "judo-do" eine eigenkreation eines österreiches namens julius fleck ist?

    ich darf daraus hinweisen, dass zur äußerst fragwürdigen seriosität dieses herrn hier im board mehrfach diskussionen geführt wurden?
    herr fleck wird u.a. so dargestellt:
    Entwicklung: Der erweiterte Weg wurde von Prof. Julius Fleck (geb. 29.6.1894 in Budapest, gest. 1.5.1967) entwickelt. Er kam nach 17-jähriger Judo-Praxis zu der Erkenntnis, dass Judo von Europäern zwar handwerklich erlernt werden kann, dass das Wesen und die Seele des Judo aber nur von einem Japaner verstanden werden kann. Sie fühlen es und tragen es in sich, ja sie leben es.

    Im Laufe der Entwicklung fanden viele, ursprünglich im Judo-Do entwickelten, Würfe auch im Judo Eingang. Daher kommt es, dass einige auch dort unetrrichtet werden und auch japanische Namen bekommen haben.

    Professor Julius Fleck wurde auch "der weiße Japaner" genannt. 1947 beendete er sein Werk, und schickte die Unterlagen an den Kodokan. Dafür bekam er den Fuji-Yama-Orden, die höchste Auszeichnung, die der Kodokan zu vergeben hat.
    https://homepage.univie.ac.at/monika...o/Judo-do1.htm



    manches ist so falsch, dass noch nicht einmal das gegenteil richtig ist ...
    ich möchte bitte nicht, dass jemand, der eine graduierung im "judo-do" hat, als beispiel für einen seriösen judoka herangezogen wird.
    danke.

    und damit bin ich auch wieder raus ...
    Geändert von Gast (23-01-2019 um 14:33 Uhr) Grund: tippfehler korrigiert

  12. #12
    Registrierungsdatum
    04.01.2007
    Beiträge
    130

    Standard

    Ja... 🤔

    OT
    J. Fleck war kein Österreicher. Er wurde in Siebenbürger (Rumänien) geboren.

    Zum Jūdō in Rumänien, Ishiguro Keishichi wurde nach eigenen Aussagen in einem Café (Café de la Rotonde, Montparnasse) von Domit Laško angesprochen, Jūdō bei der Armee in Bukarest zu unterrichten was er auch tat... auf den Weg machte er einen zwischen Stop in Dresden, bei Walter William. Das passierte 1933.

    Ob J. Fleck ebenfalls bei Ishiguro kurzzeitig unterricht nahm... ICH WEISS ES NICHT.

    Belegt ist, dass Fleck später Mitglied in der EJU war (ab 1938), genau wie Feldenkrais, Kawaishi, Koizumi, Tani, Rhi, Rhode, Schmelzeisen, Pampel, Hoppe, Tibor Vincent (Ungarn), Klimik (Wien).

    .....

    OT Off

    ————————

    Die Erwähnung das Prass sen. eine Graduierung im Judo-Do hatte sollte lediglich dazu dienen einen verweiss zu geben wie und wo er graduiert war.

    Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es genau 15 Danträger in Deutschland, von diesen wurden 12 während der Sommerschule in Frankfurt graduiert. Prass sen. war jedoch nicht dabei.

    Nachdem Krieg gab es bis 1950 lediglich die Möglichkeit bei Hanho Rhi in Zürich Dan-Prüfungen abzulegen. Hier war Prass sen. ebenfalls nicht dabei.

    ALSO BLEIBT DIE GRADUIERUNG IM JUDO-DO ... keine Graduierung in Frankfurt oder Zürich.

    ——————-

    Warum wurde das DDK nochmals gegründet?

  13. #13
    Gast Gast

    Standard

    letzte anmerkung von mir dazu:

    fleck war alles andere als seriös.
    und das, was er sich da ausgedacht hatte, war alles mögliche, aber KEIN judo.

    es spielt auch keine rolle, ob fleck nun österreicher war oder aus siebenbürgen kam. das hat mit seinem nichtvorhandenen "können" im judo nichts zu tun.

    sehr viel wichtiger finde ich die - auch von ihm selbst! - getätigten aussagen, er sei in japan als "der weiße samurai" bekannt.
    fleck war, soweit ich herausfinden konnte, nie in japan.

    fleck behauptete auch, seine erkenntnisse zum "erweiterten weg (judo-do)" 1947 nach japan an den kodokan geschickt und dafür vom kodokan mit dem "fudschi-jama-orden ausgezeichnet" worden zu sein. dieser sei "die höschste auszeichnung, die der kodokan zu vergeben" hätte.

    das ist völliger mumpitz!
    ich hatte vor jahren mal bei herrn naoki murata, den kurator des kodokan-museums, diesbezüglich nachgefagt. seine antwort lautete, ihm sei kein judoka namens julius fleck bekannt, und von einem "erweiterten weg" namens "judo-do" habe er noch nie gehört.

    mich wundert allerdings die nähe des herrn fleck zu einem epigonen des herrn rahn, nämlich zu kling-klingerstorff, nicht wirklich.
    märchenerzähler allesamt.

    der eine will bei einem japaner namens higashi trainiert haben (was zeitlich ganz unmöglich und in keiner weise nachweisbar ist), der andere will einen orden vom kodokan bekommen haben und erzählt, etliche der von ihm erfundenen wurftechniken hätten eingang ins judo gefunden und "japanische namen" erhalten ...

    und nicht zu vergessen herr prass senior, der "in russischer kriegsgefangenschaft" (obwohl er von den amerikanern gefangengenommen wurde) mit japanern "im lazarett jiu jitsu trainiert" haben will oder so ähnlich ...

    nee, echt, geht mir doch weg mit diesem ganzen mist.


    nachsatz: mein zweiter judolehrer frank thiele hat mehr als einmal berichtet, dass anfang der 60er jahre (also noch zu lebzeiten des herrn fleck) die "judo-do"-anhänger nach frankfurt zum 1. DJC gekommen seien, um ihre "fortgeschrittenere kunst" den staunenden judoka zu präsentieren.
    allerdings hätten sie nicht ein einziges mal auch nur eine einzige ihrer fortgeschrittenen "wurftechniken" anwenden können - noch nicht einmal im lockeren randori ...

    das dazu.
    sollte alles über den "wert" des "judo-do" sagen ...

    zur "technik" des "judo-do":
    https://homepage.univie.ac.at/monika...o/Judo-do1.htm

    mir gefällt ja besonders der "gefällte baum", und ich bin begeistert von der "großen schranke" (tja, wenn man den o-soto-gurma nie wirklich erlernt und verstanden hat, kommt eben so etwas dabei raus) sowie vom "gürtelwurf", den ich mit dem prädikat "besonders sinnlos" auszeichnen möchte.
    ebenfalls nominiert für diese kategorie sind der "gebrochene körper" und die "hüftrakete".

    dieser ganze mist ist also das ergebnis der erkenntnisse des herrn fleck ...
    das also ist der "erweiterte weg", in dem herr prass graduiert war.

    danke, mehr muss ich nicht wissen.


    so, nun wünsche ich euch noch 'ne fröhliche diskussion ...
    Geändert von Gast (23-01-2019 um 16:19 Uhr)

  14. #14
    Registrierungsdatum
    31.03.2018
    Ort
    Mönchengladbach
    Alter
    44
    Beiträge
    43

    Standard

    Auch wenn die Urspünge vielleicht seltsam klingen, ändert das doch nichts an den Jahrzehnten aktiven Sports, die besser belegt sind, oder?

    Als ich herausgefunden hatte, wer Rafael Ortega war, habe ich mir in den ***** gebissen, dass ich damals nicht in die Sommerschule gefahren bin und die Seminare in der Judoschule nicht alle mitgenommen habe.

    Von einer Graduierung durch Anton Geesink und Joan Obrador spreche ich mal gar nicht, gefühlt wäre das für mich wie eine Graduierung durch Carlos Gracie jun. persönlich, oder zumindest Aldo Januário de Oliveira, um in der "Familie" zu bleiben.

    Hat mich damals nur leider nicht interessiert, da hatte ich ganz andere Sorgen. Chance vertan, leider.

    Ich gehe auch mal stark davon aus, dass Norbert Prass seinen 5. und 6. Dan im Judo durch Herrn Obrador erhalten hat.

    Mir persönlich reicht das völlig aus.

    Ich bin dann auch mal wieder weg.

  15. #15
    Gast Gast

    Standard

    na ja, eins noch - weil hier ab und zu der einzige deutsche träger des 4. dan der vorkriegszeit erwähnt wurde ...
    ich denke doch, dass man einen h. lehmann nicht mit einem j. fleck vergleichen kann.
    während lehmann sich nach japan bemühte, erfand fleck eine eigene (un)art des judo ...

    zurück zu prass senior: mir ist gleichgültig, ob er geesink kannte.
    es steht fest, dass prass senior märchen erzählt hat, was seine kk-vita betrifft.
    damit reiht er sich ein in die illustre riege von rahn, fleck, wolfram werner und anderen "koryphäen" ...


Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Franko Sportschule
    Von dagukimm im Forum Off-Topic Bereich
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 16-09-2011, 20:34
  2. Technik 36 - Sportschule Köln
    Von andyconda im Forum Videoclips Grappling
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 15-07-2011, 23:46
  3. Stundenplanerweiterung Sportschule Hamburg
    Von MatzeOne im Forum Grappling
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 14-01-2010, 01:03
  4. sportschule grossmann
    Von speedy_gonzales_93 im Forum Anfängerfragen - Das Forum für Kampfkunst-Einsteiger
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 04-11-2008, 19:59
  5. Sportschule BAADEN
    Von Fight78 im Forum Offenes Kampfsportarten Forum
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 22-08-2007, 09:26

Forumregeln

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •