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Thema: Sexueller Mißbrauchsvorwurf im Kindertraining

  1. #1
    Obiwan Kenobi Gast

    Standard Sexueller Mißbrauchsvorwurf im Kindertraining

    Ein mir befreundeter KK/KS Lehrer schrieb mir dies neulich:

    und habe eine gemischt geschlechtliche Kampfkunstgruppe innerhalb unserer Institution als Freizeitangebot Jugendbereich gegründet. Anfänglich mit 6 Personen und nach und nach bis zu 35 Personen. Dabei habe ich permanent für Transparenz auch interdisziplinär gearbeitet. Die kids haben sich immer mehr vertrauensvoll geöffnet und diese Infos habe ich an die zuständigen Pädagogen weiter gegeben. Nach ca 2 Jahren bin ich angesprochen worden von der Institutionsleitung, was ich denn das letzte Mal für Übungen gemacht habe? Die habe ich erklärt.
    Habe mir nichts weiter gedacht, jedoch blieb die Frage bei mir hängen und bin dem nach gegangen, weshalb denn diese Frage kommen würde?
    Lange Rede kurzer Sinn: aus meiner Sicht völlig plötzlich und unvorhersehbar bin ich in einem Täter-Opferverfahren drin mit der Begründung ich habe mich auf eine Jugendliche gelegt, die sich UNTER mir befreien sollte und ich meinen (sexuellen) Spass dabei empfand!

    DAS hat mich betroffen gemacht. Der innere Prozess dabei ist...bemerkenswert! Nun, ich bin verheiratet habe 3 Kinder. ICH wusste, dass ich nichts dergleichen tat. Es kam nach einer Weile heraus, dass mich eine ARBEITSKOLLEGIN angezeigt hat, die mir nicht...wohlgesonnen ist und hat das an die Institutionsleitung verzapft. Das Strafverfahren wurde eingeleitet, ich wurde praktisch als Verdächtiger behandelt und ich empfand mich als hilfloses und wütendes Opfer. Nun mache ich es kurz, denn der Prozess ging einige Wochen...die Jugendliche wurde von einer Fachstelle verhört und anschliessend in einem "klärendem" Direktgespräch unter der Jugendlichen, der Institutionsleitung und mir (jedoch nicht die nette Kollegin, die mich anschwärzte) hatte sie wörtlich gesagt, dass sie das nie behauptet habe, sondern die Kollegin daraus machte!! Im Gegenteil, sie unbedingt mit und bei mir weiter trainieren wollte.....

    Du kannst dir nicht vorstellen, was das mit einem ausmacht. Die Arbeitskollegin hatte KEINERLEI Konsequenzen erhalten und ich selbst musste von der Institutionsleitung einfordern, dass sie diesen Vorwurf vor versammelter Belegschaft komplett aufklären und das Ergebnis berichten.

    Also DAS war eine wirklich heftige Situation UND ich wurde Opfer einer sehr kranken Frau.

  2. #2
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    17.02.2007
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    Kreis Steinburg
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    117

    Standard

    Moin,
    dieser Gefahr ist man,leider!! gerade im Kindertraining
    immer ausgesetzt.

    Menschen interpretieren irgendetwas und schwupp hat man
    den Salat.

    Was den geschilderten Fall angeht,zum Glück ist das für die Person
    gut ausgegangen.
    Was die anschwärzende Kollegin betrifft..
    Möglicherweise könnte hier ein Anwalt zivilrechtlich etwas erreichen?


    gruss Hai
    De Opresso Liber
    Freiheit den Unterdrückten

  3. #3
    Tuborgjugend Gast

    Standard

    ich seh dein Problem und ich seh den Kollegen da auch irgendwo als Opfer (obwohl man natürlich auch die andere Seite hören müsste) und es ist ziemlich unschön, dass dieser Kollegin keine Konsequenzen drohen.

    der Sinn dahinter, derart denunzierende Menschen straffrei ausgehen zu lassen, ist der, dass die Leute weiterhin schön alles anzeigen und keine Angst haben sollten, versehentlich jemanden fälschlicherweise zu beschuldigen (das macht ja nicht jeder/jede aus Bosheit heraus, sondern auch einige, weil sie das wirklich so interpretieren)

  4. #4
    Obiwan Kenobi Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Tuborgjugend Beitrag anzeigen
    ich seh dein Problem und ich seh den Kollegen da auch irgendwo als Opfer (obwohl man natürlich auch die andere Seite hören müsste) und es ist ziemlich unschön, dass dieser Kollegin keine Konsequenzen drohen.

    der Sinn dahinter, derart denunzierende Menschen straffrei ausgehen zu lassen, ist der, dass die Leute weiterhin schön alles anzeigen und keine Angst haben sollten, versehentlich jemanden fälschlicherweise zu beschuldigen (das macht ja nicht jeder/jede aus Bosheit heraus, sondern auch einige, weil sie das wirklich so interpretieren)
    Also immer noch der Blockwart.........

  5. #5
    Tuborgjugend Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Obiwan Kenobi Beitrag anzeigen
    Also immer noch der Blockwart.........
    so kannste das auch net sehen. Bei Kindesmissbrauch und Vergewaltigungen ist die Dunkelziffer verdammt hoch. Irgendwie muss man da Licht reinbringen.

    Dass diese eine Kollegin ein schlechter Mensch ist, der sich das beschriebene Prozedere zunutze macht (warum auch immer), steht ja ausser Frage.

    Das andere schlimme Extrem wäre halt, wenn tatsächlich ein Kind missbraucht wird und dann 100 Leute sagen "ich hab mir ja schon immer gedacht, dass der die Kinder begrabscht, aber ich hab nie was gesagt, weil ich niemanden reinreiten wollte"

  6. #6
    Shugyo Gast

    Standard

    Das Schlimme daran ist die Rufschädigung. Selbst wenn es sich als falsch herausstellt, bleibt da etwas hängen.

  7. #7
    wiesenwurz Gast

    Standard

    Hallo,

    leider hat sich heutzutage Einiges geändert. Meine Pädagogikdozentin sagte mir, ab etwa 5. Klasse solle ich keine Gespräche unter zwei Augen mit Schülerinnen führen, wo nicht irgendwelche andere Personen anwesend wird. Es gab da schon so einige Geschichten und die Leute hängen heutzutage ganz gerne männlichen Pädagogen etwas an. Schülerinnen mounten ist sicherlich einer der Dinge, die ich nicht machen würde - auch wenns zum Training gehören müsste.

    Mein Gesangslehrer im Institut fragt immer nach ob er mir hinten an den Rücken fassen darf (was man als Gesangslehrer manchmal machen muss), weil ihm da wohl auch mal was angehängt worden ist. Das habe ich bei privaten Leuten nie erlebt, dass die Fragen.


    Gruß

  8. #8
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    Standard

    Zitat Zitat von Obiwan Kenobi Beitrag anzeigen
    Ein mir befreundeter KK/KS Lehrer schrieb mir dies neulich:

    und habe eine gemischt geschlechtliche Kampfkunstgruppe innerhalb unserer Institution als Freizeitangebot Jugendbereich gegründet. Anfänglich mit 6 Personen und nach und nach bis zu 35 Personen. Dabei habe ich permanent für Transparenz auch interdisziplinär gearbeitet. Die kids haben sich immer mehr vertrauensvoll geöffnet und diese Infos habe ich an die zuständigen Pädagogen weiter gegeben. Nach ca 2 Jahren bin ich angesprochen worden von der Institutionsleitung, was ich denn das letzte Mal für Übungen gemacht habe? Die habe ich erklärt.
    Habe mir nichts weiter gedacht, jedoch blieb die Frage bei mir hängen und bin dem nach gegangen, weshalb denn diese Frage kommen würde?
    Lange Rede kurzer Sinn: aus meiner Sicht völlig plötzlich und unvorhersehbar bin ich in einem Täter-Opferverfahren drin mit der Begründung ich habe mich auf eine Jugendliche gelegt, die sich UNTER mir befreien sollte und ich meinen (sexuellen) Spass dabei empfand!

    DAS hat mich betroffen gemacht. Der innere Prozess dabei ist...bemerkenswert! Nun, ich bin verheiratet habe 3 Kinder. ICH wusste, dass ich nichts dergleichen tat. Es kam nach einer Weile heraus, dass mich eine ARBEITSKOLLEGIN angezeigt hat, die mir nicht...wohlgesonnen ist und hat das an die Institutionsleitung verzapft. Das Strafverfahren wurde eingeleitet, ich wurde praktisch als Verdächtiger behandelt und ich empfand mich als hilfloses und wütendes Opfer. Nun mache ich es kurz, denn der Prozess ging einige Wochen...die Jugendliche wurde von einer Fachstelle verhört und anschliessend in einem "klärendem" Direktgespräch unter der Jugendlichen, der Institutionsleitung und mir (jedoch nicht die nette Kollegin, die mich anschwärzte) hatte sie wörtlich gesagt, dass sie das nie behauptet habe, sondern die Kollegin daraus machte!! Im Gegenteil, sie unbedingt mit und bei mir weiter trainieren wollte.....

    Du kannst dir nicht vorstellen, was das mit einem ausmacht. Die Arbeitskollegin hatte KEINERLEI Konsequenzen erhalten und ich selbst musste von der Institutionsleitung einfordern, dass sie diesen Vorwurf vor versammelter Belegschaft komplett aufklären und das Ergebnis berichten.

    Also DAS war eine wirklich heftige Situation UND ich wurde Opfer einer sehr kranken Frau.

    Kenne solche Geschichten nur zu gut. Man wollte mich zu Schulzeiten mit derartigen Vorwürfen auch mal zum Sexualstraftäter deformieren. Auch mein Boxtrainer wurde Opfer einer solchen Intriege.
    Man mag es nicht gerne hören aber Mädchen/Frauen sind in solchen Sachen extrem hinterhältig (weil sie in einer direkten Konfrontation meist unterlegen sind greifen sie zu derartigen Mitteln) und Männer sind meist blöd genug einer Frau die vermeintliche Wehrlosigkeit und Opferrolle abzukaufen...... Man will ja immer den großen starken Beschützer spielen

    Die meisten solcher Anschuldigungen halte ich realistisch für 90% erlogen.
    Man sieht es wieder in der aktuellen Sexismus-Debatte wo einige mittelmässigen ,,Jornalistinen" wieder auf sich aufmerksam machen wollen indem sie nach Jahren ihr Schweigen brechen
    (Kannix):
    ,,Übrigens ich würde nie behaupten Selbstbeherrschung zu trainieren oder zu deeskalieren. Das Denken vielleicht die Mädels beim Aikido"

  9. #9
    Tuborgjugend Gast

    Standard

    Zitat Zitat von wiesenwurz Beitrag anzeigen
    ....

    Mein Gesangslehrer im Institut fragt immer nach ob er mir hinten an den Rücken fassen darf (was man als Gesangslehrer manchmal machen muss), weil ihm da wohl auch mal was angehängt worden ist. Das habe ich bei privaten Leuten nie erlebt, dass die Fragen.


    Gruß
    mein Krav Maga Instructor fragt bei Neulingen auch immer nach (ohne dass man ihm mal was anhängen wollte. Manche Menschen haben halt ne gewisse Komfortzone, in die niemand ungefragt eindringen darf).

    Ich finde das ganz gut, denn ich bin auch ein Mensch, der auf sinnlosen Körperkontakt mit fremden bis unsympathischen Menschen eher verzichtet

  10. #10
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    2.488

    Standard

    Ich bemühe mich beim Kinder/Jugendtraining immer um Transparenz (Räume jederzeit durch Fremde einsehbar und zugänglich; wenn möglich zweiter Trainer; Eltern können jederzeit zusehen und tun das auch).

    Ich versuche vor Kontakt nachzufragen, bei Armen/Füßen nicht unbedingt, aber bei Hüftstellungen auf jeden Fall. Egal ob Junge/Mann oder Mädchen/Frau. Vor allems weil beim Karate derartiger Kontakt nicht so "automatisch" dazu gehört wie in Grapplingsportarten. Aber bei manchen Übungen lässt sich auch etwas unkontrollierterer Körperkontakt nicht vermeiden... dafür "benutze" ich wenn möglich auch aus Gewichtsgründen in Kinder/Jugendgruppen einen der älteren/größeren männlichen Teilnehmer. Ist diskriminierend, aber da gehen meine Interessen vor ...
    Und wenn ich wirklich z.B. wegen ungerader Anzahl mittrainiere Frage ich bei "kritischen" Übungen ob derjenige die Übung mit mir machen will oder lieber in einer Dreiergruppe.
    Aber es bleibt irgendwo ein Risiko.

    Ob man in einem Fall wie dem oben beschriebenen von Verleumdung oder Übler Nachrede ausgehen kann wäre noch abzuklären. Für jemanden der das nicht kennt oder gewohnt ist sind der teilweise recht enge Körperkontakt bei manchen Übungen doch etwas befremdlich ...

  11. #11
    Kata Girl Gast

    Standard

    Zitat Zitat von John.N Beitrag anzeigen
    Die meisten solcher Anschuldigungen halte ich realistisch für 90% erlogen.
    Vorsicht mit solchen Aussagen bitte.

  12. #12
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    Standard

    Zitat Zitat von kata girl Beitrag anzeigen
    vorsicht mit solchen aussagen bitte.
    (Kannix):
    ,,Übrigens ich würde nie behaupten Selbstbeherrschung zu trainieren oder zu deeskalieren. Das Denken vielleicht die Mädels beim Aikido"

  13. #13
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    1.659

    Standard

    Na dann: Wo hast du denn diese Zahl bitte her? Dir einfach ausm ***** gezogen? Dachte ich's mir doch. Also: Vorsicht mit solchen Aussagen bitte.

  14. #14
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    Standard

    Es gibt immer Menschen, die "interpretieren" Situationen anders als sie sind. Dies erfolgt oft auf emotionalem Wege. Antipartie zum Trainer, viel in den Medien gelesen, mal was gehört von ähnlichen Fällen usw. usf. Dazu kommen oft Leute, die eventuell gerade eine "Schulung" in diesen Spektrum bekommen haben und nun "übereifrig" sind.

    Was helfen kann.

    NIE allein mit Kindern in uneinsichtige Bereichen gehen.(z.B. Toiletten, Umkleiden usw.) Wenn nötig, weitere Kinder (als Zeugen) mitnehmen, Türen auflassen usw.

    Vor/bei Anmeldung, die Eltern auf gewissen Körperkontakt hinweisen.

    Eventuell mal einen Infoabend für Eltern über dieses Thema veranstalten.

    Bei anstehendem Kontakt das Kind "vorwarnen"/ fragen.

    Bei kleineren Kinder ist dies seltener ein Problem. In der Pubertät sieht das schnell anders aus. Zum "zeigen" Co-Trainer oder "ältere" Kinder nehmen.
    (Sollte sowieso so sein, das jemand zweites vor Ort ist.)

  15. #15
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    322

    Standard

    Zitat Zitat von Kreuzkuemmel Beitrag anzeigen
    Na dann: Wo hast du denn diese Zahl bitte her? Dir einfach ausm ***** gezogen? Dachte ich's mir doch. Also: Vorsicht mit solchen Aussagen bitte.
    Keine Ahnung was Du dir so aus dem Rektum ziehst, daher brauchst du meine Antwort nicht vorweg nehmen ,,Danke".
    (Kannix):
    ,,Übrigens ich würde nie behaupten Selbstbeherrschung zu trainieren oder zu deeskalieren. Das Denken vielleicht die Mädels beim Aikido"

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