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Thema: Selbstverteidigung verstehen

  1. #31
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    Das Video ist gut, keine Frage. Zeigt es doch gut eine mögliche Strategie des Täters auf.

    MIR fehlen aber einige Dinge. Gerade wo doch die/der "Erzeuger" gerne auf Basis "des menschlichen Verhaltens" arbeiten wollen.

    Das Opfer hat schon im Vorfeld gepatzt. DAS zu verhindern sollte man lernen.
    Dann erspart man sich auch die nachfolgenden Dinge. Das angefügte Szenario ist gut und macht Spaß. Nur WUSSTEN die Akteure was kam/kommt.
    Deswegen haben auch die "Neulinge" so "gut" ausgesehen. Das Opfer eben nicht.

  2. #32
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    Hi Leute,
    vielen Dank für euer Feedback und die Kritiken bzw. (indirekten) Nachfragen. Ich antworte jedem von euch, aber ich kriegs nicht in einem Post zusammen (gerade zeitlich und auch nicht geordnet). Deswegen kommen jetzt gleich ein paar Posts von mir hintereinander.

  3. #33
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    Zitat Zitat von Björn Friedrich Beitrag anzeigen
    Ich hocke [...] Ich denke [...] ich guck [...] mein Blick [...] Ich denke mir...
    Hi Björn,
    in der Ausbildung für das Team von Herrn Blauer gibt es eine Weisung für angehende Trainer, die heißt "Zeig deinen Schülern nicht, was du kannst. Zeig ihnen, was sie können". In dem Zusammenhang ist es für 99 % aller Personen völlig egal, wie du die Sache regeln würdest, dass du unglaubliche Reflexe hast oder eine Kampfkunst beherrscht, die das zweitbeste nach einer AK ist.

    Die Menschen, die bei mir trainieren (und die du in diesem Video siehst), sind ohne Ausnahme Bedarfsträger. Ein Bedarfsträger ist jemand, der von sich aus Bedarf verspürt und anmeldet, sich einer Herausforderung besser anzupassen und das trifft sowohl für meine Soldaten und Polizisten als auch diese Bürgerklasse zu. Wenn die kein Problem hätten, das so einfach zu regeln wie du es möglicherweise kannst, dann säßen sie nicht bei mir im Kurs. Es fehlt also noch etwas und das ist der Fokus der Arbeit mit ihnen.

    Auf der anderen Seite finde ich es bemerkenswert, dass dir als langjähriger Trainer Empathie fehlt. Es ist schön und gut, wenn man seine Veranstaltungen ohne jegliche Planung nach dem Motte "Mal sehen..." abhält und in Gedankenspielen alles so reibungslos passt, aber außer in Wellness- und Wohlfühl- (z.B. Sport-) kursen ist das einfach ne Ecke zu wenig Professionalität. Deswegen muss in allen Bildungssektoren (z.B. Schulwesen, Behördenausbildung, Akademische Lehre und so) so gründlich vorbereitet und geplant werden. So, die Basis von all diesen Planungsprozessen ist der Lernende. An dem orientiert sich diese Arbeitsform und auch die Drills, die wir im Anschluss zeigen. Das meine ich mit Empathie. Ganz besonders im Bereich Gewalthandhabung geht es dann schon lange nicht mehr um "...aber wäre das nicht klüger?" und "Aber ich würde...". Es geht darum, wozu diese Menschen im Stand sind. Das ist der Startpunkt und im Sinne eines doppelten Bodens gehen wir am Anfang von Trainingsdesigns davon aus, dass ich "heute nicht der beste bin, der ich sein kann.", ein paar Cues verpasse, ein bisschen zu wenig Mut zum reagieren darauf habe, usw... Dort würde ich auch die HG Videos einordnen und wie Mr.Fister schon angedeutet hat: das war weder der Anfang noch das Ende vom Lied. Es war ein Trainingsdrill zu einem designierten Lernziel. Nicht mehr und nicht weniger. "Lösungen" kann man im Bereich der Selbstverteidigung nicht anbieten. Gedankliche Konzepte oder Lernprozesse schon. Das gedankliche Konzept ist Teil 1 des Videos (pre contact cues) und einen Auszug aus dem Lernprozess sieht man in Video 2 (BMF "ich hab den ***** nicht in der Hose zum Reagieren und kann nur die Notbremse ziehen" bzw. "ich weiß, dass Anschnallen wichtig ist, aber ich mach es nicht immer".

    Ist das mehr oder weniger einleuchtend?

  4. #34
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    Zitat Zitat von FrAgGlE Beitrag anzeigen
    Ich hatte das Video als etwas komplettes bzw. in sich geschlossenes verstanden. Problemdarstellung und evtl. Lösungsansätze. Nicht Problemdarstellung und irgendein sitzendes Szenario.

    Aber wahrscheinlich geht es nur mir so...
    Hi Joe,
    erstmal Danke für die subtilen Hinweise auf dein Personal Training und das NRW Seminar. Ich freue mich, dir hier einen Absatzmarkt zu präsentieren. Die Leser werden es zu schätzen wissen

    Grundsätzlich hast du das Video möglicherweise falsch verstanden, bzw widersprichst dir beinahe selbst. Es ist gerade keine komplette oder geschlossene Abhandlung. Du schreibst ja selber "Problemdarstellung und Lösungsansätze". Ein Ansatz ist eine Grundlage und diesbezüglich geh ich gerne darauf ein, was der Unterschied zwischen Pre Contact Cue und Pre Conflict Cue ist (wenn ich das mal auseinanderdrösen darf). Unterm Strich biete ich eine Perspektive auf ein Problem an (Tei 1) und eine Trainingsmethode für ein weiteres (Teil 2). Hier im Detail:

    Pre Conflict setzt das Entstehen eines Konflikts voraus. Pre Contact das Entstehen eines Kontaktverhältnisses. Soweit klar, ja?

    Pre Conflict wäre zum Beispiel, dass da einer oben ohne rumläuft und mir nahe kommt. Darauf könnte man reagieren, z.B. in dem man aufsteht. Das sind alles sone Sachen, die ich in das Video geschrieben habe, aber absichtlich ohne Lösungsansatz, denn wer bin ich, dass ich jemandem das Problem lösen könnte? Das muss er oder sie selbst tun (lernen bzw irgendwann können), denn es geht im Gewaltmanagement um das Herstellen einer Kompetenz und nicht das Auswendiglernen eines Sammelsurium von Lösungen, die ich jemandem beibringe. Im Ernstfall wäre das dann ja ein unglaublicher Glückstreffen, wenn dir fünf Jahre später jemand oben ohne in der U-Bahn begegnet und du hoffentich in der Stunde da warst, in der dieser Fall drangenommen wurde und jetzt außerdem über die notwendige Kaltblütigkeit verfügst, alles nach Plan abzuarbeiten. Ne?

    Pre Contact Cues war der zweite Teil des Videos und der tatsächliche Grund, warum die Jungs so "gut" ausgesehen habe. In der ECT Phase des Trainings wurde nämlich die sehr kurze und recht subtile Aufladephase eines solchen Übergriffs und jeder Menge vergleichbarer mechanisch ähnlicher Übergriffe als ne Art Blitzlichtgewitter vorgestellt. Wir nennen das Priming: eine durch Konditionierung hervorgerufene Änderung der Reizverabeitung, in diesem Fall zu einer wünschenswerteren Handlung. Auch die HG Drills waren in diesem Zusammenhang Drills und keine "ich zeig jetzt mal, wie gut die Jungs sind", denn tatsächlich wissen die im Training natürlich, was da gleich kommt. Es war einfach eine weitere Brücke hin zur übergreifenden Kompetenz. Was daran beeindruckend (für mich) ist, ist die Realistik der Kollision von zwei Personen, von denen einer ein paar Jahre Shotokan Katare gemacht hat und der andere nix. Beeindruckend. Und ganz besonders zu vielen (nicht allen) üblichen Paddy Cake SV Drills von Personen, die 8 Jahre "knallharte" Aufs-Mett-Künste hinter sich haben.

    Ich hoffe, dass das irgendwie verständlich rüberkommt.

  5. #35
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    Du interpretierst da für mich zuviel rein um Dich auf dem Markt zu profilieren. Ich verstehe auch, dass Du damit Geld verdienen möchtest. Ging uns am Anfang allen so.

    Aber oftmals ist es doch nur alter Wein aus neuen Schläuchen.

    Aber die Etikette solltest Du nicht verlieren. Hast Du gerade bei Björn und ich meine zu glauben, Du wurdest anderweitig auch schonmal gerügt.

  6. #36
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    Zitat Zitat von FrAgGlE Beitrag anzeigen
    Du interpretierst da für mich zuviel rein um Dich auf dem Markt zu profilieren. Ich verstehe auch, dass Du damit Geld verdienen möchtest. Ging uns am Anfang allen so.

    Aber oftmals ist es doch nur alter Wein aus neuen Schläuchen.

    Aber die Etikette solltest Du nicht verlieren. Hast Du gerade bei Björn und ich meine zu glauben, Du wurdest anderweitig auch schonmal gerügt.
    Wie meinst du das mit dem hineininterpretieren? Ich differenziere diese Sachen, damit ich sie adressieren kann in Trainingsformaten. Es soll den Schülern doch klar sein, was sie lernen (sollen). Transparenz, ne?

    Das mit dem Profilieren hat mir mein Dienstherr jetzt auch gesagt. Dem ist es auch nicht so lieb, dass ich so viel mache. Zum Glück muss ich ja von den Kursen nicht eben und so kann ich es mir leisten, dass nach meinen Maßstäben aufzuziehen. Wenn ich mich damit dann auf dem Markt profiliere, freut mich das, aber das Ziel bleibt nach wie vor das integre Training um jeden Preis.

    Björn, wenn ich dich beleidigt haben sollte, tut mir das Leid. Du hast ja grundsätzlich ne dicke Haut. Sollte ich mich vergriffen haben im Ton, sorry. Ich finde trotzdem, dass jemandem Empathie fehlt, wenn er alles auf seine eigenen Möglichkeiten beschränkt.

  7. #37
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    Zitat Zitat von FrAgGlE Beitrag anzeigen
    Ging uns am Anfang allen so.
    Hehehe, und immer diese kleinen Sticheleien. Also unter uns: ich finde es weiterhin beeindruckend, wo ich so rumkomme. Anfang würd ich dazu nicht sagen. Du?

  8. #38
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    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    ich verstehe das ganze nicht ...
    Hi Marc,
    kein Ding, Mann. Dafür bin ich ja da

    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    erkennung von gewaltbereiten personen wird hier proklamiert ....
    Nein, nein. Hier wird nur erklärt, dass Selbstverteidigung nicht dasselbe ist wie kämpfen und dass Gewalt in einer anderen Arena stattfindet. Dies könnte man im Training adressieren. Sieh es wie einen Vorschlag. Ich biete einen Denkanstoß an, aber zur Überzeugung zwingen will ich niemanden.

    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    und im trainings video übt man dann den angriff eines gewaltbereiten abzuwehren , weil man eine erhöhte aufmerksameit hat und mit einem angriff rechnet....... ??
    Nein, im Training bearbeitet man unter anderem eine Übung, in dem das Überstehen einer gewalttätigen Auseinandersetzung ein Baustein von vielen ist. Das ist dieser doppelte Boden. Aber es gibt noch einen drüber. Um das ein wenig abzutrennen vom Vorwort (also der CCTV Analyse), steht ja im Video dazwischen "Aber Kämpfen macht Spaß...". Die 200 Personen, die das Video über Facebook geteilt haben und die 300, die ein Like angeklickt haben, haben da kein wesentliches Problem gesehen.

    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    wenn ich denke, ich könnte dem typ unterlegen sein oder ich bin in meinen besten klamotten unterwegs und habe eine date mit einer tollen frau, dann gehe ich doch der situation ganz aus dem weg und halte abstand von dem typen und suche notfalls die nähe von anderen personen .... das ist doch die erste wahl .
    Sauber. Das sehe ich auch so. Die Sache ist die: Wenn ich nur diese erste Wahl trainieren würde, haben meine Jungs halt möglicherweise ein Problem, wenn diverse Umstände diese Wahl nicht ermöglichen. Wie schon vorher gesagt: Es geht mir gar nicht darum, dass ich den Leuten das Schönste, Beste usw. gebe, sondern eine Lernatmosphäre ermögliche, in denen sie eigene Kompetenzen herausbilden und sie nach künstlichen Erfahrungen reflektieren können. Das ist was anderes als Kampfsporttraining.

    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    oder ich strahle nach der ersten ansprache aus: wenn du mir doof kommst, dann tut dir das nicht gut
    Ich freu mich für deine Ausstrahlung. Wenn du das kannst, solltest du dir das Geld sparen, mit mir zu trainieren. Du schreckst Leute ab und das ist schön so.

    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    ich glaube aber der angegriffene scheint in diesem beispielvideo auch angetrunken zu sein und erkennt die bedrohung einfach nicht... und in einer solchen situation nützt auch keine rechtzeitige gefahrenserkennung
    Deswegen ist Alkohol auch kein (fester) Bestandteil unseres Trainings. Ab einer gewissen Menge fehlt einem eins der wesentlichsten Kapazitäten, die man in Konfrontationen mit sich haben sollte: Aufmerksamkeit und Denkvermögen. Ich freu mich, dass wir hier einer Meinung sind.

  9. #39
    mario63 Gast

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    Also meisten sind mir die Beiträge von Tobias ja etwas zu lang, ausschweifend und zu theorielastig. Aber hier muss ich mal auf ganzer Linie zustimmen:

    Zitat Zitat von Brodala Beitrag anzeigen
    "Zeig deinen Schülern nicht, was du kannst. Zeig ihnen, was sie können". In dem Zusammenhang ist es für 99 % aller Personen völlig egal, wie du die Sache regeln würdest, dass du unglaubliche Reflexe hast oder eine Kampfkunst beherrscht, die das zweitbeste nach einer AK ist.
    Das scheint mir eine Grundregel für Lehrer/Trainer zu sein, die vor allem bei der Diskussion um SV von den Kampfsportlern häufig übersehen wird.


    Zitat Zitat von Brodala Beitrag anzeigen
    Die Menschen, die bei mir trainieren (und die du in diesem Video siehst), sind ohne Ausnahme Bedarfsträger. Ein Bedarfsträger ...... Wenn die kein Problem hätten, das so einfach zu regeln wie du es möglicherweise kannst, dann säßen sie nicht bei mir im Kurs. Es fehlt also noch etwas und das ist der Fokus der Arbeit mit ihnen.
    Das ist bei uns (und ich vermute bei den meisten SV-Anbietern) genau so. Ist ja irgendwie auch logisch

    Zitat Zitat von Brodala Beitrag anzeigen
    Im Ernstfall wäre das dann ja ein unglaublicher Glückstreffen, wenn dir fünf Jahre später jemand oben ohne in der U-Bahn begegnet und du hoffentich in der Stunde da warst, in der dieser Fall drangenommen wurde und jetzt außerdem über die notwendige Kaltblütigkeit verfügst, alles nach Plan abzuarbeiten. Ne?
    Genau deswegen bin ich auch nicht wirklich ein Fan davon, solche Situationen explizit zu trainieren (kann man natürlich mal Spaßes halber machen). Wichtiger ist m.E. eine grundlegende Kompetenz, Situationen zu erkennen und das Mindset, entsprechend zu handeln.

    Apropos Mindset: Ich glaube auch nicht wirklich, dass das Opfer im Video nicht gemerkt hat, das hier was merkwürdiges vorgeht. Ich glaube eher, er hatte keine Ahnung, wie er sich verhalten soll. Und ich denke auch, dass das ein weit verbreitetes Problem ist. Die Leute erkennen häufig schon, das was im Busch sind. Aber da sie keine Erfahrungen mit solchen Situationen haben, fehlt Ihnen die Problemlösungskompetenz. Dann verfallen Sie in eine Art Schockstarre. Was übrigens evolutionstechnisch gesehen, eine sehr erfolgreiche Überlebenstrategie war (häufig sicherlich erfolgreicher, als das immer wieder zitierte "fight or flight"), aber natürlich nicht wirklich hilfreich ist, wenn einem ein Schläger gegenüber steht.

    Was wiederrum dafür spräche, das es offensichtlich doch einen Trainings-Bedarf gibt.

    Zitat Zitat von FrAgGlE Beitrag anzeigen
    Aber oftmals ist es doch nur alter Wein aus neuen Schläuchen.
    Für dich vielleicht. Es muss ja auch keiner das Rad immer wieder neu erfinden. Aber da ja immer noch reichlich Menschen Opfer von gewaltsamen Übergriffen werden, gibt es wohl einen wachsenden Bedarf an qualifiziertem SV-Training. Und da gefallen mir die Sachen von Tobias besser als viele "Technik-des-Monats-Videos" von anderen Anbietern oder oder Diskussionen hier am Board, wo die Unterschiede zwischen Anbietern damit erläutert werden, das der eine mit der vordern und der andere mit der hinteren Hand Technik X bzw. Y ausführt.


    Gruß, Mario

  10. #40
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    Hi Sven,
    danke dir für das Feedback.

    Zitat Zitat von Sven K. Beitrag anzeigen
    MIR fehlen aber einige Dinge. Gerade wo doch die/der "Erzeuger" gerne auf Basis "des menschlichen Verhaltens" arbeiten wollen.
    Ja, das will ich, der Erzeuger , wirklich.

    Zitat Zitat von Sven K. Beitrag anzeigen
    Das Opfer hat schon im Vorfeld gepatzt. DAS zu verhindern sollte man lernen.
    Genau. Das Stichwort lautet: unter anderem. Machen wir auch. Ein Video über mehr als so 3-5 Minuten guckt ja leider keiner. Du kennst ja mit Sicherheit das WT (am krassesten die Argumentation für Anti-Grappling) von früher (also früher, als man an den Sch... noch geglaubt hat ). Die haben das auch so logisch gesehen: Abwehr gegen alles: Fauststoß. Dann erspart man sich auch die nachfolgenden Dinge. Ich zitiere jetzt (hilf mal, Mr.Firster, wen nochmal??!): "Some people manage to f*ck up a wet dream.". Mit anderen Worten: Ja, das ist schon logisch, alles im Vorfeld idealtypisch zu lösen/ zu verhindern, aber ist das immer möglich? Ich behaupte "Nein" und deswegen lehre ich weiterhin eine differenzierte Problemauseinandersetzung. Finde ich gut.

    Zitat Zitat von Sven K. Beitrag anzeigen
    Nur WUSSTEN die Akteure was kam/kommt.
    Deswegen haben auch die "Neulinge" so "gut" ausgesehen. Das Opfer eben nicht.
    Ich weiß, was du meinst/ denkst. Lies bitte noch mal kurz in einen meiner vorhergen Posts rein. Da hab ich geschrieben, wie ich diese Beobachtung einschätze.

  11. #41
    thomas_k Gast

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    Zitat Zitat von FrAgGlE Beitrag anzeigen
    Ich habe ja nicht die Leistung der beiden Alltagshelden kritisiert. Die ist doch okay. Sieht bei uns unter diesen Umständen entsprechend aus. Im Personaltraining sind die Fortschritte noch schneller festzustellen.

    Ich habe das Video an sich kritisiert bzw. dessen Ende. Ich hatte das Video als etwas komplettes bzw. in sich geschlossenes verstanden. Problemdarstellung und evtl. Lösungsansätze. Nicht Problemdarstellung und irgendein sitzendes Szenario.

    Aber wahrscheinlich geht es nur mir so...
    Macht ja nix, sich die besten verstehen mal was falsch...

  12. #42
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    Zitat Zitat von Brodala Beitrag anzeigen
    Viele, viele Techniken, viele, viele Kräftigungsübungen, viel, viel Sparring und schon... trainiert man möglicherweise am Problem vorbei. Sich mit der Materie der Gewalt auseinanderzusetzen bedeutet, viele Faktoren gewalttätiger und krimineller Konfrontationen zu berücksichtigen.

    Dazu gehören beispielsweise auch die sogenannten Pre Contact Cues, ein Begriff, den Tony Blauer geprägt hat und der ein wesentlicher Baustein seines S.P.E.A.R. Systems und P.D.R. Programms ist. Pre Contact Cues kann man übersetzen mit Vor-Kontakt-Hinweisen, also solchen Verhaltensweisen, die eine Übergriffswahrscheinlichkeit ankündigen und diese Übergriffe voraussagbarer machen. Lernt man diese Hinweise wahrzunehmen und in ihrer Bedeutung einzuschätzen, ist man bereits in Aktion, wenn die eigentliche Übergriffshandlung noch gar nicht begonnen hat. Aktion ist schneller als Reaktion gilt dann nur noch bedingt. Ein echter Vorteil, oder? Dazu hab ich hier mal ein kleines Video gebastelt.

    @ brodala,
    da wo ihr mit dem training beginnt,ist es schon zu spät !
    wenn sich der typ in deine nähe setzt,hat man sofort aufzustehen und sich nicht in sitzender position auf nen übergriff vorzubereiten.das ist aus meiner sicht konditionierung 2.klasse. (zusätzlich zu euren handwerklichen fehlern,nämlich nicht schon zumindest eine hand unauffälig ans kinn zu bringen um damit den weg den zu verkürzen)
    in dem anfangsclip gibt es noch einen grossen fehler.der angreifer steht nämlich vor seeinem angriff und bevor er sich dämlicherweise selber hinsetztin einer extrem guten position für den angriff.HIER müsste der 1.verteidigungsansatz liegen.allerdings bei noch näherer betrachtung des ganzen wäre es sogar hier schon zu spät gewesen.

    WAS wäre dann das deinen schülern zu vermittelnde ?
    wenn ein typ nachts in der u-bahn mit freiem oberkörper und nem gegenstand in der hand auftaucht,wird es seeehr schnell zeit sich nen gleichmacher zu suchen (metallmülleimer,stück aus der sitzbank reissen,laptoptasche in die hand nehmen)
    wenn nichts greifbar ist den typen einfach mal vorsorglich umnieten und bis zur nächsten u-bahnstation zu fuss laufen....letzteres ist natürlich nicht ernstgemeint

    gruss1789

  13. #43
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    Zitat Zitat von Brodala Beitrag anzeigen
    Ich zitiere jetzt (hilf mal, Mr.Firster, wen nochmal??!): "Some people manage to f*ck up a wet dream.".
    der spruch ist von carl cestari.
    "Self defense, martial arts and fighting are as similar\different to each other as tennis, badminton and ping pong are." Rich Dimitri

  14. #44
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    Zitat Zitat von Brodala Beitrag anzeigen
    Hehehe, und immer diese kleinen Sticheleien. Also unter uns: ich finde es weiterhin beeindruckend, wo ich so rumkomme. Anfang würd ich dazu nicht sagen. Du?
    Ja total beeindruckend... Ich glaube ich muss jetzt täglich posten, wo ich die nächsten vier Tage unterrichte. Weiss ja sonst keiner!!!

    Und damit bin ich hier raus, da ist mir meine Zeit zu kostbar.

  15. #45
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    Zitat Zitat von 1789 Beitrag anzeigen
    @ brodala,
    da wo ihr mit dem training beginnt,ist es schon zu spät !
    wenn sich der typ in deine nähe setzt,hat man sofort aufzustehen und sich nicht in sitzender position auf nen übergriff vorzubereiten.das ist aus meiner sicht konditionierung 2.klasse.(zusätzlich zu euren handwerklichen fehlern,nämlich nicht schon zumindest eine hand unauffälig ans kinn zu bringen um damit den weg den zu verkürzen)
    dazu hat er sich eigentlich schon geäußert, denn auch hier in diesem fall heisst dass zauberwort "lernziel"...

    Zitat Zitat von Brodala
    So, die Basis von all diesen Planungsprozessen ist der Lernende. An dem orientiert sich diese Arbeitsform und auch die Drills, die wir im Anschluss zeigen. Das meine ich mit Empathie. Ganz besonders im Bereich Gewalthandhabung geht es dann schon lange nicht mehr um "...aber wäre das nicht klüger?" und "Aber ich würde...". Es geht darum, wozu diese Menschen im Stand sind. Das ist der Startpunkt und im Sinne eines doppelten Bodens gehen wir am Anfang von Trainingsdesigns davon aus, dass ich "heute nicht der beste bin, der ich sein kann.", ein paar Cues verpasse, ein bisschen zu wenig Mut zum reagieren darauf habe, usw... Dort würde ich auch die HG Videos einordnen und wie Mr.Fister schon angedeutet hat: das war weder der Anfang noch das Ende vom Lied. Es war ein Trainingsdrill zu einem designierten Lernziel. Nicht mehr und nicht weniger. "Lösungen" kann man im Bereich der Selbstverteidigung nicht anbieten. Gedankliche Konzepte oder Lernprozesse schon. Das gedankliche Konzept ist Teil 1 des Videos (pre contact cues) und einen Auszug aus dem Lernprozess sieht man in Video 2 (BMF "ich hab den ***** nicht in der Hose zum Reagieren und kann nur die Notbremse ziehen" bzw. "ich weiß, dass Anschnallen wichtig ist, aber ich mach es nicht immer".
    ... und mir persönlich ist eine derartige nicht-ideale ausgangslage, wo davon ausgegangen wird, dass der verteidiger im vorfeld massiv gepennt hat, deutlich lieber, da sie das realistischere und anspruchsvollere ausgangsszenario darstellt als die idealsituation. denn sv-situationen laufen selten ideal ab, sondern beruhen meist zwangsläufig auf fehlern des betroffenen im vorfeld.

    und sind wir doch mal ehrlich: was wäre das denn für ein video, wo zwei leute high gear anzüge anhaben und einer setzt sich neben den anderen, damit dieser dann aufsteht und geht. das wäre nicht nur grottenlangweilig, da könnte ich die üblichen verdächtigen glatt mal verstehen, die dann mit "und sowas soll ich tatsächlich trainieren?" kommen...
    "Self defense, martial arts and fighting are as similar\different to each other as tennis, badminton and ping pong are." Rich Dimitri

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