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Thema: Überleben bei Messerangriffen mit Michael Rüppel.

  1. #61
    Schwabe Gast

    Standard

    Natürlich kann man das jetzt so oder so sehen.

    Die Grundaussage aus dem Video finde ich persönlich gut!

    „Es gibt kein ultimatives Tool gegen Messerangriffe“

    Ob Krav Maga Essen dieses Kriterien jetzt auch wirklich auf sich anwendet oder doch der Meinung ist seine Tools wären doch deutlich ultimativer als andere, kann man nicht sagen.

    Die Grundaussage bleibt, es gibt keine perfekte Messerabwehr!

    Was ich auch kritisch sehe, sind die ständigen erzwungenen Entwaffnungen. Entwaffnungen ergeben sich im besten Fall, wirklich danach suchen und seinen Fokus darauf legen ergibt einige andere Schwächen.

    Zitat Zitat von Bero Beitrag anzeigen
    Im Falle eines kräftigeren "Angreifers", war das ne ganz gefährliche Kiste.
    Wenn man sich Michael, also Krav Maga Essen anschaut, weiß man auch sehr schnell warum die Techniken bei Ihm zu 99% oder höher immer funktionieren. Ganz einfach, es gibt nur wenig Menschen die deutlich kräftiger/größer sind als er.

    Wie ich schon geschrieben habe, müssen andere anders motivieren und gegebenenfalls auch eine andere Taktik fahren.

  2. #62
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    04.12.2013
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    5.597

    Standard

    Ich denke man muss hier auch differenzieren zwischen regulärem Training und eben solchen themenspezifischen Seminaren.

    Natürlich verbinden viele KM mit "Entwaffnung" und/oder haben bei Youtube was gesehen und erwarten das dann auch im Training vermittelt zu bekommen. Ob es jetzt sinnvoll ist einem Anfänger gleich beim zweiten Training eine Messerabwehr zu zeigen obwohl er noch nicht mal in der Lage wäre die sonst üblichen 90 % Angriffe ohne Waffen abzuwehren sei mal dahingestellt. (Komplett außen vor lassen muss ja auch nicht sein, den Schwerpunkt würde ich aber anders setzen.)

    Sachen wie "Messerstich zum Körper aus der Fullmount" im Training finde ich mal ganz nett so als kleine Spielerei - würde m.E. in der Praxis aber auch mit noch so viel Übung nie so klappen wie im Training.

    Wenn mir als Angreifer die durchzuführende Attacke (seitlicher Messerstich der wie ein Haken ausgeführt wird) schon unnatürlich vorkommt ohne das ich jetzt in meiner Freizeit regelmäßig Leute absteche, dann brauche ich auch nicht darauf hoffen, dass ein echter Angreifer mir den Gefallen tun wird und mich genau so attackiert. Viel wahrscheinlicher sind doch kurze Stiche zum Oberkörper oder Bauch von oben - und da sieht es dann mit dem blocken doch eher schlecht aus.

    Geht es dann in dem Szenario dann noch weiter mit der Rolle und dem anschließenden "entwaffnen" wird es noch interessanter. Schaffe ich es tatsächlich so aus der Mount rauszukommen ("Äh Moment mal, ich glaube jetzt habe ich gerade das Messer im Auge...") dann interessiert es mich doch nicht ob ich jetzt das Messer in die Finger bekomme oder nicht. Waffenführenden Arm mit Knie und Eigengewicht blockieren und dann alles was noch geht Richtung Kopf des Angreifers und nicht irgendwie an dem Arm oder der Hand mit dem Messer rumhebeln...



    Wer dagegen zu so einem Seminar geht möchte dann ja auch schon etwas mehr sehen bzw. auch die "fancy" Techniken inkl. Entwaffnung testen. Denn sonst bräuchte man das Seminar ja nicht wenn man sich hier auf das klassische "Block, Tritt, weg" beschränkt.

    Grds. sollte aber eben auch immer vermittelt werden (und das wird in dem verlinkten Ausschnitt m.E. durchaus gut getan), dass das Thema Messerabwehr eben immer eine Sache für sich ist und man sich da eben auch keinen falschen Vorstellungen hingeben darf.

    Funktionieren bestimmte Techniken gegen jemanden der mit einem Messer rumfuchtelt ohne wirklich zu wissen was er tut und ohne das er einen wirklich töten möchte? Durchaus, sofern man die Abläufe soweit automatisiert hat und im entscheidenden Moment dann auch abrufen kann.

    Wird das auch gegen jemanden funktionieren der (wie in dem Beitrag von KM Münster verlinkten Video) weiß wie er ein Messer führt und mit Vollgas und "Tötungsabsicht" auf jemanden einsticht? Wohl eher nicht. Und das ist eben ein entscheidender Aspekt den man im Hinterkopf behalten muss wenn man tatsächlich mal in die unangenehme Lage kommt im RL mit einem Messer konfrontiert zu werden.
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

  3. #63
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    Zitat Zitat von F-factory Beitrag anzeigen
    Entwaffnungen von Messer und Stock sind in meinen Augen bestenfalls ein Zusatz der aber auf keinen Fall Schwerpunkt sein sollte.
    Jap, meine Rede.

    Zitat Zitat von F-factory Beitrag anzeigen
    Deshalb habe ich mit vielen Entwaffnungstechniken die in Videos von Krav-Maga-Essen gezeigt werden ein Problem, weil der Fokus immer auf Entwaffnung steht.
    Kann ich verstehen.

    Zitat Zitat von F-factory Beitrag anzeigen
    Finden Leute ja auch cool, jedenfalls werde ich immer nach den "Entwaffnungsmöglichkeiten" gefragt.
    Anders natürlich bei Schusswaffen, bei denen eine Entwaffnung in der Nahdistanz erfolgen muss.
    Erlebe ich auch immer wieder. Aber ich treib den Leuten halt diesen "Entwaffnungsfetisch" aus

    Zitat Zitat von F-factory Beitrag anzeigen
    Wichtiger ist die Abwehr der Bedrohung und/oder nicht getroffen werden und, damit der Aggressor nicht endlos weitersticht oder -schlägt, angemessene Konter.
    Eine Kontrolle des waffenführenden Arms oder Hand ist gut, wenn aber die Kontrolle verloren wird, ist es schwachsinnig diese Kontrolle um jeden Preis wiederzuerlangen. Dies ist natürlich situationsbedingt zu sehen, z.B. wenn man auf dem Boden mit dem Aggressor landet und man eng umschlungen ist sollte man natürlich versuchen die Waffenhand zu kontrollieren, weil es wenig andere Optionen gibt um sich selbst zu schützen.
    Grundsätzlich: Ja. Das muss immer alles situativ gesehen werden und das Ziel sollte sein, dass die Leute lernen instinktiv auf sich verändernde Situationen im Kampf zu reagieren.

    Speziell: Meiner Erfahrung nach, erleichtert eine starke Kontrolle des waffenführenden Armes eben das Anbringen von Kontern. Ein Stück weit "suchen" wir die also schon.

  4. #64
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    Standard Überleben bei Messerangriffen in Dortmund


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