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Thema: motorischer und physischer Zustand von Kindern und Jugendlichen.

  1. #1
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    Standard motorischer und physischer Zustand von Kindern und Jugendlichen.

    wie ist eure sichtweise aus eurer langjährigen erfahrung als sportler oder trainer ?

    irgendwie habe ich den eindruck, dass sich dieser immer verschlechtert.

    um einen erfolgreichen sportler oder guten techniker aufzubauen muss man immer weiter unten anfangen. voraussetzungen werden weder im kindergarten noch in der schule gelegt für die körperlickeit gelegt. dort ist körperliche betätigung weit in den hintergrund gerückt und alles auf die arbeitsfähigkeit und berufsqualifizierung ausgerichtet. eine sportliche grundausbildung findet dort nicht statt und die eltern lassen die kinder in einer beschützen komfortzone aufwachsen.

  2. #2
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    Ich habe leider die gleichen Erfahrungen gemacht. Zumal wir im Verein erst ab 16 Jahren anfangen. den meisten Jugendlichen ist es anzumerken, dass sie eher unsportlich sind. Oder es kommen halt nur die unsportlichen zum Training in einen Kampfkunst-Verein.
    Mein Sohn ist auf einer "Sport-betonten" Schule - d.h. sie haben eine Stunde Sport pro Woche mehr und ab der Hälfte der Schulzeit die Möglichkeit, eine Sport-AG dazu zu wählen. Traurig...
    Frank Burczynski

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  3. #3
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Ich habe leider die gleichen Erfahrungen gemacht. Zumal wir im Verein erst ab 16 Jahren anfangen. den meisten Jugendlichen ist es anzumerken, dass sie eher unsportlich sind. Oder es kommen halt nur die unsportlichen zum Training in einen Kampfkunst-Verein.
    ich mache da ähnliche erfahrungen....jüngere kinder halten das training auch nicht lange durch, wenn man nicht einen kuschelkurs mit viel spielen fährt. da haben natürlich spielerische sportarten wie fussball ein großen vorteil......

    ich glaube, dass so in deutschland nur noch vereinzelt gute kampfsportler hervorgebracht werden. Klappen könnte es, wenn man die kinder "abholt" und nicht an andere besser aufgestellte sportarten verliert.


    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    ....einer "Sport-betonten" Schule - d.h. sie haben eine Stunde Sport pro Woche mehr und ab der Hälfte der Schulzeit die Möglichkeit, eine Sport-AG dazu zu wählen. Traurig...
    wahrscheinlich 2 mal 45. min pro woche statt 1 mal 45 min.

  4. #4
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    Meine Oma hat sehr lange Zeit (über 40 Jahre) Unterricht im Kinderturnen gegeben und betont immer wieder diese schlechte Entwicklung. Während früher fast jedes Kind so Sachen wie Purzelbaum und Kopfstand konnte fängt heute das Training mit auf einem Bein stehen oder dergleichen an. Und man glaubt es nicht, manche Kids können wirklich nicht mal eine Sekunde auf einem Bein stehen ohne umzufallen.

    Sport in Schulen wird immer mehr zur Randerscheinung. Wird Sport angeboten haben die Kids keinen Bock drauf.

    Es liegt wohl auch daran, dass wir früher um etwas zu erleben raus gegangen sind und die meisten Kids heutzutage ihre Freizeit vor Konsole und Handy verbringen.

  5. #5
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    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    die eltern lassen die kinder in einer beschützen komfortzone aufwachsen.
    Ich denke, das ist der Knackpunkt. Eltern heute haben übertrieben Angst um ihre Kinder.

    Ich frage mich, wo das in der Zukunft hinführt. Abgesehen davon, dass Deutschland dann keine guten Kampfsportler hervorbringt, was bedeutet es für die Gesellschaft, wenn alle Grobmotoriker sind?

  6. #6
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    na ja daumen und fingerbeweglichkeit sind ja vorhanden

  7. #7
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    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    na ja daumen und fingerbeweglichkeit sind ja vorhanden
    In Japan nennt man diese Kids (zumindest früher) Oyayubi-zoku. Stamm des Daumens :-)

    Die hatten das Problem nämlich bereits Anfang des Jahrtausends.

  8. #8
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    Ich sag nur Wuxi-Fingergriff.

    Aber das stimmt schon. Seit man die Computer in die Tasche stecken kann, bekommt man viele Kinder kaum noch dazu, sich freiwillig mehr als unbedingt nötig zu bewegen (außer den Fingern).

  9. #9
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    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    wie ist eure sichtweise aus eurer langjährigen erfahrung als sportler oder trainer ?

    irgendwie habe ich den eindruck, dass sich dieser immer verschlechtert.

    um einen erfolgreichen sportler oder guten techniker aufzubauen muss man immer weiter unten anfangen. voraussetzungen werden weder im kindergarten noch in der schule gelegt für die körperlickeit gelegt. dort ist körperliche betätigung weit in den hintergrund gerückt und alles auf die arbeitsfähigkeit und berufsqualifizierung ausgerichtet. eine sportliche grundausbildung findet dort nicht statt und die eltern lassen die kinder in einer beschützen komfortzone aufwachsen.
    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    ich mache da ähnliche erfahrungen....jüngere kinder halten das training auch nicht lange durch, wenn man nicht einen kuschelkurs mit viel spielen fährt. da haben natürlich spielerische sportarten wie fussball ein großen vorteil......
    Ja, das beobachte ich genauso. Und die gleichen Beobachtungen höre ich auch von Trainern im Handball und in der Leichathletik. Und immer mehr ehrenamtliche Trainer, die ich kenne, geben deshalb langsam ihre ÜL-Tätigkeit auf. Es macht ihnen einfach keinen Spaß mehr, bereits bei der Vermittlung von Grundlagen immer wieder von Neuem anzufangen.


    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    ich glaube, dass so in deutschland nur noch vereinzelt gute kampfsportler hervorgebracht werden. Klappen könnte es, wenn man die kinder "abholt" und nicht an andere besser aufgestellte sportarten verliert.
    Was genau meinst du denn mit "abholen"? Ich habe nämlich auch den Eindruck, dass es immer schwieriger wird, Kinder überhaupt zu erreichen.

  10. #10
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    dabei ist es, denke ich, doch relativ einfach:

    weg von PC, TV und Handy...jeden Tag bei jedem Wetter rausgehen...man braucht keine teuren "Sportvereine" für kleine Kinder, ein Spielplatz mit Klettergerüst oder regelmäßig im Freien und im Wald spielen, Fahrrad und andere Dinge fahren...das reicht! Leider muss man dafür Zeit haben und diese auch mit seinen Kindern verbringen...das hat halt nicht jeder.
    Frank Burczynski

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  11. #11
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    Ich würde das weniger den Schulen (oder den Kindergärten) zuschustern wollen, sondern hier sind vielmehr die Eltern das Problem welches sie 1:1 an den Nachwuchs weitergeben.

    Wenn die Kids eingeschult werden ist es häufig schon deutlich zu spät hier noch eine "Umerziehung" durch die Schule erwarten zu können (davon ab fällt das auch nicht unbedingt die Zuständigkeit der Schulen).

    Die einen (wenn auch der deutlich kleinere Teil) rennen zum für viel Geld zum Pekip Kurs, Babyschwimmen oder Kinderturnen und glauben damit den Schlüssel zur Glückseligkeit gefunden zu haben, der wesentlich größere Teil lebt den Kindern aber auch vor, dass Bewegung "überbewertet" ist.

    Es reicht eben nicht das Kind in der Karre zum Spielplatz zu schieben, zu sagen: "Dann spiel mal schön..." und den eigenen Hintern dann auf die Bank zu pflanzen und Candycrush auf dem Handy zu spielen.

    Genauso muss man nur mal beim Zoobesuch oder sonstigen Veranstaltungen schauen was die Eltern da so abziehen: Da werden 4-5 jährige die eigentlich schon gut selber laufen könnten in die Karre gesteckt (ist halt für die Eltern wesentlich stressfreier als ständig hinter dem wuselnden Nachwuchs herrennen zu müssen) und durch die Gegend kutschiert.

    Dabei erfolgt die "Prägung" bereits in den ersten 4 Lebensjahren in denen Kindern eigentlich alle einen "normalen" ausgeprägten Bewegungsdrang haben. Wird das durch die Elternteile entsprechend gefördert ist die Gefahr einen dauerhaften Stubenhocker und Konsolenzocker zu erziehen deutlich geringer, als wenn eben schon in frühen Jahren sei es aus mangelndem Willen oder sonstigen Gründen der Nachwuchs mit Medienkonsum "ruhig" gestellt wird und der Familienspaziergang am Samstag sich auf den Weg zu Eisdiele beschränkt weil der Papa ja pünktlich um 15:30 wieder zu Hause vor der Glotze sein muss um Bundesliga zu schauen.
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

  12. #12
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    Das fällt mir auch immer und immer wieder auf. Aber ich sehe auch, dass sich bei einigen die Mühe richtig lohnt.

    Wir haben einen Bub dabei, der hat fast 1,5 Jahre gebraucht um seine Arme getrennt voneinander zu bewegen (und da rechne ich noch nicht mal die Beine bei der Bewegung mit ein). Es fällt ihm wirklich sehr sehr schwer. Aber er gibt sich sehr viel Mühe und ist mit Freude bei der Sache. Es konzentriert sich wesentlich besser auf die Übungen, als seine gleichaltrigen Kollegen. Mittlerweile schaut man ihm richtig gern beim Üben zu, weil er wesentlich sauberer, bedachter und aufmerksamer vorgeht, als die anderen. Und das bei einem 7. Jährigen Er ist richtig gut geworden. - klar, irgendwas ist immer und es fällt ihm noch immer schwer neue Übungen zu koordinieren. Aber es ist alles im Rahmen.
    Man darf den Trainer, während des Trainings ruhig hassen.

  13. #13
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    Zitat Zitat von Schmendrik Beitrag anzeigen
    Was genau meinst du denn mit "abholen"? Ich habe nämlich auch den Eindruck, dass es immer schwieriger wird, Kinder überhaupt zu erreichen.
    kampfsportvereine und auch andere vereine müssen sportgebote erstellen , die kindern und jugendlichen grundlagen vermittel, um dann später sie auf die speziellen sportarten , die technisch anspruchvoll sind, zuverteilen.


    allerdings sehe ich schwarz: in kindergärten und kitas wirden zwar investiert, um die kinder "unterzubringen", aber sportangebote und dafür ausgebildetes personal gibt es nicht.


    Zitat Zitat von Schmendrik Beitrag anzeigen
    Ja, das beobachte ich genauso. Und die gleichen Beobachtungen höre ich auch von Trainern im Handball und in der Leichathletik. Und immer mehr ehrenamtliche Trainer, die ich kenne, geben deshalb langsam ihre ÜL-Tätigkeit auf. Es macht ihnen einfach keinen Spaß mehr, bereits bei der Vermittlung von Grundlagen immer wieder von Neuem anzufangen.
    das kann ich wirklich nachvollziehen, da am als ehrenamtlicher trainer auch nicht nur die versäumisse von eltern , kindergarten und schule ausbügeln möchte - und dies für ein taschengeld.

  14. #14
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    Zitat Zitat von Cillura Beitrag anzeigen
    Das fällt mir auch immer und immer wieder auf. Aber ich sehe auch, dass sich bei einigen die Mühe richtig lohnt.

    ...
    So lang sich einer anstrengt ist das ja super.
    Richtig aufreibend sind aber die Kiddies die nicht wollen, rumblödeln ist viel interessanter, jede freie sek wird genutzt sich hinzusetzen. Zuerst wird mal obligatorisch "ich kann das nicht" gesagt.
    Und sobald es bisl anstrengend wird wird abgebrochen. Die Aufmerksamkeitsspanne beträgt auch gerade mal 3sek wenns hoch kommt.
    I'm here to kick ass and chew bubblegum and I'm all out of bubblegum.

  15. #15
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    Zitat Zitat von Maddin.G Beitrag anzeigen
    So lang sich einer anstrengt ist das ja super.
    Richtig aufreibend sind aber die Kiddies die nicht wollen, rumblödeln ist viel interessanter, jede freie sek wird genutzt sich hinzusetzen. Zuerst wird mal obligatorisch "ich kann das nicht" gesagt.
    Und sobald es bisl anstrengend wird wird abgebrochen. Die Aufmerksamkeitsspanne beträgt auch gerade mal 3sek wenns hoch kommt.
    Das kenne ich irgendwo her. Aber glaub mir, es gibt paar wenige, die wirklich wollen und sich rein hängen, egal ob es ihnen schwer fällt oder nicht.
    Man darf den Trainer, während des Trainings ruhig hassen.

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