Umfrageergebnis anzeigen: Welche Geräte sollen in einem Krafttrainingsbuch für Kampfsportler enthalten sein?

Teilnehmer
58. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Körpergewicht

    53 91,38%
  • Schlingentrainer

    12 20,69%
  • Medizinball

    24 41,38%
  • Blackroll/Grid

    10 17,24%
  • Physioball

    6 10,34%
  • Hanteln

    36 62,07%
  • Kettlebell

    23 39,66%
  • Sandbag

    23 39,66%
  • Theraband

    16 27,59%
  • Ropes

    11 18,97%
  • Griffe

    12 20,69%
Multiple-Choice-Umfrage.
Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Zeige Ergebnis 16 bis 27 von 27

Thema: Neues Buch: Krafttraining für Kampfsportler

  1. #16
    Dirk.A Gast

    Standard

    Ich finde ganz besonders wichtig, dass in dem neuen Buch praktische Übungen mit dem eigenen Körpergewicht zu finden sind, weil man die fast überall durchführen kann, auch wenn man mal wenig Zeit hat.
    Viel Erfolg beim Schreiben!

  2. #17
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    Danke. Viele Übungen sind mit dem eigenen Körpergewicht. Das Buch ist schon im Handel.

  3. #18
    D.A. Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Christoph Delp Beitrag anzeigen
    Danke. Viele Übungen sind mit dem eigenen Körpergewicht. Das Buch ist schon im Handel.
    Habe soeben deinen Internetauftritt besucht und festgestellt, dass ich das Buch zu den Kickbox-Basics schon habe

    Viel Erfolg weiterhin im Sport und im Geschäft, schon Klasse, wenn man beides miteinander verbinden kann!

  4. #19
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    Zitat Zitat von D.A. Beitrag anzeigen
    Habe soeben deinen Internetauftritt besucht und festgestellt, dass ich das Buch zu den Kickbox-Basics schon habe

    Viel Erfolg weiterhin im Sport und im Geschäft, schon Klasse, wenn man beides miteinander verbinden kann!
    Danke Dir!

  5. #20
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    Ich bin gerade in Diskussion mit Verlagen zu neuen Büchern. Für Rückmeldungen, Verbesserungsvorschlägen, Kritik zu diesem Buch, oder auch zu anderen, bin ich sehr dankbar, damit ich Arbeit verbessern kann. Auch gerne als pm.

    Danke für die ganze Unterstützung im Board. Motiviert sehr bei der Arbeit.

  6. #21
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    Hallo,

    ich habe eine Anfrage zu englischer Fassung zu dem Buch "Krafttraining fuer Kampfsportler".

    Ich sage mal ganz offen, meistens ist man auf dem amerik Markt weiter und wenn das Buch dann erst in 1-2 Jahren erscheint, kann sein, dass es nicht Update ist und ein Reinfall.
    Da man mittlerweile als Autor kaum nocht etwas verdient, und sehr viel Arbeitszeit hat, wollte ich hier mal nachfragen, ob jemand Meinung zu dem Buch hat. Verbesserungsvorschlaege etc.

    Bei Interesse an Rezension, sind wieder 5 kostenfreie Exemplare verfuegbar. Bei Interesse einfach PN mit Adresse an mich.

    Bitte verzeiht, wenn ich hier mehrere Threads zu meinen Buechern habe. Hoffentlich wird das nicht zu storend als Werbung gesehen...Ich glaube nicht, dass ich wegen so einem Thread eine groessere Zahl Buechern verkaufe und hoffe, dass ist deshalb in Ordnung. Das Board hier ist eine super und angenehme Moeglichkeit sich auszutauschen und zu verbessern, sehr wichtig fuer mich als Autor. Es macht Spass...meistens :-) Wenn es zu sehr stoerrt, dann sagt es mir auch offen.

    Gruss
    Christoph

  7. #22
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    Ich würde mich gerne für die Rezension zur Verfügung stellen. PN mit Begründung habe ich geschickt, Adresse reiche ich nach sofern ich genommen werden sollte

    Beste Grüße
    Period.
    Link zu meinem Gratis-Ebook "Sei Stark!" über Krafttraining für Kampfsportler: https://archive.org/details/FlaisSeiStark1_1

  8. #23
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    Super, vielen Dank. Natuerlich sehr gerne nehme ich dein Angebot an.

    Ist zwar eher ein Einstiegsbuch und auch andere Methodik als ich bei dir gesehen habe: aber genau so eine Rezension ist super, denn wenn du mit meinem Ansatz gar nicht klar kommst, dann werden es in den USA einige auch nicht.

  9. #24
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    Ich danke für das Vertrauen und verspreche, in den Marketingaspekt in der Rezension nicht außer Acht zu lassen. Adresse kommt gleich per PN.

    PS: Wenn alles gleich wär, wärs ja langweilig Im Übrigen ist mein Buch ja auch nicht als Konkurrenzprodukt für irgendwas gedacht - es ist mehr eine Zusammenfassung vermengt mit eigener Erfahrung und vielen weiteren Lese-Empfehlungen, und es war ja auch nie zum Verkauf vorgesehen. Ich habe auch schon ein paarmal von Lesern gehört "Danke für das Buch, war echt spannend. Ich bin inzwischen mit Programm X aus Sekundärquelle Z echt glücklich geworden..."

    Beste Grüße
    Period.
    Geändert von period (16-05-2018 um 06:17 Uhr)
    Link zu meinem Gratis-Ebook "Sei Stark!" über Krafttraining für Kampfsportler: https://archive.org/details/FlaisSeiStark1_1

  10. #25
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    Danke dir.

    Dein Buch gefaellt mir gut.

    Gruss
    Christoph

  11. #26
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    Rezension / Review: Christoph Delp, Krafttraining für Kampfsportler

    Nach einigem Vorlauf und Rücksprache mit Christoph ist meine Rezension jetzt fertig. Leider nicht ganz einfach zu lesen aufgrund der Formatierung hier, aber dafür hoffentlich informativ

    Zuerst ein paar Worte zu mir, für die, die mich nicht kennen, damit man die Perspektive der Rezension vielleicht besser einordnen kann. Ich bin beruflich Akademiker (post-doc an einer größeren Uni) und erst seit etwa zehn Jahren im Kampfsport unterwegs – allerdings seit sechzehn Jahren im Leistungssport. Meine primäre Kampfsportart ist Ringen, das ich semiprofessionell als Leistungssport betreibe. Trainingslehre, Kraft und Fitness gehören für mich quasi zum Geschäft, daher befasse ich mich auch aktiv damit.

    Christoph und ich kennen uns nicht direkt, sondern haben uns nur gelegentlich “gelesen”, eben hier über das Forum. Ich kenne von ihm zwei weitere Bücher, Fitness für Kampfsportler (2013) und Muay Thai Exercises: The Ultimate Guide (2013); ich werde diese als Vergleiche mit in die Rezension einfließen lassen. Ich habe das Buch für diese Rezension kostenlos von ihm zur Verfügung gestellt bekommen, was meine Einschätzung aber nicht beeinflussen soll.

    Ich habe die Rezension beim Lesen einfach drauflosgeschrieben, ohne mich um Zeichenzahlen oder Ähnliches zu kümmern. Aufgrund besserer Übersichtlichkeit sowie der Länge habe ich das Machwerk dann in sechs Unterpunkte aufgeteilt:

    ERSTER EINDRUCK UND AUFBAU:

    Das Buch kommt vom Cover her relativ martialisch daher. Das Cover bildet meiner Meinung nach einen gewissen Kontrast zu den Inhalten, die in sehr professioneller Aufmachung daherkommen (Studiofotos, professionelle Models). Das Schema der Präsentation entspricht in etwa Men's Health, der Kampfsportbezug wird vor allem durch einige Fotos von Kampfsporttraining (soweit ich sehen kann vor allem aus dem Muay Thai Buch) hergestellt und dadurch, dass die Models gemäß Klappentext Kampfsportler sind. Ob damit der Geschmack der Zielgruppe getroffen wird, ist schwer zu sagen, für mich persönlich ist das Ganze etwas zu geschniegelt – ich mag bei Trainingsliteratur eher die Schiene Blood, Guts and Glory (siehe z.B. die Westside-Barbell Bücher), aber die Geschmäcker sind verschieden.

    Nach einem relativ knappen einführenden Teil – warum Krafttraining auch für Kampfsportler von Bedeutung ist, Grundlagen zur Trainingslehre – wird eine umfangreiche Übungsauswahl (insgesamt 80 Übungen, schwerere und leichtere Varianten z.T. im Text erwähnt) vorgestellt. Den Schwerpunkt bildet “functional training”, also heimtaugliche Trainingsmittel wie Körpergewicht und Kleingeräte (im Gegensatz zu Maschinen und Kabelzügen im Fitness-Studio). Nach meiner Zählung (Mehrfachnennungen möglich, da Varianten und Widerstand über mehrere Faktoren) sind es geordnet nach Häufigkeit:

    36 Übungen mit Widerstand primär durch Körpergewicht
    19 Übungen mit Kurzhanteln
    18 Übungen mit Medizinball
    9 Übungen mit Verwendung von Gymnastikball
    7 Übungen mit Langhantel
    6 Übungen mit Verwendung von Schlingentrainer
    5 Übungen mit Gummiband
    4 Übungen mit Stepper
    3 Übungen mit Gewichtsscheibe
    3 Übungen mit Kettlebell
    2 Übungen mit Balancepad / Therapiekreisel
    2 Übungen mit Seil
    2 Übungen mit Slidern
    1 Übungskomplex mit kleinem Ball

    Isometrische Übungen, die in den letzten Jahren eine gewisse Renaissance erleben durften, fehlen weitestgehend, Ausnahme sind die Nackenübungen (S. 57-59) und die Übung Unterschenkel-Anziehen (S. 81), die gegen Eigenwiderstand ausgeführt wird.

    Die Übungen sind primär nach Oberkörper / Rumpf / Beine geordnet und dann nach Muskelgruppen, aufgeschlüsselt, nicht nach Techniken oder Situationen, die damit trainiert werden können; dieser Aspekt wird wenn dann eher generell im Einleitungsabschnitt zu der betreffenden Körperpartie. Wenn man das Buch maximal kampfsportspezifisch schreiben möchte, wäre hier noch eine Ausbaumöglichkeit gegeben.

    Großteils werden Übungen im leichten bis mittelschweren Bereich demonstriert (was die Körpergewichtsübungen angeht auf einer Skala von 1-10 max. 5-6, gelegentlich werden schwerere Varianten – z.B. freie Handstandliegestütze – im Text erwähnt, aber ohne Anleitung). Die Übungen sind also durchwegs Zirkeltrainings-tauglich. Erschwerte Varianten einer Übung werden in der Regel durch mehr Instabilität (Gymnastikball, eine Stütze weniger etc.) erreicht, von schweren Gewichten wird generell eher abgeraten. Interessanterweise fehlen in der Übungsauflistung z.B. einarmige Liegestütze (spätestens seit Rocky und Bruce Lee doch ein Klassiker), und leider auch Nackentraining à la Thaiboxen mit über ein Seil im Mund gehaltenen Gewichten (mein Favorit seinerzeit in Fitness für Kampfsportler!). Mir ist nicht ganz klar, wie viele bzw. welche Übungen den von Christoph erwähnten Streichungen durch den Verlag zum Opfer gefallen sind.

    WAS DAS BUCH (eher) NICHT IST:
    Das Buch ist in meinen Augen keine Anleitung zum Krafttraining im Leistungs- oder gar Spitzensport, zumindest nicht als alleinige Quelle. Das heißt nicht, dass Übungen oder Prinzipien nicht im Leistungssport Anwendung finden können (die meisten Leser wären vermutlich verwundert, wie “watscheneinfach” im Spitzensport zum Teil trainiert wird – nur eben mehr, härter und einen längeren Zeitraum, als der Laie in der Regel nachvollziehen kann). Dennoch ist das Buch meines Erachtens nicht in diese Richtung ausgelegt. Es fehlen die im Leistungssport üblichen Standards, Spezialübungen, Regenerationsmaßnahmen, Anleitungen zum Erreichen der optimalen Wettkampfform etc.

    ZIELPUBLIKUM:
    Wie ein Buch ankommt, hängt ja immer auch von den Erwartungen des Lesers ab. Ich für meinen Teil mag bei Trainingsliteratur zum einen sehr breit angelegte umfangreiche “Enzyklopädien” (beispielsweise “Inifinite Intensity” von Ross Enamite oder “Specific Strength Developement for All Sports” von Louie Simmons) und sehr spezifische Bücher ganz gezielt zu einzelnen Aspekten (einzelnen Übungen oder eben spezifischen Trainingsprogrammen zu einzelnen Sportarten). So bin ich zum Beispiel überhaupt kein Fan von “Starting Strength” von Rippetoe (was allgemein als ziemlich spezifische Beschreibung der Grundübungen gilt, aber in erster Linie die vom Autor propagierte Ausführung wiedergibt), sondern präferiere einzelne spezialisierte Werke zu einzelnen Grundübungen, die wesentlich mehr in die Tiefe gehen und Varianten je nach spezifischer Physignomie aufzeigen (z.B. Monster Squats von Norman, Bankdrücken von Judd / Bisiotto, Deadlift Dynamite von Bolton etc). Mit anderen Worten, mich spricht z.B. von Christoph Delp das Buch Muay Thai Exercises vom Konzept her mehr an als das Buch Krafttraining für Kampfsportler, das eher versucht, eine größere Gruppe auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Jemand anderes mag das genau umgekehrt sehen, insbesondere wenn er oder sie mit wenig Leseaufwand einen Einblick in die Materie bekommen möchte.

    Ich würde sagen, das Buch ist durchaus Anwender-orientiert entstanden – Christoph hat etwa seinerzeit hier im Forum eine Umfrage zu den zu behandelnden Geräten gestartet. In Folge dessen ist das Buch eine Übungsanleitung, die primär für den Breiten und Hobbysportler gedacht ist. Die Übungen sind allesamt mit eingeschränktem Equipment (Anschaffungskosten in Summe ca. 250 €, aber auch praktisch ohne Investment möglich) machbar und sind für mein Empfinden nicht so spezifisch, dass jemand der nicht als Kampfsportler, sondern “wie ein Kampfsportler” trainieren möchte (und in Folge dessen keinen oder nur eingeschränkten Zugang zu den «klassischen» Trainingsmitteln wie Boxsäcken oder Mattenräumen besitzt), auch was davon hat.

    Der Schwerpunkt des Buches liegt für mein Empfinden vor allem auf der Vorstellung von verschiedenen Übungen; diese werden mit einigen grundlegenden Infos zu den Rahmenbedingungen (Programmerstellung, Ernährung, Erholung) unterfüttert, aber nicht mehr als für einen praktischen Einstieg nötig ist. Sprich, es ist etwas für jemanden, der sich maximal einige wenige Bücher oder andere Medien zu dem Thema besorgen und schnell und ohne großes Risiko gleich loslegen will. Ich würde sogar sagen, es ist insbesondere eine gute Wahl für denjenigen, der Fitness für Kampfsportler (oder ein vergleichbares Werk) schon hat und mehr Übungsvarianten sowie ein bisschen mehr Hintergrundwissen zum Bereich kraftintensiveres Training haben möchte.
    Und diese Funktion erfüllt das Buch auch sehr gut: Wer als KampfsportlerIn oder Kampfsportfan die Anleitung im Buch konsequent befolgt, wird zu 80-90% stärker und weniger verletzungsanfällig werden. Die restlichen 10-20% setzen sich zusammen aus Personen, die nicht ohne Aufsicht eines kompetenten Trainers trainieren sollten sowie aus aktiven Leistungssportlern, für die meist etwas komplexere Rahmenbedingungen beachtet werden müssen.

    In der gegenwärtigen Form scheint das Buch allerdings vor allem auf schlagende und tretende Kampfsportler ausgerichtet zu sein – zumindest kommen die Beispielfotos aus der Trainingspraxis alle von Vertretern dieser Disziplinen. Hier könnte man meines Erachtens mit wenig Aufwand eine breitere Zielgruppe ansprechen, aber mehr dazu siehe unten.

    GEFÄLLT MIR:
    Ich werde hier nur Stichpunkte erwähnen, um den Rahmen nicht komplett zu sprengen.
    - Gute Gründe (S. 11) – für das Krafttraining. Mit ledigleich einer Seite vielleicht ein bisschen knapp und für mein Empfinden etwas sehr trocken geschrieben, aber die wichtigen Punkte kommen vor.
    - Verweis auf balanciertes Training und praktische Anleitung (Satz- und Wiederholungszahlen, z.B. S. 29)
    - relativ umfangreiche Anleitung zum Erstellen und Führen eines Trainingstagebuchs (S. 129)
    - keep the goal the goal (S. 131): gerade beim Krafttraining verschieben sich die Prioritäten schnell mal von “ich will härter zuschlagen!” zu “ich will 200 Kilo auf der Bank drücken!”. Es ist gut, wenn man sich dessen bewusst ist.
    - Erklärung des grundlegenden Ablaufs von Trainingszyklen (S. 130-131)
    - Dehnübungen (138-147): sicher nicht so umfangreich wie in einschlägigen Werken, aber eine solide Basis
    - mix and match Trainingsprogramme (S. 148-154): Übungsauswahl je nach vorhandenem Equipment sowie Lust & Laune. Die Beispiele Programmerstellung sind meines Erachtens umfangreicher als bei den meisten Konkurrenzprodukten, weisen aber evtl. noch Ausbaupotential in Hinblick auf Bewältigung von Plateaus auf (Satzzahlen gleichbleibend, Wiederholungen nur im Bereich 8-20).
    - Einführung Faszienrolle (S. 160-169): kann man nutzen oder nicht, in jedem Fall etwas, was man seltener in Werken zum Thema Krafttraining findet und das somit einen Mehrwert darstellen kann
    - Kurze und knackige Ernährungsprinzipien (170-189) (auch wenn mich interessieren würde, wie genau man anhand von zwei Fingern die adäquate Nussmenge berechnen soll [S. 174] – Volumen?); ich persönlich finde die Säuren-Basen Geschichte (178-189) ein bisschen fraglich und denke nicht, dass ich bei dem zur Verfügung stehenden Raum in der Tiefe darauf eingegangen wäre (eher auf die Thematik Kalorien Input / Output, ggf. auch detaillierter auf die Kontrolle des Körpergewichtes in beide Richtungen (evtl. auch Gewicht machen), aber ok.

    VERBESSERUNGSVORSCHLÄGE:
    Vorausschicken möchte ich, dass die Länge der “Kritikpunkte” hier nicht zu sehr ins Gewicht fallen sollte. Ich mag das Buch und wünsche dem Autor auch weiterhin viel Erfolg mit seinen Werken. Ich wurde angefragt, eine kritische, aber auch produktive Rezension zu schreiben, und gerade als Autor ist es meiner Erfahrung nach vor allem wichtig zu hören, wo denn der Wunsch nach mehr dagewesen wäre.

    Ich gehe hier mal davon aus, dass man die Grundidee des Buches beibehalten möchte und nicht was großartig Anderes daraus machen will (das wäre dann eher ein Änderungsvorschlag...). Sprich, es geht darum, wie man meiner Meinung nach das vorliegende Buch mit vertretbarem Aufwand noch attraktiver gestalten möchte.

    Von dieser Prämisse ausgehend würde ich sagen, dass das Buch in der gegenwärtigen Aufmachung schon rein optisch ziemlich auf den schlagenden und tretenden Kampfsportler ausgerichtet ist – nicht auf Grappler, die ja eine nach wie vor im Wachstum begriffene Gruppe unter den Kampfsportlern darstellen. Weibliche Models sieht man auch nicht, was mich jetzt nicht stören würde (ich finde nicht, dass das Geschlecht der / des Ausführenden eine Rolle spielen sollte, wenn er / sie die Übung richtig und verständlich demonstriert), ich erwähne es aber, weil es im Marketing durchaus ein Faktor sein kann. Eine buntere Mischung wäre m.E.
    mit relativ geringem Aufwand machbar, was insbsondere international vielleicht relevant sein könnte.

    Am Konzept fand ich zwei Dinge etwas schwer eingängig: einerseits heißt das Buch Krafttraining für Kampfsportler, andererseits wird nach den Programm-Vorschlägen (S. 131-135) mit Belastungen von 30-60 oder gar 90 Sekunden pro Übung respektive mit 8-20 Wiederholungen trainiert, was eigentlich klassischerweise der Hypertrophiebereich bis Kraftausdauerbereich wäre, definitiv nicht der Maximalkraftbereich, und da kommt man dann m.E. wieder eher in die Abteilung “Fitness” als dezidiert in den Bereich “Krafttraining”. Ich finde das jetzt nicht per se grundlegend falsch, schon gar nicht bei Krafttrainings-Einsteigern, aber wenn man dem Konzept treu bleiben will, sollte man vielleicht auf diesen Aspekt eingehen. Es gibt zwar gelegentlich Hinweise in die Richtung (z.B. S. 131: “Ziel des Krafttrainings ist es, einen für den Kampfsport leistungsfähigen Körper zu erzielen; hingegen nicht, möglichst intensive Kraftleistungen kurzfristig zu erbringen, die den Körper zusätzlich belasten, und somit eine Verletzung zu riskieren.”). Ich persönlich finde das ein bisschen zu pauschal formuliert und würde zumindest differenzieren, in etwa so: “Für den Hobby- und Breitensportler erscheinen die hier vorgestellten Übungen und Varianten am zielführendsten, da sie einen Kraftzuwachs bei gleichzeitig sehr geringem Verletzungsrisiko ermöglichen und zugleich Koordination und Gelenksstabilität fördern. Dies ermöglicht es, im Kampfsport ein höheres Leistungsniveau zu erreichen. Es sei darauf hingewiesen, dass im Spitzensport-Bereich diverse Trainingsphilosophien (Powerlifting, Olympisches Gewichtheben, Leistungsturnen etc.) angewandt werden, um höchstmögliche Leistungen zu erbringen; diese Trainingsansätze sind jedoch nur unter fachkundiger Aufsicht bzw. mit umfassender Vorbereitung produktiv möglich und gehen so an der Zielsetzung der hier vorgestellten Programme vorbei.”

    Am schwierigsten fand ich ehrlich gesagt das Konzept mit den drei Schwierigkeitslevels der Übungen. Wer das nicht kennt: Übungen werden auf einer Skala nach Schwierigkeit eingeteilt, ein Ansatz, der spätestens in den 1930ern im Turnen aufgekommen ist; Convict Conditioning von Paul Wade hat das Konzept vor ca. zehn Jahren meines Wissens erstmals auf dem reinen Fitness-Markt umgesetzt, mit zehn Levels pro Grundübung. You Are Your Own Gym von Mark Lauren arbeitet, soweit ich das in Erinnerung habe, inzwischen mit drei Levels. Ich kannte das Konzept also schon, und finde es auch nicht verkehrt; schwieriger wird es meines
    Erachtens eher dadurch, dass JEDE Übung eine solche Skala erhält, Gewichtsübungen, Medizinball-, Theraband- und Eigengewichtsübungen gleichermaßen so beurteilt werden. Ich habe ehrlich gesagt ein paar Male hinschauen müssen bis ich das Konzept verstanden habe: es soll wohl eine koordinative bzw. technische Schwierigkeitsskala darstellen – sprich, wenn die Last gleich bleibt, sollte die mit 3 bewertete Übung EINER Gruppe schwieriger sein als die mit 2 etc, es sagt aber nicht zwingend etwas über das Verhältnis von Level 2 der Übung X zum Level 3 der Übung Y aus. Das Konzept funktioniert meines Erachtens bei Körpergewichtsübungen (wo die maximal mögliche Last ja konstant ist und Stabilität sowie Hebelwirkung die Schwierigkeit ausmachen) zielführender als bei Übungen mit Gewichten etc. Es wird zwar an mehreren Stellen darauf verwiesen, dass eine leichtere Übung durch Zusatzgewichte erschwert werden kann, aber aus meiner Sicht geht das ein bisschen unter, insbesondere, dass Level 1 von Übung zu Übung durchaus variieren kann – beispielsweise dürften sich die meisten Trainierenden einig sein, dass technisch korrektes Kreuzheben schwieriger ist als ein technisch korrekter Liegestütz (beide Level 1 im Buch). Nur ist eben beim Kreuzheben die Belastung praktisch frei wählbar, beim Liegestütz bleiben die meisten Anwender erfahrungsgemäß auf dem Level der klassischen Variante stehen (auch wenn es schwerere Varianten und Zuladungsmöglichkeiten gibt).

    Bei der Programmerstellung könnte man meines Erachtens noch einiges ausbauen. Zum einen besteht die Möglichkeit, detaillierter auf Problemfälle einzugehen (v.a. Dysbalancen und Plateaus). Zum anderen würde ich Beispielprogramme für verschiedene Zielsetzungen bzw. Kampfsport-Disziplinen, nicht nur Leistungsgruppen gut finden.

    Ein bisschen schade fand ich auch, dass das Buch so sehr technisch daherkommt und die ganzen Anekdoten, die Kampfsportliteratur in meinen Augen zu einem Gutteil mit lesenswert machen, außen vor gelassen werden.

    CHANCEN AM INTERNATIONALEN MARKT:
    Christophs Frage beim Review richtete sich dezidiert auf die Chancen des Buches am internationalen Markt. Leider ist die Frage auch mit am schwersten zu beantworten. Ich werde dennoch mein Bestes tun, meinen Wissensstand bzw. meine Ansicht hier wiederzugeben. Vorausschicken möchte ich, dass ich vor allem Einblick in die MMA- und Grapplingszene habe. Dort gibt es verschiedene Ausrichtungen: gerade in der MMA-Community in den USA scheint es sehr viele Powerlifting-Fans zu geben, die vor allem die einschlägige Literatur dazu lesen. Gekauft werden aber Buchmedien aus verschiedenen Bereichen – ich sehe hier folgende Kategorien:

    A: Powerlifting- Literatur mit Abschnitten zu allgemeinem Athletiktraining: Beliebt sind z.B. Wendler's 5/3/1 oder Black's Tactical Barbell. Typisch ist eine klare Orientierung in Richtung Leistungssteigerung, insbesondere Maximal- und Explosivkraft.
    B: von Kraft- bzw. Fitnesstrainern mit einschlägiger Erfahrung dezidiert mit starkem
    Kampfsport-Schwerpunkt geschrieben werden; Beispiele hierfür wären Joel Jamieson's Ultimate MMA Conditioning oder Louie Simmons' Special Strength Training for All Sports (wesentlich Kampfsport-orientierter, als der Titel vermuten lässt). Diese Bücher zeichnen sich häufig durch viele Spezialübungen zu einzelnen Situationen und Techniken aus und gehen in der Regel auf verschiedene Aspekte der Fitness-Anforderungen im Kampfsport ein.
    C: Bücher, die von Kampfsport-Trainern über Fitness im Kampfsport geschrieben wurden (z.B. Ross Enamait, Martin Rooney, Mark Hatmaker, Matt Furey etc.); hier ist häufig zu beobachten, dass sich “Fanclubs” bilden, die häufig alle Ansätze “ihres” Lieblingsautors gut finden und andere Gruppen anfeinden. Ansonsten gilt das Gleiche wie für Kategorie B.
    D: Als Sonderkategorie würde ich hier noch die “Trainieren wie ein Kampfsportler”-Kategorie ansprechen. Teilweise ist das im Titel schon klargestellt (z.B. Cat Zingano's Train Like a Fighter: Get MMA Fit Without Taking a Hit) oder implizit klar (Tae-Bo....). Man sollte sich aber bewusst sein, dass viele Bücher über Kampfsport-Training (also potentiell alle Kategorien von B-G) auch von Laien gekauft werden, die eventuell sogar den größeren Absatzmarkt darstellen als die einschlägige Kampfsport-Gemeinde.
    E: generelle Fitnessbücher, die auch in der Kampfsportgemeinde Anklang finden (z.B. You are your own gym, Convict Conditioning...). Diese beschränken sich häufiger auf einen einzelnen Fitness-Aspekt (Kraft, Ausdauer, Schnellkraft, Koordination, Verletzungsprävention, Flexibilität). Zum Teil scheinen sich auch Medien über komplette, teils mit einer eignen Philosophie verbundene Systeme wie Yoga etc. sehr gut zu verkaufen, nachdem sie in den letzten Jahren stärker für diesen Einsatzzweck propagiert wurden.
    F: Bücher über Kampfsport-Drills. Diese sind häufig sehr spezifisch auf eine Kampfsport-Disziplin ausgerichtet (z.B. BJJ) und bewegen sich hart an der Grenze zu
    G: Technik-Handbücher zu einzelnen Kampfsport-Disziplinen. Diese beinhalten häufig auch Anleitungen zu Fitness- und Solotraining, wobei die Qualität hier von exzellent zu miserabel reichen kann.

    Wenn ich das Buch “Krafttraining für Kampfsportler” einordnen müsste, würde ich es ehrlich gesagt zwischen den Kategorien C und E ansetzen: es ist in meinen Augen ein bisschen zu wenig spezifisch kampfsportorientiert für Kategorie C, sodass es in die Nähe der Kategorien D und E rückt (Muay Thai Exercises war dagegen aus meiner Sicht eine Mischung aus den Kategorien C und F). Diese Ausrichtung kann zugleich Vor- und Nachteil sein: Zum einen wird man in der Hardcore-Gemeinde wahrscheinlich weniger Käufer finden, zum anderen unter Laien welche gewinnen – sollte sich aber im Klaren sein, dass man sich damit auf dem heiß umkämpften Markt der Kategorie E befindet.

    Wenn man auf dem internationalen Markt einen Verkaufsschlager landen möchte, spielen sicher viele Faktoren eine Rolle. Eine Sache ist, mit dem Inhalt einen Nerv bei möglich vielen VerbraucherInnen zu treffen, eine andere, dass das Marketing dies auch vermittelt. So banal es klingt, ich würde mir nochmals Gedanken machen, was die Grundidee hinter dem Buch sein soll, gegebenenfalls ein paar entsprechende Änderungen durchführen und das dann ganz klar auch so bewerben. Bei Muay Thai Exercises finde ich die Grundidee sehr klar, hier ein bisschen diffuser. Ich glaube, dass man hier mit einer breiten Basis argumentieren müsste, also dass das Buch in eine ganze Reihe von einfach privat zu erwerbenden Trainingsmitteln einführt.

    In Sachen konkrete Kampfsportorientierung könnte man sicher nachschärfen. Ich hätte zum Beispiel keine Probleme, einzelne Übungen über einen Farbcode für eine bestimmte Zielgruppe (Kampfsportart) als besonders elementar auszuweisen bzw. die Übungen einschlägig zu bezeichnen, oder spezifische und allgemeine Kraftbedürfnisse in verschiedenen Kampfsportarten im Vorfeld zu besprechen. Und ich muss sagen, dass ich glaube, dass man gerade mit den spezifischen Übungen hier noch Interessenten ködern bzw.begeistern könnte, eben weil man hier über Bücher wie You Are Your Own Gym hinausgehen kann, die gezwungenermaßen eine etwas andere Ausrichtung haben. In der aktuellen Form sind konkret kampfsport-spezifische Übungen in dem Buch relativ dünn vertreten bzw. die Bezüge werden weniger klar herausgestellt als dies anderenorts der Fall ist. Als altes, aber nach wie vor exzellentes Beispiel wäre z.B. Judo Training Methods von Draeger / Ishikawa zu nennen, wo jeder Übung eine Auswahl der wichtigsten damit trainierten Judo-Techniken zur Seite gestellt wird; auch die beiden anderen Büchern von Christoph Delp, die ich kenne sind hier meiner Meinung nach spezifischer. Vielleicht stehe ich ja mit dieser Meinung alleine da, aber meines Erachtens nach interessieren sich LeserInnen durchaus dafür, wie und warum etwas konkret im betreffenden Sport gemacht wird. Lobenswert fand ich zum Beispiel das Muay-Thai Programm in Fitness für Kampfsportler, weil natürlich das Programm im Einzelnen – von Gym zu Gym und von Kämpfer zu Kämpfer – variiert, aber solche Programme doch einen Eindruck über den Stellenwert der einzelnen Trainingsbestandteile geben.
    Die andere Frage ist, wo man die Messlatte des Schwierigkeitsgrades ansetzen möchte. Krafttraining für Kampfsportler steigt zwar nicht wahnsinnig hoch ein, lässt aber Übungen für komplette Neueinsteiger bzw. sportlich weniger belastbare Zeitgenossen etwas aussen vor. Eventuell könnte man zumindest bei ein paar grundlegenden Körpergewichtsübungen (Liegestütze, Handstand, Klimmzüge, Kniebeuge, Klappmesser o.ä.) eine Progression auch vollständig („ab 0“) wiedergeben. Das wäre kein “first”, aber für viele LeserInnen vermutlich doch hilfreich – sowohl unter Kampfsportlern (auch zu Rehazwecken etc) als auch unter Laien. Auch nach oben hin wäre bei der Schwierigkeit der Übungen noch Luft.

    Um ehrlich zu sein könnte ich mir die englischsprachige Publikation am ehesten als umfangreicheres Buch vorstellen, um noch breiter aufgestellt zu sein. Gut vorstellbar fände ich z.B. eine Kombination mit “Fitness für Kampfsportler”.

    Ich denke, das wars vorerst. Nochmals danke für das Buch sowie das Vertrauen und alles Gute!

    Beste Grüsse
    Period.
    Geändert von period (12-06-2018 um 09:12 Uhr)
    Link zu meinem Gratis-Ebook "Sei Stark!" über Krafttraining für Kampfsportler: https://archive.org/details/FlaisSeiStark1_1

  12. #27
    Registrierungsdatum
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    Standard

    Vielen Dank fuer die ganze Muehe mit der interessanten Rezension!

    Sie hilft mir sehr, und ich werde sie noch oft lesen und darueber nachdenken.

    Ich bin gerade in Th. und habe leider Buch nicht mit mir, werde deshalb vielleicht spaeter nochmal zu bestimmten Sachen nachfragen.

    Gruss
    Christoph

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