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Thema: Kommunikation nach Dale Carnegie - ein guter Weg?

  1. #1
    gast Gast

    Standard Kommunikation nach Dale Carnegie - ein guter Weg?

    Hallo,

    in einer Diskussion hier im Forum hat mich ein Schreiber auf dieses Buch verwiesen:

    " Wie man Freunde gewinnt ", die Kunst beliebt und einflussreich zu werden.
    Scherz-Verlag, von Dale Carnegie.

    Halt, dieses Buch habe ich doch auch in meinem Bücherschrank stehen. Warum aber nehme ich es nicht mehr zur Hand?

    Dort fand ich diese Vorschläge:
    1) Interessieren sie sich aufrichtig für die anderen.
    2)Lächeln sie.
    3)Vergessen sie nie, dass für jeden Menschen sein Name das schönste und wichtigste Wort ist.
    4)Sprechen sie Dinge an, die den andern interessieren.
    5) Seien sie ein guter Zuhörer.
    6)Tragen sie stets und ohne Vorbehalte dem Selbstbewusstsein des anderen Rechnung.

    Aber wo bleiben meine Ansichten?

    Auf diese Ratschläge kann ich keine Diskussion aufbauen. Denn ich versuche den anderen Menschen nur zu loben und zu schmeicheln.

    Was meint Ihr dazu?

  2. #2
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    Standard

    Zitat Zitat von shohei Beitrag anzeigen

    Auf diese Ratschläge kann ich keine Diskussion aufbauen. Denn ich versuche den anderen Menschen nur zu loben und zu schmeicheln.

    Was meint Ihr dazu?
    Es heißt ja auch "Wie man Freunde gewinnt". Nicht "Wie man Diskussionen gewinnt".

    Nein, im Ernst, mir scheint das doch sehr amerikanisch. Die haben da andere Gepflogenheiten.
    Für mich sind Freunde diejenigen, die nicht ständig umhutscht werden müssen. Sondern diejenigen, mit denen man sich ordentlich beharken und nicht trotzdem, sondern erst recht Freunde sein kann.
    Oder anders: Im Deutschen lügt man, wenn man höflich ist.
    Du sollst am Sabbat keine Fledermäuse rasieren.

  3. #3
    gast Gast

    Standard

    Hallo Terao,

    da stimme ich Dir bei.
    Daher habe ich die Ideen dieses Buches auch nicht länger verfolgt.

    Wie ich mich richtig auf eine Diskussion vorbereite, das wird mir auf einem Rhetorik-Kurs beigebracht.
    Wie ich auf etwas intelligentere Art mich gegen dumme Sprüche zu wehren lerne, das finde ich in einem Buch von Barbara Berckhan.
    Habe dieses Buch schon öfters neben meinem PC liegen gehabt, auch bei Antworten in diesem Forum.

    Ich finde daher auch diesen Gedanken von Barbara Berckhan besser:
    " Wenn sie wie ein liebes Lämmchen wirken, locken sie bissige Wölfe an. Angreifer bevorzugen Menschen, die nicht im Vollbesitz ihrer persönlichen Macht sind."
    Treten sie daher selbstbewußt auf, um einen einen körperlichen oder verbalen Angriff vorzubeugen.

    Ist das ein guter oder besserer Weg?
    Für mich schon.

    Gruß


  4. #4
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    Standard

    Zitat Zitat von Terao Beitrag anzeigen
    Oder anders: Im Deutschen lügt man, wenn man höflich ist.
    fällt das nicht schon wieder unter diese Deutschtümelei/ das Abstellen auf die Herkunft, die bereits öfter (negativ) erwähnt wurden oder ist das wieder was anderes?


    gruss

  5. #5
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    Standard

    Wenn man den Hintergrund/ das zeitliche Umfeld von Carnegie kennt, machen seine Bücher (für eine gewisse Klientel) schon Sinn: D.C. gilt als Mitbegründer der Richtung des positiven Denkens ... und in diesem Kontext erscheinen seine books auch IMHO verständlich.

    Dass das an die Tiefe nachfolgender psychologischer Richtungen, wie z.B. NLP oder TAA nicht rankommt, merkt man schnell; aber wie gesagt: D.C. hatte seine Zeit, hat seine Anhänger (zumindest in den US) gefunden, und hat m.W. auch hierzulande eine Institution ins Leben gerufen, die seine Gedanken weiterverbreitet. Und wem's gefällt ...
    HG Silverback * Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

  6. #6
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    Zitat Zitat von shohei Beitrag anzeigen
    Hallo,

    in einer Diskussion hier im Forum hat mich ein Schreiber auf dieses Buch verwiesen:

    " Wie man Freunde gewinnt ", die Kunst beliebt und einflussreich zu werden.
    Scherz-Verlag, von Dale Carnegie.

    Halt, dieses Buch habe ich doch auch in meinem Bücherschrank stehen. Warum aber nehme ich es nicht mehr zur Hand?

    Dort fand ich diese Vorschläge:
    1) Interessieren sie sich aufrichtig für die anderen.
    2)Lächeln sie.
    3)Vergessen sie nie, dass für jeden Menschen sein Name das schönste und wichtigste Wort ist.
    4)Sprechen sie Dinge an, die den andern interessieren.
    5) Seien sie ein guter Zuhörer.
    6)Tragen sie stets und ohne Vorbehalte dem Selbstbewusstsein des anderen Rechnung.

    Aber wo bleiben meine Ansichten?

    Auf diese Ratschläge kann ich keine Diskussion aufbauen. Denn ich versuche den anderen Menschen nur zu loben und zu schmeicheln.

    Was meint Ihr dazu?
    ich kenne das Buch und die Tipps schon sehr lange und hab sie von Anfang an sehr geschätzt.

    Das wichtigste ist Punkt 1) Interessiere dich aufrichtig... Du musst ein Mindset entwickeln, nach dem du wirklich neugierig und offen und wissbegierig.
    Mit so einem Menschen wollen wir doch im Grunde genommen auch alle sprechen, oder? Jemand, der sagt und vor allem auch wirklich meint "oh cool, du machst Kampfsport xy? Was genau ist das und was machst du da?" als mit jemandem, den das nicht interessiert bzw lieber von sich erzählen will.

    Und wenn man etwas erzählt hat, will man wahrscheinlichauch von seinem Gegenüber etwas wissen und fragt entsprechend offen und unvoreingenommen nach.

    Dasselbe gilt für
    5) Seien sie ein guter Zuhörer und
    6)Tragen sie stets und ohne Vorbehalte dem Selbstbewusstsein des anderen Rechnung.

    Wenn das Gegenüber glücklich und stolz wegen irgendwelcher Errungenschaften und Talente ist, warum sollte man das schlechtreden? (Wenn es einem nicht komplett zuwider ist)

    Klar, die anderen Punkte beziehen sich auf die Körpersprache, die man teilweise vorspielen sollte. Dazu muss man wissen, dass Körpersprache damals ist sehr frisch im Bewusstsein der amerikanischen Bevölkerung war. Die hatten vorher wichtigeres zu tun. Wir in Europa ja auch. Dann war das Bewusstsein da und vielen in dieser Hinsicht unbeholfeneren Menschen war mit solchen Tipps und Hintergrundwissen sicher geholfen. Heute vielleicht auch noch oder wieder.
    I got this.

  7. #7
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    Standard

    Zitat Zitat von zocker Beitrag anzeigen
    fällt das nicht schon wieder unter diese Deutschtümelei/ das Abstellen auf die Herkunft, die bereits öfter (negativ) erwähnt wurden oder ist das wieder was anderes?


    gruss
    ich weiß nicht, ob es unter "deutschtümelei" fällt, wenn man goethe zitiert ...

    Mephistopheles
    Du weißt wohl nicht, mein Freund, wie grob du bist?

    Baccalaureus
    Im Deutschen lügt man, wenn man höflich ist.
    (Faust, Der Tragödie zweiter Teil, Kapitel 20)
    www.judo-blog.de
    Warnhinweis: Meine Beiträge können Ironie und Sarkamus enthalten! Für Allergiker ungeeignet!

  8. #8
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    Standard

    Zitat Zitat von rambat Beitrag anzeigen
    ich weiß nicht, ob es unter "deutschtümelei" fällt, wenn man goethe zitiert ...


    (Faust, Der Tragödie zweiter Teil, Kapitel 20)


    Ich eben auch nicht,

    Gruß

  9. #9
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    1.108

    Standard

    es geht nicht darum Freunde zu gewinnen, sondern wie man sich beliebt (bei Kunden, Geschäftspartnern) macht. Eher etwas für Verkäufer, Außendienstler, Politiker.
    Jeder reitet auf seinem eigenen Esel.
    aus Persien

  10. #10
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    Standard

    Wer das Zitat nicht erkannt hat, braucht mir jedenfalls übers Deutschsein nix zu erzählen.
    Retter der abendländischen Kultur. Pah.
    Du sollst am Sabbat keine Fledermäuse rasieren.

  11. #11
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    Standard

    ... na ja, mit Büchern ist das immer so eine Sache,
    welchen Gewinn man aus ihnen ziehen kann, hängt davon ab,
    wie man sie liest ...


    edit @ Terao
    Faust II ist aber schon ziemlich gemein,
    das müssen nicht mal mehr Abiturienten gelesen haben,
    wenn sie bloß einen Grundkurs in Deutsch gebucht haben
    Geändert von Hafis (17-02-2016 um 18:04 Uhr) Grund: edit
    Alles, was lediglich wahrscheinlich ist, ist wahrscheinlich falsch. (Descartes)
    Life is complex. It has real and imaginary components. (Rich Rosen)

  12. #12
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    Standard

    Zitat Zitat von Hafis Beitrag anzeigen


    edit @ Terao
    Faust II ist aber schon ziemlich gemein,
    das müssen nicht mal mehr Abiturienten gelesen haben,
    wenn sie bloß einen Grundkurs in Deutsch gebucht haben
    Wer nur das gelesen hat, was er gelesen haben muss, kann jedenfalls nicht erwarten, dass ich seinem Selbstbewußtsein ohne Vorbehalte Rechnung trage.
    Du sollst am Sabbat keine Fledermäuse rasieren.

  13. #13
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    Standard

    Zitat Zitat von Terao Beitrag anzeigen
    Wer das Zitat nicht erkannt hat, braucht mir jedenfalls übers Deutschsein nix zu erzählen.
    soweit du mich damit meinen solltest:

    - ich habe dir nichts erzählt, sondern dich etwas gefragt.

    -dass ich das zitat nicht erkannt hätte, hatte ich weder ausdrücklich noch andeutungsweise geschrieben.


    gruss

  14. #14
    Gast Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Geheimrat Heinrich Beitrag anzeigen
    es geht nicht darum Freunde zu gewinnen, sondern wie man sich beliebt (bei Kunden, Geschäftspartnern) macht. Eher etwas für Verkäufer, Außendienstler, Politiker.
    so sieht's aus: "die Kunst sich einzuschleimen"


    Der französische Gelehrte Duchenne de Boulogne
    hat die Mimik der Emotionen durch gezielte elektrische
    Stimulierung der Gesichtsmuskeln nachstellen können
    (Aus: Mécanisme de la physionomie humaine. J. Renaud, Paris, 1862)


    https://www.unifr.ch/med/de/news/n5

  15. #15
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    HG Silverback * Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

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