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Thema: Krav Maga für Frauen aus Sicht einer Frau

  1. #1
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    Standard Krav Maga für Frauen aus Sicht einer Frau

    Hier der Bericht einer Teilnehmerin an einem "Stay Away" Krav Maga Seminar für Frauen in München.
    Da in der Regel hier hauptsächlich Männer in verhärteten Fronten sich für eine oder andere Position in Bezug auf "Selbstverteidigung für Frauen" stark machen, ist es ganz interessant zu lesen welchen Eindruck der Kurs bei einer Frau hatte, die keinerlei Erfahrung mit Kampfkunst, Kampfsport oder SV hatte:
    Bericht: Krav Maga-Selbstverteidigungskurs für Frauen

    Gruß
    John
    Geändert von F-factory (10-03-2016 um 09:11 Uhr)

  2. #2
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    Schöner Bericht.
    Das ist mit Abstand die erschreckendste Kapitulation der Intelligenz, die ich hier jemals gelesen habe. -Sorbus Aucuparia

  3. #3
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    Klingt für mich nach dem üblichen 08/15 Frauen-SV-Kurs in dem es nur darum geht, Frauen 3 Stunden lang mit Techniken zu zu ballern und weniger um Nachhaltigkeit. Aber gut, wenn man sieht, das dieses unsägliche Krav Maga Ausbildungsbuch von der IKMF empfohlen wird, was inhaltlich so gehaltvoll ist, wie Essen bei McD, ist das nicht verwunderlich.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Kravist Beitrag anzeigen
    Klingt für mich nach dem üblichen 08/15 Frauen-SV-Kurs in dem es nur darum geht, Frauen 3 Stunden lang mit Techniken zu zu ballern und weniger um Nachhaltigkeit. Aber gut, wenn man sieht, das dieses unsägliche Krav Maga Ausbildungsbuch von der IKMF empfohlen wird, was inhaltlich so gehaltvoll ist, wie Essen bei McD, ist das nicht verwunderlich.
    Ich stelle immer wieder gerne fest, dass mir deine Art zu schreiben sehr gut gefällt.

    Treffen wir uns mal, geht das Bier auf mich.

    Gruß Markus

  5. #5
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    ist das nicht so ein offtopic beitrag, den du gerne in deinen themen nicht hättest?

  6. #6
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    Zitat Zitat von Kravist Beitrag anzeigen
    Klingt für mich nach dem üblichen 08/15 Frauen-SV-Kurs in dem es nur darum geht, Frauen 3 Stunden lang mit Techniken zu zu ballern und weniger um Nachhaltigkeit.
    Wenn Du das von dem was eine Laiin schreibt rauslesen kannst meinetwegen. Der Stay Away Kurs, als Startpunkt zum Gesamtkonzept (Stay Away Program) ist ganz anders aufgebaut, als alles was ich in Bezug auf Frauenselbstverteidigung früher unterrichtet habe, und dies stützt sich auch auf das Feedback, das wir von den Teilnehmerinnen zurückbekommen, die Kurse bei der Polizei und anderen KK/KS/SV Clubs gemacht haben.
    Techniklastig ist er überhaupt nicht, eher im Gegenteil. Man hat als Unterrichtender eher das Gefühl zu wenig zu vermitteln. Aber manchmal ist es wie in diesem Fall: Weniger ist mehr. Der Kurs geht in viel mehr Ebenen als die Dame hier beschreiben könnte, ohne das der Text langweilig zu lesen wäre, was für Instyle-Leser ja ein absolutes No-Go wäre. Auch ist ihr wahrscheinlich garnicht bewusst auf welchen Ebenen wir unterrichtet haben.

    Das kommt wahrscheinlich auch daher, dass sich jemand (Shlomi Moyal) mal mit dem befasst hat was Frauen wirklich brauchen und nicht nur denken "ich kann alles was sie brauchen sowieso". Dazu muss man dann auch etwas mehr machen als nur Sprüche klopfen, sondern in die Recherche gehen. Für manche die hier schreiben (fühle Dich bitte nicht direkt angesprochen) ist das ein schwieriges Konzept.

    Ziel ist es aber natürlich auch hier, die Damen dazu zu bekommen sich intensiver mit Selbstverteidigung und Selbstschutz auseinanderzusetzen und sie (manche früher manche später) an gemischte Gruppen heranzuführen.

    Gruß
    John
    Geändert von F-factory (17-03-2016 um 09:09 Uhr)

  7. #7
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    Zitat Zitat von F-factory Beitrag anzeigen
    Wenn Du das von dem was eine Laiin schreibt rauslesen kannst meinetwegen. Der Stay Away Kurs, als Startpunkt zum Gesamtkonzept (Stay Away Program) ist ganz anders aufgebaut, als alles was ich in Bezug auf Frauenselbstverteidigung früher unterrichtet habe, und dies stützt sich auch auf das Feedback, das wir von den Teilnehmerinnen zurückbekommen, die Kurse bei der Polizei und anderen KK/KS/SV Clubs gemacht haben.
    Techniklastig ist er überhaupt nicht, eher im Gegenteil. Man hat als Unterrichtender eher das Gefühl zu wenig zu vermitteln. Aber manchmal ist es wie in diesem Fall: Weniger ist mehr.

    Das kommt wahrscheinlich auch daher, dass sich jemand (Shlomi Moyal) mal mit dem befasst hat was Frauen wirklich brauchen und nicht nur denken "ich kann alles was sie brauchen sowieso". Dazu muss man dann auch etwas mehr machen als nur Sprüche klopfen, sondern in die Recherche gehen. Für manche die hier schreiben (fühle Dich bitte nicht direkt angesprochen) ist das ein
    schwieriges Konzept.

    Ziel ist es aber natürlich auch hier, die Damen dazu zu bekommen sich intensiver mit Selbstverteidigung und Selbstschutz auseinanderzusetzen und sie (manche früher manche später) an gemischte Gruppen heranzuführen.

    Gruß
    John
    Aber ganz ehrlich John, wenn man diesen Artikel liest, könnte man meinen, dass das körperliche absolut im Vordergrund stand. Wird dieses Vermutung eurem Konzept gerecht oder macht ihr auch mehr?

  8. #8
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    Zitat Zitat von Kravist Beitrag anzeigen
    Aber ganz ehrlich John, wenn man diesen Artikel liest, könnte man meinen, dass das körperliche absolut im Vordergrund stand. Wird dieses Vermutung eurem Konzept gerecht oder macht ihr auch mehr?
    Das körperliche ist eine Komponente, die aber eher am Ende stattfindet. Dass die Dame schon nach ein paar grundlegenden Schlageinheiten ausser Puste gekommen ist, ist wohl eher ihrer ausbaufähigen Konstitution gedankt.
    Natürlich wird sehr viel mehr vermittelt, was man nicht so schön knallig in einen Artikel packen kann. Wenn man über grundlegende Erkenntnisse des Denkens und Verständnisses von Mann und Frau redet, hört sich das in einem Text ziemlich langweilig an, aber genau darauf muss eine umfassende Selbstverteidigung für Frauen aufbauen und deren Handeln beeinflussen. Leider kommt der Teil mit "Stop! Bleib weg!" im Text sehr kurz rüber. Auch, dass der Kurs eine Guideline zum Handlen vermittelt, kommt im Artikel garnicht zur Sprache.
    Geändert von F-factory (17-03-2016 um 10:23 Uhr)

  9. #9
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    Zitat Zitat von F-factory Beitrag anzeigen
    Das körperliche ist eine Komponente, die aber eher am Ende stattfindet. Dass die Dame schon nach ein paar grundlegenden Schlageinheiten ausser Puste gekommen ist, ist wohl eher ihrer ausbaufähigen Konstitution gedankt.
    Natürlich wird sehr viel mehr vermittelt, was man nicht so schön knallig in einen Artikel packen kann. Wenn man über grundlegende Erkenntnisse des Denkens und Verständnisses von Mann und Frau redet, hört sich das in einem Text ziemlich langweilig an, aber genau darauf muss eine umfassende Selbstverteidigung für Frauen aufbauen und deren Handeln beeinflussen. Leider kommt der Teil mit "Stop! Bleib weg!" im Text sehr kurz rüber. Auch, dass der Kurs eine Guideline zum Handlen vermittelt kommt im Artikel garnicht zur Sprache.
    Also halten wir fest, der Kurs war nicht schlecht, sondern der Artikel.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Kravist Beitrag anzeigen
    Also halten wir fest, der Kurs war nicht schlecht, sondern der Artikel.
    Also aus Werbesicht ist der Artikel gut.

  11. #11
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    Zitat Zitat von F-factory Beitrag anzeigen
    Wenn man über grundlegende Erkenntnisse des Denkens und Verständnisses von Mann und Frau redet, hört sich das in einem Text ziemlich langweilig an, aber genau darauf muss eine umfassende Selbstverteidigung für Frauen aufbauen und deren Handeln beeinflussen.
    Ich hoffe, damit ist nicht gemeint, dass Männer nicht zuhören keinen (weil Jäger mit Bewegungsorientierung und nicht im sozialen Nahbereich) und Frauen nicht einparken können (weil im sozialen Nahbereich und nicht Jäger mit Bewegungsorientierung) oder dass es darum geht, mit mentalem Mumm bei Adrenalin abzudrücken a la G. Thompson...

    Ich würde noch weiter gehen - bei unserer konzeptionellen Arbeiten sind in immer wiederkehrenden Anläufen folgende Fragen/Themen wichtig:
    - Berücksichtigung von Stressreaktionen (je öfter ich gucke, desto mehr Fs gibt es
    - Gibt es weitere Stressreaktionen, die im weiteren Umfeld (vor oder nachgelagert?) von Selbstschutz bzw SV anschlussfähig sind, da Kampf, Flucht, Erstarren keineswegs ausreichende Optionen in komplexen Sozialsituationen sind? Was ist bspw. mit der eher geschlechterbezogene bzw. hormonell mit Oxytocin verankerten tend & befriend Reaktion?)
    - Stressreaktionen sind evolutionsbiologisch eingebunden (aber dann bitte die Gefahr von "just so" Stories als Hommage an Rudyard Kipling zumindest benennen bzw. verschiedene Aushandlungsprozesse berücksichtigen und es nicht als unumstößliche Jäger-Höhlerin-Wahrheit-Story vortragen), aber auch personenspezifisch geprägt und Stresssituationen sind auch (amygdaloide) Lernsituationen: Was ist mit Grenzüberschreitungen, Evozierung von Traumatischem, Abbau von Schädigungshemmung bzw. Gefahren, die sich daraus ergeben (vgl. Russell (2014))?
    - Wie gehe ich mit Bedrängt werden um, wenn die Beziehung zum Bedränger mir auch noch wichtig ist?

    Der für mich und meinen Cheftrainer nach wie vor maßgebliche und m.E. zu selten explizit berücksichtigte Artikel ist immer noch der Einschub Hilarion Petzolds in Bloem/Moget/Petzold (2004: hier: 118ff.)

    Schöne Grüße
    Alex

    Edit-PS: Zum Artikel...ich bin gestern auf einen anderen Artikel gestoßen und da kam m.E. das Deeskalieren als Kursschwerpunkt m.E. besser rüber: coolibri über Senshido Selbstschutz (und ich finde die Herangehensweise des Senshido für als unwichtig eingeschätzte Beziehungen in Bedrängungssituationen im zivilen Kontext durchaus solide; zumindest, was ich auf Seminaren mitnehmen durfte)
    Geändert von KK-Baghira (17-03-2016 um 10:57 Uhr)
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  12. #12
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    Zitat Zitat von KK-Baghira Beitrag anzeigen
    Ich hoffe, damit ist nicht gemeint, dass Männer nicht zuhören keinen (weil Jäger mit Bewegungsorientierung und nicht im sozialen Nahbereich) und Frauen nicht einparken können (weil im sozialen Nahbereich und nicht Jäger mit Bewegungsorientierung) oder dass es darum geht, mit mentalem Mumm bei Adrenalin abzudrücken a la G. Thompson...
    Hallo Alex,

    die Links die Du gepostet hast gehen alle in die typische "Stressbewältigung", Beeinflussung von körpereigenen Stoffen in Konfliktsituationen, etc. Richtung, die wir gerne für unser Konfliktverhalten und Rechtfertigung bestimmter Vorgehensweisen benutzen.

    Die Grundlagen auf die wir im Kurs aufbauen gehen auf viel einfachere kommunikative Eigenschaften und Sozialverhalten von Frauen und Männern zurück, die eine verständliche Basis für eine Interaktion (nicht immer Konflikt) bilden.

    Manchmal muss man fünf Schritte zurück gehen um den Baum im Wald zu erkennen.

    Gruß
    John
    Geändert von F-factory (17-03-2016 um 11:22 Uhr)

  13. #13
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    Zitat Zitat von F-factory Beitrag anzeigen
    die Links die Du gepostet hast gehen alle in die typische "Stressbewältigung", Beeinflussung von körpereigenen Stoffen in Konfliktsituationen, etc. Richtung, die wir gerne für unser Konfliktverhalten und Gerechtfertigung bestimmter Vorgehensweisen benutzen.
    Was meinst Du mit typisch? Gerade Petzold & Russell halten m.E. bedeutsame und ernstzunehmende Herausforderungen im Bereich Frauen-Selbstschutzarbeit bereit (man ziehe nur mal Petzolds Ausführungen zu Thompson & Kernsprechts schriftlichen Ausführungen oder insbesondere zum Thema Stressbiographie heran)und beziehen sich gerade eben nicht immer auf "Konfliktverhalten und Gerechtfertigung bestimmter Vorgehensweisen", sondern auf dessen Grenzen (gerade wenn Überraschungsübungen a la Köln ist überall gemacht werden O.o).

    Die Grundlagen auf die wir im Kurs aufbauen gehen auf viel einfachere kommunikative Eigenschaften und Sozialverhalten von Frauen und Männern zurück, die eine verständliche Basis für eine Interaktion (nicht immer Konflikt) bilden.
    Wenn dem Rechnung getragen wird, dass das Subjekt nicht deduziert, sondern nur vorgefunden werden kann, passt das ja schon mal
    Das liest sich auch schön souverän - wo kann ich diese einfachen kommunikativen Eigenschaften und Sozialverhalten denn nachlesen oder erfahren? Auf meiner Bücherliste steht als nächstes das hier (klick)

    EDIT: Ich recherchiere gerne mal, was der von dir angeführte und ausgewiesene Shlomi Moyal so treibt...klick
    Geschlechterdifferenz wird beschworen, fällt dann im Videoin punkto Kommunikation hinten über (halte ich für ungünstig) - wie verhält sich die Geschlechterdifferenz zur differentiellen Psychologie? Nach dem Evolutionspsychologiehandbuch steht das hier an (klick) - bin dann gerne bereit, zu schauen, wie sich Moyals Ansatz dazu verhält. Das aber in einem Extrapost, den ich gleich zumindest schon mal anbahne.

    Manchmal muss man fünf Schritte zurück gehen um den Baum im Wald zu erkennen.
    Vielleicht sollte ich dann mal Schritte als genehmigter Hospitant bei so einem Kurs machen, wenn der Baum so klar ist Wenn das so klar ist, wären ich und vrmtl. auch Herr Petzold sehr daran interessiert (ich glaube es ist und wird einfach, aber der Weg ist nicht simpel)
    Geändert von KK-Baghira (17-03-2016 um 13:40 Uhr)
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  14. #14
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    Interview mit Shlomi Moyal

    Zusammenfassung:
    - vermeint sich (vermeinen ist nicht negativ konnotiert wie vermeintlich) als Experte insb. im Bereich Selbstschutzarbeit mit Frauen und Kindern
    - mehr als 10000 Frauen in den letzten Jahren & Jahrzehnten als Instruktor begleitet

    a) Warum brauchen Frauen self-defense?
    - Frauen fürchten sich davor, Schaden zu erleiden (to get hurt) und wissen, dass Männer stärker sind - daher brauchen sie das Tool Selbstverteidigung

    b) Warum wählen Frauen Krav Maga?
    they have to...lernen, sich zu verteidigen, Vertrauen in sich gewinnen

    c) Unterschiede Frauen KM zu regulärem KM?
    - Offensichtlich ja...anderer Workout (geringere Konzentration und weniger harte Arbeitsbereitschaft).
    Verschiedene Inhalte:
    - Frauen schlagen nicht mit der Faust, sie haben Nägel
    - Es gibt sinnvolleres als "aggressive work" (push ups etc.) - Frauen werden stets im Bereich power unterlegen sein

    d) Hauptproblem für Frauen neben klassischen Angriffsszenarien?
    - Männer und Frauen sind unterschiedlich (reden, denken unterschiedlich): Frauen liefern bspw. kein ausreichend deutliches Nein)
    - die meisten Attacken kommen durch Bekannte

    e) Frage der Power bzw Stärke?
    - Auf Stärke abzielen ist nicht das Hauptziel - es geht um Berücksichtigung der Unterschiede (Frau versteht nicht, wie Mann denkt, redet, handelt: beispiel: mann legt Arm um die Seite, Frau möchte diese Nähe nicht und ihr Nein ist die Ablehnung des Arms und hält das für ausreichend: Mann denkt: "Vlt. ist der Zeitpunkt unpassend? Dann später")

    f) Warum unterrichten Männer Frauen?
    - Mann sollte unterrichten, da der Mann der Feind ist und es darum geht, dass Frau versteht oder berücksichtigt, wie Männer denken, reden, handeln, damit sie adäquat handeln kann
    - In Auseinandersetzung mit einem Mann, wo etwas funktioniert, wird es als funktionierend begriffen
    - Männliche Trainer geben Insiderwissen weiter (tritt uns (nicht) in die Eier oder ins Gesicht)

    f) Warum brauchen die unterrichtenden Männer eine entsprechende Qualifizierung für die Instruktortätigkeit mit Frauengruppen?
    - Krav Maga kennen und können ist gut, aber es ist in der Frauenarbeit nochmal anders (ähnlich wie eine Freundin haben unterschiedlich ist zum komplizierten verheiratet-sein)
    -> verstehen von Geist, Theen, Sorge und Nöten der Frauen mit sich, ihrem Körper, ihrer Umgebung: Ihre Situationen sind andere als bei Männern und daher muss auch die Unterrichtsart darauf abgestimmt sein.

    -----------------------------------------------------------

    Hört sich gut und bemüht an...aber ganz ehrlich?
    Ich hoffe, da kommt oder gibt es noch mehr? Weil Menschen auf der Strecke bleiben können...

    Gerade Grenzgänge werden nicht unternommen... ich bennne mal drei, wobei das Videointerview durchaus auf ein bis zwei hätte kommen können, wenn weiter gefragt worden wäre bzw. als befragter Experte hätte ich diese Themen wegen der innewohnenden Brisanz weiter ausgeführt:
    - Gefahr von Retraumatisierungen aufgrund negativer Stressbiographie
    - Ein deutliches Nein...jaein...in der Arbeit mit sexualisierter Gewalt ist eine solche Aussage schwierig, da sie Schuldgefühle verstärken kann (siehe Ursula Enders)
    - Wie wird mit personenspezifischen Stressantworten (fight, flight, freeze, flirt, ...) umgegangen? a) in Bedrängungssituationen mit nicht-bedeutsamen Beziehungen und b) mit bedeutsamen Beziehungen?

    Für mich geht es um Irritationsversuche, ohne, dass es dafür eine Garantie gibt.

    Schöne Grüße
    Alex

    PS: Bitte, den Doppelpost zu verzeihen, aber stehen zu lassen, um nicht zu viele Bezugspunkte zu haben ^^'''

    Edit:
    Kam gerade frisch per Mail von Paul Bowman zur Zusammenfassung von Alex Channon und Christopher Matthews zur kürzlichen MACS-Gender-Tagung und soll als Herausforderung gelten:

    The last issue for instructors to consider was to think about what it might mean to provide differentiated styles of coaching and support to their female club members. It was noted with some concern by several delegates that, as is often the case in debates around women, sports and gender, individual women are seen as little more than a gender category, treated purely on the basis of their assumed needs arising from it. No matter how sophisticated or well-researched our understanding of women’s and girls’ needs become, it is vital that instructors remain mindful of individual difference and adapt their approaches accordingly.
    Edit 2:
    Unbeteiligte Moderatoren bitte entscheiden, ob Teile meiner Beiträge hierhin ausgelagert werden. Mir fehlt da gerade die Distanz das thematisch einzuschätzen.
    Geändert von KK-Baghira (17-03-2016 um 14:12 Uhr)
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