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Thema: Eltern gegen den Kampfsport

  1. #16
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    Zitat Zitat von Little Green Dragon Beitrag anzeigen
    Nicht umsonst gibt es ja schon im Kindergarten Programme wie "ringen und raufen".
    Mal abgesehen davon, dass mir derartige Programme zumindest aus den Kindergärten, die wir unterstützen, absolut unbekannt sind, haben auch die meisten Schulen Kampfsport wie Boxen etc. aus dem Lehrplan genommen - und das seit vielen Jahren.

    Es dürfte mittlerweile erwiesen sein, dass Kampfsport weder bessere Menschen hervorbringt noch nennenswert besser zu Resozialisierung geeignet ist als andere Sportarten. Nach meinem Wissen wurden auch viele Straßenprojekte, die auf dieser merkwürdigen Annahme beruhten, wieder eingestellt.

    Da übrigens 99% aller Menschen in Deutschland nicht dem angeblichen menschlichem Bedürfnis nachgehen, sich regelmäßig zu prügeln, wage ich mal die Prognose, dass dieses so schlicht nicht existiert.

    Sicher gibt es einen gewissen Prozentsatz gewaltgeiler und gewaltbereiter Menschen, sicher wird zumindest ein Großteil von denen den legalen Weg im Gym suchen, diesen Trieben nachzugehen. Die Frage ist allerdings, ob man die eigenen Kinder in diese Kreise einführen muss.

  2. #17
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    Goldner...aus meiner Sicht überreißt er es biographiebedingt - ich halte es da mit Hilarion Petzold (2004: hier: 122, 125) - dessen Ausführungen zu Aggression, Stressbiographie etc. ab Seite 118 ich nach wie vor für äußerst relevant halte:

    Mit den geschilderten Negativerfahrungen in Kampfsportkontexten stehe ich keineswegs alleine (Goldner 1992) und sie sind auch nichts Besonderes in diesem Feld.
    [...]
    Dennoch ist dieser Eindruck für mich nicht dominant, wie dies etwa im Buch von Goldner (1992) hervorscheint. Aber eine kritische/selbstkritische Aufmerksamkeit ist angesagt, auch was Angebote aus der Budo-Szene zu Methoden der Angst-Kontrolle (Thompson 2004) und des Anti-Aggressivitäts-Trainings (Wolters 1992a, c, 1994a) anbelangt – sie müssen ideologisch, emotions- bzw. aggressionspsychologisch und neurowissenschaftlich auf Konsistenz reflektiert werden. Pragmatische Rezeptbücher mit selbstgestrickten Angsttheorien und äußerst flachen methodischen Anleitungen wie etwa das Buch von Thompson sind kein guter Weg, mit den schwierigen Themen seriös umzugehen.
    Bei schlechtem Training und in schlechten Clubs kann es also durchaus zu einer „Sensitivierung“ der HPA-Axe kommen in Richtung Angst (Hüther 1997) oder Aggressivität (Maes, Coccaro 1998), traumatischer Furcht- oder brutalisierter Gewaltreaktion. Das Klima des Dojos/Trainings/Vereins, die Vorbildfunktion des Lehrers, sind hier von entscheidender Bedeutung
    Schöne Grüße
    Baghira
    Geändert von KK-Baghira (29-04-2016 um 12:09 Uhr)
    "Empty your mind... be formless, shapeless, like water..." (Bruce Lee)

  3. #18
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    der war hier vor gefühlten 15 Jahren ab und an mal das Thema...
    Da kam ich wohl etwas zu spät,


    Gruss

  4. #19
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    wie über die meisten deiner "Fakten" ?

    Zu dem studentischen Selbstversuch, hast du da mal eine Quelle? Das würde mich interessieren...
    Mich ehrlich gesagt auch, ich krieg aber nicht mehr zusammen, wo und in welchem Rahmen ich das aufgeschnappt habe - mir ist nur noch in Erinnerung, dass die trotz offensichtlicher Gewaltbereitschaft/Radikalismus problemlos die Mitgliederverträge bekommen hätten. Ich glaube, das war aber bei denen nur ein Randergebnis, im Kern hatten die sich für was anderes interessiert.

    Ich habe den Versuch noch in Erinnerung, Details kriege ich aber leider nicht mehr zusammen. Wenn ich mich richtig erinnere, hatten die sich im Auftrag einer TV -Sendung / TV Beitrag dort angemeldet, aber sicher bin ich mir da nicht mehr.

    Ich bilde mir ein, dass die sogar mit versteckten Kameras die offene Unterhaltung von Rechtsradikalen / Hooligans dort beim Training gefilmt hatten.

    Edit: Es könnte sein, dass das damals im Rahmen von dem Fall "Carlos" in der Schweiz im TV kam. Da ging es wohl um den Sinn bzw. Unsinn von Resozialisierung in Gyms, bei der Gelegenheit hatten die auch die Gyms und deren Betreiber/Trainer und Hintergründe mit beleuchtet.
    Ist also durchaus möglich, dass dieses "Experiment" aus der Schweiz stammte.
    Geändert von kelte (29-04-2016 um 10:47 Uhr)

  5. #20
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    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    Mal abgesehen davon, dass mir derartige Programme zumindest aus den Kindergärten, die wir unterstützen, absolut unbekannt sind, haben auch die meisten Schulen Kampfsport wie Boxen etc. aus dem Lehrplan genommen - und das seit vielen Jahren.
    Die Sport-AG "Ringen und Raufen" gibt es u.a. an der sportbetonten Grundschule auf die mein Sohn geht. Er ist allerdings nicht dabei, er hat sich für Leichtathletik entschieden...
    Frank Burczynski

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  6. #21
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    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    Mich ehrlich gesagt auch, ich krieg aber nicht mehr zusammen, wo und in welchem Rahmen ich das aufgeschnappt habe - mir ist nur noch in Erinnerung, dass die trotz offensichtlicher Gewaltbereitschaft/Radikalismus problemlos die Mitgliederverträge bekommen hätten. Ich glaube, das war aber bei denen nur ein Randergebnis, im Kern hatten die sich für was anderes interessiert.

    Ich habe den Versuch noch in Erinnerung, Details kriege ich aber leider nicht mehr zusammen. Wenn ich mich richtig erinnere, hatten die sich im Auftrag einer TV -Sendung / TV Beitrag dort angemeldet, aber sicher bin ich mir da nicht mehr.

    Ich bilde mir ein, dass die sogar mit versteckten Kameras die offene Unterhaltung von Rechtsradikalen / Hooligans dort beim Training gefilmt hatten.
    Okay, danke, das suche ich mal...das würde mich echt interessieren...

    PS: an etwas derartiges kann ich mich nur bei SpiegelTV und in einem anderen, religiösen, Zusammenhang erinnern...
    Frank Burczynski

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  7. #22
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    Bei den Ärzten gelten Ballsportarten als am Verletzungsträchtigsten, kaum ein Junge der nicht im Laufe seiner Laufbahn an Bändern oder Meniskus operiert wurde. Be Volleyball sind die Finger stark gefährdet und bei Handball wird härter gekämpft als beim Kampfsport. Daher auch reichlich Verletzungen. Beom Golf sterben mehr Leute jedes Jahr durch Bälle die Leute am Kopf treffen als beim MMA oder Boxen, danach kommt übrigens Reiten, das auch viele Gelähmte und Tote produziert. Gibt alle paar Jahre skurille Erhebungen zur Gefährlichkeit von Sport.

  8. #23
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Die Sport-AG "Ringen und Raufen" gibt es u.a. an der sportbetonten Grundschule auf die mein Sohn geht. Er ist allerdings nicht dabei, er hat sich für Leichtathletik entschieden...
    Meine theorie wäre ja, dass, wenn man an einer schule zb eine ernstzunehmende ringer- oder boxermannschaft unter einem verantwortungsvollen lehrer aufgebaut hätte, dort jedenfalls nicht irgendwelche stänkerer(banden) das grosse sagen hätten.


    Gruss

  9. #24
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Trainer ich auch nicht, ich kenne aber auch nur die meines Sohnes. Derartige Eltern aber dafür um so mehr.
    Beim Kinderfussball in der Kinderliga in Berlin haben so dadurch die Eltern einen Sicherheitsabstand zum Spielfeld einzuhalten. Sie sollen nicht brüllen oder anfeuern und sich schon gar nicht in "Wortgefechte" mit Eltern der gegnerischen Mannschaft begeben. Hintergrund sind mehrere Übergriffe auf Schiedsrichter, Trainer und Spieler bzw. Gewalt unter den Eltern.

    Derartiges hatten wir vorher bei Judowettkämpfen nicht.
    Eine nicht zu leugnende Tatsache!

  10. #25
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    Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
    ich krieg aber nicht mehr zusammen, wo und in welchem Rahmen ich das aufgeschnappt habe - Ich habe den Versuch noch in Erinnerung, Details kriege ich aber leider nicht mehr zusammen.
    Hattest Du nicht erst großspurig gefordert wer Behauptungen aufstellt sollte diese auch belegen können? Insofern fällte diese Story dann wohl unter den Bereich "Münchhausen"

    Und mit Lehrplänen kennst Du Dich offensichtlich auch nicht so gut aus wie Du glaubst.
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

  11. #26
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    Zitat Zitat von Little Green Dragon Beitrag anzeigen
    Eben nicht - ich spreche da aus persönlicher Erfahrung.
    eben doch, weil es deine- subjektive- erfahrung und einschätzung ist. ich habe so einige jahre fussball gespielt und rollhockey nebenher. bis auf kleinigkeiten war ich nie verletzt... beim ersten luta livre probetraining hat mir ein, unbeholfener, trainingspartner (bei einem unbeholfenen takedownversuch) das knie überdehnt und nach zwei monaten krav maga wurde ein trainingspartner mit dem krankenwagen abgeholt, weil sämtliche bänder im knie durch waren.

    in "meinem" studio trainieren einige fussballer aus einem furchtbaren kreisligaverein und ein paar aus den höheren jugendmannschaften. vielleicht liegt es daran, dass das dorfkinder sind, aber die haben einen sehr guten zusammenhalt, teamgeist und respekt vor anderen (mir zb, da trainer im studio).

    dass es beim fussball mehr assis, auch unter den eltern, gibt mag stimmen. legt aber auch an der masse der sportler in relation zur masse an kampfsportlern.

    deswegen sage ich aber nicht, dass kampfsport verletzungsanfälliger ist, sondern, dass es darauf ankommt wie man trainiert und konditioniert wird. trottel und assis, denen die verletzung von anderen egal ist, gibt es in jedem sport und auch keinen schutz davor.

    dass kinder sich gerne messen wollen ist mir klar und wenn das in einem vernünftigem rahmen abläuft völlig ok. nur ist kampfsport nicht der einzige maßstab. kinder können sich auch laufend, springend und schwimmend messen. wenn sie lieber kampfsport machen sollen sie es tun, hab ich auch im vorigen beitrag geschrieben.

    es geht mir nur darum, dass kampfsport und kunst auf außenstehende gewalttätig wirkt und das nicht in jedem falle zu unrecht. ferner sollten heranwachsende auch lernen, dass man konflikte auch ohne kampf lösen können sollte. kampf und gewalt kann nicht das einzige ventil sein.

    das problem ist, das so einige ks sich als oberes ende der nahrungskette sehen und wenig respekt und anerkennung für andere sportler übrig haben.
    Geändert von Gast (29-04-2016 um 10:57 Uhr)

  12. #27
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    Da übrigens 99% aller Menschen in Deutschland nicht dem angeblichen menschlichem Bedürfnis nachgehen, sich regelmäßig zu prügeln, wage ich mal die Prognose, dass dieses so schlicht nicht existiert.
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  13. #28
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    Zitat Zitat von Franz Beitrag anzeigen
    Bei den Ärzten gelten Ballsportarten als am Verletzungsträchtigsten, kaum ein Junge der nicht im Laufe seiner Laufbahn an Bändern oder Meniskus operiert wurde. Be Volleyball sind die Finger stark gefährdet und bei Handball wird härter gekämpft als beim Kampfsport. Daher auch reichlich Verletzungen. Beom Golf sterben mehr Leute jedes Jahr durch Bälle die Leute am Kopf treffen als beim MMA oder Boxen, danach kommt übrigens Reiten, das auch viele Gelähmte und Tote produziert. Gibt alle paar Jahre skurille Erhebungen zur Gefährlichkeit von Sport.
    Es ist ein Rätsel. Es sollte sich doch mittlerweile wirklich rumgesprochen haben, das so ziemlich jede Sportart und Freizeitbeschäftigung gefährlicher ist als Vollkontakt-Kampfsport/MMA.

  14. #29
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    Ich bin in der glücklichen und auch sorgenvollen Lage des Papadaseins von kleinen Zwergen im Vorschulalter.
    Das Thema der sportlichen Betätigung ist natürlich aktuell. Mein 'Ältester' spielt Fußball seit er 4 ist, verliert aber seit Wochen zunehmendst die Lust. Ich würde meine Kids gern beim KS oder einer KK angemeldet sehen. Jedoch ist da das Einstiegsalter etwas höher angesiedelt. Mein Ältester könnte nächstes Jahr beginnen, wenn er denn mag. Meine Frau und ich sind da allen KS/KKs vom angeblichen Klischee her völlig aufgeschlossen, interessiert uns nicht. Unsere Kriterien sind da eher die Gefahr von Schäden. Sprich, schlagende Hobbys mit andauernden Kopftreffern sind erst mal raus. Sprich, es geht uns nicht um Vorurteile sondern um die Angst bezüglich der Gesundheit, ob begründet oder nicht.
    Mein Sohn zeigt jedenfalls Interesse und wir kämpfen/trainieren ab und an spielerisch. Zur Debatte stehen BJJ, JJ, Judo oder Kung Fu.
    BJJ würde mich freuen, aber unsere Sorgen sind auch da auf die Gesundheit zurückzuführen. Weiß nicht ob es nicht zu früh wäre, und bei dauerhaften Interesse zu Schäden im Alter an HWS und Gelenken führen könnte. Bei unserer Tochter wäre es ein Wunsch zwecks späterer SV für 'spezielle' Fälle, wenn Sie Interesse am BJJ hätte. Da komme ich aber wieder als Vater ins Spiel und habe mit der Vorstellung Probleme was den ständigen engen Körperkontakt mit Jungs betrifft. Habe selber keine Hintergedanken wenn ich mit weiblichen Partnern rolle, aber trotzdem. Klingt paradox, aber bin da ehrlich.
    Am Ende sollen sie jedoch machen was sie wollen. Sei es Ballsport, KK, Musik, Theater oder sonstwas.
    Was ich eigentlich sagen wollte : Uns geht es nicht um Vorurteile bei der Auswahl, sondern nur um Gesundheit (naja, bis auf das Thema Tochter und BJJ )

    @kelte
    Ich war bisher zurückhaltend, habe über manche Statements sogar mal nachgedacht. Aber so langsam kommen Deine Klischee's und Vorurteile echt nervig und fast schon diskriminierend der KS-Szene gegenüber rüber.
    Was Deine Vorurteile gegenüber Trainer bestimmter KK/KKs angeht: Meine Kinder entscheiden was sie möchten, meine Frau und ich wo(!) und bei wem sie das trainieren. Gibt überall solche und solche, hat nichts mit dem Sport zu tun.
    Geändert von mst78 (29-04-2016 um 11:43 Uhr)

  15. #30
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    Sport ist zu einem gewissen Teil auch Veranlagung. Es gibt Kinder, die die ganze Zeit mit einem Ball rummachen oder laufen, was stemmen u.s.w.. Bei mir war es so, ich habe immer mit Plastikschwertern gespielt. Eines Tages, habe ich meinem Vater beim Spielen so damit auf die Finger gehauen, dass er gesagt hat, jetzt lernst du es richtig. Im Schulsport habe ich mich immer unwohl gefühlt, ich bin klein und stämmig und sollte Leuten mit Windhundfigur einen Ball abjagen, die stets schon 10 Meter weiter waren, Basketball spielen mit Kindern, die zehn Zentimeter und mehr größer waren, Leichtathletik der Begriff sagt für Stämmige doch schon alles, da hopst man nicht einfach über eine Latte, die reißt man um und den halben Aufbau gleich mit, aber das zählt ja nicht . Währenddessen hatte ich im Fechtsport meine ersten kleinen Erfolge. Auf der anderen Seite tun mir die Kinder leid, in deren Ländern Kampfsport Schulfach ist. Die quälen sich mit den immer gleichen Bewegungsabläufen, mögen es nicht auf Matten geknallt zu werden und würden lieber was anderes machen. Ein Kind soll das machen, für das es die körperlichen Voraussetzungen mitbringt und für das es Interesse zeigt. Es gibt auch unter den Kampfsportarten eine so breite Palette an Sachen, mit/ohne Kontakt, Schutzkleidung in jeglicher Form, da findet sich was. Außerdem glaube ich, dass heutzutage die mangelnde Bewegung das viel größere Problem ist, als Sportverletzungen.
    Die Betonung pädagogischer Aspekte oder die Herausbildung sozial erwünschten Verhaltens sehe ich kritisch. Ich habe damals gefochten um zu Fechten und erwarte von einem Fußballspieler, dass er halt Fußball spielt. Klar ich bekam durch den Verein natürlich etwas Sozialverhalten mit, lernte mit Niederlagen umzugehen, auf Ziele hinzuarbeiten, aber deswegen habe ich das nicht gemacht das war ein Nebenaspekt und das wurde auch damals noch nicht so betont. Inzwischen scheint mir, werden die Sportvereine als Schule der Nation missbraucht oder als Religionsersatz, Lebensphilosophie und weiß der Geier für was noch. Kämpfen ist auch an sich nichts Negatives, jede Gesellschaft braucht ihre Kämpfer u.a. im Sicherheitsbereich, das muss nur in verantwortungsvolle Bahnen gelenkt sein, aber ist nicht dazu da den Menschen zum Heiligen zu machen.

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