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Thema: Interview: Beim Blick auf den Buddhismus haben wir eine rosarote Brille auf

  1. #16
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    Zitat Zitat von Aruna Beitrag anzeigen
    Was ist mit den vier edlen Wahrheiten?
    Touchée, die vier edlen Wahrheiten und den achtfachen Pfad könnte man natürlich als Kern des frühen indischen Buddhismus ansehen.
    Insbesondere wenn man von der ersten Predigt des Buddha nach seinem "Erwachen" ausgeht.
    Oder vielleicht noch griffiger, "das Leiden und die Befreiung davon".
    (Wobei hier die Meinungen dann ja schon in der Frühzeit des Buddhismus wieder auseinander gegangen sind, was genau das bedeutet und wie es zu erreichen ist. Exemplarisch die sogenannten 18 Schulen des frühen indischen Buddhismus)
    Im Mahayana-Buddhismus wäre aber vielleicht schon sunyata der zentrale Begriff. Natürlich kann man den an das vorherige Anbinden, aber da hat sich schon viel getan...

  2. #17
    dermatze Gast

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    Zitat Zitat von Julian Braun Beitrag anzeigen
    All deine Unterscheidungen (auch z.B. zwischen theoretischem, praktischen und Volks-Buddhismus) in allen Ehren, aber so einfach ist es nicht...
    Naja, diese Unterscheidung scheint mir schon sinnvoll. Ich sehe das durchaus auch so.

  3. #18
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    Zitat Zitat von dermatze Beitrag anzeigen
    Naja, diese Unterscheidung scheint mir schon sinnvoll. Ich sehe das durchaus auch so.
    Wie unterscheidest du denn die drei eindeutig voneinander?

  4. #19
    dermatze Gast

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    .
    Geändert von dermatze (17-12-2017 um 21:40 Uhr)

  5. #20
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    Im Buddhismus wird da sehr klar unterschieden. Vor- und Nachteile werden erklaert. Die Inhalte sind definiert. Zielgruppen. Historische oder lebende Beispiele, welche Moenche mehr in dieser in jeder Gruppe "aktiv" sind und und und. Die Litaratur wird auch danach sortiert.

    Der sozusagen "theoretische" Background wird unter dem Begriff Abhidamma zusammengefasst. Wer mehr wissen will, kann nun da mit der Suche starten, aber ohne mich. Ich sag da nichts zu, da ich keine Lust habe, mich mit der Ignoranz von Vorfwuerfen ala ist ne Platituede oder ist zu allgemein, zu befassen.

    Btw: habe sowieso fast alles wieder vergessen Ich koennte sogar nicht mehr dazu sagen, als Zusammenfassendes, Allgemeines... sonst meusste ich nachschlagen. Aber das kann ja selber genausogut.

  6. #21
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    Zitat Zitat von Odysseus Beitrag anzeigen
    Btw: habe sowieso fast alles wieder vergessen Ich koennte sogar nicht mehr dazu sagen, als Zusammenfassendes, Allgemeines... sonst meusste ich nachschlagen. Aber das kann ja selber genausogut.
    Also aus deinem kleinen Einblick, den du durch das Studium buddhistischer englischer Literatur in einem Klosterkämmerlein in Myanmar gemacht hast (was bestimmt eine tolle Erfahrung war - keine Frage!), weißt du zwar, wie das mit der gesamten buddhistischen Literatur und dem Buddhismus in allen Ländern und zu allen Zeiten war und ist, hast aber ansonsten schon wieder fast alles vergessen?

  7. #22
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    Zitat Zitat von Julian Braun Beitrag anzeigen
    Gewalt ist dabei auch in buddhistischer Literatur keine Seltenheit, insbesondere wenn man eben an die ganzen Höllen-, aber auch die Wiedergeburts-Geschichten denkt.
    Jupp. Aber es wird nicht empfohlen, Gewalt anzuwenden. DAS ist der Punkt. Die Existenz von Gewalt in den verschiedenen "Welten" inclusicer unserer ist nicht abzuleugnen. Willst du ernsthaft draus folgern, das der Buddhismus gewaltaetig ist? Sicher nicht... aber es ist eben keine Schmusewelt in der wir leben, und der Buddhismus sagt das ganz klar auch. Sehr klar sogar. Ein Paradies gibts nicht.

    Zitat Zitat von Julian Braun Beitrag anzeigen
    Mich würde interessieren, was für Texte du den genauer in Myanmar studiert hast? Vermutlich Abhidhamma-Übersetzungen und Auslegungen der dortigen Bikkhu?
    Richtig. Ich habe noch eine handschriftl. Liste, die mir allerdings, da es so lange her ist, selber nicht mehr viel sagt.

    Abhidamma war allerdings das Hauptthema, fuer mich als analytisch denkender Mensch genau das Richtige.

    Eigentlich kann man die Richtung zusammenfassen mit dem Buch
    "Visuddhimagga" Path of Putrifucation, by Bhandantacariya Bhuddaghosa, transl. by Bhikku Nanamali (from Pali to engl). Wuerde ich mir heute noch unters Kopfkissen legen. Is ja auch nen Waelzer...

    Zitat Zitat von Julian Braun Beitrag anzeigen
    All deine Unterscheidungen (auch z.B. zwischen theoretischem, praktischen und Volks-Buddhismus) in allen Ehren, aber so einfach ist es nicht...
    Niemand sagt, das es so einfach ist. Aber hab ich Lust (oder die faehigkeit), hier komplette Erklaerungen zu schreiben? Die gibts ausserdem doch schon. Was soll ich machen, ausser es "einfach" zu sagen, mit allen Anteilen der Unschaerfe und Missversstaendnisse. Das Verstaendnis liegt auch im Ohr des Hoerers. Und wenn man anfaengt, viel zu erklaeren, ist doch wieder einer da, der es nicht kapieren will und endlose ins kraut hinein diskutiert ueber die Bedeutung eines Wortes an dieser Stelle etc..

    Ich habe gesagt, das Buddhismus friedlich ist, das ist die Wahrheit, und mehr gibts eigentlich nicht zu sagen.

  8. #23
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    Zitat Zitat von Julian Braun Beitrag anzeigen
    Also aus deinem kleinen Einblick, den du durch das Studium buddhistischer englischer Literatur in einem Klosterkämmerlein in Myanmar gemacht hast (was bestimmt eine tolle Erfahrung war - keine Frage!), weißt du zwar, wie das mit der gesamten buddhistischen Literatur und dem Buddhismus in allen Ländern und zu allen Zeiten war und ist, hast aber ansonsten schon wieder fast alles vergessen?
    Yeah, da bin ich ganz ehrlich. aber sieh's mal so: Das Wissen ist eine Bruecke, die man hinterher nicht mehr braucht. Es sein denn, man ist Lehrer, z.B (aber auch dann haengt es vom Charakter des Schuelers ab, was der braucht, is nicht so einfach, das alles, keine Frage). Vorallem braucht man es nicht mehr UNBEDINGT, wenn man praktisch weitermacht. Obwohl es nicht UNBEDINGT falsch ist, weiterhin Abhidamma zu studieren. Zum zweiten: Was genau habe ich vergessen? Um Grunde nur Worte, Saetze, Formulierungen... was blieb ist die Ueberzeugung - als Ergebnis kritischer Auseinandersetzung mit dem theoreteischen Background. Mit Ueberzeugung meditiert (trainiert) es sich gleich erfolgreicher. Das gaht aber nur, wenn man die Methoden kennt ... ach da ist man wieder beim wissen. Alles sollte man dann doch nicht vergessen... Ich weiss, das der Buddhismus friedlich ist, mehr brauch ich nicht zu wissen zur Zeit. Wenn ich Lust habe, komme ich darauf zurueck.

    Hoffe, Dir haben meine Plattitueden geholfen.
    Geändert von Odysseus (30-05-2017 um 14:12 Uhr)

  9. #24
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    Buddhismus ist eine gute Sache.

    Ich wünschte mir, das europäische Bildungsbürgertum hätte einen so wohlwollenden Blickwinkel, auch beim Betrachten des Christentums und seiner zahllosen Errungenschaften für den Frieden, die Freiheit, den Wohlstand und das Wohlbefinden der Menschheit.

  10. #25
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    @Odysseus

    Es ging im eingangs verlinkten Interview aber eben nicht um die Textgattung "Abdhidhamma", sondern um den realen Buddhismus in all seinen Ausprägungen. Und die Geschichte dieses Buddhismus ist nunmal keineswegs gewaltfrei verlaufen.

    Siehe z.B.
    https://info-buddhismus.de/Krieg_Gew..._Hartmann.html

    Oder auch
    https://www.buddhismuskunde.uni-hamb...zimmermann.pdf

    Die Liste lässt sich leicht verlängern, die Erforschung der unheilsamen Seiten des Buddhismus ist nämlich etwas, was eben erst in der letzten Zeit ins Augenmerk der Forschung rückt. Während die Menschen hier eben häufig ein stark verklärtes und kaum von historischer und inhaltlicher Kenntnis geprägtes Bild des Buddhismus haben.

    P.S.
    Du kennst aber schon die deutschen Sachen von Nyanatiloka, Nyanaponika, Agganyani etc.?

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