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Thema: Der Sinn von Kata

  1. #1
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    14.06.2017
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    Standard Der Sinn von Kata

    Hallo an alle,

    was haltet ihr von Kata in den verschiedensten Kampkünsten (Karate; Kung Fu; WT; usw.). Meinungsbeispiele wären:

    -Techniktraining
    -Ästhetik
    -Konzentrationstraining
    -Traditionalität
    -Spiritualität
    -Wissensbündelung zur besseren Übermittlung; "Chunking"
    -usw.

    Wie muss für euch eine sinnvolle Kata aussehen? Ist die direkte Anwendbarkeit in einem echten Kampf für euch wichtig oder nicht so wichtig (z.B. wie weit ausholen; Grad der "Feinmotorik" der Form; langer Weg oder kurzer Weg)?

    Zählt eine Kata (Form) für euch nur als Verbund mehrerer Angriffs- und Abwehrtechniken, oder reicht auch eine Einzeltechnik allein um als Form bzw. Kata zu gelten (Angriff + Konter z.B.).

    Gruß:
    Learning_Ronin
    Geändert von Learning_Ronin (30-08-2017 um 22:45 Uhr)

  2. #2
    Registrierungsdatum
    01.02.2006
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    10.720

    Standard

    Möglicherweise müsste man vorher nach dem sinn des grundtechniktrainings überhaupt fragen.

    Denn kata besteht im wesentlichen aus grundtechniken.


    Grüsse

  3. #3
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    948

    Standard

    Bingo.

    Weiträumig geht es ums erlangen von dem, was man u.a. in JKD als "attributes" nennt.

    Und ursprünglich war jede Form mehr oder weniger repräsentativ für ein komplettes Kampfsystem. Das ist natürlich heute total den Bach runter gegangen, da es eher darum geht die Oberfläche der Form zu kennen, möglichst flashy wiedergeben, ohne dass man viel davon verstanden hat.

  4. #4
    gast Gast

    Standard

    Sinn und Zweck ist die GrundBewegungen einzuschleifen und evtl. mögliche Anwendungsbeispiele darzulegen.
    Geändert von gast (21-11-2017 um 16:46 Uhr)

  5. #5
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    02.03.2005
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    32.558

    Standard

    Für mich stellt die jeweilige Kata die Prinzipien dar, die man so weitergegeben hat.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  6. #6
    Registrierungsdatum
    26.06.2017
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    Hunsrück
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    1.095

    Standard

    Ich mag Kata (in meinem Fall Shotoka-Karate-Katas).

    Weil ... puh, ja weil ...
    Weil sie Techniken und Koordination schulen.
    Weil sie speziell mich immer wieder disziplinieren, mich nicht selbst zu überholen (im Kopf schon drei Techniken weiter zu sein und dadurch die JETZT aktuelle zu schludern).
    Weil sie geistig fordern. Ich lerne derzeit jede Woche neue Kata-Abläufe, und, ja, das fordert mich. (UND diszipliniert mich: Ich lerne die Dinger nicht beim "Mitlaufen", bin ich zu alt oder zu unbegabt oder beides für. Also am Wochenende Stück für Stück das Dingen zusammenbauen. Und wenn ich mir halt nun mal keine 4er oder 5er Abfolge merken und nachlaufen kann, dann eben in 2er oder 3er Schritten.)
    Weil man, wenn der Ablauf mal da ist, ad infinitum an den Feinheiten feilen kann und immer wieder was Neues entdeckt, das noch besser, präziser, mit mehr Kime, eleganter, sauberer aus der Körpermitte heraus etc. pp. ... ausgeführt werden kann.
    Weil es dennoch ganz verschiedene Weisen gibt, ein und dieselbe Kata zu laufen, die allesamt auch saugut sein können (einfach mal ein paar richtig guten Karateka zugucken).
    Schlussendlich, weil ich dabei seltener auffe Fresse kriege als im Kumite

    Oder kürzer: Weil sie Physis und Psyche trainieren. Und sich, wenn man sie halbwegs beherrscht, auch gut anfühlen.

    Wichtig finde ich aber, dass man für jede in der Kata befindliche Technik weiß, "was man da eigentlich tut", also immer auch Bunkai (Anwendung) erklärt, gezeigt, geübt wird. Das kommt manchmal bisl kurz, finde ich.

  7. #7
    Gast Gast

    Standard

    Wenn man möchte, könnte Kata die Kampfstruktur liefern die man brauchen könnte um mit Karate zu kämpfen...

  8. #8
    doitsu-shibu Gast

    Standard

    -
    Geändert von doitsu-shibu (01-11-2017 um 20:43 Uhr)

  9. #9
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    Standard

    Hallo an alle,
    Zitat Zitat von Learning_Ronin Beitrag anzeigen
    was haltet ihr von Kata in den verschiedensten Kampkünsten (Karate; Kung Fu; WT; usw.).
    Was verstehst du unter Kata? Ich habe zwei verschiedene Arten kennengelernt.
    1. Shotokanstil: Alleine für sich Techniken machen. ->Stil 1
    2. Grundlagentraining mit einem Partner -> Stil 2



    Zitat Zitat von Learning_Ronin Beitrag anzeigen
    -Techniktraining
    Stil 1: Macht für mich keinen Sinn. Wenn es um Kampf geht dann muss ich auch Techniken am Partner trainieren. In der Zeit, in der ich eine Kata hoch und runter laufe, kann ich die Zeit viel besser in Partnertraining investieren.

    Stil 2: Klar, auf jeden Fall.

    Zitat Zitat von Learning_Ronin Beitrag anzeigen
    -Ästhetik
    Äh, kommt wohl drauf an, was deine Zielsetzung im Training ist. Ich persönlich stehe auch nicht auf Bodenturnen. Ästhetik ist mir also total egal.

    Zitat Zitat von Learning_Ronin Beitrag anzeigen
    -Konzentrationstraining
    Stil 1: Ja mag durchaus helfen, sich zu konzentrieren
    Stil 2: Jedes Training ist meiner Meinung nach Konzentrationstraining.

    Zitat Zitat von Learning_Ronin Beitrag anzeigen
    -Traditionalität
    Wenn die Zielsetzung deines Trainings die Traditionspflege ist, dann gerne.

    Zitat Zitat von Learning_Ronin Beitrag anzeigen
    -Spiritualität
    Äh, ne, dann eher Art Meditation, aber zur Spiritualität fallen mir bessere Dinge ein.

    Zitat Zitat von Learning_Ronin Beitrag anzeigen
    -Wissensbündelung zur besseren Übermittlung; "Chunking"
    Stil 1: Ich habe jahrelang Shotokankarate gemacht und muss sagen zur Wissensbündelung und besseren Übermittlung hat das nichts getaugt.
    Stil 2: Im Hinblick auf Techniktraining und Vermittlung von Prinzipien klar, auf jeden Fall. Wie will man sie auch ansonsten anders vermitteln?

    Ergänzung:
    Die einzig sinnvolle Betätigung in "alleine Katas zu laufen" ist, wenn man gerade keinen Trainingspartner zur Hand hat und sich Abläufe nochmal vergegenwertigen möchte. Das finde ich sinnvoll. Aber nicht Katas zum Selbstzweck, um Katas zu laufen, damit man Katas läuft, wenn ihr versteht, was ich meine.



    Zitat Zitat von Learning_Ronin Beitrag anzeigen
    Ist die direkte Anwendbarkeit in einem echten Kampf für euch wichtig oder nicht so wichtig (z.B. wie weit ausholen; Grad der "Feinmotorik" der Form; langer Weg oder kurzer Weg)?
    Wenn die Kata nicht etwas ist, was ich an direkt in der Praxis anwenden könnte, wieso sollte ich sie dann lernen? Wieso sollte ich zu viel Zeit in etwas investieren, was mir nicht direkt etwas bringt?

    Zitat Zitat von Learning_Ronin Beitrag anzeigen
    Zählt eine Kata (Form) für euch nur als Verbund mehrerer Angriffs- und Abwehrtechniken, oder reicht auch eine Einzeltechnik allein um als Form bzw. Kata zu gelten (Angriff + Konter z.B.).
    Das kommt drauf an. Im Historisches Fechten haben wir unsere Stücke, die auch nur aus ein oder zwei Techniken bestehen können. Sie vermitteln Prinzipien und Techniken.
    Ich würde sagen, die Sinnhaftigkeit ist wichtig und sich direkt nützliche Bewegungsabläufe einzurichten.

  10. #10
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    Formen so wie ich sie kennengelernt habe ist mMn. Bewegngstraining die man dann in Anwendungen überführen kann, eine Bewegungen kann nach Kontext ganz verschieden Anwendungen sein.
    Formen müssen auch nicht alleine gelaufen werden, persönlich sehe ich es als Schattenboxen mit vorgegebener Reihenfolge.
    Geändert von Maddin.G (01-07-2018 um 20:55 Uhr)
    I'm here to kick ass and chew bubblegum and I'm all out of bubblegum.

  11. #11
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    Zitat Zitat von Axel_C_T Beitrag anzeigen
    ... Das finde ich sinnvoll. Aber nicht Katas zum Selbstzweck, um Katas zu laufen, damit man Katas läuft, wenn ihr versteht, was ich meine. ...

    Und wenn man durch katatraining die grundtechnik(en) trainieren will (s.o.)?


    Grüsse

  12. #12
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    Zitat Zitat von Learning_Ronin Beitrag anzeigen
    was haltet ihr von Kata in den verschiedensten Kampkünsten
    Nichts.

  13. #13
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    Das ist Tarnung. Habe dieses Jahr schon im Freibad Kata gemacht. Das fällt keinem auf. Und falls doch einer neugierig wird kann man immer noch behaupten man mache Tai Chi
    "Ich habe alle diese Degen selbst geschmiedet und übe täglich acht Stunden mit ihnen, um einen Piraten töten zu können." "Du brauchst dringend ein Mädchen mein Freund!" (Fluch der Karibik)

  14. #14
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    Früher konnte ich Kata nichts abgewinnen. Fand das langweilig und sinnbefreit. Man muss dazu sagen, dass wir die Dinger auch einfach stumpf abgelaufen sind. "Muss so sein" "Ist halt so" "Hat keinen tieferen Sinn"...

    Inzwischen bewerte ich das anders. Kata ist der Dreh und Angelpunkt meiner inzwischen favorisierten Kampfkunst.

    Aus Kata leite ich mein Training, meine Technik und meine Strategie ab. Ich sehe Kata als eine Blaupause fürs Karate. Grundsätzlich finde ich Kata laufen sinnvoller als Kihon. Kata kann man gut zerlegen und Techniken am Stück trainieren. Kata kann man anwenden. Kata-Teile kann man als Flow trainieren. Techinken schleifen sich ein. Allerdings übe ich Bewegungsmuster die mir die Kata vorgibt nicht so steif, sondern flüssig mit Partner.

  15. #15
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    Das Thema wurde in den jeweiligen Bereichen schon einigemale besprochen.

    Deshalb kurz.

    Es gibt Einzel und Partner Formen mit und ohne Waffen.

    Lehrkonzept:

    Grundlagen---Formen---Anwendungen---Freikampf

    Formenlaufen alleine ist wie Trockenschwimmen.

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