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Thema: Asiatische oder Europäische Kampfkünste lernen?

  1. #16
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    Zitat Zitat von ryoma Beitrag anzeigen
    Aber ich bezweifle stark, dass sich einem modernen Chinesen der "Blaue Drache der aus dem See aufsteigt" oder "den Tiger zum Berg zurück tragen" einfach so erschliesst ohne weitere Erklärungen einfach weil er Chinese ist.

    Auch Angehörige der entsprechenden Kulturen müssen sich zuerst ein Verständnis für die KK-Begrifflichkeiten schaffen. Ohne das verstehen sie genau so Bahnhof wie alle anderen.
    Sicher müssen auch „Einheimische“ lernen was es mit den Begriffen auf sich hat. Für einen Chinesen steht z.B. der Drache jedoch für etwas anderes als für einen Europäer. Auch der Tiger hat eine andere (weitere) Bedeutung.
    Allerdings muss man auch den historischen Kontext kennen um gewisse Dinge einordnen zu können, das muss auch ein „Einheimischer“ tun, allerdings kennt man ja in der Regel die eigene Geschichte besser als die eines Landes am anderen Ende der Welt...

    Grüße

    Kanken

  2. #17
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    Zitat Zitat von Münsterländer Beitrag anzeigen
    Stadtkind, mh?
    Absolut.
    Und ich hab nie was von Blödsinn gesagt sondern wollte wissen warum ich etwas von der Kultur wissen muss.
    Von welcher überhaupt? Von der damaligen oder der jetzigen?
    Und inwieweit hilft mir chinesisch Zählen die chinesische Kultur zu verstehen oder macht mich das zu einem besseren KKler?
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  3. #18
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    Zitat Zitat von Maddin.G Beitrag anzeigen
    ...
    Und inwieweit hilft mir chinesisch Zählen die chinesische Kultur zu verstehen oder macht mich das zu einem besseren KKler?
    Trainiert halt nicht nur die Arme, sonden auch das Köpfchen.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  4. #19
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    Zitat Zitat von Maddin.G Beitrag anzeigen
    Absolut.
    Und ich hab nie was von Blödsinn gesagt sondern wollte wissen warum ich etwas von der Kultur wissen muss.
    Von welcher überhaupt? Von der damaligen oder der jetzigen?
    Und inwieweit hilft mir chinesisch Zählen die chinesische Kultur zu verstehen oder macht mich das zu einem besseren KKler?
    Ich hab auch etwas überspitzt formuliert, sorry

    Ich denke, was hier schon verschiedentlich gesagt wurde macht durchaus Sinn:
    Texte (wie z.B. die Fechtbücher, oder Lehrgedichte oder was es sonst so gibt) oder z.B. gewisse Bilder in den CMA sind halt oft nur zu verstehen, wenn man den kulturellen Hintergrund (der Entstehungszeit) zumindest zum Teil kennt. Sonst erschließt sich sozusagen der Code nicht.
    Wenn man also damit arbeiten will....

    Ob man das wiederum muss, kann jeder für sich beurteilen (bzw. seinen Lehrer fragen*g*)

    Und ob man in dem Zusammenhang chinesisch zählen muss... ich sag mal vorsichtig, DAS erschließt sich mir zumindest derzeit auch nicht

    Grüße

    Münsterländer
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  5. #20
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    Naja das is ja schon das Ding, bei uns muss man nichts rekonstruieren noch arbeiten wir mit Bildern.
    Hab im Yiquan nur oberflächlich mal das Bild von Wasser kennengelernt. Ob die Chinesen unter Wasser was jetzt ganz anderes verstehen kann ich nicht sagen.
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  6. #21
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  7. #22
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    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Tun sie
    Wohl ein weiterer Grund nicht mit Bildern zu lernen.
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  8. #23
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    Zitat Zitat von Maddin.G Beitrag anzeigen
    Wohl ein weiterer Grund nicht mit Bildern zu lernen.
    Schade, dass du das so siehst.
    für mich ist das unter anderem gerade ein Grund.

    Denn so kann man selbst mit dem gleichen Bild immer wieder neues dazu lernen (wenn man beginnt, die anderen bzw. ergänzenden Bedeutungen zu erfassen).
    Ist echt spannend

    Und das sage ich als blutiger Anfänger, der noch nicht mal eine Vorstellung der Möglichkeiten hat.
    Aber ich habe gestern mal wieder (teils schmerzlich) erfahren, wofür es letztlich gut ist. War untertrieben gesagt sehr interessant.

    Grüße

    Münsterländer
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  9. #24
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    Was spricht eigentlich gegen die Verwendung von Bildern? Ich finde das interessant. Das gibt dem Training doch mehr Tiefe. Würde z.B gerne wissen, warum man manche Huten in den HEMA so genannt hat, wie man es getan hat. Huten wie z.B Ochse oder Pflug heißen für mich Stadtmenschen natürlich was anders als für Leute aus dem Mittelalter die mit Feldarbeit viel zu tun hatten. Vielleicht hat man die Begriffe auch deshalb verwendet weil sich die meisten Menschen damals darunter etwas vorstellen können.

    Und das ist nur der Anfang. In manchen IMA scheint das Thema noch viel tiefer zu sein.

  10. #25
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    Zu Fehler anfällig und zu großer Spielraum für Missinterpretation.
    Man weiß also nie, hat man ein tieferes Verständnis oder ein Hirngespinst.
    Geändert von Maddin.G (28-11-2017 um 09:57 Uhr)
    I'm here to kick ass and chew bubblegum and I'm all out of bubblegum.

  11. #26
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    Zitat Zitat von Maddin.G Beitrag anzeigen
    Zu Fehler anfällig und zu großer Spielraum für Missinterpretstion.
    Man weiß also nie, hat man ein tieferes Verständnis oder ein Hirngespinst.

    Wie das in den CMA ist weiß ich nicht, aber in Sachen HEMA finde ich genauso anders rum. Ohne zu wissen was genau mit Ochse oder Plug gemeint ist, und man nur die Bewegung nachahmt ist der Spielraum für Fehler groß.

  12. #27
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    Zitat Zitat von Maddin.G Beitrag anzeigen
    Zu Fehler anfällig und zu großer Spielraum für Missinterpretstion.
    Man weiß also nie, hat man ein tieferes Verständnis oder ein Hirngespinst.
    Es sei denn die Tradition ist lebendig.

  13. #28
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    Hat für mich einfach den Vorteil, dass man auf internationalen Lehrgängen, Wettkämpfen oder Treffen ein gemeinsames Vokabular hat um gleich loslegen zu können. Englisch ist zwar weit verbreitet, aber längst nicht die Weltsprache für die es viele halten. Wird ja in der Welt auch viel Französisch, Spanisch, Portugiesisch etc. gesprochen. Da ist das Land der kulturellen Herkunft einer Kunst mMn der kleinste gemeinsame Nenner, auf den man kommen sollte.
    Und warum soll ich einem Japaner, von dem ich Karate lernen will abnötigen, mir seinen ganzen Kram ins Englische zu übersetzen. Ich will doch was von dem, und nicht umgekehrt. Das ist für mich auch ein Zeichen des Respekts vor der Geschichte der Kunst sowie ein Symbol der Anstrengung, die ich bereit bin einzugehen um die Kunst zu erlernen.

    Und ganz nebenbei ist es für mich als Lehrer und ganz allgemein aus neurologischer Sicht nie verkehrt Neues zu lernen. Man sollte im Leben offen für soviel Wissen wie möglich sein.

  14. #29
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    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Es sei denn die Tradition ist lebendig.
    Bei entsprechenden Kenntnissen über Kultur und Sprache ist das alles recht eindeutig.

  15. #30
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    Zitat Zitat von Maddin.G Beitrag anzeigen
    Ich weiß übrigens was eine Ochse, ein Wildschwein und ein Dach ist. Was mir das jetzt kulturell sagen soll oder was es mit HEMA zu tun hat, davon weiß ich aber gar nichts.
    Kloppen gehört dazu. Macht Spaß und einen schlanken Fuß.

    Aber dem anderen kann ich abhelfen. Ich lege ganz einfach einen Dolch in den Raum. Dann sage ich zu einem Kind: greife mich mit dem Dolch wie ein Eber an. Dann sage zu einem anderen: greife mich wie ein Stier an.

    Das eine Kind wird als Eber einen Stich von unten nach oben führen und dabei versuchen, die Waffenhand mit dem Körper abzuschirmen. Als Stier wird das andere Kind versuchen, ohne Körperkontakt von oben zu stechen. Probiere es selber aus. Es wird zwar nicht 100% genauso sein, aber sehr ähnlich.

    Ich habe also mit 2 Worten Kindern zwei Arten von Angriff erklärt. Mach das mal mit funktionsbezogener Begrifflichkeit. Geht nicht.

    Wenn das Kind noch Bezug zum Land hat, dann wird es sogar die Fußarbeit des Ebers imitieren. Ist aber heute leider selten.

    Ein verdammt hoher Anteil des Erlernen der Kampfkunst ist Mimikry. Das heißt, wir ahmen meist den Trainer oder andere Schüler oder gar Filmhelden nach. Das läuft so, bis das eigenen Körpergefühl durch massives Wiederholen die Motorik steuert. Sind in unserem Wissen, die Bewegungen und Verhaltensmuster von Tieren gespeicher, können wir dies nachahmen.

    Die so genannten Tierstile sind keine überlegenen Kampfstile. Tiger ist nicht besser als Mantis. Das sind Kung-Fu Filmmärchen. Tierstile dienen allein der Vermittlung der Bewgungsmuster. Sie sind ein Kommunikationsmittel in der Didaktik. Ahmt der Schüler ein Bewegungsmuster eines Tieres nach, so hat der Lehrer weniger Arbeit.
    Geändert von jpk@kkb (28-11-2017 um 09:34 Uhr) Grund: tippfehler
    Lust auf Schwertkampf? Zornhau oder Fechtfabrik

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