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Thema: Asiatische oder Europäische Kampfkünste lernen?

  1. #31
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    Was aber impliziert, dass der Lernende die Sprache beherrscht. Beim chinesischen oder japanischen dürfte das in unseren Breiten regelmäßig nicht der Fall sein.

    Womit wir wieder beim Thema wären, warum ich statt "Age Uke" nicht einfach "Aufwärtsblock" sage, oder nicht einfach deutsch oder englisch zähle statt japanisch.

  2. #32
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    Zitat Zitat von Maddin.G Beitrag anzeigen
    Zu Fehler anfällig und zu großer Spielraum für Missinterpretstion.
    Man weiß also nie, hat man ein tieferes Verständnis oder ein Hirngespinst.
    Das weiß man nie. Aber es gibt ein Korrektiv: der internationale Austausch, auf Veranstaltungen gehen usw. Wenn man sich nicht isoliert, ist das Vielaugenprinzip als Qualitätssischerung schon recht gut. Wichtig ist, dass man transparent seinen Kram bekannt gibt und dann die kommende Kritik auch annimmt.
    Lust auf Schwertkampf? Zornhau oder Fechtfabrik

  3. #33
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    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Was aber impliziert, dass der Lernende die Sprache beherrscht. Beim chinesischen oder japanischen dürfte das in unseren Breiten regelmäßig nicht der Fall sein.

    Womit wir wieder beim Thema wären, warum ich statt "Age Uke" nicht einfach "Aufwärtsblock" sage, oder nicht einfach deutsch oder englisch zähle statt japanisch.
    Weil manchen dann die Budoromantik fehlen würde.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  4. #34
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    Ich halte andere Gründe für relevanter, wie ich weiter oben schrieb.

  5. #35
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    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    [...]

    Womit wir wieder beim Thema wären, warum ich statt "Age Uke" nicht einfach "Aufwärtsblock" sage[...]
    Weils kein Block ist?
    (Wird doch m.W. zumindest verschiedentlich so vertreten?)

    Will dieses Nebenthema jetzt gar nicht aufmachen, aber m.E. ein gutes Beispiel dafür, das Übersetzungen auch so ihre Tücken haben können.

    Grüße

    Münsterländer
    I'm going through changes

  6. #36
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    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Ich halte andere Gründe für relevanter, wie ich weiter oben schrieb.
    Klar, nur bei dem kleinen Breitensportler, der zweimal die Woche für 90 min bespaßt werden will, nie außerhalb der eigenen Trainingsstätte sich rumtreibt, wird andere gedanken haben.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  7. #37
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    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Womit wir wieder beim Thema wären, warum ich statt "Age Uke" nicht einfach "Aufwärtsblock" sage, oder nicht einfach deutsch oder englisch zähle statt japanisch.
    Erstmal ist "age uke" schon eine Limitierung der Begrifflichkeit auf Funktion. Sie hat nur noch wenig Bedeutung. Würde das Ding "Der Dampfbagger schaufelt nach oben" heißen, wäre der Kampfkunst besser gedient als "Aufwärtsblock".
    Geändert von jpk@kkb (28-11-2017 um 09:48 Uhr) Grund: tippfehler
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  8. #38
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    Wie wäre es mit „Der Löwe öffnet sein Maul“? So nennt sich die Bewegung im Bagua...

    Grüße

    Kanken

  9. #39
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    Zitat Zitat von jpk@kkb Beitrag anzeigen
    Aber dem anderen kann ich abhelfen. Ich lege ganz einfach einen Dolch in den Raum. Dann sage ich zu einem Kind: greife mich mit dem Dolch wie ein Eber an. Dann sage zu einem anderen: greife mich wie ein Stier an.

    Das eine Kind wird als Eber einen Stich von unten nach oben führen und dabei versuchen, die Waffenhand mit dem Körper abzuschirmen. Als Stier wird das andere Kind versuchen, ohne Körperkontakt von oben zu stechen. Probiere es selber aus.
    Da Kinder heute zum Teil nicht mal mehr wissen woher das Fleisch am Teller kommt halte ich das für ein Gerücht.
    Übrigens welches Kind? ein europäisches oder chinesisches, oder gar französisches, italienisches oder japanisches?
    Wenn schon das Verständnis von Wasser weit auseinander geht will ich gar nicht wissen was bei regionalen Dingen los ist.
    Ich hätte übrigens auch absolut keinen Zusammenhang herstellen können was du jetzt von mir willst.
    Mit Vorzeigen und einfacher Bewegungslehre dürften wir uns also den geschichtlich kulturellen Hintergrund sparen und schneller zur Ausführung kommen, gut ich kann bei der Geschichtsdiskussion nicht mitreden aber eigentlich will ich nur kloppen.

    Das weiß man nie. Aber es gibt ein Korrektiv: der internationale Austausch, auf Veranstaltungen gehen usw. Wenn man sich nicht isoliert, ist das Vielaugenprinzip als Qualitätssischerung schon recht gut. Wichtig ist, dass man transparent seinen Kram bekannt gibt und dann die kommende Kritik auch annimmt.
    Das impliziert, dass das Kollektiv das weiß. Wenn ich aber z.B. in das CMA Unterforum schaue und und wie allein dort um bestimmte Begrifflichkeiten diskutiert wird stelle ich in Frage ob es denn wirklich so eindeutig ist.

    @Kensei
    +1
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  10. #40
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    Bin jetzt keine Diskussion darüber, was "Age Uke" wirklich bedeutet bzw. welche Bewegungen dahinter stecken (können). Es ging ja um Anfänger, und da dürfte der regelmäßig erstmal als "Aufwärtsblock" eingeführt werden.

    Zitat Zitat von kanken Beitrag anzeigen
    Wie wäre es mit „Der Löwe öffnet sein Maul“? So nennt sich die Bewegung im Bagua...
    Mal 'ne Gegenthese, aus Sicht eines Lehrers würde ich meinen, dass man einen Anfänger mit so einer Übersetzung maßlos überfordert.

    Wenn ich sage: "Ich greife dich mit einem geraden Fauststoß zum Gesicht an, und du verteidigst dich wie ein Löwe der sein Maul öffnet...", welcher unbedarfte Neuling soll da wissen was er zu tun hat?!?

    Selbst wenn ich ihm die Bewegung vorher zeige, hielte ich eine solche Erklärung eher schon für kontraproduktiv. Die fordert ja zumindest mal die kognitive Leistung, vom Maul eines Tieres auf den Arm zu abstrahieren. Da scheint mir "Aufwärtsblock" doch näher an dem, was ich dem Schüler vermitteln will. Auch wenn der in dem Moment nur einen Bruchteil der möglichen Bewegungsmuster abdeckt.
    Man kann didaktisch auch "überfordern"...
    Geändert von Kensei (28-11-2017 um 10:07 Uhr)

  11. #41
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    Zitat Zitat von Maddin.G Beitrag anzeigen
    aber eigentlich will ich nur kloppen.
    Dafür braucht es keine Kunst.
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  12. #42
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    Zitat Zitat von jpk@kkb Beitrag anzeigen
    Dafür braucht es keine Kunst.
    Wenn ich mich effektiv Kloppen will schon. Eigntlich ist das sogar die größte Kunst, deswegen könnens so wenige.
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  13. #43
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    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Wenn ich sage: "Ich greife dich mit einem geraden Fauststoß zum Gesicht an, und du verteidigst dich wie ein Löwe der sein Maul öffnet...", welcher unbedarfte Neuling soll da wissen was er zu tun hat?!?

    Selbst wenn ich ihm die Bewegung vorher zeige, hielte ich eine solche Erklärung eher schon für kontraproduktiv. Die fordert ja zumindest mal die kognitive Leistung, vom Maul eines Tieres auf den Arm zu abstrahieren. Da scheint mir "Aufwärtsblock" doch näher an dem, was ich dem Schüler vermitteln will.
    Das ist keine Gegenthese zum Artikel. Denn genau das schreibe ich. Wenn du die Kultur nicht verstehst, ist die Begrifflichkeit eine Hürde.

    Aus diesem Grund wurde ja auch die Massentauglichkeit der Kampfkunst-begriffe nach "wissenschaftlichen Methoden der Westler" eingeführt. Das wir heute "Age Uke" sagen, hat Ursachen in der Reformation der traditionellen Kampfkunst Didaktik. Nur mit solchen funktionalen Kommandos entsprechend der westlichen militärischen Tradition war ein Massenunterricht und damit auch der kommerzielle Erfolg der Kampfkunst möglich. Überspitzt kann man formulieren, dass wir kein Karate lernen würden, wenn es die amerikanischen Kanonenboote nicht gegeben hätte
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  14. #44
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    @Kensei
    Das Bild hat ja verschiedene Ideen

    Wenn man es so angeht wie du schreibst, dann würde man den Anfänger überfordern, stimmt.

    Man baut die Ideen in diesem Bild auf, z.B. lernt man zunächst grundlegende Dinge in der Bewegung dafür in dem Bild „den Mond drücken“

    „Der Löwe, der das Maul öffnet“ hat auch noch einen anderen Spruch, der gezielter auf andere Ideen geht.
    Vor allem muss man die ANWENDUNGEN immer im Kontext zu der Bewegung sehen.
    All diese Dinge sind in eine Didaktik eingebaut, sie bauen aufeinander auf und greifen ineinander.

    Ohne einen Lehrer, der diese Didaktik kennt (quasi den Schlüssel für die Bilder, Ideen und Anwendungen), wird es schwer das zu verstehen, wenn nicht sogar unmöglich.

    Grüße

    Kanken

  15. #45
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    Zitat Zitat von Maddin.G Beitrag anzeigen
    Mit Vorzeigen und einfacher Bewegungslehre dürften wir uns also den geschichtlich kulturellen Hintergrund sparen und schneller zur Ausführung kommen,
    Eben nicht. In einer Bewegungslehre muss ich dir die Position jedes Gliedmaßes einbleuen und du folgst dem Kredo der 10.000 Wiederholungen und der Perfektion einer Bewegung. Dann nehmen wir parallel noch Bewegungsabfolgen (Formen) hinzu, damit die Bewegungen nicht isoliert sind. Das müssen wir aber auch tausendfach wiederholen. Das dauert Jahre.

    Ich zeige dir ein paar Videos von Tieren, trainiere mit dir Schnelligkeit und Kraft. Ich lasse dich das Tier imitieren. Etwa ein 6 Monate lang. Du wirst den Typen mit den 10.000 Wiederholungen einfach aus dem Raum prügeln.

    Der Vorteil der 10.000 Bewegungen ist, ich kann gleichzeitig 1000 Leute trainieren. Die meisten sind nur Kanonenfutter. Wenn da ein paar gute sich zeigen, dann bekommen die den individuellen Unterricht und werden meine Vorkämpfer.
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