Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 1 bis 15 von 25

Thema: Psychische Erkrankungen in der KK/KS

  1. #1
    Aufwärtshaken Gast

    Smile Psychische Erkrankungen in der KK/KS

    Hallo,

    Ich bin seit ca. 15 Jahren von einer schweren psychischen Erkrankung betroffen (Schizophrenie).
    Seit ich vor 5 Jahren angefangen habe Kung Fu zu trainieren, haben sich einige meiner Symptome gebessert, meine Konzentrationsfähigkeit hat sich gesteigert, teilweise sind paranoide Gedanken der Achtsamkeit gewichen, generell fühle ich mich von den geistigen Fähigkeiten her durch das Training aufgeräumter und von den Gedanken strukturierter.
    Ich habe Fünfzehn Jahre Therapie hinter mir, doch nichts hat sich für mich persönlich so positiv auf mein Krankheitserleben ausgewirkt, wie das Kung Fu Training.
    Ich bin immer hochweg begeistert von der Wirkung des System auf Körper und Geist. Ein phänomenales System, welches mich nicht nur aus der Opferrolle gebracht hat sondern mental durchweg struktuell aufgebaut und gestärkt hat.
    Natürlich heilt eine Kampfkunst keine schwere psychische Erkrankung, wirkt aber in meinem Fall positiv unterstützend auf mein Befinden. Ich bin froh die letzten Jahre regelmäßig trainiert zu haben und werde definitiv weiter an mir und meinem Kung Fu arbeiten.

  2. #2
    Macabre Gast

    Standard

    Lass mich raten, du machst WT, oder..?



    Es freut mich, dass dir das Training hilft, dein Post klingt trotzdem wie schlechte Werbung und ich denke andere Liefersysteme könnten dir genauso helfen..

    Naja, nicht böse gemeint, aber bei manchen Triggerwörtern klingeln einfach meine Alarmglocken.

  3. #3
    Registrierungsdatum
    08.09.2017
    Beiträge
    1.654

    Standard

    Zitat Zitat von Macabre Beitrag anzeigen
    Es freut mich, dass dir das Training hilft, dein Post klingt trotzdem wie schlechte Werbung und ich denke andere Liefersysteme könnten dir genauso helfen..

    Naja, nicht böse gemeint, aber bei manchen Triggerwörtern klingeln einfach meine Alarmglocken.
    Wieso schlechte? Ist doch ein Musterverlauf!

    Und es ist ja auch ei typisches Zeichen der Schizophrenie, dass die Erkrankten lernen wollen, wie man mit der Erkrankung umgeht...

  4. #4
    Macabre Gast

    Standard

    Gibt es hier überhaupt eine Diskussionsgrundlage, oder ist der Post eher eine Bestandsaufnahme, die artikuliert werden wollte...?

    Wurde nur der Link zur KungFu Schule/Richtung vergessen..?

    Nunja, mal abwarten..

  5. #5
    Registrierungsdatum
    04.11.2017
    Beiträge
    3.446

    Standard

    Zitat Zitat von Aufwärtshaken Beitrag anzeigen
    Ich bin seit ca. 15 Jahren von einer schweren psychischen Erkrankung betroffen (Schizophrenie).
    Seit ich vor 5 Jahren angefangen habe Kung Fu zu trainieren, haben sich einige meiner Symptome gebessert, meine Konzentrationsfähigkeit hat sich gesteigert, teilweise sind paranoide Gedanken der Achtsamkeit gewichen, generell fühle ich mich von den geistigen Fähigkeiten her durch das Training aufgeräumter und von den Gedanken strukturierter.
    freut mich für Dich

    Was für eine Art Kung Fu betreibst Du denn?
    In einem anderen Thread wurde ja diskutiert, ob bei Erkrankungen wie Deiner Vorstellungsarbeit förderlich wäre oder eher Aufmerksamkeit auf die Bewegungen...
    Ist Dein Training mit den Behandlern abgestimmt bzw. was sagen die dazu?

  6. #6
    Aufwärtshaken Gast

    Smile

    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    freut mich für Dich

    Was für eine Art Kung Fu betreibst Du denn?
    In einem anderen Thread wurde ja diskutiert, ob bei Erkrankungen wie Deiner Vorstellungsarbeit förderlich wäre oder eher Aufmerksamkeit auf die Bewegungen...
    Ist Dein Training mit den Behandlern abgestimmt bzw. was sagen die dazu?
    Ich habe das Thema Erkrankung im Training mehr oder weniger versucht im Hintergrund zu halten, um nicht noch Extrawurst bzw. etwas geschenkt zu bekommen, also weder Trainer noch Mittrainierende eingeweiht, weil ich es bezüglich auf meine Person vermeiden wollte, als potenziell durchgeknallt dazustehen, weil es erfahrungsgemäß immer noch stigmatisiert ist psychisch erkrankt zu sein. Im Laufe der Ausbildung bzw. des Trainingsverlaufs wird es eventuell dem einem oder anderen aufgefallen sein, das mit mir vielleicht etwas nicht stimmt, auch wenn ich ich Nachhinein nicht mehr glaube, dass weder Trainer noch Mitschüler in die Richtung negativ auf mich eingewirkt hätten, aber sicher ist ja bekanntlich sicher. Ich habe es unter anderem mit meinem behandelnden Arzt besprochen, wie das Training auf mich wirkt und von seiner Seite aus begab es da offenbar keine großen Bedenken.
    In den letzten Jahren gab es für mich eine Situation in der ich etwas die Kontrolle verloren habe, aber sanft vom Trainer darauf hingewiesen wurde. Im Nachhinein fällt es mir allerdings schwer zu sagen, ob das an meiner Erkrankung lag oder ich mich einfach persönlich daneben benommen habe. Asche über mein Haupt.
    Die Stigmatisierung und Diskretierung von Wing Tsun kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Für mich ist es ein schlüssiges System, was mich bis jetzt in Ausnahmesituationen noch nicht im Stich gelassen hat. In bedrohlichen Situationen oder körperlicher Auseinandersetzung hat es immer Wirkung gezeigt. Ich habe bereits diverse Kampfkünste oder Sportarten ausprobiert, bin aber letztendlich beim WT geblieben, da ich vom Ausbilderteam und sowohl der Verlässlichkeit nicht viel auszusetzten habe, selbst wenn WT nicht mehr an die anfänglichen Zeiten in denen nur hart nach vorne gegangen wurde, anschließen will.

  7. #7
    Registrierungsdatum
    08.09.2017
    Beiträge
    1.654

    Standard

    Zitat Zitat von Aufwärtshaken Beitrag anzeigen
    . Im Laufe der Ausbildung bzw. des Trainingsverlaufs wird es eventuell dem einem oder anderen aufgefallen sein, das mit mir vielleicht etwas nicht stimmt,
    Woran hätten sie das merken sollen?

    In den letzten Jahren gab es für mich eine Situation in der ich etwas die Kontrolle verloren habe,
    Wie hat sich das geäußert?

    Für mich ist es ein schlüssiges System, was mich bis jetzt in Ausnahmesituationen noch nicht im Stich gelassen hat. In bedrohlichen Situationen oder körperlicher Auseinandersetzung hat es immer Wirkung gezeigt.
    Zum Beispiel?

  8. #8
    Registrierungsdatum
    01.08.2014
    Beiträge
    1.209

    Standard

    Zuerst mal Glückwunsch - das Du dich und deine Erkrankung besser unter Kontrolle hast und der Kampfsport Dir hier positiv geholfen hat.

    Zitat Zitat von Aufwärtshaken Beitrag anzeigen
    In den letzten Jahren gab es für mich eine Situation in der ich etwas die Kontrolle verloren habe, aber sanft vom Trainer darauf hingewiesen wurde. Im Nachhinein fällt es mir allerdings schwer zu sagen, ob das an meiner Erkrankung lag oder ich mich einfach persönlich daneben benommen habe.
    Da die Krankheit einfach auch ein Teil von Dir ist und deiner Persönlichkeit - ist das eigentlich egal - als Ausrede kann man die Erkrankung dafür nicht nehmen.

    Grundsätzlich finde ich es gut das Du hier über deine Erfahrungen schreibst - was möchtest Du mit dem Thema auslösen / bewirken?

    Über was sollen wir hier diskutieren?


    Viele Grüße


    Heiko

  9. #9
    Registrierungsdatum
    05.06.2013
    Ort
    Ruhrpott
    Beiträge
    2.348

    Standard

    Das meiste ist ja wirklich schön und gut, und gratulation!

    Aber, das hier:
    Zitat Zitat von Aufwärtshaken Beitrag anzeigen
    ... also weder Trainer [...] eingeweiht,
    Finde ich persönlich nicht gut.
    zumindest die Trainer sollten schon davon wissen. Wenn sie etwas taugen, geben sie dir deswegen auch keine Extrawurst oder ähnliches.

  10. #10
    Registrierungsdatum
    21.02.2008
    Ort
    Ingenbohl
    Alter
    31
    Beiträge
    18.784

    Standard

    Wieso sollte der Trainer davon wissen?

  11. #11
    Registrierungsdatum
    04.12.2013
    Beiträge
    6.424

    Standard

    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    Wieso sollte der Trainer davon wissen?


    Würdest Du nicht wissen wollen wenn bei Dir jemand mit so einer Erkrankung trainiert?

    Und sei es nur um ggf. entsprechend reagieren zu können wenn im Training irgendwas passiert?
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

    "Whoever said one person can’t change the world never ate an undercooked bat..."

  12. #12
    Registrierungsdatum
    21.02.2008
    Ort
    Ingenbohl
    Alter
    31
    Beiträge
    18.784

    Standard

    Nein. Was sollte denn passieren?

    Wenn eine Person so schwer erkrankt ist, dass unmittelbare Handlung von Fremden vonnöten ist, dann spätestens wird diese Person dies mit Sicherheit mitteilen.

    Dies scheint hier nicht der Fall zu sein.

    Ich habe selbst eine Person mit Schizophrenie in meinem Umfeld, und darüber muss niemand Bescheid wissen, der mit ihr zusammenarbeiten oder trainiert.

    Die Person, die ich meine, hat paranoide Schizophrenie, gelegentlich mit Wahnvorstellungen.

    Das heisst nicht, dass sie plötzlich einen Drachen sieht, den sie bekämpfen muss oder einen epileptischen Anfall oder sonstwas kriegt, hat ja keine Epilepsie oder sonstwas.

    Sondern eher, dass sie sich vielleicht mal umdreht, weil sie glaubt, jemand stünde hinter ihr, oder (selten) mal jemanden anschnautzt, weil sie meint, er hätte sie beleidigt. Oder mal glaubt, die Zivilpolizei stünde auf dem Parkplatz und beobachte sie.
    Oder plötzlich das Gefühl kriegt, ihrer Tochter ginge es schlecht, und sie anrufen muss.

    Quasi normales menschliches Verhalten, einfach ein bisschen zu viel.

  13. #13
    Registrierungsdatum
    11.06.2015
    Ort
    In einer Apotheke.
    Alter
    41
    Beiträge
    570

    Standard

    Sicherlich helfen ein bisschen Bewegung und der feste Glauben an irgendwas.
    Hättest aber auch Wandern, Bergsteigen oder Segeln als Hobby/Sport wählen können.


    http://www.kampfkunst-board.info/for...fsport-129323/

  14. #14
    Registrierungsdatum
    21.02.2008
    Ort
    Ingenbohl
    Alter
    31
    Beiträge
    18.784

    Standard

    Nein, hätte er nicht. Sonst hätte er nämlich.

  15. #15
    Aufwärtshaken Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Syron Beitrag anzeigen
    Das meiste ist ja wirklich schön und gut, und gratulation!

    Aber, das hier:
    Finde ich persönlich nicht gut.
    zumindest die Trainer sollten schon davon wissen. Wenn sie etwas taugen, geben sie dir deswegen auch keine Extrawurst oder ähnliches.
    Wenn ich ihm jetzt nach so langer Zeit davon erzählen würde, würde sich auch nichts mehr dadurch ändern, oder was meinst du?

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. psychische Erkrankung/ Kampfsport
    Von *kukuli* im Forum Gesundheit, Heilmethoden und Medizin
    Antworten: 38
    Letzter Beitrag: 12-02-2012, 13:07
  2. Kampfkunst bei der Behandlung psychosomatischer Erkrankungen
    Von E.T. im Forum Offenes Kampfsportarten Forum
    Antworten: 27
    Letzter Beitrag: 18-12-2011, 15:17
  3. Psychische erkrankungen im KK / KS !!!
    Von duke-982 im Forum Ju-Jutsu
    Antworten: 35
    Letzter Beitrag: 21-12-2009, 00:56
  4. Psychische Probleme
    Von * Stef * im Forum Taijiquan, Qigong-Neigong Tuishou, Baguazhang, Xingyiquan
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 10-01-2009, 08:12
  5. psychische gewalt
    Von blake im Forum Off-Topic Bereich
    Antworten: 18
    Letzter Beitrag: 11-08-2005, 12:22

Forumregeln

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •