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Thema: Religion

  1. #1
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    Standard Religion

    Obwohl ja Religion in Deutschland eher eine Randerscheinung ist, bitte ich darum, diesen Begriff passender, vielleicht sogar mit ein wenig Respekt zu gebrauchen.

    Nicht jede Weltanschauung ist eine Religion. Nicht jeder Glaube ist religiös. Nicht jedes System für Verhalten ist eine Religion. Nicht jede Esoterik ist religiös. Nicht jeder Mythos ist religiös.

    Was religiöse Züge hat und Ähnlichkeiten mit Religionen aufweist, wird so beschrieben, weil es eben trotzdem keine Religion ist.

  2. #2
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    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    Obwohl ja Religion in Deutschland eher eine Randerscheinung ist,...
    Schön wär's!

    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    bitte ich darum, diesen Begriff passender, vielleicht sogar mit ein wenig Respekt zu gebrauchen.
    Warum?

    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    Nicht jede Weltanschauung ist eine Religion. Nicht jeder Glaube ist religiös. Nicht jedes System für Verhalten ist eine Religion. Nicht jede Esoterik ist religiös. Nicht jeder Mythos ist religiös.

    Was religiöse Züge hat und Ähnlichkeiten mit Religionen aufweist, wird so beschrieben, weil es eben trotzdem keine Religion ist.
    Die Frage hier ist: was verstehst du unter Religion?
    In der modernen Religionswissenschaft ist dieser Begriff jedenfalls weit davon entfernt, nur so was wie "Christentum, Judentum, Islam" zu bezeichnen.
    Das Leben ist groß.

  3. #3
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    Warum? Wegen Anstand.

    Unter Religion verstehe ich das, was sich Religion nennt.

    Die "moderne Religionswissenschaft" hat mit Wissenschaft ungefähr so viel zu tun, wie "Gender studies" es ist Meinungsmache unter dem Deckmantel der Wissenschaft.
    In der Sprache der Intellektuellen Züge könnte man durchaus sagen, dass die momentane intellektuelle Landschaft "quasi-religiös" ist. Manche Leute basieren ihre Weltanschauung und ihr Verhalten auf (manchmal pseudo-) Wissenschaften.

    Die moderne Religionswissenschaft scheint sich arg viel damit zu beschäftigen, Religion zu diffamieren und alles als "religiös" oder "quasi-religiös" zu bezeichnen, was ihr nicht in den Kram passt.

    Ist ja auch viel einfacher, als zu differenzieren, nicht?

    Ist auch viel einfacher, zu sagen "schön wär's" wenn Religion noch unwichtiger wäre, anstatt zu sehen, was wir alles der Religion zu verdanken haben. Von unseren grundlegenden Moralvorstellungen bis hin zu den Menschenrechten.

    Welcher moderne Intellektuelle stellt sich schon gerne dem Fakt, dass auch linke Regierungen Bücher verbrannt und Intellektuelle verfolgt haben, und andererseits Mönche in Klöstern Wissen durch das dunkle Mittelalter hindurch bewahrt haben.

    Ne ne, das macht man sich viel einfacher: Kommunismus nennt man einfach "quasi-Religion" und wenn sich die Politik der Religion bediente, dann ist stets die Religion schuld.

    Aber was rede ich hier..... Ich rede ja gerade so, als würde ich mit jemandem sprechen, der verstehen und sachlich bleiben will. Dabei läuft das Ganze he nur auf Meinungsmache hinaus.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    Warum? Wegen Anstand.

    Unter Religion verstehe ich das, was sich Religion nennt.

    Die "moderne Religionswissenschaft" hat mit Wissenschaft ungefähr so viel zu tun, wie "Gender studies" es ist Meinungsmache unter dem Deckmantel der Wissenschaft.
    In der Sprache der Intellektuellen Züge könnte man durchaus sagen, dass die momentane intellektuelle Landschaft "quasi-religiös" ist. Manche Leute basieren ihre Weltanschauung und ihr Verhalten auf (manchmal pseudo-) Wissenschaften.

    Die moderne Religionswissenschaft scheint sich arg viel damit zu beschäftigen, Religion zu diffamieren und alles als "religiös" oder "quasi-religiös" zu bezeichnen, was ihr nicht in den Kram passt.

    Ist ja auch viel einfacher, als zu differenzieren, nicht?

    Ist auch viel einfacher, zu sagen "schön wär's" wenn Religion noch unwichtiger wäre, anstatt zu sehen, was wir alles der Religion zu verdanken haben. Von unseren grundlegenden Moralvorstellungen bis hin zu den Menschenrechten.

    Welcher moderne Intellektuelle stellt sich schon gerne dem Fakt, dass auch linke Regierungen Bücher verbrannt und Intellektuelle verfolgt haben, und andererseits Mönche in Klöstern Wissen durch das dunkle Mittelalter hindurch bewahrt haben.

    Ne ne, das macht man sich viel einfacher: Kommunismus nennt man einfach "quasi-Religion" und wenn sich die Politik der Religion bediente, dann ist stets die Religion schuld.

    Aber was rede ich hier..... Ich rede ja gerade so, als würde ich mit jemandem sprechen, der verstehen und sachlich bleiben will. Dabei läuft das Ganze he nur auf Meinungsmache hinaus.
    Jetzt bin ich aber schon etwas enttäuscht.

    1)"Schön wär's" transportiert natürlich auch meine Meinung, war aber die Reaktion auf deine Aussage, dass "Religion in Deutschland eine Randerscheinung" sei. Und das trifft doch in keiner Weise zu. Zunächst mal beträgt die Zahl der Konfessionslosen gerade mal ca. 35% (https://de.wikipedia.org/wiki/Religionen_in_Deutschland). Weiterhin ist Religion ein Top-Thema was die Bucherscheinungen angeht. Und auch in den Medien ist Religion alles andere als abwesend. Schließlich gibt es noch massig Beziehungen zwischen religiösen und staatlichen Strukturen (Deutschland ist eben kein laizistischer Staat). Ich verstehe also nicht wie du zu deiner Aussage kommst.

    2) "Religion ist, was sich Religion nennt." Aha. "Etwas" nennt sich sowieso nicht Religion; Menschen bezeichnen sich, Gemeinschaften, Vorstellungen, Handlungen, Schriften, Gebäude etc. als religiös oder Religion. Aber eben nicht einheitlich.

    3) Wo diffamiert Religionswissenschaft bitteschön die Religion? Wo ist Religionswissenschaft Meinungsmache?? Was hat das alles jetzt mit Links und Rechts zu tun???

    Fehlende Sachlichkeit kann ich eigentlich nur in deiner emotionalen Auslassung finden.
    Das Leben ist groß.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Julian Braun Beitrag anzeigen
    Wo diffamiert Religionswissenschaft bitteschön die Religion? Wo ist Religionswissenschaft Meinungsmache?? Was hat das alles jetzt mit Links und Rechts zu tun???
    there's just one thing that you must understand...

    https://youtu.be/t7E2a3efr3w?t=48s
    Geändert von Pansapiens (13-12-2017 um 18:52 Uhr)

  6. #6
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    Zitat Zitat von Julian Braun Beitrag anzeigen
    Jetzt bin ich aber schon etwas enttäuscht.
    Verständlich. Mir ist gerade nicht nach einer "nein-Diskussion" in der es primär darum geht, dem anderen zu widersprechen. Ich will lernen und womöglich anderen beim Lernen helfen.

    Ein "Suhlen" in gefestigten Meinungen und den Versuch, diese als Tatsachen hinzustellen gefällt mir momentan nicht.

    Aber um deine Enttäuschung zu lindern gehe ich mit ein paar wenigen Worten auf deine Punkte ein:

    1)"Schön wär's" transportiert natürlich auch meine Meinung, war aber die Reaktion auf deine Aussage, dass "Religion in Deutschland eine Randerscheinung" sei. Und das trifft doch in keiner Weise zu. Zunächst mal beträgt die Zahl der Konfessionslosen gerade mal ca. 35% (https://de.wikipedia.org/wiki/Religionen_in_Deutschland). Weiterhin ist Religion ein Top-Thema was die Bucherscheinungen angeht. Und auch in den Medien ist Religion alles andere als abwesend. Schließlich gibt es noch massig Beziehungen zwischen religiösen und staatlichen Strukturen (Deutschland ist eben kein laizistischer Staat). Ich verstehe also nicht wie du zu deiner Aussage kommst.
    Das ist imho ein zu sehr an der Theorie hängendes Denken.

    Tatsächlich ist zwar sehr vieles hierzulande im Christentum verankert, jedoch ist dies kaum im Bewusstsein der Menschen.
    Die Religion spielt im Alltag eine stark untergeordnete Rolle. Die Kirchen sind leer. Über Religion wird oft negativ konnotiert gesprochen. Insbesondere im öffentlichen Raum, in Medien und Wissenschaft. Gebete, Gottesverehrung, christliche Rituale etc. spielen eine kleine Rolle.

    Das mag jemandem, der Religion persönlich ablehnt, anders vorkommen. Der Nazi hat auch das Gefühl "überall" sind Ausländer. Da prägt die eigene innere Einstellung die Wahrnehmung.

    2) "Religion ist, was sich Religion nennt." Aha. "Etwas" nennt sich sowieso nicht Religion; Menschen bezeichnen sich, Gemeinschaften, Vorstellungen, Handlungen, Schriften, Gebäude etc. als religiös oder Religion. Aber eben nicht einheitlich.
    Wenn man eigentlich genau weiss, was der andere meint, aber dann so tut, als wüsste man es nicht, um dem anderen einen Fehler vorwerfen zu können, wie nennt sich das schon wieder?

    Jedenfalls ist es eben genau diese Art des Gespräches, auf die ich keine Lust habe. Zuerst Interesse heucheln, jedoch nur, um sich auf vermeintliche oder tatsächliche "Fehler" des Gegenübers zu stürzen.

    Das enttäuscht jetzt aber mich.

    3) Wo diffamiert Religionswissenschaft bitteschön die Religion? Wo ist Religionswissenschaft Meinungsmache?? Was hat das alles jetzt mit Links und Rechts zu tun???

    Fehlende Sachlichkeit kann ich eigentlich nur in deiner emotionalen Auslassung finden.
    Religionswissenschaft diffamiert da die Religion und wird zur Meinungsmache, wo unklar zwischen Religion und Politik unterschieden wird.

    Wenn behauptet wird, der Kommunismus wäre "quasi-religiös". Wenn behauptet wird, die Religion wäre "Auslöser" derjenigen Konflikte, in denen die Religion als Vehikel missbraucht wurde, um Leute zu mobilisieren.

    Das hat mit links und rechts zu tun, dass in solchen "Geisteswissenschaften" die Ansichten der Wissenschaftler massiv prägenden Einfluss auf die Ergebnise haben.

  7. #7
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    Ich gehe jetzt nur mal auf den letzten Abschnitt ein.

    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    1) Religionswissenschaft diffamiert da die Religion und wird zur Meinungsmache, wo unklar zwischen Religion und Politik unterschieden wird.

    2) Wenn behauptet wird, der Kommunismus wäre "quasi-religiös". 3) Wenn behauptet wird, die Religion wäre "Auslöser" derjenigen Konflikte, in denen die Religion als Vehikel missbraucht wurde, um Leute zu mobilisieren.

    4) Das hat mit links und rechts zu tun, dass in solchen "Geisteswissenschaften" die Ansichten der Wissenschaftler massiv prägenden Einfluss auf die Ergebnise haben.
    Also, ich habe schon ein Interesse besser zu verstehen was du meinst. Auch wenn wir wohl ziemlich unterschiedliche Meinungen dazu haben.

    Wenn ich jetzt nur mal diesen Abschnitt nehme, finde ich da halt eine Menge Punkte, die sich aufgrund meiner Erfahrung und Kenntnisse damit ganz und gar nicht decken. Schauen wir drauf:

    1) Dem Satz stimme ich zu. ABER: genau das ist ja ein Teilbereich dessen, was Religionswissenschaft bemüht ist zu verhindern. Aufklärung zu schaffen, wo Gemeinsamkeiten und Unterschiede sind, welche Analogien es gibt etc. Allerdings wäre wohl die Soziologie hier mindestens ebenso wichtig.

    2) Ja oder Nein ist doch auch hier keine Option. Schon wieder kommt es zunächst darauf an, was wer unter Religion versteht.

    3) Gerade hier ist es eigentlich die Religionswissenschaft, welche entgegen dem ganzen Stammtisch-Gefasel darauf hinzuweisen versucht, dass das selten oder kaum der Fall ist, nicht so leicht zu sagen ist etc. Auch hier: ich verstehe beim besten Willen nicht, woher du dein Bild von Religionswissenschaft hast.

    4) Dass die Sichtweise des Forschers/Wissenschaftlers die Untersuchung oder Behandlung eines Themas mit-beeinflusst ist a) als mal stärkeres mal geringeres Problem bekannt, und b) nicht nur in den Geisteswissenschaften so.

    Wenn die Ausgangsfrage war, inwieweit Religion und Kampfkünste einander entsprechen, Kampfkünste quasi-religiöse Strukturen haben, als Religionsersatz dienen, Religionen im Sinne eines bestimmten Religionsverständnisses darstellen usw. führt doch kein Weg daran vorbei, sein Verständnis von Religion darzulegen.
    (https://de.wikipedia.org/wiki/Religionsdefinition)

    Ich finde z.B. die sieben Dimensionen von Religion von Ninian Smart ganz durchdacht: https://de.wikipedia.org/wiki/Ninian_Smart
    Und wenn ich das jetzt auf Kampfkünste übertrage, kann ich da schon einige Übereinstimmungen feststellen.

    Und wie sieht es bei dir aus? Was verstehst du unter Religion?
    Geändert von Julian Braun (13-12-2017 um 19:41 Uhr)
    Das Leben ist groß.

  8. #8
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    Rein sachlich runtergebrochen:

    Religion ist die Anerkennung eines oder mehrerer göttlichen Wesen unter der Annahme , das dieses "Göttliche Lebensregeln" für einen aufgestellt hat.

    D.H. Wenn jemand ernsthaft an einen wie auch immer definierten Gott glaubt , und gleichzeitig auch glaubt dass dieser Gott Regeln/Empfehlungen für einen aufstellt die wichtiger sind als andere Bedürfnisse , dann sieht er sich einer Religion zugehörig.

    Kommunismus ist daher natürlich ganz klar keine Religion sondern eine Ideologie.

    Ideologie bedeutet aus der subjektiven "Vernunft" Regeln für ein Zusammenleben abzuleiten und diese dann als Handlungsgrundlage herzunehmen.

    Im Gegensatz zur Religion ist also nicht eine Gottheit die oberste Instanz sondern "menschliche" Expertenmeinung

    Ansonsten , denke ich Peter hast du einfach keine genaue Vorstellung was Religionswissenschaft eigentlich ist.
    Meine Schwester und meine Cousine haben beide Religionswissenschaften studiert.
    Religionswissenschaft ist der Versuch sich mit Religion und alles was das Umfeld dazu betrifft sich sachlich auseinander zu setzen.
    Sie versucht zu erklären warum Dinge so wahrgenommen werden.
    Wer wann Dinge aufgeschrieben oder verbreitet hat
    Welche Auswirkungen bestimmte Ereignisse hatten.

    Was Religionswissenschaft nicht zur Aufgabe hat ist moralisch urteilen !

    Das sehr religiöse Menschen oft Probleme mit Religionswissenschaften haben scheint mir in der Natur der Sache.
    Ich komme aus einer freikirchlichen Familie und habe mitbekommen wie meine Mom bei dem Thema tickt.
    Sie wollen glauben das etwas auf eine ganz bestimmte Art und weiße ist und haben kein Interesse das sich irgendwer damit tiefer auseinander setzt. Sie sehen sich direkt angegriffen wenn auch nur jemand versucht an ein GlaubnsThema sachlich rannzugehen .
    Geändert von Royce Gracie 2 (14-12-2017 um 10:28 Uhr)
    -

  9. #9
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    Soweit ich weiß, ist im christlichen Kontext, die Theologie eine Relegionswissenschaft. Hier fällt mir bspw. die Befreiungstheologie ein, welche meines Wissens nach, die Religion nicht diffamiert.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Royce Gracie 2 Beitrag anzeigen
    Rein sachlich runtergebrochen:

    Religion ist die Anerkennung eines oder mehrerer göttlichen Wesen unter der Annahme , das dieses "Göttliche Lebensregeln" für einen aufgestellt hat.
    Erzähl das mal einem Buddhisten!

  11. #11
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    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    Die moderne Religionswissenschaft scheint sich arg viel damit zu beschäftigen, Religion zu diffamieren und alles als "religiös" oder "quasi-religiös" zu bezeichnen, was ihr nicht in den Kram passt.
    Ich glaube nicht, dass eine Diffamierung stattfindet.

    Religionvorstellungen / -definitionen sind ziemlich divers und wenn man so etwas wie eine Gemeinsamkeit dazwischen feststellen will, dann wäre das so etwas wie die Suche nach Sinn/Bedeutung im Leben (und viele andere Eigenschaften, die mal so, mal so stark ausgeprägt sind).
    Diese Gemeinsamkeit wird eben in vielen anderen Bereichen erkannt, was dir vielleicht nicht gefallen mag.

    Beispiele:
    - totalitäre Ideologien wie Kommunismus oder Nationalsozialismus (Personenkult, heilige Dogmen, etc...)
    - Umweltbewegung: Zurück zur guten Natur (Gaya) gegen den bösen Menschen/die böse Kultur; Verzicht und Selbstbeschränkung.
    - Ernährung: mittlerweile Glaubenssache und zur Sinnfindung frei gegeben: freiwilliger Verzicht soll zum besseren Leben führen.
    - Fitnesskult: s.o.

    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    Ist auch viel einfacher, zu sagen "schön wär's" wenn Religion noch unwichtiger wäre, anstatt zu sehen, was wir alles der Religion zu verdanken haben. Von unseren grundlegenden Moralvorstellungen bis hin zu den Menschenrechten.
    Es gibt viele Leute, die die hier widersprechen würden. Ich denke, dass die Menschenrecht aus der Emanzipation von der Religion durch die Aufklärung stammen. Viele argumentieren jedoch, dass die Aufklärung erst durch christliche Werte möglich gemacht und durch die Religion selbst angestoßen wurde.

    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    Welcher moderne Intellektuelle stellt sich schon gerne dem Fakt, dass auch linke Regierungen Bücher verbrannt und Intellektuelle verfolgt haben, und andererseits Mönche in Klöstern Wissen durch das dunkle Mittelalter hindurch bewahrt haben.
    Da stimme ich zu, jedoch denke ich nicht, dass das eine Frage von Religion ist und eher von Politik.

    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    Ne ne, das macht man sich viel einfacher: Kommunismus nennt man einfach "quasi-Religion" und wenn sich die Politik der Religion bediente, dann ist stets die Religion schuld.
    Die Sichtweise begegnet mir nicht sehr häufig. Der Einteilung als quasi-Religion würde ich aber zustimmen.

  12. #12
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    Zitat Zitat von Royce Gracie 2 Beitrag anzeigen
    Kommunismus ist daher natürlich ganz klar keine Religion sondern eine Ideologie.
    Ideologie und Religion widerspricht sich nicht.
    Eine quasi-religiöse Ideologie?

  13. #13
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    Zitat Zitat von buntbär Beitrag anzeigen
    Erzähl das mal einem Buddhisten!
    Nunja , manchmal wird es dann natürlich kompliziert mit der Abgrenzung.

    Buddhisten glauben doch denke ich irgendwie schon an etwas göttliches.
    Nämlich die Erkenntnis das auf eine bestimmte Art und weiße zu Leben die ist , die vom Göttlichen für den Menschen vorgesehen ist.

    Darum schrieb ich ja : "Wie auch immer definierter Gott"
    Das muss keine Person sein die im Himmel sitzt

    Das kann auch einfach eine Art Energie sein die mit dem Leben verbunden ist
    -

  14. #14
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    Zitat Zitat von buntbär Beitrag anzeigen
    Erzähl das mal einem Buddhisten!
    Buddhisten sind keine Atheisten. Der Buddhismus verneint explizit nicht die Existenz von Göttern, er sieht sie nur als unwichtig an.

  15. #15
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    Nun das sollte für jede Religion, Weltanschauung und Co gelten


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