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Thema: Religion

  1. #61
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    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen

    Wenn man die daoistischen Meditationspraktiken über längere Zeit praktiziert, ohne irgendwelche Bücher zu lesen, Floskeln auswendig zu lernen, und strikt nach der Intuition lebt die sich aus der Meditation und den Gefühlen die sie auslöst lebt, dann entstehen auch Erfahrungen mit einer Form von höherer "äusserer" Intelligenz. Ahnung man möge doch bitte hier und dort hin gehen, weil das besser ist. Eingebungen was man alles lassen sollte. Was dabei entsteht, erinnert schon ein bischen an Urkonstruktionen von Jesus oder seinen Kreisen. Man kann nur nicht sagen ob das ein Gott ist, viele, oder irgendeine schwer greifbare Form höherer Intelligenz. Das kann man schon als Präsenz des Göttlichen umschreiben, es kommt einem so vor. Es gibt einen Grund, warum genau das bei jedem entsteht der sich ganz allein auf sich selbst, seine Intuitionen und inneren Gefühle einlässt, ohne irgendwelchen Vorgaben hinterherzurennen. Es entstehen übrigens auch Träume die einem Zusammenhänge erklären, oder einem Dinge vor Augen führen die man vergessen hat. Oder neue Ideen näherbringen. Die kommen irgendwoher, und nicht aus Büchern wenn man keine liest.

    Wenn man sein Christentum so gestaltet, kann ich damit prima leben.
    Schöner Text. Danke. :

  2. #62
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    Zitat Zitat von Lugasch Beitrag anzeigen
    "Weil das Christentum eine der wichtigsten Grundlagen unserer Zivilisation ist." werden viele anders sehen
    Das kann man schwerlich anders sehen.

    Dem Christentum verdanken wir zum Beispiel unsere Grundbücher und Zivistandsregister, die Schulen, die Spitäler, die Verbreitung technischen Wissens wie zB dem Anlegen von Kanälen und Bau von Mühlen und allerlei Viehzucht und Landwirtschaft, natürlich alle gotischen Kathedralen, die heute noch der Mittelpunkt vieler Städte sind und etwas vom Schönsten, das die Menschheit je geschaffen hat, das Lesen und Schreiben, Städtebau und Architektur, Latein als gemeinsame Sprache, was erlaubte, dass Wissenschaftler aus ganz Europa einander schreiben und einander verstehen konnten...

    Alle frühen Wissenschaftler hatten ihre Bildung in einer christlichen Schule erhalten; viele waren selbst Geistliche und Theologen. Gregor Mendel zum Beispiel, der Genetiker mit den Erbsen. oder Isaac Newton. Kopernikus war ein Domherr...

    man kann Europa ohne das Christentum nicht verstehen.

  3. #63
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Den einen Satz habe ich in eckige Klammern gesetzt, weil man damit implizieren könnte, dass nun Religion komplexere Zusammenhänge erfassbar machen könnte.
    Religion hat immerhin den Anspruch, die Gesamtheit der menschlichen Existenz zu erklären und für jede beliebige Situation Hilfestellungen zur Verfügung zu haben.

    Wissenschaft kümmert sich ausschliesslich um die Quantitäten, das Messbare. Sie hat aber nichts, um mit Qualitäten zurecht zu kommen.

    Wissenschaft kann dir keine Ethik geben, aber Religion kann das.

  4. #64
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    Zitat Zitat von Tyrdal Beitrag anzeigen
    Das sind keine exklusiv christlichen Werte sondern einfach Grundlagen für ein friedliches soziales Zusammenleben.
    Hier bei uns entstammen sie dem Christentum.

    Für diese Tatsache ist es nicht von belang, ob es andernorts anders ist, oder ob eine alternative Realität vorstellbar ist.

    Tatsächlich ist es so, dass unsere Werte dem Christentum entstammen. Ich konstruiere nicht etwa einen Zusammenhang aufgrund von Ähnlichkeiten (wie du es zu wollen scheinst) sondern weise auf die tatsächlichen Begebenheiten hin.

    Unsere grundlegenden Werte, Wert- und Moralvorstellungen etc. entstammen dem Christentum.

    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    Das kann man schwerlich anders sehen.

    Dem Christentum verdanken wir zum Beispiel unsere Grundbücher und Zivistandsregister, die Schulen, die Spitäler, die Verbreitung technischen Wissens wie zB dem Anlegen von Kanälen und Bau von Mühlen und allerlei Viehzucht und Landwirtschaft, natürlich alle gotischen Kathedralen, die heute noch der Mittelpunkt vieler Städte sind und etwas vom Schönsten, das die Menschheit je geschaffen hat, das Lesen und Schreiben, Städtebau und Architektur, Latein als gemeinsame Sprache, was erlaubte, dass Wissenschaftler aus ganz Europa einander schreiben und einander verstehen konnten...

    Alle frühen Wissenschaftler hatten ihre Bildung in einer christlichen Schule erhalten; viele waren selbst Geistliche und Theologen. Gregor Mendel zum Beispiel, der Genetiker mit den Erbsen. oder Isaac Newton. Kopernikus war ein Domherr...

    man kann Europa ohne das Christentum nicht verstehen.
    Sehr gut. Danke für diesen Beitrag!

    Solche Dinge werden gerne unterschlagen.

    Viele der grossen Denker waren natürlich Christen und massiv vom Christentum beeinflusst.

    Auch ist es von Belang, dass die meisten grossen Wissenschaftler und Denker auch nach hinreichender Bedenkung des Ganzen weiterhin gläubig und sogar tief religiös und Christen bleiben.

    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen

    Wissenschaft kümmert sich ausschliesslich um die Quantitäten, das Messbare. Sie hat aber nichts, um mit Qualitäten zurecht zu kommen.

    Wissenschaft kann dir keine Ethik geben, aber Religion kann das.

  5. #65
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    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    Das kann man schwerlich anders sehen.
    Doch doch, geht ganz easy. Ich z.B. habe keinerlei Probleme mit....

  6. #66
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    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    Es gibt eben durchaus militanten Atheismus! Der schlägt mir als Christ immer wieder entgegen. Viele Atheisten versuchen, mir ihren Glauben aufzudrängen.
    Da bin ich bei dir. So finde ich zum Beispiel auch, dass Richard Dawkins, den ich sehr mag und dessen Argumente ich meist schlüssig finde, öfters mal über sein Ziel hinaus schießt.
    Ich denke es ist immer so, dass das Pendel, wenn es von einem Extrem zurück schwingt auch immer ins entgegengesetzte Extrem schwingt.

    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    Wer hat denn den sakulären Staat eingeführt? Christen.
    Wer hat die Menschenrechte formuliert und ratifiziert? Christen.
    Wer regiert unser Volk? Christen.
    Und das ist nur bedingt richtig.
    Es mag sein das nicht gerade wenige Personen die an der Einführung der Menschenrechte beteiligt waren Christen waren. Die Humanistische Werte, welche die Grundlage unserer heutigen Gesellschaft sind, musst aber gegen den Widerstand der Kirchen erstritten werden. Und irgendwann in den letzten Dekaden haben dann die Kirchen angefangen die humanistischen Werte als christliche Werte zu verkaufen.

    Hier ist ein recht interessanter Vortrag zu dem Thema
    https://www.youtube.com/watch?v=vFUe...ature=youtu.be

    Du kannst zwar alle modernen Werte aus der Bibel ableiten, du kannst aber auch genau das Gegenteil daraus ableiten. Es ist bei der Auslegung der Bibel halt immer eine Frage welche Aspekte gerade in Mode sind.

    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Den einen Satz habe ich in eckige Klammern gesetzt, weil man damit implizieren könnte, dass nun Religion komplexere Zusammenhänge erfassbar machen könnte.
    Denn wenn man einen Gott als Erklärung für das (noch) Unerklärbare einsetzt, dann beantwortet man die Frage nicht wirklich. Man verlagert die Fragen nur um eine Ebene. Anstatt zu fragen woraus das Universum entstanden ist, lautet dann die Frage woraus der Gott entstanden ist welcher dann das Universum geschaffen hat.
    Wenn man dann einfach sagt dass Gott schon immer da war, dann macht man es sich so leicht wie eine Person hier die wenn sie nicht weiter weiß invertierte Fotos postet.
    “Das ist zwar peinlich, aber man darf ja wohl noch rumprobieren.”
    - Evolution

  7. #67
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    D'accord.

  8. #68
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    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    Das kann man schwerlich anders sehen.

    Dem Christentum verdanken wir zum Beispiel unsere Grundbücher und Zivistandsregister, die Schulen, die Spitäler, die Verbreitung technischen Wissens wie zB dem Anlegen von Kanälen und Bau von Mühlen und allerlei Viehzucht und Landwirtschaft, natürlich alle gotischen Kathedralen, die heute noch der Mittelpunkt vieler Städte sind und etwas vom Schönsten, das die Menschheit je geschaffen hat, das Lesen und Schreiben, Städtebau und Architektur, Latein als gemeinsame Sprache, was erlaubte, dass Wissenschaftler aus ganz Europa einander schreiben und einander verstehen konnten...

    Alle frühen Wissenschaftler hatten ihre Bildung in einer christlichen Schule erhalten; viele waren selbst Geistliche und Theologen. Gregor Mendel zum Beispiel, der Genetiker mit den Erbsen. oder Isaac Newton. Kopernikus war ein Domherr...

    man kann Europa ohne das Christentum nicht verstehen.
    Grundbücher und Zivistandsregister: den Juden

    die Schulen, die Spitäler: den Arabern/ Griechen

    dem Anlegen von Kanälen und Bau von Mühlen und allerlei Viehzucht und Landwirtschaft: den Ägyptern und Römern sowie Griechen

    gotischen Kathedralen: gehen zurück auf arabische Baustile aber ok geh ich mal mit

    das Lesen und Schreiben, Städtebau und Architektur, Latein als gemeinsame Sprache: Griechen, Römer...sollte bei Latein auffallen...btw. Wissenschaftssprache ist Englisch und vorher war es mehr Französisch als Latein. In Klöstern setzte sich Latein durch weil die Bibel auf Latein war ...was man jetzt nicht wirklich wissenschaftliche Literatur nennen kann dieses Märchenbuch..aber immerhin gehts ab drin^^

    Alle frühen Wissenschaftler hatten ihre Bildung in einer christlichen Schule erhalten; viele waren selbst Geistliche und Theologen. Gregor Mendel zum Beispiel, der Genetiker mit den Erbsen. oder Isaac Newton. Kopernikus war ein Domherr...: Na zum Glück hatten Aristoteles, Platon, Hipparchos, Hippokrates von Kos, Cicero, Pytagoras usw diese christliche Lehre...was hätten wir nur gemacht wenn sie diese nicht gehabt hätten.... .


    naja und Kopernikus war jetzt nicht wirklich der erste mit dem heliozentrischem Weltbild das hat er nur sehr gut recherchiert.

    aber man muss sagen das deren Basis in der Kirche liegt...aber was blieb einem denn auch andres übrig...weltliche Schulen gab es ja nicht in der Zeit..da waren die Araber schon um einiges weiter...ich sag nur Hakim Ibn Sina.

    naja in diesem Sinne ein schönes Julefest/Weihnachten/Christi Geburt/Sol invictus/ Geburt Aions....müsste ja so grob alles haben damit

  9. #69
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    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    1+1=2 ist eine völlig korrekte Aussage.
    1+1 kann auch 11 sein. Oder Null, je nachdem in welchem Zahlensystem und in welchem Körper du dich befindest.

    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    Und solange die Thermodynamik keinen öffentlichen Auftritt hat und eine Erklärung abgibt, gehe ich mal davon aus, dass diese Regeln Menschenwerk ist.

    Schliesslich lässt sich die Thermodynamik primär "beweisen" indem man die von Menschen aufgestellten Regeln der empirischen Wissenschaft gebraucht.

    Die Thermodynamik beweist sich also, ähnlich wie Gott, innerhalb eine Systems nach dessen Regeln.

    Lithurgisch lässt sich Thermodynamik ebensowenig beweisen, wie sich Gott empirisch beweisen lässt.

    Gibt ja inzwischen auch Leute, die nicht an die (annähernd) Kugelform der Erde glauben.
    So eine ähnliche Diskussion gab es hier schon mal. Auch in der anderen Diskussion wolltest du die Wissenschaft nicht ernsthaft verstehen.

    Man kann die Wissenschaft als Glaube bezeichnen, der Unterschied zu "anderen Religionen" ist, dass die Ergebnisse der Wissenschaft für jeden nachvollziehbar und reproduzierbar sind (geeignete Mittel vorausgesetzt) und man mit ihnen Vorhersagen trifft, die sich experimentell bestätigt lassen. Das kann z.B. der christliche Glaube nicht.

    Und die Thermodynamik hat sehr wohl einen "öffentlichen Auftritt", in deinem Kühlschrank oder deiner Heizung zum Beispiel.

    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    Gott tritt auch ständig auf.

    Gott zeigt sich in der Erfahrung, also in der Wirklichkeit.
    Das meinst du wirklich ernst oder???

    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    Wir sprechen hier aber von Forderungen bezüglich des menschlichen Zusammenlebens.

    Da gebe ich keine 5 Schilling auf wissenschaftliche Ansichten, wie das zu sein hat.
    Welche Wissenschaft schreibt denn vor, wie man zusammenzuleben hat?

    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    "kognitive Begrenzung" ist das ein Euphemismus dafür, Andersdenkende als "dumm" zu bezeichnen, weil sie nicht die eigene Meinung teilen?
    Was hälst du von Leuten, die der Meinung sind, die Erde sei flach?

    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    Wie ist das denn bei Streitigkeiten innerhalb der theoretischen Physik? Wessen Kognition ist hier am stärksten begrenzt?
    In der theoretischen Physik ist keiner am stärksten begrenzt. Theorien bleiben Theorien bis sie bewiesen sind, vielleicht werden sie auch nie bewiesen. Aber auch hier ist wieder der Unterschied, dass man mit den Theorien wieder Vorhersagen treffen kann, die sich experimentell bestätigen lassen. Mit der Theorie "Es gibt einen Gott." konnte man bisher nocht viel anfangen...

    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    Wissenschaft ist in meinen Augen lediglich ein Werkzeug. Sie beschreibt sozusagen den kleinsten gemeinsamen Nenner der Realität. Das absolute Minimum. Komplexere Zusammenhänge sprengen den Rahmen allzu schnell.
    Die Wissenschaft beschreibt GERADE die Realität. Also die von uns wahrgenommene (manchmal sogar mehr). Wenn du also etwas nicht wahrnehmen kannst, wie willst du von dessen Existenz wissen?

    Wie gesagt, so eine ähnliche Diskussion gab es schon mal. Ich schreibe hier bloß, weil du meine "Religion" diffamierst.
    Geändert von Kniom Njam Bay (16-12-2017 um 00:27 Uhr)

  10. #70
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    Zitat Zitat von Lugasch Beitrag anzeigen
    Achso, sorry, war mißverständlich - es ging nicht um die Lehre an sich, sondern um das Ausleben - vor den Kreuzzügen war die muslimische Moral angeblich relativ entspannt, mit den Christen kamen neue - aufgezwungene - Moralvorstellungen und diese setzen sich zeitversetzt (ein Paar dutzend bis hundert Jahre) durch. Der Islam, so wie die Menschen ihn heute ausleben, sei demnach stark durch den Christentum von vor der letzten Säkularisierungswelle geprägt.
    Unabhängig davon, dass der christliche Einfluss da wesentlich geringer als angenommen sein dürfte, sind die Kreuzzüge mittlerweile 700 Jahre her. Zeit genug sich wieder zu entspannen.

    Schaut man sich aber die meisten Länder der islamischen Welt und auch die Entwicklung der Muslime in westlichen Ländern an, ist eher das Gegenteil der Fall. Da tragen heute junge Frauen und Männer islamische Kleidung deren Großeltern das nicht getan haben.

    Die ewige Behauptung, der Islam sei dem Christentum einfach 500 Jahre voraus, setzt auf die falsche Annahme es gäbe eine lineare, quasi zwingende Entwicklung. Davon kann aber keine Rede sein.

  11. #71
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    Zitat Zitat von Lugasch Beitrag anzeigen
    Doch doch, geht ganz easy. Ich z.B. habe keinerlei Probleme mit....
    ich formuliere um: da kann man schwerlich solide und gute Begründungen finden für andere Positionen als "das Christentum hat Europa wesentlich und in sehr vielen Dingen geprägt, was sich bis heute auswirkt".

  12. #72
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    Zitat Zitat von Niffel Beitrag anzeigen
    Grundbücher und Zivistandsregister: den Juden

    die Schulen, die Spitäler: den Arabern/ Griechen

    dem Anlegen von Kanälen und Bau von Mühlen und allerlei Viehzucht und Landwirtschaft: den Ägyptern und Römern sowie Griechen
    All diese Leute haben aber kaum was in Europa gebaut, und schon gar nicht im Europa nördlich der Alpen. Die haben eben im Zweistromland, in Griechenland, Ägypten, rund ums Mittelmeer gewirkt.

    Es waren nun mal die Christen - oft Geistliche, Mönche - die auch all diese Arbeiten aus älteren Kulturen kannten, sie hierzulande anwendeten und weiter entwickelten.

    gotischen Kathedralen: gehen zurück auf arabische Baustile aber ok geh ich mal mit
    keiner muss das Rad neu erfunden.

    Wissenschaftssprache ist Englisch und vorher war es mehr Französisch als Latein.
    heute ist es englisch, aber wie jeder Medizinstudent dir sagen wird, haben die meisten Körperteile lateinische Namen, Linné Klassifizierung alles Lebendigen ist auf Latein gebaut, Newton schrieb sein Traktat zur Optik und das zur Gravitation in Latein, die Rechtswissenschaft, die auf römischem Recht beruht, nutzt sowieso Latein ("in dubio pro reo", "pater semper incertus" etc).

    heute ist's Englisch, das stimmt. Wobei das Englische auch grosszügige Importe aus dem Latein und Griechischen in sich hat.


    In Klöstern setzte sich Latein durch weil die Bibel auf Latein war ...was man jetzt nicht wirklich wissenschaftliche Literatur nennen kann dieses Märchenbuch..aber immerhin gehts ab drin^^
    Die Bibel ist kein wissenschaftliches Buch und will das auch nicht sein, was auch eigentlich alle Leute verstehen ausser so ein paar Fundis. Leider mache Fundis überproportional viel Lärm...

    Aber der Vatikan hat nach wie vor eine Sternwarte, das berühmte Bild "die Schule von Athen" hängt im Vatikan und wurde vom Vatikan in Auftrag gegeben, und wenn deine Neigung der Wissenschaft gilt und den Studien, wärst du bei den Jesuiten gut bedient, die ermöglichen ihren Leuten unter Umständen gleich mehrere Studiengänge. Und keineswegs nur Theologie, sondern was das Herz begehrt. Mathematik und dann Anthropologie darauf gepackt? Oder vielleicht ein paar alte und neue Sprachen?


    naja und Kopernikus war jetzt nicht wirklich der erste mit dem heliozentrischem Weltbild das hat er nur sehr gut recherchiert.
    eine gute Idee zu haben reicht eben nicht, irgendwer muss sich dann hinsetzen und die ganzen Details in mühseliger Arbeit ausarbeiten.

    aber man muss sagen das deren Basis in der Kirche liegt...aber was blieb einem denn auch andres übrig...
    ja, das ist ja eben die Aussage: Christentum prägt Europa so sehr, dass es daneben eben gar nichts anderes Vergleichbares gibt.

    Die alten (germanischen, keltischen etc) Stammesmentalitäten hatten höchstens in kleinen Nischen überlebt.


    naja in diesem Sinne ein schönes Julefest/Weihnachten/Christi Geburt/Sol invictus/ Geburt Aions....müsste ja so grob alles haben damit
    Schöne Sonnenwendfeier

  13. #73
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    Zitat Zitat von Kraken Beitrag anzeigen
    Unsere grundlegenden Werte, Wert- und Moralvorstellungen etc. entstammen dem Christentum.
    Eventuell hast Du teilweise andere als ich.
    Ich hab z.B. schon als kleiner Bub nicht verstanden, was an dem Skeptikergeist des Thomas so schlimm sein soll:

    Thomas aber, der Zwölf einer, der da heißt Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. 25Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den HERRN gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, daß ich in seinen Händen sehe die Nägelmale und lege meinen Finger in die Nägelmale und lege meine Hand in seine Seite, will ich's nicht glauben.

    26Und über acht Tage waren abermals seine Jünger drinnen und Thomas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Türen verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sei mit euch! 27Darnach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe meine Hände, und reiche dein Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! 28Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein HERR und mein Gott! 29Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!


    Insbesondere galt im real exisiterenden Christentum die gesellschaftliche Ordnung von Gott gegeben und daher war Widerstand gegen die Obrigkeit oder gar Revolution sündhaft.
    Daher wurden die Wikinger auch bereitwillig Christen, zumindest die Herrscher, denn die waren dann Herrscher von Gottes Gnaden.
    Nach Augustinus soll man auch einem ungerechten Herrscher gehorchen denn der hat ja seine Macht von Gott und Luther fand es meines Wissens o.k. dass die Bauernaufstände blutig niedergeschlagen wurden, die waren ja ein Verstoß gegen die gottgegebene Ordnung.

  14. #74
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    Insbesondere galt im real exisiterenden Christentum die gesellschaftliche Ordnung von Gott gegeben und daher war Widerstand gegen die Obrigkeit oder gar Revolution sündhaft.
    Vielleicht könnte es für dich interessant sein, dich über die Befreiungstheologie und die paradigmatisch eng verwandte feministische (Befreiungs-)Theologie zu informieren? *

    Solcherlei emanzipatorische Aspekte gab es in der christlichen Theologie von Beginn an. U.a. der Gedanke, daß "in Jesus Christus nicht mehr Sklave noch Freier ist", hat das Christentum in der antiken Welt so attraktiv gemacht. Ähnliches gilt auch für gnostische Kulte, die aber -anders als die christlichen Gemeinden - häufig bestimmte Zulassungsbeschränkungen hatten.
    Was heute erst mühsam wieder rekonstruiert werden muß: Das gilt auch für die Gleichstellung von Männern und Frauen.

    Was die Haltung der Reformation zu Obrigkeit angeht, so ist die durchaus ambivalent. Immerhin hat sie einen der größten politischen Emanzipationsprozesse angestossen, den wir in Europa überhaupt erlebt haben. U.a. auch deshalb, weil es enge Verbindungen zum Humanismus gab.

    Was Thomas angeht:
    Thomas hätte damals seine Finger in meine Wunden legen können. Der hätte mich damals anfassen können. Er stand ja nur einen Schritt entfernt. Und ich stand ihm ganz leibhaftig gegenüber. Der hätte damals nur den Arm ausstrecken brauchen und dann hätte er mich berühren können. Und hätte mit seinem Finger in die Löcher in meinen Handgelenken prokeln können.
    So real war das. So real, wie wenn du dir mit nem Fingern den Schorf von einer kleinen Wunde kratzt.
    Hat er nicht gemacht. Er hat mich ja gesehen mit eingenen Augen. Genau so, wie dur jetzt hier Bildschirm siehst. Mußt du ja auch nicht drauf tatschen. Ist keine Frage, daß der da ist.
    Tja. Keine Frage, daß Thomas geglaubt hat, daß ich wieder da war. Lebendig. Der konnte mich vor sich sehen, und der hätte mich leibhaftig anfassen können. Glauben ist eigentlich das falsche Wort. War ja gar keien Frage mehr.
    Selig die Menschen, die ihm vertrauen. Selig die Menschen, die sich auf die Erfahrung von Thomas verlassen. Die können mich ja nicht mehr anfassen. Selig, wenn sie glauben, daß ich auferstanden bin, obwohl sie mich nicht mehr sehen können.
    Gepriesen seien nicht allein die Skifahrer, sondern auch die, die sich auf die Erfahrung von Thomas verlassen ...

    So ungefähr in etwa vielleicht.

    Die Bibel ist ein Buch, das von Emanzipation spricht. Man muß die Geschichten nicht mögen. Und nicht die Religion, die dahinter steckt.
    Aber man sollte sich klar machen, daß sie so populär geworden ist, weil sie Erfahrungen von Freiheit und Emanzipation berichtet. Und immer wenn einer sie so auslegt, daß es Menschen klein macht, unfrei, ängstlich ... dann sollte man sehr genau hinschauen: Cui bono? In aller Regel ist es dann nützlich, sich einfach umzudrehen und zu gehen ...

    ---
    * Eine Freundin und Kommilitonin von mir hat in den 90ern die Uni gegen den Urwald in Mittelamerika getauscht und mit der Waffe in der Hand für die Veränderung der Gesellschaft gekämpft.

    PS: Schönen dritten Advent! - Oder was immer euch die Welt hell macht in wintriger Dunkelheit.
    (Ich glaube, die Kerzen wissen gar nicht, daß sie auf einem Adventskranz brennen. Oder einem Chanukha Leuchter. Oder neben einem Buddha. Oder einfach so. Und ich glaube, es interessiert sie auch nicht wirklich. Die leuchten einfach um zu leuchten. Die Kerzen. ;-) )
    Geändert von carstenm (16-12-2017 um 09:53 Uhr)

  15. #75
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    Zitat Zitat von Raging Bull Beitrag anzeigen
    Unabhängig davon, dass der christliche Einfluss da wesentlich geringer als angenommen sein dürfte, sind die Kreuzzüge mittlerweile 700 Jahre her. Zeit genug sich wieder zu entspannen.


    Die ewige Behauptung, der Islam sei dem Christentum einfach 500 Jahre voraus, setzt auf die falsche Annahme es gäbe eine lineare, quasi zwingende Entwicklung. Davon kann aber keine Rede sein.
    Wenn, dann hinterher, nicht voraus
    Aber ist auch egal, laut Disci hat Jesus das Rad erfunden und den Menschen das Feuer gebracht, oder irgendwie so ähnlich, deshalb spielen alle anderen Religionen eh keine Rolle

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