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Thema: Akido Verwirrung bei den Angriffen

  1. #76
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    Zitat Zitat von Aiki50+ Beitrag anzeigen
    Hat sich erledigt durch die Klarstellung, dass jeder Shihan, aber nicht jedes Dojo, verfahren mag wie es ihm angemessen und richtig erscheint. Die allerwenigsten Aikidoka sind ja wohl direkte Schüler eines Shihans in dessen Dojo.
    Ist das klar? Es hängt doch vom Verband ab, wie das geregelt ist.
    Z.B. im BDAL macht jeder was er will.
    Da gibt es allerdings auch keinen Shihan, der im Verband eine Richtung vorgibt.
    In der AFD scheint es so zu sein dass es zwar eine Prüfunsordnung gibt, die aber variiert werden kann.
    Im Aikikai D gibt es eine Vorgabe bez. der Prüfungsordnung und auch der Formen, die exakt auf eine bestimmte Art gezeigt werden müssen.

  2. #77
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    Zitat Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
    Ist das klar? Es hängt doch vom Verband ab, wie das geregelt ist.
    Z.B. im BDAL macht jeder was er will.
    Carstens Aussage bezog sich auch nur auf den Aikikai bzw. die vom Hombu-Dojo anerkannten Verbände. Wenn ich ihn diesmal richtig verstanden habe.

    Wenn jedes Dojo "machen könnte, was es wollte", dann hätte die Graduierung nur noch Bedeutung in diesem Dojo. In einem hinreichend kleinen Dojo (mit persönlichen Lehrer-Schüler und Schüler-Schüler Beziehungen) braucht es keine formellen Graduierungen; man kennt sich auch so gut genug, um beim Üben aufeinander einzugehen. Und in den Dojos, wo ich bisher geübt habe, gab es auch keine formellen Zulassungsvoraussetzungen, um an Trainingseinheiten teilnehmen zu dürfen. Daher halte ich in diesem Fall Kyu-Prüfungen für sinnlos.

    Abgesehen davon: die eigentliche Prüfung liegt für mich im Alltag, zum Beispiel darin, ob ich mit Hilfe des Aikido-Trainings an Rücken, Schultern, Knien usw. beschwerdefrei bleibe (oder ggf. werde). Liest man andere aktuelle KKB-Threads, dann ist das viel mehr wert als eine Gürtelfarbe oder ein Stempel in einem Pass oder das Recht, im Dojo einen Hakama tragen zu dürfen.

  3. #78
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    Zitat Zitat von Aiki50+ Beitrag anzeigen
    Carstens Aussage bezog sich auch nur auf den Aikikai bzw. die vom Hombu-Dojo anerkannten Verbände. Wenn ich ihn diesmal richtig verstanden habe.
    Naja, es gibt auch dort Unterschiede. Auch zwischen Aikikai D und AFD.

    Zitat Zitat von Aiki50+ Beitrag anzeigen
    Wenn jedes Dojo "machen könnte, was es wollte", dann hätte die Graduierung nur noch Bedeutung in diesem Dojo. In einem hinreichend kleinen Dojo (mit persönlichen Lehrer-Schüler und Schüler-Schüler Beziehungen) braucht es keine formellen Graduierungen; man kennt sich auch so gut genug, um beim Üben aufeinander einzugehen. Und in den Dojos, wo ich bisher geübt habe, gab es auch keine formellen Zulassungsvoraussetzungen, um an Trainingseinheiten teilnehmen zu dürfen. Daher halte ich in diesem Fall Kyu-Prüfungen für sinnlos
    Ob Prüfungen sinnvoll sind oder nicht, ist ja ein anderes Thema und war bisher nicht Bestandteil der Diskussion.
    Natürlich braucht niemand eine Prüfung machen der das nicht möchte und für sich nicht für sinnvoll erachtet.
    Graduierungen haben immer nur Bedeutung in dem jeweiligen Umfeld in dem man sich bewegt, die Bedeutung einer bestimmten Graduierung in einem Verband entspricht auch nicht unbedingt der, die sie in einem anderen hat, auch nicht innerhalb des Akikai.

  4. #79
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    Zitat Zitat von Aiki50+ Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon: die eigentliche Prüfung liegt für mich im Alltag, zum Beispiel darin, ob ich mit Hilfe des Aikido-Trainings an Rücken, Schultern, Knien usw. beschwerdefrei bleibe (oder ggf. werde). Liest man andere aktuelle KKB-Threads, dann ist das viel mehr wert als eine Gürtelfarbe oder ein Stempel in einem Pass oder das Recht, im Dojo einen Hakama tragen zu dürfen.
    Was für einen persönlich mehr Wert ist, eine bestandene Prüfung oder ein gesunder Rücken, sollte jeder für sich selbst beantworten, ist aber ein Vergleich von Äpfeln und Birnen.
    Mit dem "ich mach's ja ehr nur für die Gesundheit" Argument kann man ja alles in Frage stellen. Der Wert des Trainings für die Gesundheit ist doch wieder eine ganz andere Sache, stellt aber doch nicht den Sinn einer Prüfung in Frage, oder dass es Namen für Techniken gibt, oder dass traditionelle Kleidung getragen wird, oder was weiß ich.

  5. #80
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    Zitat Zitat von Aiki50+ Beitrag anzeigen
    Carstens Aussage bezog sich auch nur auf den Aikikai bzw. die vom Hombu-Dojo anerkannten Verbände. Wenn ich ihn diesmal richtig verstanden habe.
    Ja, so war es gemeint. Aber die einzelnen shihan verfahren unterschiedlich. Es wird also zum Beispiel im Aikikai Deutschland anders gehandhabt, als in der Aikido Föderation Deutschland. Und selbst innerhalb des Wirkungsbereiches eine shihan kann es unterschiedliche Modalitäten geben. Denn im Rahmen des aikikai geht es auch hier um Lehrer-Schüler-Beziehungen: Es werden nicht personenunabhängige, abstrakte Standards definiert, sondern auch die shihan können ggf. die Verantwortungen für Prüfungen in die Hände einzelner Personen legen, die ihnen dafür geeignet scheinen. In der Aikido Föderation Deutschland sind das dann zum Beispiel diejenigen, die die Dan-Prüfungen gegenüber den shihan und dem hombu verantworten.

    Zitat Zitat von Inryoku Beitrag anzeigen
    In der AFD scheint es so zu sein dass es zwar eine Prüfunsordnung gibt, die aber variiert werden kann.
    Genau. Es gibt eine Prüfungsordnung der Aikido Föderation Deutschland. Bestimmte Lehrer haben die Berechtigung, Prüfungen abzunehmen. Kyû-Prüfungen werden innerhalb des jeweiligen dôjô abgenommen. Dabei sind die Prüfungsberechtigten in der Gestaltung der kyû Prüfungen - innerhalb der Prüfungsordnung - frei. Es gibt dabei ganz bewußt über die verlangten Techniken hinaus keine weiteren Reglementierungen.
    Die dan-Prüfungen dann werden öffentlich vor einer Jury abgelegt. Insofern müssen - bei aller Gestaltungsfreiheit im Rahmen der Prüfungsordnung - die kyû Prüfungen die Übenden dahin führen, daß sie in der Lage sind vor einer Jury aus Lehrern, die sie nicht kennen, die verlangten von der Prüfungsordnung gestellten Anforderungen zu erfüllen.
    Geändert von carstenm (23-01-2018 um 09:36 Uhr)

  6. #81
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    Zitat Zitat von Aiki50+ Beitrag anzeigen
    Bei einer Prüfung wird also vor allem die Qualität der Ausführung der verlangten Techniken, also ihr Niveau überprüft? Aber ist das dann formell und nachvollziehbar geregelt oder liegt alles im Ermessen des Prüfers?
    Das liegt bei den kyû Prüfungen in meinem Kontext im Ermessen des Prüfers. Bei Dan-Prüfungen im Ermessen der Jury. Oder des shihan.
    Wie gesagt: Iemoto-Prinzip, Orginasation nicht durch Standards, sondern durch personale Beziehungen Schüler-Lehrer ...

    Es mag Unterschiede im Detail geben oder welche, die ich auf meinem Level noch gar nicht erkenne, aber insbesondere die Demos aus Tissiers "Vol 1. Immobilizations" und "Vol 2. Projections" erfüllen den Zweck perfekt, mich an die von meinen Lehrern gezeigten Formen zu erinnern.
    Ich schaue recht häufig Videos von Lehrern an, an denen ich mich orientiere. Vor allem Videos von Endô sensei. Nicht um die Formen zu memorieren. Sondern weil ich dadurch in ein ganz bestimmtes "Gefühl" hineinkomme. Ich kann - während ich schaue - dieses aikidô in meinem Körper fühlen. Und das anschauen bewirkt etwas in meinem Körper. Und reproduziert sich dann auch auf der Matte. Mitori geiko, Durch Anschauen üben.
    Es gibt Unterschiede im Detail und Unterschiede, die du noch nicht erkennst. Aber vor allem siehst du ein anderes Bild von aikidô.

    Ich glaube, ich habe es schon mal so oder ähnlich geschrieben: Man kann doch ohnehin nur üben, was man im eigenen dôjô und bei seinem eigenen Lehrer eben üben kann. Und was dort nicht vorkommt, kommt halt eben nicht vor. Und man sollte doch davon ausgehen, daß das, was der eigene Lehrer unterrichtet auf seine je eigene Weise vollständig und sinnhaft ist.

    Jedenfalls hat es mich die Aussage schon überrascht und enttäuscht, dass man beim Wechsel einer Linie möglicherweise nicht nur aus formalen sondern auch aus inhaltlichen Gründen "alles noch einmal von Grund auf neu lernen" muss.
    Ich denke, es ist unerheblich, ob es unterschiedliche Körperteile des einen selben Elephanten sind, oder sich voneinander entfernende Evolutionsstränge: Denn man kann ja ohnehin immer nur das aikidô üben, das der eigene Lehrer weitergibt. Und das aikidô, das man dann selber daraus macht.
    Die Verpflichtung gegenüber dem aikikai ist zunächst eine personale. Es ist erst in zweiter Linie eine inhaltliche. Die Formen, die nidai dôshu und Osawa sensei "geschaffen" haben, sind ein kleinster gemeinsamer Nenner, auf den sich alle immer wieder zurückziehen können um der Verbundenheit Ausdruck zu geben. Es ist aber nicht das, was die shihan in ihrem eigenen Unterricht zeigen. Es gibt schlicht kein Standard-aikidô. Und hat es auch zu keiner Zeit gegeben.
    Warum enttäuscht dich das denn?

  7. #82
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    Zitat Zitat von Aiki50+ Beitrag anzeigen
    Jedenfalls hat es mich die Aussage schon überrascht und enttäuscht, dass man beim Wechsel einer Linie möglicherweise nicht nur aus formalen sondern auch aus inhaltlichen Gründen "alles noch einmal von Grund auf neu lernen" muss.
    Bei uns muss niemand der woanders herkommt alles neu lernen.
    Er wird sich immer etwas anders bewegen als die anderen die von Anfang an in dieser Linie trainiert haben.
    Es ist vielleicht wie ein Akzent, den ein Bayer auch dann nicht los wird, auch wenn er 20 Jahre in Hamburg lebt.

    Um das "inhaltliche" muss sich sowieso jeder selbst kümmern, das lässt sich auch nicht an den Formen festmachen.

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