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Thema: Findet ihr Prüfungen wichtig?

  1. #1
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    Standard Findet ihr Prüfungen wichtig?

    Findet ihr es wichtig, eine nächste Prüfung zu machen oder ist es wichtiger, den Weg zu beschreiten?
    Ich frage deshalb, weil ich 3. Kyu bin seit ein paar Jahren und mir die nächste Prüfung einfach nicht wichtig erscheint. Mit 50 ist es mir jetzt wichtiger, zu trainieren, meine Techniken zu verbessern und aber auch Neues zu lernen.
    Mir fehlt die Einsicht in die Notwendikeit einer Prüfung für mich. Ist das eine schlechte Einstellung? Ist Prüfung so wichtig? Ich kann ja auch ohne Prüfung viel Neues lernen.
    Was habt ihr denn so für eine Meinung?

  2. #2
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    Standard

    Zitat Zitat von Dagmar Beitrag anzeigen
    Findet ihr es wichtig, eine nächste Prüfung zu machen oder ist es wichtiger, den Weg zu beschreiten?
    Ich frage deshalb, weil ich 3. Kyu bin seit ein paar Jahren und mir die nächste Prüfung einfach nicht wichtig erscheint. Mit 50 ist es mir jetzt wichtiger, zu trainieren, meine Techniken zu verbessern und aber auch Neues zu lernen.
    Daggi, Daggi, Daggi ...

    .. das ist doch ganz einfach und überhaupt kein Widerspruch. Wenn du trainierst und dich verbesserst, wird dein Trainer/Lehrer/Meister irgendwann sagen: Du bist jetzt fit, ich graduiere dich. Das alles zusammen - das IST der "Weg".

  3. #3
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    Hallo Dagmar,

    Du bist ein erwachsener Mensch und kannst selbst entscheiden. Niemand kann Dir in Hinblick auf Prüfung oder nicht irgendwelche Vorschriften machen.

    Wichtig sind, meines Erachtens nach, drei Dinge:

    1.) Deine Meinung dazu.

    Bei vielen bildet eine Prüfung eine zusätzliche Motivation. Im Hinblick auf ein Ziel, auf das man hinarbeiten möchte oder im Hinblick darauf, dass man sich der neuen Graduierung "würdig" erweisen möchte und nicht als Braun- oder Schwarzgurt der letzte Hänger ist.

    2.) Die Meinung des Trainers.

    Für mich als Trainer (und Prüfer, hüstel) ist es ein schönes Gefühl und eine Bestätigung meiner Arbeit, wenn ich Leute zu höheren Gürteln führen kann. Es nervt mich etwas, wenn ich Leuten ewig in den Allerwertesten kicken muss, bis sich sich endlich mal weiterqualifizieren. Das hat für mich immer so den leichten Hauch der Arroganz.

    3.) Fremde Trainer/Lehrgänge.

    Man wird von Trainern, die einen nicht kennen, nach Gürtelfarbe eingeschätzt und gefördert. Es kann passieren (und kann auf häufig beobachtet werden), dass Fehler nicht korrigiert werden, weil sich der Trainer sagt: "Passt schon für braun."

    Grüße
    SVen

  4. #4
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    Ich fand meine zurückliegenden Prüfungen wichtig. Wir hatten ursprünglich 3 Karategruppen: Anfänger, Mittelstufe und Oberstufe. Wenn du keine Prüfung machst, trainierst du ewig in der Anfängergruppe, was auf Dauer nicht viel Spaß macht.

    Wenn man an Wettkämpfen teilnehmen will oder auf Lehrgänge geht, ist es auch wichtig, auf welcher Stufe man ist.

    Insofern sind Prüfungen auch später noch wichtig. Sie helfen auch (ein bisschen), die eigenen Fähigkeiten besser einzuschätzen.

    Manchmal fördert es die eigene Motivation sehr, wenn man auf ein Ziel (wie die nächste Prüfung) hinarbeiten kann. Besser ist es wahrscheinlich, wenn die Motivation „einfach so“ da ist und man sich immer bemüht, besser zu werden. Aber das fällt sicher vielen schwer. Manchen fällt es aber auch schwer, sich einer Prüfungssituation zu stellen (Prüfungsangst). Da sollte man sich nichts vormachen („mir geht es schließlich nur darum, mich zu verbessern“ usw.) und sich dieser Situation mutig stellen. Ich finde, das ist auch eine gute Übung im Sinne der Kampfkunst.

  5. #5
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    Ein lieber Freund von mir hat zwei Jahrzehnte im äußerlich gleichen Kyu-Grad (Oberstufe) trainiert. Das hatte mehrere Grüde, die aber hier nicht so wichtig sind. Schließlich fand er jemanden, bei dem er gerne Prüfung machen wollte ... und ist von da aus weiter graduiert. Inzwischen ist er 2. Dan.

    Ich selbst? Ich fühle mich wohler, wenn ich "underdressed" bin, als wenn ich "overdressed" bin. Ideal ist es natürlich, wenn es einfach passt.
    Gut, in der Oberstufe sieht man eh nicht, ob da ein 3. oder ein 1. Kyu in dem braunen Gürtel drinsteckt, aber ... das ist hat auch ein eigenes Gefühl. Also gucke ich, dass ich einen Abgleich finde zwischen einerseits zur Prüfung zugelassen werden und ... mich auch dazu "reif" fühlen.

    Wenn man aber zu viele Selbstzweifel hat, ist das auch nicht der Renner. Wenn ich ständig herummäkele an mir und Technik xy oder Kata 123, die ich noch nicht perfekt genug beherrsche und dabei übersehe, dass alle anderen rechts und links von mir eben auch so ihre Mängel und Fehler haben und manchmal genauso herumgoofen wie ich selbst, dann nehme ich mir Selbstvertrauen und Vergnügen. Ich für meinen Teil habe mir vorgenommen, dieses Jahr nicht mehr ganz so oft in diese Falle zu tappen.

  6. #6
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    Hallo Dagmar, ich finde die Prüfungen auch sehr wichtig, strenge dich an, dann schaffst du es schon

  7. #7
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    Sehe es doch als Motivation und als "Überprüfung" durch Fremde, wie sich deine eigene Entwicklung vorangetragen hat.
    Teilweise hätte ich viel schneller, eher meine Prüfungen ablegen können, aber mir war es nicht so wichtig. Irgendwann hatte ich aber den inneren Drang, mich einer Kommission zu stellen und mir selbst zu beweisen, dass das, was ich für mich trainiere und im Training weiter gebe, auch für Außenstehende passend ist.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  8. #8
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    Die typischen Prüfungen im Karate laufen doch meist so ab, dass vorgegebene Techniken und Abläufe für die Prüfung einstudiert und nachgetanzt werden. Meist bestehen dann unabhängig der Leistung ALLE. Man legt die Prüfung um der Prüfungs Willen ab um dann einen neuen lustigen Gurt zu bekommen.

    Zu meiner Zeit im Karate gab es da die Wettkämpfer Fraktion und die "Gurtsammel"-"Bahnenlauf" Fraktion. Die Leute die die Techniken beherrschten und damit "kämpfen" konnten (für LK-Karate Verhältnisse) waren die, die wettkampfmäßig das Zeug trainiert haben. Lustiger Weise haben die natürlich dann nie wirklich Zeit und Bock gehabt für eine "Gurtprüfung". Die haben dann ihre Gurte für Wettkampferfolge einfach verliehen bekommen.

    Als Motivation zum Training (vor allem für Kids)... gut. Oder wenn man einen Leistungsstand von einem Prüfer beurteilen lassen will... auch gut. Aber dieses Gurtgesammel und die Vermittlung von Unterrichtsstoff anhand von Gurtfarben (für Gurt X Technik Y, für Gurt X Technik Z usw...) halte ich für völlig Sinnlos. In meiner Laufbahn haben die Graduierungen insgesamt für mehr Unmut gesorgt, wie das es überhaupt etwas gebracht hätte.

    Was ich in Ordnung finde ist die Art und Weise wie Graduierungen im BJJ/LL verliehen werden. Dort bekommt man seinen Gurt für die tatsächliche praktische Leistung, der Gurt spiegelt dort (meist) wirklich die tatsächliche kämpferische Stärke und technisches Verständnis wieder.
    Geändert von Antikörper (11-01-2018 um 11:21 Uhr)

  9. #9
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    Wenn der Prüfungsinhalt zu den persönlichen Trainingszielen passt - warum nicht.

    Wenn dem nicht so ist halte ich es für ziemlich sinnfrei nach einer PO zu trainieren, nur um den dortigen Inhalten gerecht zu werden.
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

  10. #10
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    Zitat Zitat von Antikörper Beitrag anzeigen
    Meist bestehen dann unabhängig der Leistung ALLE.
    ???

    Zu meiner Zeit im Karate gab es da die Wettkämpfer Fraktion und die "Gurtsammel"-"Bahnenlauf" Fraktion. Die Leute die die Techniken beherrschten und damit "kämpfen" konnten (für LK-Karate Verhältnisse) waren die, die wettkampfmäßig das Zeug trainiert haben. Lustiger Weise haben die natürlich dann nie wirklich Zeit und Bock gehabt für eine "Gurtprüfung". Die haben dann ihre Gurte für Wettkampferfolge einfach verliehen bekommen.
    Verstoß gegegn die PO, würd ich mal sagen. Offiziell kann das kaum gewesen sein.

    Außerdem würde ich bestreiten, dass nur die Wettkämpfer Trainingsfortschritte erreichen, die durch eine entsprechende Graduierung zu würdigen sind. Oft sieht man auch das Gegenteil.

  11. #11
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    Zitat Zitat von Wong F. Beitrag anzeigen
    ...
    Verstoß gegegn die PO, würd ich mal sagen. Offiziell kann das kaum gewesen sein.

    Außerdem würde ich bestreiten, dass nur die Wettkämpfer Trainingsfortschritte erreichen, die durch eine entsprechende Graduierung zu würdigen sind. Oft sieht man auch das Gegenteil.
    Würde ich mal nicht sagen. Ich kenne viele PÖ, in denen oder in der Grundsatzordnung verankert ist, das Gürtel auch für besondere Leistungen verliehen werden können.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  12. #12
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    Zitat Zitat von Schnueffler Beitrag anzeigen
    Würde ich mal nicht sagen. Ich kenne viele PÖ, in denen oder in der Grundsatzordnung verankert ist, das Gürtel auch für besondere Leistungen verliehen werden können.
    Ich war stillschweigend davon ausgegangen, dass es hier um (DKV-)Karate geht.

  13. #13
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    Zitat Zitat von Wong F. Beitrag anzeigen
    ???
    !!!

    Zitat Zitat von Wong F. Beitrag anzeigen
    Außerdem würde ich bestreiten, dass nur die Wettkämpfer Trainingsfortschritte erreichen, die durch eine entsprechende Graduierung zu würdigen sind. Oft sieht man auch das Gegenteil.
    Hab ich auch nicht behauptet. Lese bitte genau und leg mir keine Dinge in den Mund!

    Zitat Zitat von Wong F. Beitrag anzeigen
    Ich war stillschweigend davon ausgegangen, dass es hier um (DKV-)Karate geht.
    Ja geht es...

  14. #14
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    Zitat Zitat von Wong F. Beitrag anzeigen
    Ich war stillschweigend davon ausgegangen, dass es hier um (DKV-)Karate geht.
    Im DKV gibt es doch zig Stilrichtungen.
    Und warum sollte es gerade da anders sein, als in zig anderen Verbänden?
    Wenn ich an die Sporler des TKD in Sonthofen denke, haben die ihre höheren Gürtel auch durch die Wettkampferfolge erhalten, ebenso im Judo.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  15. #15
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    Mach die Pruefungen!

    Warum? Aus verschiedenen Gruenden!

    1. Du bewegst Dich in einem Verein/Verband der findet, das Pruefungen gemacht werden (sollen). Pruefungen koennen bei vielen Menschen eine besondere Art von Stress verursachen, mit der es umzugehen gilt. Auch das will gelernt oder geuebt werden. Sich dem zu entziehen ist in meinen Augen Rosinenpickerei. Karate-Do bezieht sich nicht nur auf das Erlernen von Bewegungen (Karate-Jutsu) sondern auch um die geistige Schulung, und dabei zaehlt fuer mich auch eindeutig der Umgang mit unkomfortablen Situationen.

    2. Es ist ehrlich gegenueber anderen! Ja, in deinem Verein wird man Dich kennen und in etwa wissen was Du kannst. Ausserhalb deines Heimat-Dojos wird das schwieriger. Wenn ich auf einen Lehrgang gehe, oder ich mich in ein anderes Dojo begebe, dann moechte ich in etwa einschaetzen koennen, was mein Partner kann oder auch nicht, um mich zu verbessern, mich zu schaerfen. Die eigenen Faehigkeiten zu verstecken, gehoert leider fuer mich zu der Kategorie der Unehrlichkeit! Warum wuerde ich sowas tun? Damit ich einen Vorteil gegenueber meinen Trainigs-Partner hab, damit er mich unterschaetzt?

    3. Deine Graduierung kann auch als Anhaltspunkt fuer andere dienen OHNE das Du es weisst, mit entsprechenden Konsequenzen. Willst Du jemanden demotivieren, weil dieser denkt, dass er trotz grossen Fortschritten einfach eine Linie nicht Ueberschreiten kann, weil DU es ja auch nicht gemacht hast?

    Das sind nur ein paar der Ueberlegungen.

    Prinzipiell solte Mann/Frau die Pruefung nur dann machen wenn man sich entsprechend ausgebildet fuehlt und/oder der Sensei einem dazu auffordert, aber dann mach sie auch!

    Brainmaniac

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