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Thema: Ärgerliche Verbandspolitik

  1. #1
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    Standard Ärgerliche Verbandspolitik

    Nachdem ich aufgrund meines Umzugs dabei bin eine neue Schule zu suchen habe ich das Vergnügen gehabt mir kleingeistiges Konkurrenzgebaren antun zu dürfen.
    Die Idee war weiterhin Krav Maga (zumindest zusätzlich - den alles in allem habe ich eh schon gefunden was ich suchte) zu trainieren. Auch wenn ich hier und da meine Zweifel habe, so war doch das Training wie ich es bisher kannte wirklich gut: Sparring, viel Kardio, Stressdrills.

    Nun, mein erstes Probetraining bei KM Global war auch gleich mein letztes, ich war doch etwas amüsiert ob der "nur wir haben ne Connection nach Israel, außrdem trainiere ich länger als alle anderen vor ort, darum bin ich so teuer" Masche: vor allem angesichts des Sparring-freien Hausfrauentrainings danach. Nun aber zum eigentlichen:

    Da es hier keine Schule der FFKDA gibt (in erreichbarer Nähe) habe ich mich in die heiligen Hallen der FEKM begeben. Zwei Probetrainings. Im ersten fragte ich ob es wesentliche technische Unterschiede gab. Die klare Antwort war: nein, wir machen was die FFKDA auch macht. Als ich nach dem zweiten Probetraining nähere Infos wollte (kosten etc) kam dann: "ich muss dich darüber informieren das du bei uns bei null anfängst". Das heißt: weißgurt. Warum? Weil sie die Gürtel der FFKDA schlicht nicht anerkennen. Obwohl, wie gesagt, die Techniken die gleichen sind (kann ich nach den beiden Probetrainings bestätigen).

    Nun: ich persönlich finde Gürtel an sich fragwürdig. Aber wenn sich das Training an ihnen orientiert kann man wohl schlecht einfach galant darüber hinwegschauen. Den leider ist sehr sehr viel darauf ausgerichtet ("bald sind Prüfungen, wir wiederholen die nächsten Wochen das Programm"). Zumal der ganze Spaßkostet: in der FFKDA warens bisher 30 Euro pro Prüfung.....

    Es ist klar das es da Verwürfnisse gibt, unter denen potentielle Schüler leiden. das ist lächerlich, vor allem wenn man bedenkt das Krav Maga ja sehr sehr gerne mit der Schnörkellosigkeit kokketiert (ja auch was die Mentalität angeht - teil der Vermakrtungsstrategie ist nun wirklich oft genug eine Abgrenzung vom traditionellen, unbürokratischen).

    Wenn ich bedenke das ich ohnehin schon (siehe meinen anderen Thread) meine Inhaltlichen / Technischen Zweifel bekommen habe, entsteht da ein echt ungutes Bild. Zumal im übrigen in der Schule in welcher sich dieses Gespräch abgespielt hat ebenfalls nicht gesparrt wurde. Kein Kardio, kein Stressdrill. Nur Technik a la deutsches wald und wiesen jiujitsu in den 90ern. So schauts also aus: das "Strassensystem"...

    Ich bin froh darüber eine Kickboxschule gefunden zu haben in der auch Pancrase etc unterrichtet wird. Hier hat übrigens bisher noch keiner der "Strasse" gelabert, und die Frage nach etwaigen Gürteln (trainer ist BB im BJJ) hat sich auch noch nicht gestellt. Irgendwas sagt mir das da auch nichts ärgerliches kommen wird....

    Worums in meinem Posting geht? Luft ablassen. Aber nicht nur. es geht um die Diskrepanz zwischen Schein und Sein. Und das ist nun wirklich ein alter Hut in der Welt des Kampfsports.

    Wie ist das in Deutschland - gibts da Ähnliche Spielereien, frei nach dem Motto "du hast mit den falschen Kindern im Sandkasten gespielt, jetzt darfst du nicht auf unsere Party kommen"?
    Geändert von okami 04 (19-01-2018 um 15:17 Uhr)

  2. #2
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    Kurz und bündig: Ist das Gleiche.
    Was du gemacht hast ist das einzig Richtige. Hingehen, mitmachen, dann Entscheidung treffen.
    No groin, no Krav Maga!
    http://www.krav-maga-cologne.de

  3. #3
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    Sorry für den Buchstabensalat, ich habe keine Ahnung wie es dazu kam.

    Was ich mich frage ist: was denken die sich eigentlich wie so etwas nach außen wirkt? Gerade auch vor dem Hintergrund des eigenen Images? Es ist ja nun wahrlich nicht so als ob Martial Arts etc NICHT mit der Idee eines authentischen, unbürokratischen, ehrlichen Lebenswandel hausieren gehen würde, oder nicht? Ein Mann, ein Wort usw. all der Quatsch halt. Und dann gehts um Gürtelchen.... bunte Gürtelchen und irgendwelceh mythisch überhöhten Genealogien anstatt das man einfach anständig zusammen schwitzt.

    Ich denke Krav Maga muss aufpassen das es sich selbst nicht der Lächerlichkeit preisgibt. Wer dermaßen herumposaunt, der muss schon auch was bieten... Ich mag den Stil, keine Frage gibt da tolle Sachen, aber das ganze blabla und Getue drumrum ist mehr als nur albern.

  4. #4
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    Zitat Zitat von okami 04 Beitrag anzeigen
    Sorry für den Buchstabensalat, ich habe keine Ahnung wie es dazu kam.

    Was ich mich frage ist: was denken die sich eigentlich wie so etwas nach außen wirkt? Gerade auch vor dem Hintergrund des eigenen Images? Es ist ja nun wahrlich nicht so als ob Martial Arts etc NICHT mit der Idee eines authentischen, unbürokratischen, ehrlichen Lebenswandel hausieren gehen würde, oder nicht? Ein Mann, ein Wort usw. all der Quatsch halt. Und dann gehts um Gürtelchen.... bunte Gürtelchen und irgendwelceh mythisch überhöhten Genealogien anstatt das man einfach anständig zusammen schwitzt.

    Ich denke Krav Maga muss aufpassen das es sich selbst nicht der Lächerlichkeit preisgibt. Wer dermaßen herumposaunt, der muss schon auch was bieten... Ich mag den Stil, keine Frage gibt da tolle Sachen, aber das ganze blabla und Getue drumrum ist mehr als nur albern.
    Der Zug ist abgefahren, ins Rollen gekommen und nicht mehr aufzuhalten.
    Das System bietet ne Menge guter Lösungen (Prinzipien, Taktiken) und Methoden. Aber global betrachtet gibt´s innerhalb des Systems und unter dem Label mehr Müll als Gutes. Sad but true.

  5. #5
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    Die Diskrepanz was die Trainingsgestaltung angeht finde ich alleine schon enorm. In meiner alten Schule habe ich ab der ZWEITEN Trainingseinheit Sparring gemacht. Da gabs nix. "Techniken" (im Sinne von choreografierten Befreiungen gegen xyz) gabs zwar, war aber ungeführ so nen 10 bis 15 Minuten Block - mehr nicht. "Wir sind besser als andere" wurde nicht erzählt - der Trainer hat mir selbst durchaus zum Corsstraining geraten (er hatte selbst Kickboxen gemacht und nen Schwarzgurt in Judo) also bin ich Boxen, Kickboxen gegangen und habe ihm gleichen Club auch Sanda trainiert. Ich muss sagen das meine Erfahrung leider dahin tendiert das die Schulen in welchen so Waschlappenmäßig trainiert wird eher diejenigen sind die beim Gespräch Sprücheklopfen oder eben so Dinger bringen wie in meinem ersten Posting.
    Eine Diskrepanz des Trainings wie ich sich oben beschrieben habe, habe ich übrigens in der Kickboxschule nicht erlebt. Das ist fast das gleiche....

    Aber um es nochmal klarzustellen: wir reden hier nicht über irgendeine Hinterhofschule die nix zu sagen hat, sondern um FEKM Politik. Die FEKM ist sowas wie DIE Mutterorganisation des französischen Krav. Oder zumindest schafft sie es, sich als solche zu verkaufen....

    Ich frage mich halt wodurch der Zug (@Staysafe) ins Rollen kam. Und wem das alles groß was bringt. Ist ja jetzt nicht so als ob sie an meinem Wegbleiben Geld verdienen würden....

  6. #6
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    Der Punkt ist der: 8 von 10 SV / Krav Interessierten, will doch gar nicht kämpfen. Man will das Gefühl zu kämpfen, das Gefühl überlegen und sicher zu sein.
    Und die werden dann auch mit diesem Überlegenheitsgelaber abgeholt. Dich hat´s nicht in die Schule geführt. Am nächsten Tag haben die dafür zwei andere unter Vertrag genommen für die das passt.

    Und das Gefühl vom Kämpfen, verkauft sich besser als Kämpfen. Naja und oft genug wissen die Leute (also auch Instruktoren) es halt auch einfach nicht besser.

  7. #7
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    Zitat Zitat von StaySafe Beitrag anzeigen
    Der Punkt ist der: 8 von 10 SV / Krav Interessierten, will doch gar nicht kämpfen. Man will das Gefühl zu kämpfen, das Gefühl überlegen und sicher zu sein.
    Und die werden dann auch mit diesem Überlegenheitsgelaber abgeholt. Dich hat´s nicht in die Schule geführt. Am nächsten Tag haben die dafür zwei andere unter Vertrag genommen für die das passt.

    Und das Gefühl vom Kämpfen, verkauft sich besser als Kämpfen. Naja und oft genug wissen die Leute (also auch Instruktoren) es halt auch einfach nicht besser.
    Um ehrlich zu sein glaube ich das letzteres gar nicht so selten ist, was dann aber natürlich die ganzen "auf der Strasse" Sprüche ad absurdum führt. Man muss sich nur mal überlegen wie oft jemand eigentlich Gewalt erlebt haben muss um repräsentativ darum reden zu können: bei einem Kampfsportler sagt man ja auch nicht das er nach 5 Kämpfen wirklich erfahren ist, nicht wahr? Aber wieviele hatten schon 5 Messertechereien oder Vergewaltigungsversuche? Ich denke insofern ist da alleine schon Vorsicht geboten. Ich habe mich auch in jungen Jahren geprügelt usw. aber: daraus allgemeine Regeln was funktioniert und was nicht ableiten kann ich sicherlich nicht. Mein bisschen Menschenkenntniss sagt mir bei so manchem Instruktor / BB das die nochmal weniger erlebt haben. Warum schenkt man sich dann nicht einfach die Nummer?

    Aber ja du hast recht, das Gefühl ist das wesentliche. Im "Fullcontact-fighter" Shirt rumlaufen und so...Alleine das gefühl zu trainieren was "die Isrealis" trainieren (assoziation: terrorismus etc) scheint das Ego ungemein zu pushen.... Ich meine halt das man an dem Ast hockt auf dem man sitzt: man vergleiche das mal mit dem Gracie-Hype (wird ja hier an Board gerade auch diskutiert) es ist durchaus möglich gerade auch dadurch Geld zu verdienen das man kämpft. Der Schuss könnte nach hinten losgehen und irgendwann ist KM das was heute WT ist: ne Lachnummer für fast alle die es nicht selbst betreiben.

  8. #8
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    Ich finde diesen Thread super.

    Eine Spaltung des KM gibt es und die wird sicher bleiben, aber das es zum WT Äquivalent wird, glaube ich nicht. Das ist in Zeiten des Internet, der UFC und CCTV nicht mehr soo wahrscheinlich-bzw es wird immer wieder Wellenbewegungen gegen unfunktionales Training geben.

    Und diese Gegenbewegingen können KM nutzen als System aus funktionalen Elementen des Boxens, Ringend, MT, BJJ; mit einem funktionierenden taktischen Mindset und typischen Trainingsmethoden

  9. #9
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    Nicht unbedingt wegen unfunktionalem Training, aber die Vermarktung, unter dem Motto: wir sind das einzig wahre, authentische..., wird es immer geben.
    Sieht man ja auch immer noch im Bereich des JJ in allen möglcih erdenklichen Schreibweisen. In anderen Ländern mit dem selben Ausmaß und dem damit generierten Geld.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  10. #10
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    Hmmm... ich erkläre das bei mir immer so: Wenn du schicke Urkunden mit israelischen Buchstaben drauf suchst bist du bei mir falsch. Wenn du jemanden suchst der dir zeigt wie du am Kölner Hauptbahnhof einem Angreifer den Kopf runterschraubst bist du bei mir richtig. Vielleicht ein wenig platt, aber die Botschaft kommt rüber. Wer Hausfrauen Krav Maga sucht ist falsch. Hat aber durchaus auch seine Berechtigung und gibt ja auch genügend Anbieter dafür.
    Die Sachen die ich aus Frankreich gesehen habe sehen stark noch nach dem alten Krav Maga aus. KM hat sich aber durchaus in den letzten Jahren verändert/angepasst. Die folgen glaube ich noch dem alten Pfad, der von Imi und seinen Schülern vorgegeben wurde/wird. Hier in Deutschland haben gute Leute, wie zum Beispiel Michael Rüppel das System sehr der Strasse angepasst. Bin da aber nicht so der Insider was genau in Frankreich KM mäßig abgeht. Nur meine 5 cent.
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  11. #11
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    Wo hast du denn bei KM Global trainiert? Die Aussage "nur wir haben eine Connection nach Israel" ist mit Sicherheit so nicht gefallen. Und wenn wäre es nett wenn du eine Nachricht an den KMG Direktor schicken würdest, was dir nicht gefallen hat. Nur so kann man besser werden. Allerdings Beschwerde über Hausfrauentraining und zu implizieren, bei der FFKDA wäre es wie auch immer geartet härter, irritiert. Was genau ist Hausfrauentraining und was ist dein Wunsch? Man kann auch 1 Stunde Sparring ansagen, ohne dass die Teilnehmer sich auch nur berühren, andere ziehen auch bei den Partnerübungen gut durch. Meistens liegt es an einem selbst, wie das Training ist.

  12. #12
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    Nur mal so am Rande eingeworfen, warum hat "Hausfrauen KravMaga" eigentlich seine Berechtigung, wie einige schrieben? Ich sehe sowas als Betrug am Kunden.
    Kommt die Frau zu mir in die Gruppe und sagt, ich will Kickboxen machen um fitter zu werden, ok. Sagt sie aber "ich will lernen mich zu verteidigen..." ist das doch was anderes, oder? Ob sie sich hauen will oder nicht ist dann für mich nebensächlich. Nach meinem Dafürhalten habe ich die Pflicht ihr zu sagen und zu zeigen, wie es richtig geht.
    Wir gehen sogar noch ein Stück weiter, bei uns im KB müssen auch die die "nur" fit werden wollen, regelmäßig Sparring mitmachen. Ansonsten bräuchten sie ja auch nicht Kickboxen. Gibt doch genug andere Sportarten um sich fit zu halten.

  13. #13
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    Zitat Zitat von Kensei Beitrag anzeigen
    Nur mal so am Rande eingeworfen, warum hat "Hausfrauen KravMaga" eigentlich seine Berechtigung, wie einige schrieben? Ich sehe sowas als Betrug am Kunden.
    Kommt die Frau zu mir in die Gruppe und sagt, ich will Kickboxen machen um fitter zu werden, ok. Sagt sie aber "ich will lernen mich zu verteidigen..." ist das doch was anderes, oder? Ob sie sich hauen will oder nicht ist dann für mich nebensächlich. Nach meinem Dafürhalten habe ich die Pflicht ihr zu sagen und zu zeigen, wie es richtig geht.
    Wir gehen sogar noch ein Stück weiter, bei uns im KB müssen auch die die "nur" fit werden wollen, regelmäßig Sparring mitmachen. Ansonsten bräuchten sie ja auch nicht Kickboxen. Gibt doch genug andere Sportarten um sich fit zu halten.
    Ihr kennt offensichtlich alle die falschen Hausfrauen!

  14. #14
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    Zitat Zitat von 1234567 Beitrag anzeigen
    Wo hast du denn bei KM Global trainiert? Die Aussage "nur wir haben eine Connection nach Israel" ist mit Sicherheit so nicht gefallen. Und wenn wäre es nett wenn du eine Nachricht an den KMG Direktor schicken würdest, was dir nicht gefallen hat. Nur so kann man besser werden. Allerdings Beschwerde über Hausfrauentraining und zu implizieren, bei der FFKDA wäre es wie auch immer geartet härter, irritiert. Was genau ist Hausfrauentraining und was ist dein Wunsch? Man kann auch 1 Stunde Sparring ansagen, ohne dass die Teilnehmer sich auch nur berühren, andere ziehen auch bei den Partnerübungen gut durch. Meistens liegt es an einem selbst, wie das Training ist.

    Woher willst du wissen das es mit SICHERHEIT so nicht gesagt wurde? Warum sollte ich mir das ausdenken? Ich habe mich eine geschlagene halbe Stunde unter vier Augen mit den Trainer unterhalten: es gibt keinen Grund ihm hier etwas zu unterstellen was er nicht gesagt hat. Im übrigen kann das ja sogar richtig sein was er sagte - es ist nur nicht zwingend ein Qualitäsmerkmal. Meine Aufgabe ist auch sicherlich nicht KMG zu verbessern, oder auf höchster Ebene zu kontaktieren: ich denke nicht das dies irgendetwas bringen würde. Jeder trainiert wie er mag; das wird sich wohl kaum ändern weil ein Probetraining einem potentiellen Schüler nicht gefallen hat, oder? Ich habe auch nicht gesagt das es bei DER FFKDA härter sei, ich habe gesagt das in meiner alten Gruppe in jedem Training Sparring, Stressdrills und Kardio stattfanden. Das ist ein simpler Fakt: keine Allegemeingültige Aussage über die FFKDA. Mir wurde in besagter KMG Schule mitgeteilt das sie aktuell bestenfalls einmal die Woche Sparring machen: Aussage des Trainers - keine böswillige Unterstellung meinerseits.
    Ich halte es fü falsch zu sagen das ein Training in seiner Gestaltung am trainierenden liegt. Hier wird klar ein Programm vorgegeben. Das war schon in meiner Judogruppe als Kind so, und macht auch kaum anders Sinn... Oder soll ich einfach mal an den Sandasack gehen weil mir halt danach so ist? oder sagen "ich mach jedes Bodenkampf" wenn alle anderen Messerabwehr üben?

    Ansonsten denke ich das Kensei eine gute Frage aufwirft die sich gegen den wohlmeinenden Comonsense a la "ist doch alles in Butter" wendet. Wenn ich auf Situationen wie Dragonball sie beschreibt vorbereitet werden möchte, dann brauchts ein anderes training als das was ich z.B. auch in der FEKM Gruppe bei zwei Probetrainings erlebt habe. Mir geht es ja nicht nur um eine bestimmte Federation, sondern um einen Eindruck den ich in Frankreich Verbandsübergreifend gewinne (das bezieht durchaus auch manche Trainier der FFKDA mit ein). So ist z.b. der Fokus viel zuweing auf "schlagen lernen" ausgerichtet. das wurde selbst in meiner alten Gruppe einmal von einem 15 (!!) jährigen Mädchen bemängelt (schaut euch einfach einmal die "Combat dur" videos auf youtube an). In vielen Schulen wird alles ein wenig und nichts richtig gemacht: so wird z.B. die Fallschule nur vor den Gürtelprüfungen ausgepackt und geübt. Sie war in keiner Trainingsgruppe regelmäßiger integraler Bestandteil des Trainings. Man lernts bisserl. Dann ist Sense für nen Paar Monate. was soll das? Ne gute Fallschule ist schwer zu lernen für ältere Semester die keine Vorkenntnisse (Judo usw) haben.

    Ich finde Krav toll, würde es auch gerne weiter trainieren, aber ich denke nicht das blauägig alles abzunicken was so im eigenen Stil passiert, der richtige Weg ist.
    Geändert von okami 04 (20-01-2018 um 10:52 Uhr)

  15. #15
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    Nachtrag: nein, man kann kein Sparring ansagen und sich dann nicht berühren, das ist zuviel des Relativismus. Natürlich muss Sparring nicht immer "voll auf die zwölf" sein. Schon klar. Aber zuguterletzt wissen wir doch wohl alle was sich hinter diesem Wörtchen verbirgt. Obs nun etwas fester zur Sache geht oder nicht: "nicht berühren" ist das nicht.

    Bei "Trockenübungen" härter durchziehen kann man. Halte ich nicht für sinnvoll, aber von mir aus. Nur sollte es dann auch "alive" geübt werden. Nicht statisch. Wenn schon denn schon. Einem "eingefrorenen" eine zu zentrieren ist ja nun wirklich nicht besonders 1. schwer und 2. was um Himmels willen lerne ich den dabei?

    Krav Maga bedeutet für mich das ich Kämpfen lerne. Das impliziert für mich das ich auch tatsächlich Kämpfe. Es ist schon seltsam das man das extra erwähnen muss. Eine etwas alberne Eigenart "unserer" kleinen Welt hier. Ich kann natürlich ins Schwimmbad gehen und den Fuss reinhängen das ist mein gutes Recht. Aber wenns immer nur dabei bleibt werde ich wohl kaum in freien Gewässern klarkommen, das ist im Grunde so dermaßen klar und auch ein alter Hut das es einen echt nur wundern kann das es immer wieder aufs neue gesagt werden muss. Was ich von Krav will ist das es mich auf das freie Gewässer vorbereitet. Das ist auch das Versprechen das es in jeder Werbung leich welchen Verbands gibt. Und wer einmal in besagten Gewässern war, wenn auch nur kurz, der hat glaube ich schon eine gewisse Vorstellung wie eine Vorbereitung darauf aussehen sollte. Und was ich in vielen Krav Schulen gesehen habe ist definitiv keine adäquate Vorbereitung. Vollkommen Verbandsunabhängig....

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