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Thema: Schusswaffenentwaffnung KM, 2 Kritikversuche

  1. #1
    ChrisBO Gast

    Standard Schusswaffenentwaffnung KM, 2 Kritikversuche

    Hallo Leute, ich versuche wieder öfter hier reinschauen.

    So Überschrift Zahl stimmt nicht mehr.

    Ich habe realistische Entwaffnungschance, da erst denken den Schuss auslösen muss. Meine Kritik: Reicht innerhalb dem Gegner ein Reflex (ohne Gehirnweg) für ein Schuss lösen? Wie seht ihr das?

    Angebliche Sicherheit: Ein Gegner der nicht sofort schießt wird nicht töten. Hier drei persönliche Kritiken: Kritik 1: Eine Schusswaffe ist tödlich. Selbst als SV Profi bin ich hier tot ohne Glück. Auf dieser Grundlage mir sicher sein er hat nicht sofort geschossen also habe ich überlebt: In meinen Augen (TiKM Basic 1) so unkontrollierbare Kamikaze-Hoffnung, dass ich wenn ich so denke gar nicht mehr entwaffnen brauche, weil todsicher tot. Wie seht ihr das?

    Kritik 2: Ich habe keine Ahnung wie psychisch stabil mein Gegner ist. Er kann seelisch instabil, labil oder sogar gestört sein. Meine Kritik: Das macht davon ausgehen, dass ich einen gesunden Gegner vor mir habe fatal unerkennbar. Wie seht ihr das?

    Kritik 3: Einen Gegner der mich mit Schusswaffe bedroht muss ich auf jeden Fall bewusstlos ausknocken. Normal entwaffnen ist hier fatal zu wenig. Erst wenn er bewusstlos ausgeknockt ist bin ich sicher vor er weapon-repencht mich. Wie seht ihr das?

    Kritik 4: Die Sicherheit dass ich überlebe habe ich bei Schusswaffenbedrohung erst durch ich knocke den Gegner bewusstlos aus. Meine Kritik: 2 weitere Gründe für diese Ansicht: Nie darauf verlassen okay jetzt hat meine Deeskalation + Entwaffnung 100 prozentig safegemacht, dass ich überlebe: Selbst als Profi: Tödlich unrealistisch: Am Allerfatalsten tödlich bei Bedrohung durch Schusswaffe und Schlimmerem. Wie seht ihr das?

    Beispiel A zu Kritik 4: Ich werde in einer Menschenmenge von einem Täter mit einer Schusswaffe bedroht. Mein Kritik: Bis Gegner bewusstlos ausgeknockt jede Sekunde Risiko, dass die Lage (doch noch) eskaliert, aufgrund von Verhalten der Menschenmenge um einen rum unkalkulierbar. Wie seht ihr das?

    Beispiel B zu Kritik 4: Mein Gegner kann ein Raubmörder sein der mich erst ausraubt und dann abknallt. Wie seht ihr das?
    Geändert von ChrisBO (26-01-2018 um 06:33 Uhr)

  2. #2
    ChrisBO Gast

    Standard

    Mit Handy getippt. Ich korrogiere die Text verreißer gerade als Post bearbeiten.

  3. #3
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    Also erstens: überarbeite das. Das ließt sich wie ne schlechte Google Translator Übersetzung.

    Zweitens: Hat mein gegenüber eine Waffe und will mich ausrauben, geb ich ihm alles was ich habe und er will.

    In meinen Augen gibt es 3 Szenarien:

    1: Er will mich ausrauben ... ich lasse mich ausrauben
    2: Er bedroht mich so stark das ich zum Handeln gezwungen bin...dann muss ich Handeln egal was kommt
    3: Er schießt mich einfach über den Haufen.... dann war es das und ich kann eh nix gegen machen

  4. #4
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    4: Er bedroht mich und ich kann nicht weglaufen, weil Frau, Kind, andere Menschen dabei... ich muß handeln.
    No groin, no Krav Maga!
    http://www.krav-maga-cologne.de

  5. #5
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    Zitat Zitat von Dragonball Beitrag anzeigen
    4: Er bedroht mich und ich kann nicht weglaufen, weil Frau, Kind, andere Menschen dabei... ich muß handeln.
    Ich hab auch nirgendwo weglaufen geschrieben, weil ich einfach davon ausgehe das das in dem Fall keine Option ist. Dein Punkt ist kein 4. fällt für mich unter 1. oder 2. jedenfalls Frau und Kind/Familie. Bei anderen Menschen muss ich sagen ist da keine Bindung vorhanden meinerseits, da würde ich eher darauf achten das diese Person zwischen mir und dem Täter steht. Da geht Eigenschutz vor und ich kann immer noch im Anschluss helfen.

    Bezüglich Familie:
    1. will er uns ausrauben.....lasse ich uns ausrauben
    2. Er bedroht uns so stark das ich zum Handeln gezwungen bin...dann muss ich Handeln egal was kommt

  6. #6
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    Sehe ich in allen Punkten genau so. Mit "anderen Menschen" meinte ich allerdings Menschen zu denen du ebenfalls eine Beziehung hast, Mutter, Vater... Wollte bloss nicht alle aufzählen.
    Punkt 1 ist immer knifflig. Wie erkenne ich, dass der Aggressor nach Übergabe der Wertgegenstände nicht doch den Abzug betätigt, oder auf andere Gedanken komm.
    Bin ich allein ist das dann mein Problem. In Begleitung ...
    Wie gesagt, knifflig.
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  7. #7
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    So wahnsinnig viele Schusswaffenbedrohungen gibt es hierzulande ja auch nicht. Interessant sind nur 2 zusätzliche Szenarien zu den bereits genannten:
    - es handelt sich um einen Anschlag bei dem der Täter sich noch "motivieren" muss - handeln, wenn die beste Situation da ist, bzw. sofort bevor er einen bemerkt
    - der Täter versucht einen von einem einsehbaren Ort per Drohung an eine typische "crime scene" zu verfrachten (dunkel, abgelegen, Leiche leicht entsorgbar) - HANDELN, whatever it takes

    Grundsätzlich würde ich bei einer potentiell tödlichen Schusswaffenbedrohung auch die Waffe selbst einsetzen wollen, und sei es zu einem Körpertreffer aus dem Nahbereich. Dann muss man auch nicht partout KO schlagen. Falls die Waffe runterfällt und der Täter oder Umstehende an sie gelangen kann, muss man diesen natürlich so schnell wie möglich loswerden, und an die Waffe kommen. Auch da kann es sinnvoller sein per Sprung, Rolle usw. an die Waffe zu kommen, statt mehrere Leute um einen herum zu bekämpfen während die Waffe ungesichert rumliegt. Man kann wenn man das trainiert, und die Waffe funktioniert, sehr viel schneller mehrere Leute er- oder anschiessen als KO schlagen.

    Für solche Szenarien sollte man aber auch Gründe haben, aus dem beruflichen oder situativen Umfeld. Daran müssen sich auch die Überlegungen orientieren. In den USA wäre Speedshooting eine Toppriorität, ohne umständliches "Zielen".
    Geändert von Klaus (26-01-2018 um 16:09 Uhr)
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  8. #8
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    Zitat Zitat von Dragonball Beitrag anzeigen
    Sehe ich in allen Punkten genau so. Mit "anderen Menschen" meinte ich allerdings Menschen zu denen du ebenfalls eine Beziehung hast, Mutter, Vater... Wollte bloss nicht alle aufzählen.
    Punkt 1 ist immer knifflig. Wie erkenne ich, dass der Aggressor nach Übergabe der Wertgegenstände nicht doch den Abzug betätigt, oder auf andere Gedanken komm.
    Bin ich allein ist das dann mein Problem. In Begleitung ...
    Wie gesagt, knifflig.
    Jo, konnte ich mir schon denken, deswegen hab ich Familie draus gemacht .

    Ja Punkt 1 ist knifflig, das gebe ich zu. Aber sehr oft ist es ja so, dass es ein Raub ist ohne Tötungsabsicht ist.

    Zu Klaus: auch das fällt für mich unter 2, weil es einfach eine starke Bedrohung ist und man handel soll. Gerade bei Frauen in eine potenziellen Vergewaltigungssituation ist hier handeln auch vorzuziehen, da man nie weiß ober er dich danach nicht eh beseitigen will.

    Ja und zum Glück ist Schusswaffenbedrohung, im normalen Umfeld in Deutschland noch recht selten.

  9. #9
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    Ein Täter der mit einer Schusswaffe bedroht, sieht das Opfer als Ressource für materielle Werte (Geldbörse, Autoschlüssel...etc), Informationen oder kostenlosen Sex.

    Hier befindet man sich innerhalb strategischer Gewalt!

    Die Tat ist geplant, der Zeitpunkt-/ort wird vom Täter bestimmt, ebenso wird ein eventueller Widerstand berücksichtigt.

    Dadurch das der Täter mehr zu verlieren hat als sein Opfer, setzt er ein Höchstmaß an kriminelle Energie ein...egal ob man sich nun zu Wehr setzt oder nicht.

    Wenn es machbar ist, sollte man sich definitiv zu Wehr setzen. Machbar heisst jedoch in diesem Kontext zuerst einmal, dass man die mentale Stärke hat in die Konteroffensive zu gehen.

    Gruß Markus

  10. #10
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    Zitat Zitat von Niffel Beitrag anzeigen
    Ja und zum Glück ist Schusswaffenbedrohung, im normalen Umfeld in Deutschland noch recht selten.
    Dafür wird mittlerweile um so mehr gemessert
    Zitat Kohleklopfer: "Ich will in dem Moment kämpfen, und keinen Workshop über Mundhygiene halten."

  11. #11
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    Für Schusswaffenbedrohungen gibt es auch andere Szenarien ausser eiskalter Berechnung. Leute die Wut haben und ein Opfer suchen, insbesondere wenn es einen "Anlass" gibt (Freund der Ehefrau usw., Unterstützer, Amtsperson die unerwünschte Auflagen oder Anliegen vorträgt). Hobby-Terroristen im Zug oder Einkaufszentrum. Wenn man zufällig Zeuge geworden ist bei was das man nicht sehen sollte (ein Freund von mir ging mal in ein geschlossenes Restaurant, und da war gerade die Mafia tätig). Macker die einfach mal jemanden einschüchtern wollen. Zur Vorbereitung anderer Straftaten. Sind ja manchmal auch Gas-/Schreckschusswaffen denen man das nicht direkt ansieht.

    Manchmal gibt es generelle Anweisungen (Terror - Handeln, viele Chancen bekommt man nicht, Banküberfall - Warten bis er vorbei ist, nicht hinsehen), manchmal nicht. Beamte und Leute in Schutzfunktionen haben aber eine deutlich höhere Chance sowas mal live zu erleben als der Durchschnitt.
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  12. #12
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    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Für Schusswaffenbedrohungen gibt es auch andere Szenarien ausser eiskalter Berechnung. Leute die Wut haben und ein Opfer suchen, insbesondere wenn es einen "Anlass" gibt (Freund der Ehefrau usw., Unterstützer, Amtsperson die unerwünschte Auflagen oder Anliegen vorträgt). Hobby-Terroristen im Zug oder Einkaufszentrum. Wenn man zufällig Zeuge geworden ist bei was das man nicht sehen sollte (ein Freund von mir ging mal in ein geschlossenes Restaurant, und da war gerade die Mafia tätig). Macker die einfach mal jemanden einschüchtern wollen. Zur Vorbereitung anderer Straftaten. Sind ja manchmal auch Gas-/Schreckschusswaffen denen man das nicht direkt ansieht.

    Manchmal gibt es generelle Anweisungen (Terror - Handeln, viele Chancen bekommt man nicht, Banküberfall - Warten bis er vorbei ist, nicht hinsehen), manchmal nicht. Beamte und Leute in Schutzfunktionen haben aber eine deutlich höhere Chance sowas mal live zu erleben als der Durchschnitt.
    Gehört alles zur geplanten sprich strategischen Gewalt.

    Gruß Markus

  13. #13
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    Zitat Zitat von ChrisBO Beitrag anzeigen
    Wie seht ihr das?
    Zu viele Bedenken, du bist bereits tot !

  14. #14
    gast Gast

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    Zitat Zitat von Dragonball Beitrag anzeigen
    Punkt 1 ist immer knifflig. Wie erkenne ich, dass der Aggressor nach Übergabe der Wertgegenstände nicht doch den Abzug betätigt, oder auf andere Gedanken komm.
    Bin ich allein ist das dann mein Problem. In Begleitung ...
    Wie gesagt, knifflig.
    Weil er dich dann einfach vorher erschiessen würde und dann deine Wertsachen nimmt? Am besten aus dem Hinterhalt. Ist doch viel weniger riskant.

    Der typische Räuber ist am Ende auch ein Mensch und will nicht töten wenn es nicht sein muss. Und einer dem es egal ist schießt eben gleich direkt.

    Sehe da aber auch keinen Unterschied ob allein oder in Begleitung.

  15. #15
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    Wenn es machbar ist, sollte man sich definitiv zu Wehr setzen.
    Von Behörden wie von Einheimischen habe ich in Ländern mit hoher Gefährdung durch Raubüberfälle (und Raubmorde!) immer den Rat gehört meine Wertsachen auszuhändigen und am Leben zu bleiben.

    Diese Aussagen basierten auf einer sehr großen Erfahrungsbasis mit einer hohen Anzahl von Vorfällen - das sollte einem eventuell zu denken geben. !
    Mir hat dieser Rat jedenfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit das Leben gerettet.

    Für sich selbst sollte man vorher entscheiden wann der Punkt gekommen ist zum Angriff überzugehen (Vergewaltigung, Versuche einen an einen anderen Ort zu bringen, Anzeichen für eine Eskalation mit Einsatz der Waffe). Während des Vorfalls muss man dann nach Situation (vorherige Überlegung hilft) und Entwicklung (Eskalation) entscheiden wie man sich verhält.

    Ein Experiment kann auch hilfreich sein. Einfach mal schauen in wieviel % der Raubüberfälle im jeweiligen Umfeld (Wohnort, Reiseland) ohne ernste Verletzungen des Opfers enden und dann zu schauen ob man beim realistischen (!!!) üben eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit bei der Abwehr hin bekommt.

    Der typische Räuber ist am Ende auch ein Mensch und will nicht töten wenn es nicht sein muss. Und einer dem es egal ist schießt eben gleich direkt.
    Würde ich je nach Land in Frage stellen. In vielen Ländern ist ein Menschenleben nichts wert und sobald etwas nicht wie geplant läuft gibt es kaum Hemmungen die Waffe einzusetzen. Der Grund warum nicht (gleich) geschossen gestochen wird ist ein ganz pragmatischer. Ein Raubüberfall wird viel weniger intensiv verfolgt (und bestraft) als ein Raubmord (erstere kommen oft nicht einmal zur Anzeige). Warum also die Kosten (Risiko, Strafe) bei der Beschaffung der gewünschten Ressource unnötig erhöhen?
    Trotzdem gibt es natürlich genug Raubmorde, sehr viele als Folge einer missglückten Gegenwehr, aber leider eben auch solche bei denen der Gegner nicht rational handelt und das Opfer trotz Kooperation tötet.

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