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Thema: Mein erstes Jahr als Trainer - mein Fazit

  1. #1
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    Standard Mein erstes Jahr als Trainer - mein Fazit

    Gruß in die Runde,

    da mein erstes Jahr als Übungsleiter in einer kleinen Ju-Jutsu-Gruppe nun durch ist, wollte ich einmal mein Fazit verschriftlichen. Freue mich auf Euer Feedback.

    Viele Grüße,
    Rudolf

  2. #2
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    Sehr schöner Text, liest sich sehr flüssig.

    Zum Inhalt: Das kenne ich sehr gut, mit ein zwei Leuten auf der Matte stehen, weil der Rest keine Lust hat. Das frustriert. Auch die herrlichen Momente kenne ich. Wer weiß, vielleicht sind sie ja gerade so herrlich (oder noch herrlicher), weil vorher Frust da war?

    Wünsche dir viel Kraft für die nächsten zwanzig Jahre als Trainer

  3. #3
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    Das Problem, dass man da auch mal alleine steht, kennt glaube ich jeder Trainer.

    Ich konnte das für mich gut lösen, indem ich mich im Vorhinein von der Erwartungshaltung verabschiedet habe. Letztlich bin ich Dienstleister. Ich komme und versehe meinen Dienst, ob da einer oder 30 stehen spielt für mich nur in der Trainingsstruktur eine Rolle. Wenn mal keiner käme, fahre ich heim.

    Man muss sich glaube ich von dem ganzen Gedanken "Respekt vor dem Amt" oder auch Training frei machen. Wenn den Leuten gerade etwas anderes wichtiger ist, und sei es für mich auch noch so banal, so ist es ihr gutes Recht. Wer wäre ich anderen Menschen zu erklären, was ihnen gerade im Moment persönlich wichtiger zu sein hat? Ich sage da allenfalls was dazu, wenn mich einer fragt. Zum Beispiel, warum seine Leistung stagniert. Oder warum er im Wettkampf verliert. Oder ähnliches.

    Ansonsten machen die das alle zum Spaß. Ich betreue keine Profis, die ich bezahlen müsste und von denen ich irgendwas verlangen könnte.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Raging Bull Beitrag anzeigen
    Das Problem, dass man da auch mal alleine steht, kennt glaube ich jeder Trainer.

    ...............
    Man muss sich glaube ich von dem ganzen Gedanken "Respekt vor dem Amt" oder auch Training frei machen. Wenn den Leuten gerade etwas anderes wichtiger ist, und sei es für mich auch noch so banal, so ist es ihr gutes Recht. Wer wäre ich anderen Menschen zu erklären, was ihnen gerade im Moment persönlich wichtiger zu sein hat? Ich sage da allenfalls was dazu, wenn mich einer fragt. Zum Beispiel, warum seine Leistung stagniert. Oder warum er im Wettkampf verliert. Oder ähnliches.

    Ansonsten machen die das alle zum Spaß. Ich betreue keine Profis, die ich bezahlen müsste und von denen ich irgendwas verlangen könnte.
    Genau so sehe ich das auch.

  5. #5
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    wenn man eine trainingsgruppe leitet, die nicht mitzieht, ist es auf dauer frustrierend, wenn man das training ehrenamtlich oder für kleines geld gibt. da gibt es nur einen lohn: die fortschritte und die erweckung der leidenschaft für den sport.
    außer man hat selbst gerichtete interessen wie selbst zu trainieren und durch die gruppe sich trainingspartner aufzubauen.
    Geändert von marq (14-02-2018 um 11:53 Uhr)

  6. #6
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    Ich denke eine Mischung aus dem von Raging Bull und Inderest ist so der Status Quo für mich.
    Nach meiner Erfahrung ist das ganze auch sehr Gruppenabhängig. Um festzustellen was einen erwartet hilft es mit den Teilnehmern ein kleines Einzelgespräch zu führen und einfach mal zu fragen, was eigentlich das Ziel des Einzelnen ist.

    Oftmals sind Faktoren wie "soziale Kontakte" oder "neue Einflüsse im Leben" wichtiger als ein technisch perfektes oder schweißtreibendes Training.

    Auf jeden Fall eine tolle Erfahrung als Sportler einen Kurs über einen längeren Zeitraum zu leiten und sich über Sachen, wie kurzfristige und langzeitige Ziele, Gedanken zu machen.

  7. #7
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    Am 28.Februar hab ich das erste Jahr mit "meiner eigenen Truppe" geschafft! Mein Fazit: auf jeden Fall positiv!
    MIT FREUNDLICHEN GRÜßEN JOBI

  8. #8
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    Tja, da finden wir wohl alle das eine oder andere wieder....
    Bei mir ist es der Frust über das „tot stellen“ einiger Leute in der Kommunikation (whattsapp).
    Ich unterstelle da irgendwie immer fehlenden Respekt bzw. eine unangenehme Konsumenten-Haltung.
    Es wird halt schnell vergessen, dass der Trainer auch seine Zeit opfert (und im Gegensatz zu den Schülern IMMER und zu JEDEM Training), ohne daran irgendwie zu verdienen (zumindest im e.V.-Bereich).

    Aber alles in allem:
    Wissen verpflichtet zur Lehre und es gibt ja auch immer wieder diese grossen Momente, die alles (oder vieles) entschädigen!
    "We don' t break boards, we break people."

  9. #9
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    Ich kenne das auch. Ich hatte 5 Leute (5 Leute waren unmotiviert) am Start, die immer wieder kamen, wir machten uns immer lustig darüber das man eine Motivationsbusstrecke eröffnen sollten, um die Leute abzuholen.

    Was ich immer zum kotzen fand ist das die Leute (5 unmotivierten) immer nur zu zweit oder nur zu dritt kamen, aber nie alleine.

    Na klar opfert man seine Freizeit, wenn keiner mal da war, was selten vorkam, dann habe ich eben selbst Training für mich gemacht. Ich habe was positives draus gemacht.

    Bei den motivierten Leute war ich sehr hinterher und das ist die bessere Mundpropaganda als bei den unmotivierten.
    Jeet Kune Do - Filipino Fighting Arts - Selbstverteidigung für Frauen

    www.jkd-ffa-berlin.de

  10. #10
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    Was ich in all den Jahren als Trainer immer positiv fand, egal ob viele da waren oder wenige, ist, dass ich selber auch immer viel lernen kann. Erstens, wenn ich das Training inhaltlich und didaktisch vorbereite, zweitens beim Erklären und drittens anhand der Rückmeldungen der Teilnehmer (begreifen die, was ich da will?).

    Von sofern finde ich das Trainersein ist ein unersetzlicher Schritt der Weiterentwicklung ab einem gewissen Level. Und je regelmäßiger und näher an der Basis das Training ist, desto besser. Habe bei manchen, die nur noch als Lehrgangsreferent unterwegs sind oder im Verein nur noch Auserwählte unterrichten manchmal das Gefühl, dass sie sich da ein wenig von entfernt haben.
    "It's not staying in the same place that's the problem. It's not letting your mind wander." (Gytha Ogg in "Witches Abroad" by Terry Pratchett)

  11. #11
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    Zitat Zitat von jjjens Beitrag anzeigen
    Habe bei manchen, die nur noch als Lehrgangsreferent unterwegs sind oder im Verein nur noch Auserwählte unterrichten manchmal das Gefühl, dass sie sich da ein wenig von entfernt haben.
    Das Gefühl hab ich auch, bei einigen, die ich kennen gelernt hab, hab ich auch den starken Verdacht, daß sie sich eigentlich überhaupt nicht mehr fortbilden mit der Begründung (hab ich selber schon des öfteren gehört: ) : das gab es früher bei uns auch schon alles, die kochen auch nur mit Wasser, die erfinden das Rad neu und vermarkten das jetzt groß, alles schon mal da gewesen... usw.
    MIT FREUNDLICHEN GRÜßEN JOBI

  12. #12
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    Ganz schlimm sind dann die Rot-Weiß-Träger mit dem Spruch: Was will der mir denn noch zeigen? Ich kann doch alles.
    Mein Englisch ist zu schlecht. Ich löse das physikalisch!

  13. #13
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    Zitat Zitat von Schnueffler Beitrag anzeigen
    Ganz schlimm sind dann die Rot-Weiß-Träger mit dem Spruch: Was will der mir denn noch zeigen? Ich kann doch alles.
    Ja, ja, da gibt' s scho' "kloaane Herrgöttla" drunder. (oh, die Dialekt- Taste war eingeschaltet, Sorry)
    MIT FREUNDLICHEN GRÜßEN JOBI

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