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Thema: Wie "traditionell" ist euer Training?

  1. #31
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    Zitat Zitat von JanX Beitrag anzeigen
    [...]
    Du schreibst, dass es Traditionen gibt, die Dir persönlich fehlen oder die Du Dir wünschen würdest (sinngemäß). Mich würde einfach interessieren, was und welche das konkret sind - was ist Dir wichtig, was würde Dir fehlen, was gefällt Dir in der Hinsicht, was stört Dich (usw.).

    Wenn Dir das zu persönlich sein sollte, einfach sagen. Mich interessiert einfach Dein Standpunkt, denn was ich darüber denke, weiß ich und ich find’s einfach immer wieder schade, wenn mir derartige Äußerungen begegnen und ich mir dann rauspicken soll, was das für Traditionen sein sollen, was die Person als traditionell betrachtet oder einfach - nicht von Dir (!) - mal wieder hören darf, dass es „halt einfach Traditionen“ sind und ich danach so schlau wie davor dastehe.
    Wenn der Respekt für Dich eine Tradition ist, ist das so und unabhängig davon, ob ich das anders sehe. Mir persönlich fallen nur momentan nahezu keine (nennenswerten) Traditionen ein, die ich (im Training) vermissen würde oder nicht - von den Sportlern unbemerkt und unkommentiert - ersetzen oder verwerfen könnte. Ich persönlich habe schlicht nicht das Gefühl, dass das Grüßen (oder die Bedeutung und besonders erkennbar am Umgang davor und danach miteinander) auch nur irgendwen wirklich interessiert und man es genauso gut durch ein Verbeugen - wie im TKD - oder auch durch die typische Eröffnung im BJJ (Abklatschen->Faust) oder das (meist eh zusätzlich gemachte) Abklatschen mit den Handschuhen wie im Boxen ersetzen oder einfach wegfallen lassen könnte.
    Sonst halten sich nicht einmal die Kämpfer - im Training - an die Traditionen - wie beispielsweise das Betreten des Rings oder die Laufrichtung. Andererseits werde ich persönlich - Tradition hin oder her - auch unsere Damen nicht (im Training) in den Ring kriechen oder reinklettern lassen, wie die Tradition manchmal "ausgelegt" wird...

    (Für mich persönlich gibt es auch noch einmal einen großen Unterschied zwischen Respekt und geheuchelter Höflichkeit. Ähnlich wie ich von leeren Floskeln nichts halte und mir sie spare (dann gibt’s halt keine Frage, wie es einem geht), hat es für mich auch etwas mit Respekt zu tun, dass ich der Person gegenüber nur Fragen stelle, die mich auch interessieren und auch klare - ggf. verletzende - Worte können respektvoll (gemeint) sein und einer Person - beispielsweise in Form von Offenheit und Ehrlichkeit - Respekt entgegenbringen. Das von Dir Beschriebene finde ich schade und begegnet mir auch häufig; abgesehen von Deinem konkreten Fall - den ich schlicht nicht beurteilen kann - ließe sich das jedoch (mit demselben Inhalt und einer ähnlich klaren Aussage) auch respektvoll vermitteln und so wie es sich liest, schließt das (für mich persönlich) noch (generell und losgelöst von Deiner konkreten Situation, lediglich an der Beschreibung gemessen) respektvolles Miteinander nicht aus. Was mich (auch in Thailand) jedes Mal viel mehr gestört und teilweise zum Wechsel der Trainingsstätte oder einer (sicherlich mal respektlos aufgefassten, jedoch ziemlich respektvoll gemeinten) ‚Äußerung beweg hat, war dieses geheuchelte Honig-ums-Maul-Schmieren. Mit den Worten eines Bekannten und guten Kämpfers: „Ich hätte ihnen auf den Boden [machen] können und dürfte mir wahrscheinlich anhören: ‚Good, good, very good!‘“ Das ist für mich weit respektloser und geheuchelter als so manche Aussage, die erst einmal respektlos(er) klingen mag und inhaltlich doch viel mehr bringt, wie beispielsweise: „Das ist Müll, dreh den Fuß weiter ein, verlagere das Gewicht mehr aufs andere Bein und halt die verdammte Deckung oben, wenn Du Haken schlägst! Schulter-Kinn-Kontakt, wie oft denn noch?!“)

    Für mich persönlich - doch das alles hat mMn mit Umgangsformen und nicht mit Traditionen zu tun; so fände und finde ich es immer wieder lächerlich, wenn man auf der Matte auf einmal komplett anders agiert und handelt, als davor oder danach; da kauf ich der Person auch den (auf einmal 1,5h lang vorhandenen) Respekt nicht ab und der interessiert mich dann auch nicht. Einen Grundrespekt hat jede Person verdient, alles darüber muss sich verdient werden und das wird bei mir ziemlich schwer, wenn ich merke, dass man lediglich eine Maske aufsetzt. Im Gegenzug habe ich gegenüber einiger Trainer in Thailand, unter denen ich trainiert habe und die wohl von vielen als ziemlich „respektlos“ wahrgenommen werden (würden) - jedoch lediglich immer absolut ehrlich und ernsthaft interessiert waren -, riesengroßen Respekt und der wird genauso wenig bei Betreten der Matte auf- oder im Alltag abgelegt.

    Mir persönlich ist auch ein manchmal verletzender, offen sprechender und mit Herzblut involvierter Trainer, der sich wirklich für mich und den Sport interessiert, weit lieber als der, der einfach zu allen nett, freundlich ist und sich für keinen interessiert. Das merkt man dann schnell bei größeren/längeren Verletzungen oder Krankheiten und so bedeutet es mir (auch menschlich) weit mehr, wenn mich die Person im Training regelmäßig auch mal anfährt und wenn ich mich dann länger abmelde, auch mal nachfragt, einen auf den aktuellen Stand bringt (usw.), als - was eher die Normalität ist - der Trainer, der immer höflich, respektvoll und „nett“ war und es ihn eigentlich in keinster Weise interessiert, wo die Person jetzt eigentlich seit 9 Monaten steckt, es kommt nicht eine Info oder Nachfrage und steht man wieder auf der Matte geht das Geheuchle los; das habe ich eher als Normalität erlebt und dementsprechend interessiert es mich herzlich wenig, ob die Person nun respektvoll mit mir umgeht oder nicht, der Respekt zeigt sich in anderen (nicht erwarteten) Taten. Mir persönlich ist da der „normale“ Umgang weit wichtiger, als irgendein Respekt auf der Matte, der nach dem Training und bis zum nächsten Training keinen mehr interessiert.

    (Das ist jedoch auch nur meine Sicht und soll weder überzeugen noch andere Ansichten in irgendeiner Weise färben oder prägen! So wie ich auch kein Problem damit habe, dass manche Trainer klar sagen, dass sie kein Interesse an Kontakt neben der Matte haben (auch keinem ausschließlich auf den Sport begrenzten) und es eher auf ein professionelles Arbeitsumfeld anlegen - das ist für mich auch weit ehrlicher und respektvoller, als das "normale" Vorgehen und stößt sicherlich erst einmal vielen als respektloses Verhalten vor den Kopf.)

    (Gut möglich, dass Dich das alles nicht interessiert - ich hoffe, Du siehst jetzt zumindest, dass ich wirklich an den Antworten und Deiner dahingehenden Sicht interessiert bin!)

    LG

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  2. #32
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    Vielen Dank schonmal für eure Einblicke!

  3. #33
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    Zitat Zitat von Hexer
    [...]
    Was würdest/hast Du Dir denn erhoffen/erhofft? Was hast Du Dir vorgestellt oder was genau hat Dich zu Deiner Einschätzung (und dem Thema) bewegt? Wie stellst Du es Dir denn in Thailand vor bzw. hast Du es dort erlebt? (/e: Was hat im Training (hier) für Dich persönlich bzw. Deiner Meinung nach gefehlt?)

    LG

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  4. #34
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    Ich kann noch nicht sagen ob mir was fehlt, dafür mache ich es nach 3 Trainingsstunden noch nicht lange genug. Spass macht es bisher definitiv. Es ist mir wie gesagt nur beim recherchieren aufgefallen, dass manche solch großen Wert darauf legen. In Thailand selbst war ich noch nie, habe also auch noch kein Training dort erlebt.
    Ich bin für den Moment gespannt wie es weiter geht. Mit etwas mehr Zeit und Erfahrung sieht ja oft alles nochmal etwas anders aus.

    Das Thema hab ich hauptsächlich erstellt um mal etwas Überblick zu bekommen wie es in dieser Hinsicht allgemein so aussieht.

  5. #35
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    Zitat Zitat von Hexer Beitrag anzeigen
    Ich kann noch nicht sagen ob mir was fehlt, dafür mache ich es nach 3 Trainingsstunden noch nicht lange genug. Spass macht es bisher definitiv. Es ist mir wie gesagt nur beim recherchieren aufgefallen, dass manche solch großen Wert darauf legen. In Thailand selbst war ich noch nie, habe also auch noch kein Training dort erlebt.
    Ich bin für den Moment gespannt wie es weiter geht. Mit etwas mehr Zeit und Erfahrung sieht ja oft alles nochmal etwas anders aus.

    Das Thema hab ich hauptsächlich erstellt um mal etwas Überblick zu bekommen wie es in dieser Hinsicht allgemein so aussieht.
    Vielen Dank für den Einblick, wenn Dir noch was ein- oder auffällt, würde ich mich über Deine Sicht freuen .

    LG

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  6. #36
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    Ich werd versuchen dran zu denken

    Immerhin kann ich schonmal sagen dass auf jeden Fall kein reines K1 trainiert wird. Zumindest kommen im Training auch mal Ellenbogen zum Einsatz und es sind wohl auch schon Leute zu Kämpfen nach Muay Thai Regeln angetreten.

    Wie gesagt: Spass machts bisher auf alle Fälle und die Leute scheinen auch zu passen, ich (und auch ein Kollege) werden dabei bleiben

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