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Thema: Qi und innere Kraft 2018

  1. #676
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    Wo ist der passende 2k19 thread ?
    Alles was hier drin steht ist outdated und somit nicht mehr korrekt

  2. #677
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    Das Rad dreht sich weiter, heute macht man alles mit Cloud-Applikationen !

    Also, mit der Zeit gehen, hier Cloud Hands:
    "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

  3. #678
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    Zitat Zitat von Bücherwurm Beitrag anzeigen
    Und? Was ist es dann? Das Qi?
    Ich versuche es hier noch mal ernsthaft anschaulich zu erklären was „Qi“ in der Körperarbeit meint und warum „Energie“ dafür gar keine schlechte Umschreibung ist.

    Das die eigentliche „Energie“ in der Körperarbeit durch die Spaltung von ATP zustande kommt brauchen wir hier wohl nicht zu diskutieren, es geht nicht um Biochemie, sondern um Physiologie.

    Damit Energie „fließen“ kann benötigt man eine Spannung. Eine vorhandene Spannung bedeutet dabei aber noch nicht dass Energie fließt. Die Spannung schafft das Potential für den Fluss. In der Körperarbeit der CMA spielt man jetzt mit den Spannungen im muskuloskelettalen System und versucht diese so detailliert wie möglich wahrzunehmen und zu nutzen. Man bricht Bewegungen in seine Einzelteile runter, spürt die Spannungen im Körper und nutzt sie durch größtmögliche Harmonisierung, was zu einer effektiven Bewegung führt.
    Durch diese Arbeit verbessert man kontinuierlich seine Körpereigenwahrnehmung und dadurch seine Bewegungsqualität.

    Wenn man das Spiel mit den Spannungen gut beherrscht, dann fühlt es sich in der Tat so an als wenn „Energie“ durch den Körper fließt, was aber letztendlich nichts anderes ist als ein harmonisches Spiel aller Muskelketten für eine effiziente Bewegung, die aber nicht direkt durch unseren Motocortex gesteuert wird, sondern indirekt (durch Ideen und Bilder) über das extrapyramidale System, mit möglichst geringer Beteiligung höherer Motocortexareale. Ganz kann man den Cortex da nicht rausnehmen, da er essentieller Bestandteil unseres „Ich’s“ ist.
    Am ehesten kann man es sich so vorstellen dass unser Motocortex die Bewegung wie einen Ball „anstößt“ und die tieferen Ideen dafür sorgen dass der Ball rollt. Dieses „rollen“ ist dann dass, was wir als „fließende Energie“ wahrnehmen können.

    Am Ende des Tages kann man sagen „Qi“ in der Körperarbeit ist bewußt gemachte Physiotherapie mit Bildern. Dafür benötigt man den „Geist“, denn in ihm entstehen die Ideen, die der Körper dann umsetzt. Yi commands Qi...

    Das Wissen um physiologische Zusammenhänge ist dabei natürlich nicht nötig, nur das Wissen um die richtigen Ideen und wie es sich anfühlen muss. Man arbeitet mit Ideen und Gefühlen, nicht mit dem Wissen um physiologische Zusammenhänge.

    „Weich“ kommt in diesem Zusammenhang davon dass man durch die Arbeit mit den Muskelspannungen die „unnatürlichen“ Verspannungen in unserem Muskelsystem beseitigt. Um das jedoch effektiv tun zu können muss ich die bewusste Spannung so weit es geht reduzieren, damit ich mit den feinen Spannungen arbeiten kann (Weber-Fechner-Gesetz). Daher die Anweisung „du bist zu hart“, meint eigentlich „zu verspannt“. Mit einer zu hohen Grundspannung kann ich mit den Spannungen nicht effektiv genug arbeiten. Je lockerer „ich lasse“ desto mehr Infos bekomme ich von meinen Muskeln, desto effektiver kann ich auf diese Weise üben.
    Geändert von kanken (29-03-2019 um 09:56 Uhr)

  4. #679
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    Im konkreten Üben bringt mich die äußere Form (egal ob bewegt oder unbewegt) in eine Haltung, die konkrete Muskelspannungen in mir erzeugt, mit denen ich arbeiten kann. Die Form will mir etwas durch die durch sie betonten Spannungen zeigen, sie erleichtert das Verständnis für einen Aspekt einer Idee. Form und Idee hängen zusammen. Die Form ist ein Hilfsmittel für die Idee, die Idee existiert aber auch ohne die Form.

    Wie man die so erzeugten (Körper-) Gefühle, die immer komplexer werden, anwenden kann zeigen einem dann die Anwendungssets. Am Anfang kooperativ, da ich auch hier in meinen Körper hineinhören will. Ich muss das Wechselspiel der Spannungen an einem Partner verstehen. Bewegungen zwischen zwei Personen ist immer komplexer als alleine, der der Andere die (Muskel-) Spannungen in mir beeinflusst (er stört meinen Energiefluss ).
    Durch den Partner verstehe ich die Ideen noch besser und nehme mich noch besser war.
    Im nächsten Schritt muss ich bestimmte Reaktionen auch erreichen wenn der Andere mich bewußt stört (also unkooperativ ist und sich frei bewegt). Das setzt aber voraus dass ich gewisse Idee schon so weit verinnerlicht habe dass ich sie auch gegen Widerstand spüren und damit nutzen kann.

    Die Arbeit mit „meiner Energie“ muss so stark sein dass sie nicht durch den Anderen gestört wird, im Gegenteil durch die Arbeit mit meiner Energie störe ich die Energie des Gegners.

    Übersetzt:
    Durch die effektive Nutzung meiner Muskelketten für die Bewegung ist es mir möglich mich effizienter als mein Gegenüber zu bewegen, was ihn stört und seine Bewegungsqualität und Möglichkeit einschränkt.

  5. #680
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    Mir haben Bilder, die sehr anschaulich sind weitergeholfen.
    In der Physiotherapie werden vermehr Periostmassagen (Knochenhaut) angewendet.
    Bei Thierry Alibert haben wir im Qigong eine winzige Periostmassage ohne Partner und Eigenmassage ausgeführt über die eigenen Muskelketten.
    Da bedarf es langer Übung, um das Bild in die Anwendung zu bekommen.
    Weiter helfen mir die himmlischen Kreisläufe ganz gut Qi zu bewegen und es wahr zu nehmen.
    Da ist jeder sein eigener Meister für sich die richtigen Bilder und Vortsellungen zu finden und in den Alltag zu transportieren.
    Liebe Grüße Dao

  6. #681
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    Zitat Zitat von Dao Beitrag anzeigen
    Da ist jeder sein eigener Meister für sich die richtigen Bilder und Vortsellungen zu finden und in den Alltag zu transportieren.
    Das halte ich für eine absolute Fehlannahme, denn die Bilder und Vorstellungen, die man nutzen soll, sind der Kern einer jeden traditionellen Linie. Sie sind vorgegeben und essentieller Teil der Didaktik. Die äußere Form einer Bewegung ist oberflächlicher Kram.
    Welche Ideen man wie nutzt und um was zu bewirken ist entscheiden. Das muss einem ein Lehrer zeigen und fühlen lassen, erst dann kann man mit den Ideen arbeiten und die gemachten Erfahrungen dann mit dem Lehrer besprechen.

    Hingehen und irgendwelche Ideen ausprobieren wird einen nirgendwo hinführen, oder nur über extreme Umwege und auch nicht wirklich in die Tiefe.

    Wenn ich mir heute angucke mit was für Ideen ich übe und was sie bewirken, da wäre ich alleine niemals drauf gekommen, so abgedreht ist das.

    Man kann sich irgendwas vorstellen und das hat auch irgendwelche Effekte, gar keine Frage (alles was ich mir vorstelle hat einen Effekt), damit schöpfe ich aber nicht das gesamte Potential aus.

  7. #682
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    Zitat Zitat von MichaelII Beitrag anzeigen
    Is'n Fake. Einfach mal ganz auf Slow Motion ansehen, die Kerzen gehen aus bevor der Schlag einrastet.

    Jin ist funktionelle Kraft, Li ist generalisierte Kraft. Daher in Ost und West die Abneigung gegen Hanteltraining und der Entspannungs-Ansatz. Jin ist nichts anderes als das, was der Ami "farmboy strength" nennt, jene legendäre Kraft, die Handwerker, Bauern usw. durch ständiges submaximales Training mit odd objects usw. trainieren. Foren sind voll von High School-Ringern, die von den Bauernburschen platt gemacht werden, weil die "viel stärker" sind, obwohl sie "nach nichts aussehen". Invisible Jiu Jitsu, selbes Spiel. Jin entwickeln durch Suburi wie die Samurai oder durch Holzhacken/mit der Spitzhacke hantieren wie die Boxer seit den alten Griechen? Egal.
    Klingen diese Stories bekannt? Es klingt wie die Wuxia-G'schichten weil es das Gleiche ist.
    Der Westler erklärt's halt über's Nervensystem, der Chinese mit Qi usw.
    Was nicht so verschieden ist, wie es klingt, da zu Zeiten des Vitalismus das Nervensystem als Kanalsystem angesehen wurde, durch welches die "Nervenkraft" fliesst, welche durch Anstrengung aufgebraucht wird. Klingt auch bekannt? Konzeptionell das Selbe wie Chi oder Ki wie bei den Asiaten.
    Der Vorteil bei den Asiaten ist halt, dass man für das Training keine 12 Stunden täglich auf dem Bau schaffen muss und das Meiste alleine für sich im stillen Kämmerlein üben kann. Dafür sind die Methoden allerdings auch exakt auszuführen: Vom Holzhacken hat noch jeder einen harten Punch gekriegt, von Zhan Zhuang nicht. Zhan Zhuang ist halt eben nicht so einfach auszuführen, man kann Einiges falsch machen, und dann bringt es Nichts.

    Also: Es ist eigentlich alles ganz einfach, und man muss weder irgendwelche asiatischen Mythen noch suspekte Studien aus dem Internet zur Erklärung heranziehen.

  8. #683
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    Zitat Zitat von Spud Bencer Beitrag anzeigen
    Also: Es ist eigentlich alles ganz einfach, und man muss weder irgendwelche asiatischen Mythen noch suspekte Studien aus dem Internet zur Erklärung heranziehen.
    Na wenn es so einfach ist, dann ist das hier ja auch ganz einfach :



    It is an art...

    P.S.
    Das Video hat übrigens mehr mit Bagua zu tun als man auf den ersten Blick evtl. meint...
    Geändert von kanken (29-03-2019 um 17:03 Uhr)

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