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Thema: KS und Karriere: Wie macht ihr das?

  1. #1
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    Standard KS und Karriere: Wie macht ihr das?

    Liebe alle,

    Gleich vorweg: Sollte es das Thema irgendwo schon einmal geben bitte ich um Entschuldigung! Habe mit einigen Begriffen gesucht aber keine Threads gefunden, die sich damit auseinandersetzen. Sollte ich mich geirrt haben, dann bitte gerne einfach schließen.

    Worum geht es mir? Ich merke seit einigen Jahren, dass die Arbeitslast, bzw. die Stundenanzahl, die ich mit Arbeiten verbringe, mehr werden. Das stört mich nicht grundsätzlich, vor allem weil es sich meistens nur um mehrwöchige bis mehrmonatige Phasen handelt, in denen aus einem normalen Vollzeitjob gerne 80-90 Stunden plus werden. Das bedeutet aber auch, dass ich in diesen Phasen kaum mehr zum Sport komme (und wenn dann nur Joggen oder Fitnesscenter) - das liegt an der Zeit genauso wie an fehlender Energie - und dass ich die verbliebenen Stunden dann lieber mit meiner Familie verbringe.

    Kurz: Mich würde einfach interessieren, wie Ihr Jobs, die leider keine 9 to 5-Struktur haben, und Kampfsport unter einen Hut bringt und wie Ihr Eure kampfsportlerischen Ziele daran angepasst habt.

    Mein bisheriger Zugang war immer, dass ich in "normalen" Arbeitswochen versucht habe so viel wie möglich zu trainieren, mit dem Bewusstsein, dass es Phasen gibt, wo ich zu nichts kommen werde. Das läuft meinem Wunsch bei lokalen Hobbyturnieren mitzukämpfen, ohne aufgerieben zu werden, leider ein wenig zuwider, da man für Fortschritte ja ein gewisses Maß an Konsequenz braucht. 3-monatige Zwangspausen sind auch auf dem Niveau nicht sehr hilfreich. Mehrere KS-Arten gleichzeitig zu trainieren ist da kaum mehr drin, was ich auch sehr schade finde.

    Aber genug genörgelt : Wie macht Ihr das? Gibt es ein Patentrezept für KS bei notorischem Zeitmangel? Gibt es Alternativen zum "Teilzeittraining" oder musstet ihr euch irgendwann einfach gegen den KS entscheiden?

  2. #2
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    Standard

    80-90 Stunden pro Woche und das über mehrere Wochen bis Monate?

    Entweder Du wirst verdammt gut bezahlt oder Du solltest Dir einen neuen AG suchen...

    Von der ganzen rechtlichen Dingen wir Arbeitszeitgesetz und Co. mal ab - wenn Du ernsthaft so ein Pensum über einen längeren Zeitraum fährst (und das evtl. sogar noch gerne?) musst Du Dich halt von höheren Zielen im KS bzw. von ernsthaften Wettkämpfen gedanklich verabschieden. Punkt.

    Es gibt kein Rezept wie man derart lange Auszeiten sinnvoll kompensieren könnte und auch in der Zeit wo Du mehr Luft hast einfach mehr zu trainieren ist nur bedingt sinnvoll.

    Evtl. wenn Du absehen kannst, dass Du die nächsten 5-6 Monate regelmäßig auf die Matte kommst weil keine Projekt o.ä. anstehen wäre es noch denkbar Dich für ein kleines Turnier wettkampffähig zu bekommen (sofern die Grundlagen sitzen) - große Chancen wirst Du auch da nicht haben, aber wenigstens wirst Du nicht gleich in den ersten 20 Sekunden verpackt.
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

  3. #3
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    Standard

    Jap. Über die angegebene Zahl bin ich auch gestolpert.

    In meinen "irren Zeiten" - hah! da war ich Mitte 30! - hab ich in wirklich stressigen Phasen mal max. um die 70 Wochenstunden geschrubbt. Das war aber dann echt auf Anschlag. Auch nach Projektende hab ich immer eine Zeitlang gebraucht, bis ich mich morgens nicht mehr gefühlt habe, als wäre in der Nacht ein Ochsenkarren über mich drüber gefahren. Später bin ich dann erwachsen(er) geworden und hab festgestellt, dass effektives und kreatives Arbeiten eh nur über ... sagen wir fünf bis sechs Stunden pro Tag möglich ist. Darüber hinaus geht noch ein bisschen administrativer Routinekram halbwegs von der Hand ... und der Rest ist reines Stundenschinden und sehr, sehr., SEHR ineffizient. Das, was ich abends zwischen 19 und 22 Uhr mir abgequält habe, hätte ich morgens frisch aund ausgeruht in weniger als einer Stunde erledigt.
    Inzwischen? Könnte ich so eine Blödsinn gar nicht mehr mitmachen. Altersbedingt. Und selbst wenn, ich würde es nicht WOLLEN.
    Aber gut, muss jeder für sich rausfinden.
    Mein Tipp aber wäre: Überprüfe für dich die Kosten-Nutzen-Relation deiner Arbeitszeit ... und schneide alles ab, was unproduktiv ist. Dann hast du auch Zeit für KS.

  4. #4
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    Danke für die Antworten!
    Natürlich gibt es gesetzliche Rahmenbedingungen, es gibt aber eben Branchen, in denen man einfach mit All-in-Verträgen wie dem, den ich habe, zurechtkommen muss, wenn man dort arbeiten will (ironischerweise vieles, was mit Recht zu tun hat). D.h. für einen 40-Stunden-Job wäre es ein schönes Gehalt, nur arbeitet man oft einfach mehr und bekommt keine Überstunden ausbezahlt, von Zeitausgleich ganz zu schweigen.
    Ohne das hier jetzt auszubreiten: Dass ich dort nicht ewig arbeiten werde/will ist mir ohnehin klar, und ich spekuliere auch gerade darauf, mich bei gutem Wind abzusetzen. Ich wollte die Frage hier trotzdem mal stellen, weil einen das Leben ja bekanntlich irgendwann einholt.

    Was das Wettkämpfen angeht ist mir natürlich bewusst, dass man so nicht wettkampftauglich wird. Im Moment wäre ich schon damit zufrieden regelmäßig ins Training gehen zu können

  5. #5
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    Standard

    Nichts.
    Ich wüsste nicht wie man bei 13std Arbeit am Tag noch n vernünftiges Sozialleben auf die Beine stellen soll... kein Geld der Welt wäre es mir Wert soviel zu malochen.
    Und da die meistens Gyms ihre Einheiten am frühen Abend haben sehe ich auch nicht wie du das schaffen willst, ich denke da wirst du wohl mit klarkommen müssen das du dich in den Phasen vom Training verabschieden kannst.
    Und mal ehrlich, du bist der Einzige hier der deinen genauen Zeitplan im Auge hat und genau weiß wie was läuft, und wenn du keine Lösung findest, wie sollen wir das dann tun?

    Ich selber Arbeite in Wechselschicht d.h Früh & Nacht. Beides ist gut mit meinem Training vereinbar. Ich Arbeite aber auch nur 40-45std in der Woche.
    Auf mehr habe ich aber auch keinen Bock.
    "Ruhig bleiben und dann, wenn der Typ nochmal aufsteht, dann trittst Du ihn voll ausm Bild!" - Bruce Lee

  6. #6
    gast Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Zweig Beitrag anzeigen
    Danke für die Antworten!
    Natürlich gibt es gesetzliche Rahmenbedingungen, es gibt aber eben Branchen, in denen man einfach mit All-in-Verträgen wie dem, den ich habe, zurechtkommen muss, wenn man dort arbeiten will (ironischerweise vieles, was mit Recht zu tun hat). D.h. für einen 40-Stunden-Job wäre es ein schönes Gehalt, nur arbeitet man oft einfach mehr und bekommt keine Überstunden ausbezahlt, von Zeitausgleich ganz zu schweigen.
    Ohne das hier jetzt auszubreiten: Dass ich dort nicht ewig arbeiten werde/will ist mir ohnehin klar, und ich spekuliere auch gerade darauf, mich bei gutem Wind abzusetzen. Ich wollte die Frage hier trotzdem mal stellen, weil einen das Leben ja bekanntlich irgendwann einholt.

    Was das Wettkämpfen angeht ist mir natürlich bewusst, dass man so nicht wettkampftauglich wird. Im Moment wäre ich schon damit zufrieden regelmäßig ins Training gehen zu können
    Naja es gibt da nicht so viele Möglichkeiten:
    - Sich was suchen wo es viele Termine / auch Randzeiten gibt (z.B. Training um 07:30 gibt es bei einem Club in Wien)
    - Daheim trainieren (Sandsack etc.)
    - Am Wochenende trainieren (wenn es sein muss eben mit Privattrainer - wenn man so viel arbeitet verdient man hoffentlich auch entsprechend)
    - 1-2x die Woche Sport als Fixpunkt mit Arbeitgeber besprechen*
    - Akzeptieren dass es momentan nicht geht: Stattdessen ins Fitnessstudio

    * Das hab ich mir damals in der Beratung mit meinem Chef ausgemacht: 2x die Woche zum Sport als fixer Termin und damit um 19:00 aus dem Büro raus dafür alle anderen Tage "open end".

  7. #7
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    Ich bin selbstständig. Früher waren "Arbeitszeitzen" von 70 - 80 Stunden bei 7 Tagen Arbeit in der Woche normal. Da habe ich dann teilweise am Arbeitsplatz trainiert, mit eigenen Matten, die ich dort gelagert hatte.
    Frank Burczynski

    HILTI BJJ Berlin
    https://www.hiltibjj.de


    http://www.jkdberlin.de

  8. #8
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    Bei mir sind die Arbeitszeiten extrem unterschiedlich, zwischen 6 bis 12h ist alles drin, an 4 Monaten im Jahr wird es noch extremer (Prüfungszeit).
    Ich halte es so, dass ich im Outlook fix meine 2 Trainingseinheiten die ich selbst gebe mit entsprecher Vor-Zeit "out of Office" blockiert habe und das einfach aus bis auf ganz ganz wenige Ausnahmen durchziehe, z.B. verschwinde ich Donnerstags um 15.15, wenn nicht gerade alles am abbrennen ist. Zudem habe ich hier im Büro ein paar Trainigsmacheten und -sais, mit denen ich dann zumindest an sehr langen Tagen für mich entweder auf einer benachbarten Wiese oder eben im Büro trainiere..

    VG,
    Phelan

  9. #9
    Gast Gast

    Standard

    Man Arbeitet um zu leben und lebt nicht um zu Arbeiten.
    Untern Strich gehen die vielen Überstunden auf deine Gesundheit.
    Wenn regelmäßig Überstunden gefahren werden und das über einen
    längeren Zeitraum ist der Arbeitgeber gefragt mal eine weitere Arbeitskraft
    ein zustellen.

    Was bringt dir das Überstunden zu machen auf kosten deiner Gesundheit?

    Zu aller erst kommt die Familie dann die Arbeit.
    Würde das direkt mal endern.

    Dann lieber weniger Geld ( Mal ehrlich untern Strich
    gibt man doch viel zu viel Geld für Sachen aus die man
    nicht wirklich braucht) und dafür ein vernünftiges
    Privatleben und Zeit für Hobbys.

    Ich selbst mache voll Wechselschicht.
    Habe früher als ich Mitte 20 war immer 12er gemacht und
    das über Monate. Würde heute nicht mehr machen.
    Das ist es einfach nicht wert , weil dann einfach alles andere
    zu kurz kommt.

  10. #10
    gast Gast

    Standard

    Zitat Zitat von MarkWIngChun Beitrag anzeigen
    Man Arbeitet um zu leben und lebt nicht um zu Arbeiten.
    Untern Strich gehen die vielen Überstunden auf deine Gesundheit.
    Wenn regelmäßig Überstunden gefahren werden und das über einen
    längeren Zeitraum ist der Arbeitgeber gefragt mal eine weitere Arbeitskraft
    ein zustellen.

    Was bringt dir das Überstunden zu machen auf kosten deiner Gesundheit?

    Zu aller erst kommt die Familie dann die Arbeit.
    Würde das direkt mal endern.
    Ich würde mal sagen es gibt nicht den einen einzig korrekten Weg. In vielen gehobeneren Berufen muss man eben mal ein paar Jahre harte Arbeit reinstecken - vor allem zu Beginn (Rechtsanwalt, Arzt, Steuerberater, Unternehmensberater, Startup etc.). Und das kann sich durchaus dann auszahlen.

    Man sollte halt immer hinterfragen wie lange man es sich antut so viel zu arbeiten dass Privates auf der Strecke bleibt. Da gibt es kein Patentrezept.

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