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Thema: FRAGE: Hat jemand Erfahrung mit a) Kindergarten/ Ausbildung - b) dto. in China?

  1. #16
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    Vielen DANK, absolut lehrreiche Antwort für mich!
    Zitat Zitat von Soju Beitrag anzeigen
    Wenn deine Aufgabe ist das Deutsche System dort vorzustellen, dann vergiss das Chinesische. Erstens ist das sehr sehr vielfaeltig und zweitens "verwaessert" es deine Vorstellung wenn du Dich darauf beziehen willst. Konzentrier Dich darauf, dass du "dein" System vorstellst ohne andere Systeme schlecht zu machen.
    Alles klar.
    P.S. Ergänzende Anmerkung: Es geht mir in keinster Weise darum, irgendwas schlecht zu machen! Dazu kenne ich weder "das System" so gut, noch ist mir vollkommen klar, das Kritik nur Widerstand erzeugt (selbst wenn sie berechtigt wäre (wovon ich eben 0 Ahnung habe)). Es geht mir einzig darum zu erfahren, a) wie ihr System ganz aktuell ist ... und b) was daran geschätzt wird. Im Sinne einer alten "Seminarempfehlung" ist das IMHO ultra-wichtig: "Erst 3x 'folgen', bevor man einmal 'führt'".

    Generalisierungen sind zwar kritisch Zu sehen, aber "als Masse" sind Chinesen sehr davon ueberzeugt, dass sie es richtig machen und sind nicht sehr offen fuer anderes. Das sit zum Teil in dem sehr hohen kulturellen Stolz der Chinesen begruendet udn dann darin, dass vor allem die gebildeteren sehen, dass sie den Westen in vielen Gebieten ein- und ueberholen (das kann man Stundenlang diskutieren). Warum sollte deren Methode also falsch sein??? Zum Beispiel finden viele Chinesen, dass es in Europa viel zu lasch zugeht an Schulen und Kindergaerten, zu wenig Disziplin, zu wenig Hausaufgaben, zu wenig Respekt vor dem Lehrer, zu vel Spielen und am besten sollte im Kindergarten schon mit der schulischen Ausbildung begonnen werden. Wenn du das erstmal schlecht redest werden die blockieren und sich fragen warum der Auslaender deren Tradition schlecht macht ("You don't understand China" aus, vorbei).
    Eben! Da genau diese Überzeugung, etwas richtig zu machen, eigentlich doch überall (!) gilt, geht es mir einzig und allein genau darum: Zu erfahren, WAS genau sie für den Kern dessen halten, was sie "richtig" machen.
    Ich gebe schon seit ein paar Tagen Seminare, und egal welches Thema gerade ansteht und warum die Teilnehmer da sind: Im Kern denkt jeder, dass da schon viel Richtiges dabei war bisher (und wenn's nur aus Gewohnheit ist). Kritik ist IMHO also vollkommen kontraproduktiv (immer) - und um Kritik geht es IMHO überhaupt nicht. Es geht einzig darum aufzuzeigen, dass es verschiedene Perspektiven gibt. Meine Meinung: Wenn ich als Fremder (der ich bin) komme und ihnen "einen vom (besseren) Pferd" erzähle, habe ich verloren, bevor ich angefangen habe. Es geht (wie Du auch weiter erwähnt hast) um Denkanstöße, nicht mehr nicht weniger ..... gewichten/ vergleichen müssen die Teilnehmer immer selbst! SIE sind die Experten für die Anwendung (oder eben auch Ablehnung) des Erfahrenen, nicht ich.
    Kritik kann man IMHO dann üben, wenn man sich näher gekommen ist. Und das ist im Rahmen eines 3 Tages-Seminar einfach (nur) ein frommer Wunsch (meistens).

    .....die versiegen dann Wieder wenn die Generationd er Eltern / Schwiegereltern hoert was der Auslaender so erzaehlt hat und sich einmischt :-)
    Guter Aspekt.

    Ganz generell: "Wir" werden niemals 100% verstehen wie "der Chinese" tickt, und umgekehrt genau so. ..... Gegenseitiger Respekt und gut is.
    Vollkommen mit - eben genau deswegen bin ich ja so neugierig und frage halt lieber im Vorfeld. Der Grundgedanke des Veranstalters: Wir (die Trainer) sind die Experten; meine Verständnis: Wir sind die Lernenden ... und treffen (im besten Fall) auf Lernende/ Lernbereite!

    Nochmals vielen DANK. 1+
    HG Silverback * Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

  2. #17
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    Ich würde noch gerne beisteuern wollen, dass einer der wesentlichen Faktoren dabei "wie das ankommt" Angst ist. Die Leute haben Angst, um ihre Zukunft, die ihrer Kinder, vor dem Staat. Von daher sollte es helfen, wenn man das berücksichtigt, und die Angst vor der Alternative nimmt.

    Es ist ja nicht in Stein gemeisselt, dass Kinder die von klein auf gedrillt werden besonders gut in kreativen Funktionen wie Ingenieurspositionen werden. Eher im Gegenteil. Intelligenz die gefördert wird, und Hand in Hand geht mit kreativem Empfinden und Spass an der eigenen Intelligenz, schafft aussergewöhnliche Leistungen.
    "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

  3. #18
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    @ Klaus: Spannende Anregung, vielen Dank!
    Ich merke zwar, dass mir nicht alles klar ist in Deinem Post (z.B. @ "Angst vor Alternativen") und ich wahrscheinlich nochmal nachfragen muss - aber ich merke schon, dass das Thema echt "viele Gesichter" hat. Danke dafür.
    HG Silverback * Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

  4. #19
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    Hallo zusammen,

    ersteinmal nochmal posthum ein dicker DANK an alle Denkanstöße dieses Freds, die ich allesamt als sehr hilfreich empfunden habe.

    Ich bin mittlerweile "drüben" gewesen, seit dem Wochenende wieder hier, immer noch in einer tranceartigen Mischung aus Jetlag und "vollkommen geflashed-sein" und nähere mich "meinem westlichen Leben" wieder an.
    Der ursprünglich erwähnte "Kindergarten-Auftrag" hatte sich ungefähr noch so oft verändert, wie Tage zwischen meinem ersten Post (im Juni?) und der Reise (im Oktober) lagen (wohl eine 'chinesische Spezialität'), aus 3 Tagen Seminar in der ursprünglichen Planung wurden 7 Kindergarten-Besuche, 2 Tage Uni, 1 Tag Berufskolleg (ganz ungefähr vergleichbar mit einer deutschen Fachhochschule), megavielen Kindern .... und natürlich unzähligen Empfängen, Essen, Treffen, Essen-Treffen und weiteren socializing events, inkl. 2 Hochzeiten, bei denen wir offiziell gewandet (als ???, kenne immerhin noch den Anfang von meinem 1. Gedicht (' Suàn pan yi xiang'), bei dem ich mit einem Abakus klappern durfte/musste) auftreten durften.
    NachHausegekommen bin ich / sind wir 'mit einer Tonne voller Eindrücke', unzähligen geschlossenen Kontakten, ganz vielen aufzubereitenden Gedanken, Rucksäcken (großen!) voller Geschenke ... und dem Gefühl, ansatzweise (in Mikroschritten) etwas bewirkt/ ausgelöst zu haben. Die freundlichen Worte aller örtlichen Gastgeber: "Es soll ein Startpunkt sein, wir wollen weitermachen." Schaun mer mal, was das so bedeutet.

    Zumindest für mich habe ich (neben Massen von anderen immatieriellen und materiellen Dingen) einen Haufen spannender Eindrücke und Vermutungen zur Ausgangsthematik mitnehmen können und etliche Ideen, worum es eigentlich wirklich geht. Und möglicherweise ist der ach so here und potente Deutsche pädagogische Ansatz in seiner Reinform 'da drüben' völlig fehl am Platz, weil er evtl. so isoliert dort gar nicht funktionieren kann. Evolution statt Revolution wären IMHO gefragt. Wobei ich außerdem/ zusätzlich auch ziemlich sicher bin, dass die Chinesen ein gerütteltes Maß an an einschlägigen Erfahrung haben mit Fremden/ Westlern, die ihnen ihr 'Wissen' oder noch mehr überstülpeln wollen.

    Auf jeden Fall ein dickes DANKE nochmal - es war eine gute "Vorab-Orientierung" für dieses Mega-Erlebnis.
    Was für ein g***** Erlebnis: Land/ Kultur/ Menschen/...!
    HG Silverback * Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere. (Groucho Marx)

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