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Thema: Fantasy-Roman: Da’Jin’Zat – Die Kampfkunst der Achtsamkeit

  1. #16
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    Post Kampfstile im Roman

    Hin und wieder werde ich darauf angesprochen, welche Kampfstile sich eigentlich im Roman wiederfinden. Eine eindeutige Zuordnung der fantastischen zu irdischen Kampfkünsten habe ich im Roman nicht vorgenommen und halte ich auch für wenig wünschenswert. Es ist ja eine andere Welt und gewisse Teilbereiche sollten sich die Leser selbst ausmalen dürfen.

    Bei der Entwicklung des dem Roman namensgebenden Stils Da’Jin’Zat und bei der Beschreibung der Kämpfe habe ich natürlich auf die Konzepte, Prinzipien und Techniken real existierender Stile zurückgegriffen. Dabei entstand aber immer ein Potpourri, das mehr als eine einzelne Interpretation des Nahkampfs abdecken sollte. Je länger ich mich mit der Kampfkunst beschäftige, desto deutlicher werden für mich die Gemeinsamkeiten der einzelnen Stile. Das Trennende rührt in erster Linie von unterschiedlichen Schwerpunkten und Szenarien für die Anwendung her.

    So kann man daher mit Fug und Recht zum Beispiel Boxen, Choy Lay Fut, HEMA, JKD, Kali, Karate, MMA, Muay Thai, Silat und Wing Chun im Roman wiederentdecken, aber sicherlich auch gänzlich andere Kampfkünste. Höchstwahrscheinlich wird jeder Leser mit seiner eigenen Erfahrung zu unterschiedlichen Assoziationen kommen und das ist auch genau richtig so.
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  2. #17
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    Post Was meinen die Zielgruppen?

    Als ich das Manuskript fertig hatte, war ich, so wie sicherlich jeder Autor es bei seinem Erstlingswerk empfindet, mächtig stolz. Je konkreter sich die Gespräche mit dem Fanpro-Verlag gestalteten, desto unsicherer wurde ich jedoch insgeheim. Mit Da’Jin’Zat wagte ich mich an eine Verknüpfung, die es vorher nach meinem Wissen so in Romanen noch nicht gegeben hatte: Eine Kampfkunst-Story traf auf ein Fantasy-Rollenspiel.

    Da’Jin’Zat ist, neben meiner Frau, für Menschen geschrieben, die gerne in fantastische Geschichten eintauchen. Selbstverständlich hatte ich dabei als DSA-Spieler die Fans dieser Welt im Blick. Gleichzeitig wollte ich aber auch eine Erzählung liefern, die Kampfkünstler fasziniert. Die Sorge wuchs, dass die eine Seite die Kampfkunstausführungen verbrämen würde und die andere Seite nichts mit der Fantasy-Welt anfangen könnte.

    Heute, fast drei Monate nach Veröffentlichung, kann ich zumindest sagen, dass die sehr kritische DSA-Fanbase mit der Geschichte offenbar zufrieden ist.

    https://rollenspiel-bewertungen.de/dsa/romane/

    Weiterführender Link:
    http://dsaforum.de/viewtopic.php?f=8...20rel=noopener

    Über Eure Gedanken zum Roman freue ich mich nach wie vor.
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  3. #18
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    Post Die zweite Auflage ist da!

    Mittlerweile ist die zweite Auflage des Romans erschienen! Auch wenn die Geschichte sich nicht verändert hat, so gab es vor der Veröffentlichung doch eine intensive Überarbeitungsphase. Was diese beinhaltet, poste ich hier in Kürze.
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  4. #19
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    Post Zeichenzersetzung

    Aufgrund einer Rezension bei Amazon, die insbesondere Kritik an der Zeichensetzung erhob, holte ich mir professionelle Hilfe und unterzog den Roman einigen weiteren Korrekturläufen. Dabei traten in der Tat Zeichensetzungsfehler zutage, welche in vielen Fällen der reformierten Rechtschreibung geschuldet sind. Für mich war diese Arbeit sehr erhellend. Zum einen, weil ich erleben durfte, welche unterschiedlichen Auslegungen es bei den aktuellen Regeln gibt, zum anderen, weil einige der zu setzenden Kommata in keiner Weise mit dem Sprachfluss harmonieren. Außerdem habe ich viel Neues gelernt.
    Ich maße mir in keiner Weise an, ein Experte in Sachen Zeichensetzung zu sein, und möchte auch nicht die Rechtschreibreform grundsätzlich infrage stellen. Nachdenklich stimmt mich jedoch jene exemplarische Aussage des Germanisten, der die Überarbeitung seinerzeit betreut hat:
    „Über diesen konkreten Fall gibt es gerade eine Abstimmung im Germanisten-Forum ...“

    Ich kann sagen, dass wir bei den gefundenen Zeichensetzungs-, Rechtschreib- und Grammatikfehlern keine wirklichen „Hämmer“ gefunden haben, die den Lesespaß nachhaltig beeinträchtigten. Meinen Freundes- und Bekanntenkreis habe ich um Fehlersuche gebeten und mit wurden zwischen einem und drei Fehlern pro Leser genannt. Über die meisten liest man somit einfach hinweg.
    Bei allen, die aufgrund von Ausbildung oder Neigung über einen geschärften Blick verfügen, entschuldige ich mich auch im Namen des Fanpro-Verlags für die Fehler im Roman. In der zweiten Auflage sind die Korrekturen jetzt enthalten.
    Sicher haben wir nicht alles gefunden. Das zu behaupten, wäre, trotz der eingesetzten Mittel, geradezu vermessen. Jedoch sollten die Änderungen nun wirklich dazu geeignet sein, auch sehr kritische Leser nicht mehr wirklich stolpern zu lassen.
    Den Korrekturlauf habe ich auch dafür genutzt, einige Stil- und Formulierungsanpassungen vorzunehmen. Diese haben jedoch weder auf die Handlung, noch auf den Duktus des Werks einen großen Einfluss.
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  5. #20
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    ,

    wie verkauft sich denn das buch bzw. wie hoch war die erste auflage?

  6. #21
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    Post Auflagen von DSA-Romanen der neuen Reihe

    Die Auflagen von DSA-Romanen der neuen Reihe sind recht überschaubar. In erster Linie werden diese von eingefleischten Fans gelesen. Ich kann jedoch sagen, dass bei Veröffentlichung keinesfalls als sicher galt, dass es überhaupt eine zweite Auflage geben wird. Insofern ist es ein echter Erfolg. Gerade im vergangenen Jahr wurden nach meiner Kenntnis deutlich mehr Romane bestellt, als in dem Jahr zuvor.
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  7. #22
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    Post Neue Rezension

    Zum Roman gibt es nun eine neue, umfangreiche Rezension, welche Ihr hier nachlesen könnt:

    https://rezensionen.nandurion.de/202...r-achtsamkeit/

    Zu den dort aufgeworfenen Fragen werde ich mich, sofern sie das Thema Kampfkunst betreffen, auch hier äußern.
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  8. #23
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    Wünsche Dir weiter viel Erfolg.

  9. #24
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    Post Danke!

    Zitat Zitat von Kunoichi Girl Beitrag anzeigen
    Wünsche Dir weiter viel Erfolg.
    Danke!
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  10. #25
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    Post Die Entwicklung des Da’Jin’Zat

    In der beschriebenen Rezension wird erneut die Frage aufgeworfen, inwieweit es realistisch ist, innerhalb einer kurzen Zeitspanne (hier auf den ersten Blick zwei Jahre) einen eigenen Stil zu entwickeln. Bereits vor drei Jahren habe ich hierzu meine Gedanken veröffentlicht, wie man etwas weiter vorne in diesem Thread nachlesen kann.
    Die oben verlinkte Rezension verweist jedoch auf einige neue Punkte und hierzu habe ich noch etwas zu sagen.

    Dort lesen wir nämlich, dass der Held der Geschichte „mit geradezu übermenschlicher Präzision“ seine Fehler analysiert und wie er diese in Zukunft vermeiden kann. Der Rezensent bringt hier den „Tunnelblick“ vor. Ein Effekt, der unter Adrenalineinfluss auftritt und die menschliche Wahrnehmung auf das Wesentliche reduziert. Wir sollten jedoch nicht vergessen, dass gleichzeitig auch die verlangsamte Wahrnehmung eintritt. Es gibt genug Erfahrungsberichte von echten Auseinandersetzungen, in denen der Verteidiger sich recht bewusst Handlungen überlegte und deren für und wider abwog, was in Bruchteilen einer Sekunde geschehen sein muss. Unser Gehirn kann im Bedarfsfall tatsächlich sehr schnell arbeiten. ;-) In den meisten Szenen des Romans hat unser Held sogar mindestens eine Verschnaufpause, die er entsprechend nutzt.

    Ein Mensch, von dem ich meine zu lesen, dass er so etwas tatsächlich konnte, hieß Bruce Lee. Die Entwicklung des Jeet Kune Do war in gewisser Weise Inspiration für den im Roman beschriebenen Weg zum Da’Jin’Zat.
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  11. #26
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    Zitat Zitat von Magister Scriptor Beitrag anzeigen
    In der beschriebenen Rezension wird erneut die Frage aufgeworfen, inwieweit es realistisch ist, innerhalb einer kurzen Zeitspanne (hier auf den ersten Blick zwei Jahre) einen eigenen Stil zu entwickeln. Bereits vor drei Jahren habe ich hierzu meine Gedanken veröffentlicht, wie man etwas weiter vorne in diesem Thread nachlesen kann.
    Die oben verlinkte Rezension verweist jedoch auf einige neue Punkte und hierzu habe ich noch etwas zu sagen.

    Dort lesen wir nämlich, dass der Held der Geschichte „mit geradezu übermenschlicher Präzision“ seine Fehler analysiert und wie er diese in Zukunft vermeiden kann. Der Rezensent bringt hier den „Tunnelblick“ vor. Ein Effekt, der unter Adrenalineinfluss auftritt und die menschliche Wahrnehmung auf das Wesentliche reduziert. Wir sollten jedoch nicht vergessen, dass gleichzeitig auch die verlangsamte Wahrnehmung eintritt. Es gibt genug Erfahrungsberichte von echten Auseinandersetzungen, in denen der Verteidiger sich recht bewusst Handlungen überlegte und deren für und wider abwog, was in Bruchteilen einer Sekunde geschehen sein muss. Unser Gehirn kann im Bedarfsfall tatsächlich sehr schnell arbeiten. ;-) In den meisten Szenen des Romans hat unser Held sogar mindestens eine Verschnaufpause, die er entsprechend nutzt.

    Ein Mensch, von dem ich meine zu lesen, dass er so etwas tatsächlich konnte, hieß Bruce Lee. Die Entwicklung des Jeet Kune Do war in gewisser Weise Inspiration für den im Roman beschriebenen Weg zum Da’Jin’Zat.
    Ganz ehrlich: Eine Frage bzgl. Realismus bei Fantasyromanen zu stellen ist an sich schon Quatsch. Ist doch alles gut wie es ist. Ist doch deine Geschichte. Regeltechnisch war der Gründer halt Magieadept und einer seine 5 Grundzauber beruhen auf maraskanischen Varianten beruhende Hellsichts- und Analysezauber.
    Bruce Lee hat seine Kampfkunst auch nicht in 2 Jahren aus dem Boden gestampft. Ein Blick ins entsprechende Unterforum lässt aber auch gleich erahnen das es durchaus unterschiedliche Meinungen gibt was Original Jeet Kune Do überhaupt ist. Aber wie gesagt, das brauchst du als Argument, vor allem bei einem Fantasyroman, gar nicht anzuführen.
    Der Magen einer Sau, die Gedanken einer Frau und der Inhalt einer Worscht, bleiben auf ewig unerforscht.

  12. #27
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    Zitat Zitat von salurian Beitrag anzeigen
    Ganz ehrlich: Eine Frage bzgl. Realismus bei Fantasyromanen zu stellen ist an sich schon Quatsch.
    Jein.
    Natürlich gibt es in einem Fantasyroman (gilt aber auch für Sci-Fi…) Elemente, die irdisch nicht existieren, aber wenn es sich um eine gute Geschichte handelt, dann sollte diese fiktive Welt in sich trotzdem stimmig sein.

    Zitat Zitat von Magister Scriptor Beitrag anzeigen
    In der beschriebenen Rezension wird erneut die Frage aufgeworfen, inwieweit es realistisch ist, innerhalb einer kurzen Zeitspanne (hier auf den ersten Blick zwei Jahre) einen eigenen Stil zu entwickeln. Bereits vor drei Jahren habe ich hierzu meine Gedanken veröffentlicht, wie man etwas weiter vorne in diesem Thread nachlesen kann.
    Die oben verlinkte Rezension verweist jedoch auf einige neue Punkte und hierzu habe ich noch etwas zu sagen.

    Dort lesen wir nämlich, dass der Held der Geschichte „mit geradezu übermenschlicher Präzision“ seine Fehler analysiert und wie er diese in Zukunft vermeiden kann. Der Rezensent bringt hier den „Tunnelblick“ vor. Ein Effekt, der unter Adrenalineinfluss auftritt und die menschliche Wahrnehmung auf das Wesentliche reduziert. Wir sollten jedoch nicht vergessen, dass gleichzeitig auch die verlangsamte Wahrnehmung eintritt. Es gibt genug Erfahrungsberichte von echten Auseinandersetzungen, in denen der Verteidiger sich recht bewusst Handlungen überlegte und deren für und wider abwog, was in Bruchteilen einer Sekunde geschehen sein muss. Unser Gehirn kann im Bedarfsfall tatsächlich sehr schnell arbeiten. ;-) In den meisten Szenen des Romans hat unser Held sogar mindestens eine Verschnaufpause, die er entsprechend nutzt.
    Das stimmt. Hauptknackpunkt hier war, wie in der Rezension ebenfalls erwähnt, dass Dajin an anderer Stelle eher unbedarft ist, wenn er z.B. feststellt, dass ein gerader Schlag sein Ziel schneller und direkter trifft als ein gekrümmer Schlag. So wirkt es, als habe er "unzureichendes Grundlagenwissen" (überspitzt formuliert), aus denen er aber dennoch die richtigen Schlüsse zieht. Das beisst sich etwas.
    Geändert von Lofantyr (28-06-2021 um 16:40 Uhr)

  13. #28
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    Zitat Zitat von Lofantyr Beitrag anzeigen
    Jein.
    Natürlich gibt es in einem Fantasyroman (gilt aber auch für Sci-Fi…) Elemente, die irdisch nicht existieren, aber wenn es sich um eine gute Geschichte handelt, dann sollte diese fiktive Welt in sich trotzdem stimmig sein.



    Das stimmt. Hauptknackpunkt hier war, wie in der Rezension ebenfalls erwähnt, dass Dajin an anderer Stelle eher unbedarft ist, wenn er z.B. feststellt, dass ein gerader Schlag sein Ziel schneller und direkter trifft als ein gekrümmer Schlag. So wirkt es, als habe er "unzureichendes Grundlagenwissen" (überspitzt formuliert), aus denen er aber dennoch die richtigen Schlüsse zieht. Das beisst sich etwas.
    Muss nicht sein. Gerade und kurvige schläge ergänzen sich. Mal ist der eine gut gerade und danach kurvig zu schlagen, mal andersherum, mal ein mehrfaches schlagen der gleichen Art hintereinander. Ist situationsabhängig.
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  14. #29
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    Post Inspiration des Helden

    Zitat Zitat von Lofantyr Beitrag anzeigen
    Hauptknackpunkt hier war, wie in der Rezension ebenfalls erwähnt, dass Dajin an anderer Stelle eher unbedarft ist, wenn er z.B. feststellt, dass ein gerader Schlag sein Ziel schneller und direkter trifft als ein gekrümmer Schlag. So wirkt es, als habe er "unzureichendes Grundlagenwissen" (überspitzt formuliert), aus denen er aber dennoch die richtigen Schlüsse zieht. Das beisst sich etwas.
    Hier geht es um eine Textstelle, in welcher der Held in ein fremdes Land kommt und dort zum ersten Mal ein Duell zwischen zwei Rapier-Fechtern beobachtet. Die Stelle lautet genau:

    „Ohnehin inspirierte Dajin dieses Duell sehr. Wie Speere führten die beiden Kämpfer ihre Waffen fast nur in geraden Stößen und erreichten dabei eine atemberaubende Geschwindigkeit. Die kürzeste Verbindung, also eine gerade Linie zum Gegner, zu achten, blieb als Eindruck bei ihm hängen.“

    Bitte stellt Euch einmal vor, dass im frühen 17. Jahrhundert ein chinesischer Kampfkünstler, dessen Waffen der Wahl schwere Haumesser sind, mit 13 Jahren Erfahrung in Paris zum ersten Mal ein solches Gefecht beobachtet. Sicherlich weiß er, dass ein Stich schneller ist als ein Hieb, doch das sollte ihm wohl durchaus beeindruckt haben und vielleicht sogar inspirieren dürfen, oder?
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  15. #30
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    Post Traditionsverliebtheit

    In der oben verlinkten Rezension wird angemerkt:

    „Es wäre glaubwürdiger (und zielführender), wenn seine kampferprobte Tante Aurelia ihn besonders am Anfang mehr angeleitet hätte.“


    Genau zu diesem Punkt gibt es einen kurzen philosophischen Austausch zwischen Tante und Neffe. Diese erkannte nämlich, dass er in seiner Kampfweise sehr gut trainiert, aber zugleich auch gefestigt (festgefahren) war, und daher keinen Ratschlag von ihr angenommen hätte (Vgl. S. 145f). Er musste erst etwas auf die Nase bekommen, um bereit zu sein, andere Lehren aufzunehmen, welche nicht von seinem Vater und dem Ursprungsstil stammten. Hiermit wollte ich auf die Traditionsverliebtheit anspielen, von der wir alle uns als Kampfkünstler leicht auch mal blenden lassen können.
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