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Thema: Entwicklung des Taekwon Dos

  1. #1
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    Standard Entwicklung des Taekwon Dos

    Hallo Kampfkunstfreunde,

    mich würde mal interessieren, was ihr generell zu der Entwicklung des Taekwon Do sagt. Verbandsübergreifend und vorallem im Vergleich der ehr traditionelleren Varianten und der moderneren Varianten. Danke im Vorraus für die Antworten.
    Geändert von TayfunMindBodySpirit (31-07-2018 um 21:45 Uhr)

  2. #2
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    Ich komme aus einem DTU-Verein mit Schwerpunkt Korugi und habe Anfang der Neunziger angefangen. Seitdem hat sich einiges verändert. Fangen wir mal allgemein an.

    TKD war und ist in Deutschland eine Randsportart, die viele nicht mal kennen. Das ist ein Problem bei der Gewinnung neuer Mitglieder. Um die Leute in den Verein zu bringen, muss man TDK bewerben. Vor der Verbreitung des Internets gab es Filme mit Karate- oder Taekwondo-Inhalten, was im Hinblick auf die Mitgliedergewinnung sehr effektiv war. Ohne Chuck Norris, Jean-Claude Van Damme, Jackie Chan oder Bruce Lee wären viele mit Sicherheit nicht beim TKD gelandet, auch wenn die genannten Schauspieler nicht unmittelbar aus dem TKD kommen. 1993 wurde bei uns im Ort Taekwondo und WT vorgeführt. Die WT-Vorführung war deutlich beindruckender, aber dort haben sie nicht gekickt. Genau das wollten viele (die meisten) aber, weil sie es aus Filmen kannten. Als ich damals angefangen bin, war die Halle voll bis unter die Decke. Das ist heute anders, weil der Trend der Martial-Arts-Filme vorbei ist. Gleichzeitig gibt es neue Sportarten, die mit TDK konkurieren und ihre Sache oftmals besser machen.

    Inhaltlich hat sich auch einiges verändert. Im Wettkampfbereich orientiert sich der Sport immer an den Regeln, egal ob Korugi oder Poomse (Technik). Die Leistungsportler trainieren so, dass sie gewinnen. Im Technik-Bereich wird der Apchagi etwa höher getreten als er effektiv sinnvoll ist. Da ein hoher (179-Grad-) Apchagi in der Präsentation besser bewertet wird und die nicht effektive Ausführung weniger bestraft wird, treten die Techniker halt hoch. Die Regeln bestimmen wie der Sport ausgeführt wird. Beim Korugi ist es nicht anders. Als ich in den Neunzigern gekämpft habe, gab es für jeden Treffer einen einzigen Punkt. Da dies dazu führte, dass alle nur noch ausschließlich Spanntritte gemacht haben, hat man die Bonuspunkte eingeführt, damit der Wettkampf wieder attraktiver wird. Die Art und Weise, wie heute gekämpft wird, ist das Eregbnis der heutigen Regeln.

    Als wir früher Vergleichkämpfe mit Korea hatten, haben die Koreaner immer gewonnen. Sie hatten die besseren Trainingsmethoden, übten den Sport länger aus und nahmen ihn ernster. Den Vorteil der besseren Trainingsmethoden haben die Koreaner mit der Zeit verloren. Auf Top-Level trainieren alle Länder nach dem neuesten Stand. Da man von TDK als Sport in Deutschland aber nicht reich wird, gibt es nur wenige Sportler, die Zeit und Kosten investieren um auf Top-Level dabei zu sein.

    Letzlich ist die Entwicklung die Konsequenz der Schülerausbildung. Als die Koreaner nach Deutschland kamen, waren die Großmeister durch die Bank spitze. Für eine ideale Entwicklung hätte es dazu kommen müssen, dass diese Meister genug Schüler auf hohem Niveau ausbilden, die später ihr Wissen an eigene Schüler in eigenen Vereinen/Schulen weitergeben. Irgendwo hier ist was falsch gelaufen. Zwar gibt es heute mehr Schulen als vor 50 Jahren, aber eine qualitativ hochwertige Ausbilung bekommt nur in ganz wenigen Schulen oder Vereinen. Das ist ein Problem aller Stilrichtungen und Verbände.

    Ich sehe die DTU dennoch besser gerüstet als die traditionellen Schulen, da ein großer Verband alternativlos ist. Die traditionellen Schulen werden aus den oben genannten Gründen mit der Zeit aussterben.
    Geändert von Moog (04-08-2018 um 22:26 Uhr)

  3. #3
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    Das sehe ich nicht so. Unsere Schule gibt es seit 1969 und sie läuft - auch ohne Zugehörigkeit zu WT/DTU/Kukkiwon noch immer.
    Ich sehe es eher so, dass das olympische Taekwondo irgendwann den 'Bach runter geht', das hat mit dem Taekwon-Do, das ich seit fast 5 Jahrzehnten lerne und lehre rein gar nichts mehr zu tun.

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  4. #4
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    Schon die ersten Antworten zu diesem Thema sind gut gelungen.
    Moog stellt das Taekwondo vor, das an die Spielregeln der olympischen Spiel angepaßt wurde.
    Gute Erläuterung ohne zu sehr alles beleuchten zu wollen.
    Sollte aber auch erwähnt werden, daß auch Taekwondo-in der WTF die wirklich Spitzenkämpfer sind, mit dem " neuen " Regelwerk für den Sportbetrieb nicht" ganz" zufrieden sind.

    Die Verbandspolitik: WTF für den Sportbetrieb und Kukkiwon ( für Urkunden und Pässe ) zuständig, möchte ich wirklich nicht näher eingehen.


    Was Drax schreibt sollte ernst genommen werden. Viele Taekwondo-in möchten " nur " ihren Sport machen. Taekwondo ist im traditionellen Stil ( ohne Kontakt , Kwon, usw)
    in der ITF dem Verband des Gründers des Taekwondo Gen. Choi Hong-Hi ( Leichtkontakt ) der WTF und IBF usw. zu finden.
    Mache ich Taekwondo als Sport, werde ich mich für die Verbandspolitik kaum interessieren.
    Möchte ich gerne sportliche Erfolge haben, bieten alle Verbände das an, wobei bei den olympischen Spielen nur die WTF im Taekwondo vertreten ist.
    Bei den olympischen Spielen, einen Wettkampf in Taekwondo im TV-Programm zu finden, ist nicht einfach. Zeitplan stimmte nie.
    Dann sind diese Wettkämpfe nicht der große Renner.

    Taekwondo - Karate - Kickboxen - usw. bieten ,eine Kampfsport-Art an, die für alle Sportler was haben kann.
    Sportliche Erfolge, Gürtelhierarchie, Kinder- Jugend- Erwachsenen -Gruppe, sogar für Senioren.
    Du mußt nur einen " guten Trainer" ( Sabom-nim) finden und Dir die nötige Zeit nehmen um Taekwondo zu üben.

    Taekwondo was ist das eigentlich?
    Vielleicht für jeden Taekwondo- in etwas anderes. Für mich mehr als nur Sport.


  5. #5
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    Wo kann ich hier ein "like" abgeben?

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  6. #6
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    Zitat Zitat von Drax Beitrag anzeigen
    Wo kann ich hier ein "like" abgeben?

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    Für den Beitrag von "step-by"?

  7. #7
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    Zitat Zitat von Drax Beitrag anzeigen
    Das sehe ich nicht so. Unsere Schule gibt es seit 1969 und sie läuft - auch ohne Zugehörigkeit zu WT/DTU/Kukkiwon noch immer.
    Ich sehe es eher so, dass das olympische Taekwondo irgendwann den 'Bach runter geht', das hat mit dem Taekwon-Do, das ich seit fast 5 Jahrzehnten lerne und lehre rein gar nichts mehr zu tun.

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    Und das olymische Karate gleich mit! Hei, das wird ein Fest!

  8. #8
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    Lasse das mal so stehen,

    Zitat Zitat von Bücherwurm Beitrag anzeigen
    Und das olymische Karate gleich mit! Hei, das wird ein Fest!
    Olympisches Karate gibt es noch nicht.

  9. #9
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    Zitat Zitat von step-by Beitrag anzeigen
    Lasse das mal so stehen,

    Olympisches Karate gibt es noch nicht.
    https://www.karate.de/medien/top-new...-in-tokio-2020

  10. #10
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    Step und Moog

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  11. #11
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    Zitat Zitat von Drax Beitrag anzeigen
    Step und Moog

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    ok. Aber eine höhere Wertung für Step, oder? Einen Beitrag dieser Länge, befreit von jeglichem Fachwissen, das kriegt nicht jeder hin!

  12. #12
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    'lol'

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  13. #13
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    Möchte nur auf diesen Link verweisen.
    Paßt zum Thema die Entwicklung des Taekwondo zur olympischen Spiel-Art, ähnliche Probleme bei der Anpassung .
    Oh, nicht vergessen Taekwondo hat seine Wurzeln auch im Karate.


    Über den Wunsch des Karate neben den Taekwondo-in bei den olympischen Spielen mitzumachen.

    https://karate-bayern.de/34-allgemei...-olympia.html/


  14. #14
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    Die Entwicklung des Taekwon-Do oder

    zur Geschichte dieser jungen Kampfsport-Art - aus der Sicht der ITF International Taekwon-Do Federation
    General Choi Hong-Hi
    www.itf-d.de/

    für den Bücherfreund
    Handbuch des Taekwondo, Gerd Gatzweiler, Meyer&Meyer Verlag, Richtung WTF

    oder
    https://www.dtu.de/
    unterscheidet sich etwas - da der Gründer Choi Hong-Hi das Taekwon-Do zuerst in die Armee von Südkorea eingeführt hat.
    Das Taekwondo der WTF entstand viel später.


    Richtung des Taekwondo nach Großmeister Kwon Jae-Hwa. Dieses Taekwondo wurde in Deutschland eingeführt, Oh-Do-Kwan Schulen in München. Taekwondo ohne Kontakt und die Formenlehre
    Hyong.
    Kwon hat den Verband verlassen, neue Strukturen,
    neue Schulen.
    https://westhafen-studios.de/taekwon-do/

    gibt auch andere bekannte Taekwondo- Lehrer die das traditionelle Taekwondo unterrichten

    Konstantin Gil, 5. Dan Taekwondo früher Chef der DTU- Verbandszeitung " Taekwondo-aktuell ",
    stellt in seinem Buch: Falken-Verlag, Taekwondo koreanischer Kampfsport,
    Ausgabe 1990, die ersten 9 Hyong vor,
    jetzt auch Bücher mit der Formenlehre der WTF

    Denke damit ist klar, es gibt nicht das eine Taekwondo
    Hoffe meine Ausführungen waren deutlich. Bei den Links ITF und DTU wird die Geschichte je nach Verbandspolitik dargestellt, einfach nachlesen.
    Viel Spaß

    Hätte ich beinahe vergessen, entschuldigt.
    www.ibf-deutschland.de/
    Koreanische Meister der ersten Stunde, waren dort die Lehrer.
    Geändert von step-by (06-10-2018 um 09:26 Uhr) Grund: Links wiederholt - schreibfehler ...text verbessert

  15. #15
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    Ein Artikel über General Choi Hong -Hi - Taekwondo ITF

    www.kick24.info/reports/interview-choi-hong-hi/



    einfach lesen.
    Geändert von step-by (06-10-2018 um 19:24 Uhr) Grund: Link verbessert

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