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Thema: Passender Stil und richtiges Dojo

  1. #16
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    Zitat Zitat von kaffeegeniesser Beitrag anzeigen
    Sieh es anders herum: Von so einer Konstellation kannst Du auch sehr profitieren. Ich habe mit 42 angefangen und war gut 2 Jahre der letzte in der Reihe. Also hatte ich nur Trainingspartner, die schon länger dabei waren. Wobei bei uns immer duchgemischt wird, kann sein, dass Du am ersten Trainingstag mit dem Dojoleiter zusammen kommst. Ich finde immer vorteilhaft, wenn von zweien bei Partnerübungen einer schon mehr Peilung hat (vernünftige Leute natürlich vorausgesetzt). Am besseren Partner kannst Du Dich auch selbst schneller verbessern.
    Gruß
    Das stimmt. Aber wenn es auch um den Spaß in und mit der Gruppe gehen soll, ist wohl nicht ganz verkehrt, wenn man vielleicht nicht allein da steht. Also jetzt in Bezug auf Alter, Erfahrung usw. Ich muss mich jetzt ja noch ein paar Wochen gedulden. Mit den ersten Probetrainings wird es sicherlich klarer werden.

  2. #17
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    Zitat Zitat von nxs299 Beitrag anzeigen
    Stelle mir daher nun schon die Frage, wie man da als "alter Anfänger" überhaupt reinpasst. Insbesondere dann, wenn man mit dem weißen Gürtel, mit weitem Abstand zu den anderen, ggf. sogar der einzige ist?
    Ich nehme immer meine Frau zum Training mit. Das geht im Breitensport. Meine Vorstellung von Karate , ihre Vorstellung von Karate . Sind jetzt auch schon drei Jahre. Das Problem löst sich irgendwie auf. Demonstriert man halt bei einer Prüfung die Übung mit einem Kind - geht auch. Und der Abstand zu den anderen wird immer kleiner.
    "Ich habe alle diese Degen selbst geschmiedet und übe täglich acht Stunden mit ihnen, um einen Piraten töten zu können." "Du brauchst dringend ein Mädchen mein Freund!" (Fluch der Karibik)

  3. #18
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    Zitat Zitat von Ripley Beitrag anzeigen
    Dennoch möchte ich FireFlea insofern widersprechen, als es m.E. eben NICHT egal ist, in welchem Verband sich das Karate, das man zu lernen gedenkt, abspielt.
    Ich habe seinerzeit in einem "McDojo" angefangen, das einem anderen als den beiden großen Verbänden zugehörte. Und hab da zu lange zu vieles völlig falsch gelernt. Dass ich dann im DJKB-Verein vieles, also wirklich absolute Basics, nochmal komplett von vorne (und natürlich ganz anders) lernen musste, ist das eine. Dass mir meine "frühen" (Karacho-)Karatejahre und der dort propagierte Verzicht auf saubere Technik die Hüften ruiniert haben ... hmpf, nee, hätte nicht sein müssen.
    Ich dachte immer McD sind die großen Ketten und die 3 Sterne Restaurants die Kleinen mit einem Spitzenkoch und wenigen exklusiven Gästen, die auch mal einen Umweg fahren, um dort zu essen. So ist das auch mit KK Lehrern

    Aus meiner Sicht bürgt ein großer Verband keineswegs für gute Qualität oder gesundes Training. Sondern ein guter Lehrer. In den großen Verbänden folgen die Anforderungen oft einer gewissen Ästhetik (tief stehen, viel kime, ruckartige Bewegungen etc.). Die Erklärungen dafür - aus meiner Sicht oft pseudo Erklärungen, ohne Verständnis für körperliche Zusammenhänge. Es gab im letzten Jahr im DKV Magazin eine schöne Serie zu Karateverletzungen (Schulter, Ellbogen, Knie).

    Ein Beispiel (Quelle DKV Magazin 04/2017 S.28):

    Vor allem das spezifische Training hoher Tritte mit Außenrotation im Knie kann das Kniegelenk – in diesem Fall vor allem die Menisken – auf Dauer belasten. Bestimmte Stellungen wie beispielsweise der Kiba
    Dachi ebenfalls. „Knie nach außen“ und „tiefer stehen“ hören die Karateka bei dieser Übung oft von ihrem Trainer. Und merken nicht, wie sie die Menisken überdehnen. Denn der Oberschenkel dreht sich beim Kiba Dachi – entgegen dem Unterschenkel – nach außen, weswegen eine Innenrotation im Kniegelenk entsteht. Mit anderen Worten: Man verdreht bei dieser Übung die Knie!
    Ich übersetze: "Viele Trainer im DKV haben keine Ahnung". Oder die explosiven Bewegungen mit Abstoppen sind im Schulter Artikel als Ursache für Verletzungen genannt. Also ich habe diese zackigen Ausführungen mit Abstoppen bei mir nicht im Karatetraining.

    In den Verbänden ist die Bandbreite nun einmal sehr groß, von guten bis schlechten Leuten. In beiden großen Verbänden ist im Schwerpunkt eine Ausführungsart (zumindest im Shotokan) gefordert, die ich persönlich weder für effektiv noch anatomisch optimal halte. Wenn man (Semi Kontakt) Wettkämpfe machen will, sind die großen Verbände sicher die beste Option.

    Zitat Zitat von nxs299 Beitrag anzeigen
    Wie kann ich denn als Anfänger die Qualität des Lehrers/Sensei beurteilen?
    Ein Lehrer sollte auch nachvollziehbar erklären oder ein "warum" bieten können. Also nicht nur ein "mach mal" sondern auch, warum man es so macht. Keine nachvollziehbare Erklärung ist "das haben die alten Meister auch schon so gemacht" oder "Sprungtritte waren dazu da Samurai vom Pferd zu holen"

    Und höre auf Deinen Körper. Sicher hat man mal Muskelkater oder blaue Flecken aber wenn Du ständig mit Gelenkschmerzen aus dem Trainung kommst, stimmt möglicherweise etwas nicht.
    Geändert von FireFlea (09-08-2018 um 19:22 Uhr)

  4. #19
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    Wie sieht es mit regelmäßigen Terminen für Graduierungen aus, ist das ebenfalls wichtig? Offenbar gibt es da deutliche Unterschiede. Bei einem Dojo sind zweimal im Jahr die Termine für Kyu-Prüfungen fix, bei einem anderen finden die Prüfungen "situationsabhängig" (wohl je nach Anzahl der potenziellen Prüflinge) statt. Ich weiß, das kommt natürlich auf mich an. Also, ob mir eine Graduierung etwas bedeutet oder nicht. Ich kann derzeit noch nicht beurteilen, ob das für mich ein Motivationsfaktor sein kann. Klar, es geht um den Technikfortschritt. Aber braucht man dafür zwingend irgendeine Gürtelfarbe bzw. Graduierungsprüfung? Andererseits ist eine Prüfungssituation auch eine Möglichkeit sich selbst weiter zu entwickeln, also jetzt nicht im Hinblick auf den Kyu-Grad, sondern im Hinblick auf mentale Stärke usw. Wie seht ihr das?

  5. #20
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    Zitat Zitat von nxs299 Beitrag anzeigen
    Wie seht ihr das?
    ... so ähnlich wie Du :-) .. Graduierung und bunte Gürtlechen ist/sind in den ersten 5 Jahren bestimmt ein bisschen motivationsfördernd, danach sollte der Zugang zur KK nicht mehr an Graduierungsvorstellungen hängen. Aber dass eine Prüfung nicht der Graduierung wegen, sondern einfach der "Prüfungssituation" an sich (ein wenig erhöhter Stresslevel) ganz brauchbar ist, da bin ich bei dir! Das schöne an Kampfkunst ist ja, dass man mit zuhnemender Erfahrung/Können immer demütiger vor dem eigenem Nichtskönnen wird - und eine Prüfung kann daher immer etwas Entäuschung mit sich bringen. Selbstentäuschung zu begegnen und in Motivation zu transformieren gehört zur KK dazu.

  6. #21
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    Interessant wird es am Anfang mit dem 8 Kyu. Kann man schon einigermaßen sinnvoll die ersten Kurse außerhalb des eigenen Vereins besuchen und die Kinderchen in der Fahrgemeinschaft hinfahren. Man muss die Gürtelfarbe immer in Verbindung mit dem Führerschein sehen.
    "Ich habe alle diese Degen selbst geschmiedet und übe täglich acht Stunden mit ihnen, um einen Piraten töten zu können." "Du brauchst dringend ein Mädchen mein Freund!" (Fluch der Karibik)

  7. #22
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    Zitat Zitat von Kai Dobi Beitrag anzeigen
    Das schöne an Kampfkunst ist ja, dass man mit zuhnemender Erfahrung/Können immer demütiger vor dem eigenem Nichtskönnen wird - und eine Prüfung kann daher immer etwas Entäuschung mit sich bringen. Selbstentäuschung zu begegnen und in Motivation zu transformieren gehört zur KK dazu.
    Das hast du aber wirklich schön gesagt!

    @TE:
    Witzigerweise tönt es häufiger von Danträgern, dass die Gürtelfarbe doch ganz egal sei. Meine Erfahrung besagt, dass sie das zumindest im Farbgurtbereich eben genau NICHT ist. (Und wenn man sich dann anschaut, welcher Aufwand teilweise von exakt diesen Leuten betrieben wird, im hohen Alter dann noch den soundsovielten Dan draufzusetzen...)

    Wichtiger allerdings als die Farbe als solche finde ich die Frage, ob man denn in seinen Gürtel bzw. dessen Farbe auch "reinpasst". Gerne auch außerhalb des Heimatvereins. ggf. sogar auch außerhalb des eigenen Verbandes. Da gibt es zuweilen doch deutliche Unterschiede. Blöd, wenn man dann "overdressed" ist.
    Die Frage, ob es fixe Termine für Prüfungen gibt, oder ob der Trainer/Prüfer die Termine von Fall zu Fall festlegt oder ob er einem gar ganz informell irgendwann zwischendrin einfach mit Händedruck zur neuen Graduierung gratuliert, weil man jetzt soweit sei ... das halte ich für relativ nachrangig. Bis einschließlich grün, hier und da auch blau, kommt man eh relativ automatisch weiter, wenn man regelmäßig zum Training erscheint und sich dort entsprechend Mühe gibt.

  8. #23
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    Fahrgemeinschaften mit Kindern werden bei uns nur für 5.Dan und höher zugelassen - erst ab dieser Graduierung ist man reaktionsschnell genug, jeden erdenklichen Autounfall zu vermeiden!

  9. #24
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    @ripley ... da waren die 10 Jahre Studium also doch nicht umsonst, phu

    der gürtel muss vor allem zum gi passen: an meinem schwarzen OutdoorGi sähe so ein weißer Gürtel voll panne aus - die 8.Kuy-Prüfung war also in meinem Fall nicht nur motvierend sonder NOTWENDIG!

  10. #25
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    Vielleicht noch eine kleine Nachfrage: Gibt es einen Unterschied zwischen Dojo's, die ein eigenes Gebäude haben und denen, die in einer Sporthalle einer Schule angesiedelt sind?

  11. #26
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    Zitat Zitat von nxs299 Beitrag anzeigen
    Vielleicht noch eine kleine Nachfrage: Gibt es einen Unterschied zwischen Dojo's, die ein eigenes Gebäude haben und denen, die in einer Sporthalle einer Schule angesiedelt sind?
    meiner persönlichen Erfahrung nach: Sporthallen sind oft während der Ferien (und manchmal bei schulischen Veranstaltungen) geschlossen, dann findet halt kein Training statt. Bei eigenem Dojo des Vereins ist oft zumindest noch reduziertes Training auch in den Ferien möglich. Dazu kommt das bei Sporthalle erstmal die Matten aufgebaut werden müssen, eigene Dojos sind die Trainingsräume oft schon grundsätzlich mit Matten ausgelegt ...
    Würde ich jetzt aber für die Auswahl nicht als den entscheidenden Punkt ansehen ...

  12. #27
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    Zitat Zitat von Johnny99 Beitrag anzeigen
    meiner persönlichen Erfahrung nach: Sporthallen sind oft während der Ferien (und manchmal bei schulischen Veranstaltungen) geschlossen, dann findet halt kein Training statt. Bei eigenem Dojo des Vereins ist oft zumindest noch reduziertes Training auch in den Ferien möglich. Dazu kommt das bei Sporthalle erstmal die Matten aufgebaut werden müssen, eigene Dojos sind die Trainingsräume oft schon grundsätzlich mit Matten ausgelegt ...
    Würde ich jetzt aber für die Auswahl nicht als den entscheidenden Punkt ansehen ...
    Okay, danke für die Info. Ich habe nämlich festgestellt, dass noch ein weiteres Dojo für mich potenziell in Frage kommt. Dieses hat eine eigene Halle. Werde mir auch dort mal das Training ansehen.

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