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Thema: Was bringen SV-Kurse ?

  1. #31
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    Es sollte sich jetzt nicht nur um Frauen drehen.Der Widerstand von Frauen ist lediglich ein Apekt dieser Thematik.Ich persönlich hatte es eher wenig mit Vergewaltigern als vielmehr mit Betrunkenen,denen meine Nase nicht passte zu tun.In den meisten Fällen ist nichts passiert.In manchen Fällen wurde ich aber trotzdem angegriffen.
    Dies könnte durchaus damit zu tun haben dass ich keine Angst hatte oder gezeigt habe,wie Franz dies bereits angesprochen hatte.Ich muss allerdings sagen,den "Angriff zu verzögern oder den Täter zu stören" wäre meiner Meinung nach zu wenig.

    Ein weiterer Punkt wäre der Background des SV-Lehrers.Ein Türsteher oder Personenschützer ist Praktiker,der weiss was im Kampf auf der Strasse funktioniert,und was nicht.Ein Kampfsportler mit Wettkampferfahrung hat eher wenig Erfahrung mit SV.Versteht mich nicht falsch,ich sage nicht dass ein Wettkämpfer nicht SV-tauglich ist.Ich will eher auf folgendes hinaus:Wie kann jemand etwas vermitteln,wenn er noch nie in einer SV-Situation war ?

  2. #32
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    Zitat Zitat von Antikörper Beitrag anzeigen
    Die meisten sog. SV Kurse bringen wenig oder sind sogar Kontraproduktiv.

    Spricht man von SV so ist einer der wichtigsten Punkte, bei einer Konfrontation mit echter Gewalt überhaupt noch handlungsfähig zu bleiben. Um das zu bewerkstelligen muss man den Leuten eine gewisse Gewaltkompetenz vermitteln. Vom Verbalen, zum Visuellen, zum Praktischen. Das ist nicht schön und dauert auch seine Zeit bis das Hirn entsprechend vom Freeze zum Fight umstrukturiert ist und vor allem auch, bei manchen wird das nie funktionieren. Man macht aus einem Schaf keinen Wolf.
    Seh ich komplett genauso .
    Auch , das nicht jeder zu seinen Wolf finden und annehmen kann, um ihn dann zu leben.
    Ist eine Situation so bedrohlich odr so heftig , daß man das Switchen wirklich braucht und man kann es nicht, hat man ganz schlechte Karten.

    Genauso denk ich aber auch, das nicht jede SV den Wolf zwangsweise notwendig macht.
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

  3. #33
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    Meine generelle Erfahrung mit SV Kursen, die sich auch als solche bewerben - ist vollkommen mies. Leider, aber dort wird stellenweise jedes Klischee aufgefahren, Leute labern um den heißen Brei oder zeigen oftmals abstruse Anwendungen, die jetzt optimiert für angeblich schwächere sein sollen, von stärkeren aber komischerweise nie benutzt werden. Da kann man sich schon denken was man bekommt.

    Gibt es aus dem Sektor SV gute Kurse ? Ja, absolut ! Vor allem wenn man sich in der modernen Combatives Schiene umschaut. Gute Kurse dieser Art bauen vor allem auf folgendem Schema auf:

    Sie zeigen wie Gewalt abläuft - Also wie man sie erkennt und mit ihr umgeht.

    Sie geben dem Teilnehmer Tools und Trainingsmethoden auf den Weg, die er "selbst" im "intensiven" Eigenstudium am besten mit einer Trainingsgruppe zum funktionieren bringt.

    Es geht nicht darum eine Person in einem Wochenende wehrhaft zu machen. Allein vom Ansatz halte ich das für einen Witz. Du machst aus einem Schaf wie gesagt nicht mal schnell einen Wolf. Aber ! Wenn das Schaf wirklich arbeiten will, kannst du ihm die Denkweise und die körperlichen Methoden in einem Wochenende vermitteln, die es braucht um in einer längeren Zeit zum Wolf zu werden. Bei manchen Leuten könnte das bedeuten, dass sie auf kurz oder lang ihr komplettes Weltbild ändern müssen, mehrmals "täglich" trainieren und eine Härte gegen sich selbst aufbringen, zu der sie vielleicht im Endeffekt gar nicht bereit sind, aber dafür kann der Anbieter nichts. Das ist die Arbeit der Leute. Der Teil, der "will" !

    Zum Thema reale Erfahrung: Das schwierige ist halt mit dem zu arbeiten, was wirklich für möglichst viele funktioniert und nicht für einen selbst. Da tun sich eventuell oftmals auch Kampfsportler schwer, die können super kämpfen und wissen wie sie jemand in der SV umhauen, aber deren Skill-Set lässt sich dann nicht so einfach auf einen Normalo übertragen, wie andere Methoden ... Um so mehr Erfahrung eine Person hat um so besser. Da stimme ich voll zu.

    Man muss jedoch aufpassen: Es gibt sehr viele Leute mit Tür/Security/Behörden oder Militär Hintergrund, die praktisch keinerlei Erfahrung mit dem Thema haben. Du kannst problemlos an diversen Läden über Jahre die Tür machen ohne auch nur einmal in einen richtigen Kampf verwickelt zu werden. Genau so wie du bei den anderen erwähnten Geschichten unterwegs sein kannst, ohne jemals eine unbewaffnete Auseinandersetzung gehabt zu haben. Leute mit wirklich umfassender vielschichtiger Erfahrung im Bereich Gewalt sind extremst selten ! Ich betone "extremst".
    Geändert von Bär-Knuckle (07-09-2018 um 15:43 Uhr)

  4. #34
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    Ich gebe seit über 10 Jahren sogn. "SV"-Kurse, dazu gehören auch Themen wie Gewaltschutz oder Gewaltprävention. Seit einigen Jahren bin ich auch im Verband in die Trainerausbildung miteingebunden. So weit, so gut.

    Was SV-Kurse bringen?

    Geld!

    Vergleiche hinken immer, aber....
    - wer lernt Lesen und Schreiben bei einem Analphabeten?
    - wer lässt sich (und sei es nur der Blinddarm) von einem Medizinstudenten im 2. Semster operieren?

    Umgekehrt - wie lange betreibst Du schon Deine Kampfkunst? 10, 15, 20 oder mehr Jahre?

    Und jetzt soll in einem "Crash-Kurs" in ein oder zwei Stunden plötzlich gänzlich unbedarften Neueinsteigern irgendetwas vermittelt werden? (Und ich diskutiere nicht mal über die Qualifikation des Referenten!)

    Allein daran kann und sollte man erkennen, dass SV-Kurse nur zum Geld- und Adresseinsammeln für den Verein taugen.

    Kommen anschl. dauerhaft neue Mitglieder in den Verein -> ok, man hat was erreicht!

    Vermittelt man im Kurs nicht nur "Techniken", sondern eben Verhaltensweisen, könnte man etwas erreichen, bestes Erlebnis war das Angsttrauma eines Teilnehmers im Strassenverkehr, welches ich durch eine einfache Änderung seiner Gewohnheit dauerhaft ausräumen konnte.

    In unserem Verein gibt es also beides: "Crash-Kurse" ein-, zweimal jährlich für die Kasse und für die Adresslisten (natürlich auch, um Werbung zu machen) und den wöchentlichen Kurs, wo Interessierte dauerhaft mitmachen können.

  5. #35
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    also sind auch 1-hilfe-kurse für den @§$€h?

  6. #36
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    Zitat Zitat von Bär-Knuckle Beitrag anzeigen
    Ich betone "extremst".
    Also noch extremer als extrem. Voll extrem, sozusagen.

    Oder voll krass?

  7. #37
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    Zitat Zitat von Bücherwurm Beitrag anzeigen
    Also noch extremer als extrem. Voll extrem, sozusagen.

    Oder voll krass?
    Bin mir sicher bei deinen Tai Chi Lehrern im Park gibt es einige von der Sorte

  8. #38
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    @Antikörper
    Du sagtest auf Seite 2 was davon mit den richtigen Triggern zu arbeiten.Was meinst Du damit jetzt genau ?

    @big X
    Im Erste Hilfe Kurs würde niemand behaupten,dass Du nach dem Kurs Arzt bist.Aber genau diesen Effekt haben viele SV-Kurse.Es wurde hier auch schon gesagt,dass es kein Problem wäre,wenn diese Kurse z.B. Schnupperkurse oder so ähnlich hiessen.

    Es ist durchaus interessant,dass hier ca. 80% SV-Kurse ebenfalls kritisch sehen.Ich hoffe ja immer noch auf den einen oder anderen SVler.Nicht weil es so schön Beef geben würde,sondern weil dadurch neue Gedanken in die Diskussion einfliessen würden.
    1,2 Dinge die ich bis jetzt nicht bedacht hatte ,habe ich hier schon gelesen.

  9. #39
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    Kommt auf den Kursleiter und den Kurs an. Ein ehemaliger Arbeitskollege, 1972 im Judokader für Olympia gewesen, hat bei der VHS (!) für fast lau solche Kurse gegeben, und das sehr erfolgreich. Das war aber kein einmaliger Kurs sondern halt 1 mal die Woche 2 Stunden fortlaufend, und neben Partnertraining auch jedes Mal gegen ihn im Vollschutzanzug antreten müssen. Der hat die Damen dann halt auch so lange rumgeschubst bis die angefangen haben sich zu wehren, und die körperlich gut dastehenden Damen (Typ Fitnesstanten oder Sportlerinnen) haben ihn später auch schon ordentlich verhauen können. Einer hat das ne Vergewaltigung im Wald erspart.

    Bei einem einmaligen Kurs kann man nur Verhaltensregeln mitgeben, und ein bischen das Interesse und ganz basische Abwehrreflexe wecken. Sprich die rumschubsen, anschreien usw. dass die überhaupt mal mit sowas konfrontiert werden, und üben sich überhaupt zu wehren und nicht in Schockstarre zu verfallen. Viel mehr kommt dabei nicht raus, da muss es schon in regelmässiges gutes Training übergehen. Mit ein paar mal wiederholen bekommt man aber zumindest bei vielen die Starre raus, dass die überhaupt reagieren und irgendwas tun. Und wenn es sich schützen, losreissen und wegrennen ist. Auch das muss man üben. Ich hatte schon sportliche Damen die als Handballerinnen harten Kontakt an sich gewohnt waren, wenn ich die angefasst und böse gekuckt habe sind die in Panik einfach in sich zusammengesackt und konnten sich nicht rühren. Solche Dinge kann man auch mit einem oder wenigen Kursen angehen, dass überhaupt ein bischen was kommt, und die Angst - teilweise auch aus alten Erfahrungen - sich Bahn bricht und abbaut.
    "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

  10. #40
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    Zitat Zitat von Bär-Knuckle Beitrag anzeigen
    oder zeigen oftmals abstruse Anwendungen, die jetzt optimiert für angeblich schwächere sein sollen, von stärkeren aber komischerweise nie benutzt werden.
    Das ist nicht grundsätzlich abstrus; ein Stärkerer kann einfach mal kurz seine Kraft und Masse in die Waagschale werfen, Problem erledigt. der braucht solche Techniken eben gar nicht, die Schwächere brauchen, weil sie eben nicht überlegene Kraft und/oder Masse haben, sondern andere Wege finden müssen.

    Leute mit wirklich umfassender vielschichtiger Erfahrung im Bereich Gewalt sind extremst selten ! Ich betone "extremst".
    Dann sucht man sich womöglich am besten jemanden, der dem eigenen Profil entspricht. Wer Türsteher werden will, sucht sich einen erfahrenen Türsteher als Lehrer, eine Frau, die mit sexueller Belästigung besser klar kommen will, sucht sich eine ebensolche Frau als Lehrerin, etc.
    unorthodox

  11. #41
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    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    Das ist nicht grundsätzlich abstrus; ein Stärkerer kann einfach mal kurz seine Kraft und Masse in die Waagschale werfen, Problem erledigt.
    Ich schließe mich dem "abstrus" an: Warum sollte ein Stärkerer sich unnötig anstrengen, wenn er das Ganze doch viel leichter und weniger aufwendig haben könnte?

  12. #42
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    Zitat Zitat von Syron Beitrag anzeigen
    Ich schließe mich dem "abstrus" an: Warum sollte ein Stärkerer sich unnötig anstrengen, wenn er das Ganze doch viel leichter und weniger aufwendig haben könnte?
    für den Stärkeren ist es eben NICHT anstrengend, sich mal kurz auf einen Leichteren, Schwächeren drauf zu setzen oder dem eins zu hauen.
    unorthodox

  13. #43
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    Zitat Zitat von discipula Beitrag anzeigen
    für den Stärkeren ist es eben NICHT anstrengend, sich mal kurz auf einen Leichteren, Schwächeren drauf zu setzen oder dem eins zu hauen.
    Wenn es so Wundertechniken gibt, die es einem Schwächeren ermöglichen, relativ leicht einen Stäkeren zu besiegen, dann wären dieselben Techniken für den Stärkeren noch weniger aufwendig, an einem Schwächeren zu nutzen.

    Und nur, weil jemand stärker ist, bedeutet es nicht gleichzeitig, daß es auch immer so einfach ist, wie du es hier plötzlich darstellst, die Stärke zu nutzen.
    Einfacher - ganz klar.
    Aber immer noch mehr Anstrengung, als wenn er eine Möglichkeit nutzen würde, die es bereits einem Schwächeren ermöglicht, den Stärkeren kampfunfähig zu machen.

    Stumpf gesagt: Warum sollte der Starke sich die Mühe machen, den anderen umzu*hauen*, wenn er auch einfach pusten könnte?

  14. #44
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    Einem "Starken" (und schweren) kann man als verantwortungsvoller Mensch aber auch ganz andere Sachen zeigen, die ihm gut helfen. Bei schwächeren, leichteren Leuten ist das schon weniger einfach.

    Ich halte es aber auch für Schwachsinn, für SV-Kurse oder -Unterricht nur Leute mit umfassender langjähriger Erfahrung als Strassenschläger und Gewaltkrimineller zulassen zu wollen. Es sollte nur keine Fantasie mit Schneegestöber sein was man da "anbietet".
    "Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)

  15. #45
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    Mal ganz unabhängig von den Techniken, was in vielen Kursen meiner Meinung nach falsch läuft, ist dieser übertriebene Fokus auf Stressdrills. Ich halte es für besser, den Leuten in Ruhe etwas beizubringen. Wenn das irgendwann sitzt (nach mehreren Kursen oder regelmäßigem Training), dann kann man die Intensität erhöhen, aber solange jemand die Techniken nicht gut beherrscht, kommt meist ein wertloses Gefuchtel heraus, das den Leuten dann als Erfolg verkauft wird. Und man sollte auch niemandem Illusionen machen:
    ein Kurs ist besser als kein Kurs, 1mal die Woche trainieren ist besser als gar nicht und je mehr man investiert, desto besser werden die Ergebnisse sein.

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