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Thema: Ist Olympisches Boxen unter Aiba bald Geschichte?

  1. #16
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    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    ich weiss ja nicht was du attraktiv findedest. ich finde amateurboxkämpfe sehr technisch und oft haben die ein höheres niveau als dieses kirmesprofiboxen, wo der sieger meist zuvor bereits feststeht.
    Natürlich sind sie technisch auf Top Niveau. Es ist aber eine andere Technik die dort zu tragen kommt, als eine erfolgreiche im Profi Boxen. Der beste Deutsche Profi, der seinen Amateur Stil mit ins Profilager nehmen konnte ist Brähmer und auch der hat international im Profiboxen schnell seine Grenzen gefunden.

    Das Problem mit den meisten deutschen Super Amateur Boxern, die ins Profigeschäft wechseln ist doch die Gegnerauswahl. Seltenst wurde da auch bei den vermeintlich großen Namen der deutschen Boxgeschichte der große wirklich spannende Kampf genommen und meist wusste man auch warum. Was dann passiert wird mal doch einer genommen oder ein vermeintlicher leichter Gegner mit guter Stamina unterschätzt wird, hat man ja zu letzt wieder gesehen, als diverse Super Talente deklassiert wurden. Die Engländer sind deutlich besser darin, ihre Amateure fürs Profiboxen umzuschulen und das muss man heut zu tage auch. Man schaue sich diverse Amerikanische Boxlegenden an, die ohne großartiges Amateur Resümee großartige Kämpfe geliefert haben. Die haben aber auch eine andere Herangehensweise an das Amateur Boxen als hier.
    Sich hinzustellen und zu sagen bei den Profis ist alles Schiebung macht nicht so richtig Sinn, wenn die Top Amateure dort viel zu häufig von durchschnittlichen Profiboxern besiegt werden. Ein Europa- oder Weltmeistertitel ist nicht automatisch ein Garant für eine erfolgreiche Profilaufbahn.

  2. #17
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    man mag es mir nicht übel nehmen, aber bei guten (!) amateurkämpfen begeistere ich mich meist mehr, als bei profi-kämpfen. einfach, weil sie eben schön anzuschauen sind. die kubaner in früheren zeiten... wow.
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  3. #18
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    Das deutsch junge Profis keine guten Gegner boxen liegt eher an der Qualität der Profis und dem fehlenden Mut der Promoter. Bestes Beispiel ist hierfür z.B. der Schwergewichtler Schwarz. Nie eine große Nummer geboxt, aber nach jedem Kampf von AJ und Weltruhm träumen.... und das soll kein Bashing sein. Ich würde ihn gerne mal gegen einen großen Namen sehen.

    In England wird erstmal auf nationaler Ebene aufgeräumt und dann darf der englische Champion auch mal international anklopfen. In Deutschland macht man lieber einen "deutschen Weltmeister" und feiert ihn dann. Warum haben wir wohl gefühlt jedes zweite Wochenende einen WM-Kampf mit dem übelsten Niveau?? Was ist bitte schön ein GBU-WM wert????

    Brähmer war ein Weltklasse-Sportler, der das Talent dazu hatte, ganz nach oben zu kommen. Er hat sich leider für den falschen Lebensweg entschieden und seine besten Jahre in Kneipen oder im Knast vergeudet.
    Alle erfolgreichen deutschen Profis der letzten Jahrzehnte waren vorher sehr erfolgreiche Amateure. Die Athleten heute wechseln zu früh zu den Profis und wundern sich dann, das sie nie oben ankommen.
    Brähmer sagt das schön in seinem Interview: die Grundausbildung findet beim olympischen Boxen statt.....
    Wer bei den Amateuren einen großen Titel gewonnen hat, kann es auch ganz nach oben schaffen bei den Profis. Sieh dir nur aktuell den nahtlosen Übergang von Usyk oder Loma. Oder schau mal wer von den Top-Profis vorher eine Olympia-Medaille gewonnen hat.
    Natürlich gibt es immer vereinzelte Ausnahmen und das ist ja auch gut, aber nicht die Regel.

    Fällt jetzt Boxen aus dem Olympiaprogramm raus, ist die Förderung weg. Und das ist der Anfang vom Ende......

  4. #19
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    Wir werden aufgrund deines Namens sicher nicht auf einen grünen Zweig kommen, aber ich sehe vieles komplett anders.

    Einverstanden, es gibt fragwürdige Profiverbände und Titel ... Aber auch die großen Verbände haben ihre eigenen Probleme was Matchmaking und ähnliches angeht. Das Problem in Deutschland liegt doch viel eher darin, dass die Promoter zu viele internationale Gegner scheuen, weil sie wissen, sobald der ehemalige Amateur Star im TV deklassiert wurde, war es das mit dem großen TV Vertrag. Ist aber schon jahrelang Problem der Medien und des Boxsports, dass dort Niderlagen zu wenig verziehen werden. Vieles an Kritik ist jedoch auch berechtigt, wenn irgendein Plastik Champ seinen ersten richtigen Gegner vor die Fäuste bekommt und unter geht.

    Brähmer war ein Weltklasse Amateur Boxer. Das ist nicht automatisch ein Weltklasse Boxer unter Profiregeln. Man war sich sicher bewusst warum man diverse Kämpfe gegen Leute wie Stevenson oder Kovalev gemieden hat wo die beiden noch richtig im Saft waren. Stevenson hatte nicht mal im Ansatz das Amateur Resümee eines Jürgen Brähmer aber wir wissen denke ich wie der Kampf ausgegangen wäre. Bei den Amateuren zu gewinnen heißt nicht also nicht Weltspitzen Potential zu haben. Die Amateure aus dem Ostblock, die gute Profis werden bringen noch andere Dinge mit, als viele Kämpfe. Daher arbeiten auch gerne viele erfahrene US Profi Trainer mit ihnen und können sie relativ schnell für den Profibereich umschulen.

  5. #20
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    Zitat Zitat von Bär-Knuckle Beitrag anzeigen
    Die Amateure aus dem Ostblock, die gute Profis werden bringen noch andere Dinge mit, als viele Kämpfe. Daher arbeiten auch gerne viele erfahrene US Profi Trainer mit ihnen und können sie relativ schnell für den Profibereich umschulen.
    das wäre ?

  6. #21
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    Zitat Zitat von marq Beitrag anzeigen
    das wäre ?
    Was sie mitbringen? Einen anderen Biss, ein anderes Aufwachsen und eine andere Einstellung zum Erfolg. Aufgewachsen in einem sehr leistungsorientiertem und diszipliniertem System mit oftmals sehr harten Außenbedingungen haben diese Leute etwas, was sie zu herausragenden Sportlern werden lässt. Beispiel Kovalev - Der hatte ernsthafte Bedenken ob er denn Profi werden könnte, aufgrund seiner mangelnden Schlagkraft...
    Richtig gefährlich und deutlich verbessert hat er sich dann durch die Arbeit mit Jackson. Der hat eine Maschine aus ihm gemacht. Golvokin war zwar ein Rohdiamant aber erst unter Sanchez hat er ein gänzlich neues Level erreicht ... Wladmir Kltischko hat am besten geboxt nachdem Steward ihn stark umgeschult hatte. Nur um ein par Beispiele zu nennen.

  7. #22
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    Zitat Zitat von Bär-Knuckle Beitrag anzeigen
    Wir werden aufgrund deines Namens sicher nicht auf einen grünen Zweig kommen, aber ich sehe vieles komplett anders.
    eigentlich teile ich viele deiner Meinungen: natürlich ist ein top-Amateur nicht gleich ein Top-Profi. Bei den Profis wird anders geboxt, da stimme ich Dir vollkommen zu. Ein Jack Culcay ist auch nie wirklich bei den Profis angekommen und war WM.
    Beim Matchmaking gebe ich Dir vollkommen recht. Aber wir haben im Moment keine Amateur-Stars. Wir haben Profi-Boxer ohne internationale Klasse und viele talentierte Amateure, die keine Sau kennt. Beispiel? Feigenbutz, Bauer, Schwarz ..... alles keine internationalen Boxer, aber gehypt wie Weltstars.
    In der zweiten Reihe kommen dann Leute wie Barou, der zwar starker Amateur war, aber den keine Sau kennt.....aus dem könnte mal was werden

    Und das es im Ostblock ein anderes Fördersystem gibt, in welchem der Sportler einen ganz anderen Stellenwert hat wie in Deutschland, ist auch klar. Der olympische Sport wird hier in D kaum gefördert und damit werden wir immer schlechter. In ein paar Jahren sind wir bei der Olympiade in den meisten Disziplinen nur noch als Sponsoren dabei. Das hat mMn aber nix mit dem Biss zu tun, eher mit der finanziellen Aufstiegschance von Sportlern im Lande. Wenn du weißt, was ein Amateurboxer (aber auch Turner, Leichtathlet, Ruderer, usw.) verdient, muss man sich hier in Deutschland echt fragen: wozu dieser ganze Scheisse???

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