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Thema: USA - 25 Jahre Haft für einen RNC - Mord anstatt Notwehr

  1. #16
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    gibt's da ein Jedermanns-Festnahmerecht?
    Meines Wissens ja

  2. #17
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    Der eine hat sich nicht unter Kontrolle, säuft unkontrolliert und pinkelt öffentlich rum ...
    Der andere hat seine latenten Agressionen nicht unter Kontrolle ...

    Stört es mich, dass beide weg von der Bildfläche sind ? Nicht im geringsten.
    Habe ich Mitleid - nein, wieso sollte ich ?

    Das sind Menschen mit denen ich sowieso nichts zu tun haben will.

    Und weils Amerika ist, vielleicht hätte er den anderen besser erschossen. Dann hätte es sicher Freispruch oder höchstens Bewährung gegeben - LOL

  3. #18
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    Zitat Zitat von Pansapiens Beitrag anzeigen
    gibt's da ein Jedermanns-Festnahmerecht?
    Civil arrest gibt es, zumindest in den meisten Bundesstaaten, ob überall weiß ich nicht.

  4. #19
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    Auch wenn am Ende LoL steht, ist halt doch so ein typisches Vorurteil:
    Und weils Amerika ist, vielleicht hätte er den anderen besser erschossen. Dann hätte es sicher Freispruch oder höchstens Bewährung gegeben - LOL
    In der Realität liegt beim tödlichen Schusswaffeneinsatz in den USA i.d.R. ein Strafverfahren vor einem, dass die meisten finanziell schon mal überfordert und dessen Ausgang keineswegs vorher feststeht.

  5. #20
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    ob überall weiß ich nicht.
    Überall nicht und es wird z.T. sogar noch nach der "schwere" des Vergehens differenziert:

    http://solutions-institute.org/tools...laws-by-state/

    In manchen Staaten muss eine (schwerere) Straftat vorliegen ("felony") bei geringfügigen Vergehen ("misdemeanor") greift das dann nicht.


    Stört es mich, dass beide weg von der Bildfläche sind ? Nicht im geringsten.
    Habe ich Mitleid - nein, wieso sollte ich ?
    Schön, dass Du ja offensichtlich perfekt bist und daher ausgeschlossen werden kann, dass Du Dich jemals irgendwie daneben benimmst oder auch nur einen Fehler begehst...
    Hätten die wohl mal lieber auch Karate praktiziert, dann wären sie sicherlich auch im Sinne des "Budo" so weit entwickelt gewesen, dass sie das bei einer Runde Mate-Tee ausdiskutiert hätten.
    "It's not the size of the dog in the fight, it's the size of the fight in the dog." M. Twain

  6. #21
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    Wären es 30-60 Sekunden gewesen, hätte man da evtl noch über fehlende Absicht sprechen können, aber bei 210 Sekunden hätte er schon lange vorher merken müssen dass der Andere bewusstlos und schlaff ist.
    Ist genauso wie wenn ich jemand 10 "Warnschüsse" ins Bein verpasse und mich danach wundere wenn dieser Jemand verblutet...



    Zitat Zitat von Little Green Dragon Beitrag anzeigen
    Das ist zum einen in den USA immer so eine heikle Sache - man weiß letztendlich nie ob da nicht noch einer ne Knarre hat und dann anfängt um sich zu schießen.
    Na zumindest hätte man ihn mal verbal angehen und anschreien können damit er aufhört. Wobei man bei einer offensichtlichen Tötungsabsicht auch DEUTLICH aggressiver vorgehen könnte/sollte (zumindest moralisch gerechtfertigt).
    Die technisch sauberste Variante wäre wohl denjenigen in der Position selber per RNC zum Aufhören zu zwingen (natürlich für die aller meisten nicht machbar)

  7. #22
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    Zitat Zitat von Droom Beitrag anzeigen
    Wären es 30-60 Sekunden gewesen, hätte man da evtl noch über fehlende Absicht sprechen können, aber bei 210 Sekunden hätte er schon lange vorher merken müssen dass der Andere bewusstlos und schlaff ist.
    war der 210 Minuten lang bewusstlos oder nur 210 Minuten lang im Würgegriff?

    hier mal ein andere längeres Video aus einer anderen Perspektive:



    Da scheint Hernandez doch längere Zeit des Griffs noch bei Bewusstsein.

    Ähnliches ist hierzulande ja auch schon vorgekommen. Auch hier hat jemand, der gegen Regeln verstoßen hat (bei uns ist Ladendiebstahl allerdings ein rechtfertigender Grund für eine Jedermannsfestnahme) und sich demjenigen, der ihn darauf ansprach, widersetzte, zu Boden gebracht, und dort in einer Würgesituation gepinnt, miit Unterstützung durch Dritte.
    (im obigen Video hält die Frau von Thompson den Arm von Hernandez fest):


    Als der 13 kg schwerere und 13 cm größere D. sich der Feststellung seiner Personalien widersetzte, nach dem Angeklagten schlug - oder ihn beiseite schob - und die Flucht ergriff, verfolgte ihn der Angeklagte und sprang ihn von hinten an, wobei er seinen linken Arm um dessen Hals legte. Durch den Anprall gingen beide zu Boden. Während der Angeklagte versuchte, den in die "Unterlage" geratenen D. "am Boden zu fixieren", rief er um Hilfe und forderte D. "mehrfach auf, sich zu ergeben und zum Zeichen der Aufgabe mit der Hand auf den Boden zu schlagen". D. zeigte jedoch "keine derartige Reaktion". Der "wenige Augenblicke" später hinzukommende Inhaber eines Schuhreparaturstandes, R. , hielt die rechte Hand des D. und, als dieser mit den Beinen um sich schlug, auch ein Bein fest. "Wenige Minuten" danach trat der Leiter des Kaufhauses, M. , hinzu. Er drückte den rechten Arm des D. , den R. "kaum noch" festhalten konnte, mit seinem Knie zu Boden; ferner veranlaßte er, daß die Polizei verständigt wurde. "Während der gesamten Zeit hielt der Angeklagte den Hals des D. weiter in seiner linken Armbeuge, wobei er den ertappten Dieb über einen Zeitraum von mindestens drei Minuten ohne Unterlaß derart würgte, daß diesem die Luftzufuhr vollständig abgeschnitten wurde" (UA 8). Die einoder zweimal gestellte Frage des M. , "ob der Mann noch Luft bekomme", bejahte der Angeklagte. Als wenige Minuten später der Polizeibeamte P. erschien, forderte M. diesen auf, dem D. Handfesseln anzulegen, da sich "D. nach dem Eindruck des ... M. weiterhin derart stark zur Wehr setzte, daß er ihn mit seinem rechten Arm anhob". Nachdem M. und R. den "nunmehr regungslos am Boden liegenden D. " losgelassen hatten, diesem Handfesseln angelegt worden waren und auch der Angeklagte D. losließ, drehte P. dessen "reglosen Körper" um. Das Gesicht des D. war blau verfärbt; er war infolge der Strangulation durch den Angeklagten erstickt.

    https://openjur.de/u/65108.html


    keines der befassten Gerichte konnte da einen Tötungsvorsatz erkennen.

    Im hier diskutierten Fall gab es einen ersten Prozess, in dem sich die Geschworenen nicht einigen konnten:

    Thompson’s first trial ended in a mistrial after 11 of 12 jurors decided he was not guilty of murder. Ten decided he was also not guilty of the lesser manslaughter charge. Eight jurors decided Thompson was not even guilty of the lowest possible charge -- criminally negligent homicide.

    also acht von zwölf sahen nicht mal fahrlässige Tötung (?)

    Zitat Zitat von Droom Beitrag anzeigen
    Na zumindest hätte man ihn mal verbal angehen und anschreien können damit er aufhört. Wobei man bei einer offensichtlichen Tötungsabsicht auch DEUTLICH aggressiver vorgehen könnte/sollte (zumindest moralisch gerechtfertigt).
    Die technisch sauberste Variante wäre wohl denjenigen in der Position selber per RNC zum Aufhören zu zwingen (natürlich für die aller meisten nicht machbar)
    Ich verstehe nicht, was in oben verlinktem Video die Frau mit dem weißen T-Shirt außer "Stop!" schreit, aber es das "Stop!" könnte sich, auch in Anbetracht ihrer emotionalen Erregung auf die Aktion des Ehepaares Thompson beziehen, da sie den Ernst der Lage erkennt.
    Der Mann mit dem schwarzen Outfit wird wohl eher der/einer derjenigen sein, die gegen den/die Filmenden vorgegangen ist, also das Paar Thompson unterstützte.
    Eventuell selbst ein Hilfssheriff oder Sicherheitspersonal des Parkplatzes ?.
    Da wurde ja noch weiteren Mitgliedern des Harris County Sheriff's Office ein Fehlverhalten vorgeworfen:

    As a result of the investigation, other sheriff's office personnel will face disciplinary action. A deputy has received a one-day suspension and 30 days probation. One sergeant was ordered to complete additional training, suspended for five days and transferred to a new assignment.

    Another sergeant received a letter of reprimand and was ordered to complete additional training, while a sergeant received a letter of documented counseling.


    https://www.chron.com/news/houston-t...s-11306134.php

    Grund könnte Fehlverhalten bei der Aufarbeitung des Falles sein, aber auch Fehlverhalten vor Ort.
    Auch dieser Satz könnte ein Hinweis darauf sein, dass da noch mehr Personal des Sheriffs außer Frau Thompson, die ja (ursrprünglich) nicht im Dienst war, anwesend war:

    Melissa Hernandez said she is unsure what to make of Gonzalez not finding any evidence of wrongdoing by the on-duty personnel at the scene where her cousin died.


    Insgesamt klingt das weniger wie eine SV-Situation oder ein Kampf Mann gegen Mann, als die Durchsetzung von Regeln durch mehrere gegen einen einzelnen, einige oder mehrere offizielle Ordnungskräfte.
    Wenn da nun tatsächlich einer einen anderen in der Öffentlichkeit mit klarer Tötungsabsicht erdrosselt, mit Unterstützung einer Sheriff-Assistentin, während andere umstehende Zeugen am Filmen hindern wollen, und auch dann noch fortfährt, wenn er mitkriegt, dass er gefilmt wird, wäre das schon extrem abgebrüht.
    Geändert von Pansapiens (10-11-2018 um 06:41 Uhr)

  8. #23
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    hier eine Übersicht inklusive einem Interview (0:59) mit einer Angestellten des Restaurants.
    Sie erklärt, auf die Frage, warum den keiner runtergezogen hat, dass es den Angestellten des Restaurants, vor dem das passierte, nicht erlaubt sei, bei so was körperlich einzuschreiten, dass sie dafür verklagt werden können.


    Geändert von Pansapiens (10-11-2018 um 12:43 Uhr)

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